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NATUR Online Kolumne 

 

 

Streusalzverzicht schützt Bach und Fluss
 

Nun ist es wieder soweit. Der Winter ist da und mit ihm Eis und Schnee. Was die einen freut, stellt andere vor ein Problem. Wie Gehwege und Treppen eisfrei halten, ohne die Umwelt zu gefährden?


Hauseigentümer und Mieter sind im Winter grundsätzlich verpflichtet, Zu- und Gehwege vor der eigenen Haustür schnee- und eisfrei zu halten. Das nennt man Verkehrssicherungspflicht, die im Mietvertrag genauer geregelt sein kann, aber nicht muss. Mit Streusalz ließe sich das Problem für alle Beteiligte ganz schnell lösen. Schließlich findet man in Baumärkten und anderen Geschäften genug Angebote, um der weißen Pracht und dem frostigen Eisbelag darunter schnell „Herr zu werden“. Doch halt!


In vielen Städten und Gemeinden ist der private Einsatz von Streusalz schon lange untersagt und oft sogar mit einem Bußgeld belegt. Zu Recht, wie sich noch zeigen wird. Näheres dazu regeln die kommunalen Satzungen. Eine einheitliche Regelung auf Bundes- oder Länderebene existiert derzeit leider nicht.


Streusalz schadet Pflanzen


Gelangt Schmelzwasser direkt auf Pflanzen, kommt es zu Kontaktschäden. Noch größerer Schaden entsteht, wenn sich das Streusalz in den Böden am Straßenrand über viele Jahre anreichert und die Bodenfauna vernichtet. Feinwurzeln von Bäumen sterben ab, so dass die lebenswichtige Symbiose mit Pilzen (Mykorrhiza) leidet. Die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser wird erschwert. Die oft schwerwiegenden Folgen machen sich bei den betroffenen Gehölzen zeitverzögert durch Blattrandnekrosen, vorzeitigem Laubfall und bis hin zum Absterben bemerkbar.


Aus den Augen, aus dem Sinn?

 

Wo landet eigentlich das ganze Streusalz, wenn Schnee- und Eisschmelze einsetzen und der Regen die braune „Brühe“ in den Gully spült? Auf innerörtlichen Straßen mit Regen- oder Mischwasserkanalisa-tion fließt das mit Streusalz versetzte Schmelzwasser in das Kanalsystem. Nachdem es die Kläranlage passiert hat, gelangt es in Bäche und Flüsse.

 

Bei einer Überlastung der Mischwasserkanalisation durch starke Regenfälle beispielsweise kann es geschehen, dass das Streusalz auch direkt mit dem Schmutzwasser in unseren Oberflächen-gewässern landet. Auf überregionalen Straßen dringt etwa die Hälfte des Salzes über verspritztes Schneewasser in die Böden am Straßenrand ein. Der Rest kommt mit dem Schmelzwasser in die Straßenentwässerung und wird entweder versickert oder ebenfalls in Oberflächengewässer eingeleitet. Dies ist immer mit schlimmen Folgen für das Ökosystem, die Fischfauna und Gewässerorganismen wie Krebse, Insektenlarven u.v.m. verbunden.

 

Außerdem gelangt salzhaltiges Schmelzwasser durch Versickerung in unser Grundwasser. Da Grundwasser sich aber nur sehr langsam erneuert und unsere wichtigste Trinkwasserquelle darstellt, sollten Beeinträchtigungen soweit wie möglich vermieden werden.


Was ist zu tun?


Es kommt auf Ihre Schnelligkeit an. Je eher Sie mit dem Schneeschippen beginnen, desto leichter ist es, denn der Schnee ist noch nicht festgetreten oder vereist. Außerdem kann auf Streumittel ganz verzichtet werden. Wenn sich deren Einsatz aber nicht mehr verhindern lässt, sollte man ausschließ-lich auf salzfreie, abstumpfende Streumittel wie Sand, Splitt oder Granulat, die im Handel an dem Umweltzeichen Blauer Engel erkennbar sind, zurückgreifen. Diese Streumittel können Sie nach der Schneeschmelze zusammenfegen und beim nächsten Schneefall wiederverwenden.

 

Zügiges Schneeschippen hat aber noch andere Vorteile

 

Die gesetzliche Räumungspflicht, die zumeist eine Räumung bis spätestens 7 Uhr am Werktag vorsieht, ist erfüllt, der Frühsport schnell erledigt und man kann sich endlich einem gemütlichen und auch wohlverdientem Frühstück widmen.

 

 

Die Nachhaltigkeitstipps stammen von Susanne Hufmann,

Biologin und Redakteurin NATUR Online.

FÖJ im UNESCO

Biosphärenreservat Rhön

Intensive Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen, Fachleute bei der Arbeit begleiten und an frischen Ideen mitarbeiten:
 
Die Thüringer Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bietet mit Einsatzstart am 1. September 2024 wieder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr mit dem Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an.
Um Bewerbung bis zum 9. Juni wird gebeten, Rhönerinnen und Rhöner werden bei der Auswahl bevorzugt.

Heimische Wildpflanzen

Pflanzenportrait Juni 2024

Wald-Ziest (c) Stiftung für Mensch und Umwelt

Die Pflanzen des Monats werden vorgestellt von der Stiftung Mensch und Umwelt. [>>>weiterlesen]

KLIMASTREIK

ZUR EUROPAWAHL 

Am 31. Mai 2024 steht der nächste große Klimastreik von Fridays for Future an!

[>>>mehr Informationen]

Der Kiebitz

Vogel des Jahres 2024

Sehen Sie Highlights der Kiebitz-Cam in der Wetterau

Deutschland summt!

Pflanzwettbewerb 2024

Jetzt Bienenoase gestalten, Aktion dokumentieren und mit etwas Glück Geld- und Sachpreise gewinnen.

Alle können mitmachen!

[>>>weiterlesen]

Planet Ocean

Neue Ausstellung im Gasometer Oberhausen

Ab dem 15. März 2024 präsentiert „Planet Ozean“ die faszinierende Schönheit der Weltmeere und ihrer vielfältigen Lebensformen. Dafür führt die innovative Schau in kaum bekannte Tiefen dieses komplexen Ökosystems.

Nach einer Woche haben sich bereits 20.000 Besucher*innen die neue Aus-stellung „Planet Ozean“ angeschaut. 

Und nun hoppelt auch noch der Oster-hase mit einem Geschenk heran. „Für den zu erwartenden Andrang in den Schulferien erweitern wir vom 25. März bis 6. April die Öffnungszeiten“, sagt Jeanette Schmitz, Kuratorin des Gaso-meters. So hat „Planet Ozean“ dann wirklich jeden Tag in der Woche von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Und wo wir gerade bei Ostern sind, ein kleiner Geschenke-tipp: Tickets zur neuen Ausstellung, Kataloge sowie Führungen durch „Planet Ozean“ passen hervorragend in jedes Festtagsnest. Weitere Infos gibt es unter www.gasometer.de

Veranstaltungen

Biologische Vielfalt bestimmen
Arten erkennen

Dungkäfer

8. Mai 2024 (Mittwoch) | Wetzlar 

Programm & Anmeldung
N24_98_Dungkäfer.pdf
PDF-Dokument [392.0 KB]

Botanisch-ökologische Exkursionen in ausgewählte (Schutz-)Gebiete Hessens

Juni - September 2024

 

1. Juni / Hochrhön
Bergwiesen 

7. Juli / Hochtaunus

Montane Florenelemente  
25. August / Gießen 

Stadtflora  

28. September / Edertal-Bringhausen

Pflanzenzwerge – Teichbodenfluren am Edersee 

Programm & Anmeldung
Botanische Exkursionen 2024.pdf
PDF-Dokument [399.8 KB]

Petition

Schützen statt schießen!

Frau Bundesministerin Lemke,

bitte stoppen Sie Jagdtrophäenimporte!

 

Bisher > 107.000 Unterschriften

Das nächste Ziel: 150.000

Bekannte Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Wissenschaft appellieren in einem offenen Brief

an Bundesumweltministerin Steffi Lemke, endlich gegen Jagdtrophäen-importe vorzugehen und damit zu einem besseren Schutz von Tieren  (Elefanten, Leoparden, Nashörnern, Löwen & Eisbären) beizutragen. 

 

Auch Ihre Stimme zählt!

Unterschreiben und teilen Sie jetzt die Petition an Bundesumweltministerin Steffi Lemke gegen die Trophäenjagd:

Vogel des Jahres 2024
 
Der Kiebitz
 
27. April 2024, Echzell / Bingenheim
 
Mit dem Kiebitz ist ein Vogel zum Jah-resvoge gekürt worden, der es heute, wie viele andere Wiesenvögel auch, schwer hat, in unserer Landschaft zu überleben. Seine Bestände sind deutschlandweit in den letzten 30 Jahren dramatisch zurückgegangen. Auch in Hessen zeigt sich ein ernüch-terndes Bild. Trotz Maßnahmen zum Erhalt hiesiger Populationen wird der Kiebitz in der Roten Liste Hessens als „vom Aussterben bedroht“ geführt.
Programm & Anmeldung
Der Kiebitz - Vogel des Jahres 2024.pdf
PDF-Dokument [334.6 KB]

#Waldmannsgeil

Jagen ist Sport, Jagen ist Tradition, Jagen ist vor allem Natur pur. Rund 436.000 Menschen in Deutschland besitzen einen Jagdschein – können so viele Deutsche irren? Vorab: Ja. Denn nicht allen geht es um den Erhalt eines gesunden Ökosystems.

ZDF Magazin Royale vom 1. März 2024 mit Jan Böhmermann | 32 Min.

 

Video in der ZDF Meditahek verfügbar

bis zum 28.02.2025

Der Blick ins Nest

Saatkrähen-Webcam

Das Brutgeschehen von Saat-krähe „Mathilde“ wieder live verfolgen. Wie sieht der Tag einer Saatkrähenfamilie aus? Was ge-schieht im Nest in Jever? 

Noch Plätze frei!

Zertifikatslehrgang 2024

Streuobst erleben und vermitteln im jahres-zeitlichen Verlauf

Modul 1 | 19. / 20. April (Fr./Sa.)
Modul 2 | 28. / 29. Juni (Fr./Sa.)
Modul 3 | 20. / 21. Sept. (Fr./Sa.)
Prüfung 13. Oktober (So.)

Naturschutzakademie Hessen, Wetzlar

Kolumne

Beiträge zu wichtigen Nachhaltig-keitsthemen unserer Zeit.

Streusalzverzicht 

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Vögel im Garten

Füttern  & entdecken

Im Ratgeber der Deutschen Wildtier Stiftung lesen Sie, wann und vor allem was gefüttert werden sollte. Sie erfah-ren, welcher Vogel was frisst und wie eine gute Futterstelle aussieht. Hier geht es zum kostenlosen Download.

Die Grasnelke

Armeria maritima, ausgezeichnet von der Loki Schmidt Stiftung als Blume des Jahres 2024

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Aktualisiert am:

17. April 2024

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