Aktuell | Informativ | Meinungsbildend | Nachrichtenportal seit 2013
Wissen, was los ist. Ganz egal, wann und wo. Mit NATUR Online können Sie immer mitreden.
NATUR Online wird von der gemeinnützigen Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung e.V. angeboten und finanziert sich über Spenden. Als Herausgeberin möchten wir Informationen zu Natur & Umwelt gebündelt bereitstellen – und das möglichst kosten- und werbefrei! Damit das auch in Zukunft gelingt, brauchen wir Ihre Unterstützung! Spenden an die GNA e.V. können in Deutschland steuerlich geltend gemacht werden. Spenden, Bescheinigung anfordern magazin@natur-online.info und dem Finanzamt vorlegen. Ganz einfach. DANKE!
5. Mai 2026 | Umweltministerkonferenz
Meeresschutz-Appell
Naturschutzverbände fordern wirksame Meeresschutz-gebiete, Raumplanung nach Ökosystemansatz und ausreichende Finanzierung
Good News
5. Mai 2026 | Zurück ins Leben
Biber „Bente“ erfolgreich ausgewildert
Artenschutzzentrum Leiferde bittet um Hilfe für wichtige Artenschutzarbeit
5. Mai 2026 | KOMMENTAR BUND zieht Bilanz
|
Ein Jahr Friedrich Merz, ein Jahr Abbau von Umweltstandards |
|
Zu einem Jahr Bundesregierung erklärt Olaf Bandt, Vorsitzender beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Ein Jahr nach Amtsantritt zeigt die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) vor allem eines: ökologische Kurzsichtigkeit. Statt Klima-, Natur- und Gesundheitsschutz konse-quent weiterzuentwickeln, setzen Merz und seine Regierung in vielen Bereichen auf den Abbau erreich-ter Standards. Das ist kein Modernisierungskurs, sondern politischer Rückschritt. Wer den Kampf gegen die ökologische Krise nicht als Regierungsauftrag begreift, verkennt die wirtschaft-lichen und gesellschaftlichen Risiken der Gegenwart. Das schwächt die deutsche Wirtschaft und macht uns abhängig von fossilen Importen. Nur mit Erneuerbaren, Energieeffizienz und einem sparsa-men Umgang mit Ressourcen wird das Land krisenfester. Es braucht eine Bundesregie-rung, die Verantwortung übernimmt und den Schutz von Klima, Artenvielfalt und Lebensqualität als Maßstab ihres Handelns sieht. Deutschland muss auf ökologischen Modernisierungskurs.“ |
Good News Einfach mal nichts tun und dabei aktiv die Artenvielfalt fördern
4. Mai 2026 | Biodiversität im Garten
Mähfreier Mai: Ein Monat für mehr Natur im Garten
Kleiner Aufwand, großer Effekt: Wie ungemähte Flächen wichtige Lebensräume schaffen
und das ökologische Gleichgewicht stärken
4. Mai 2026 | Frühjahrsumweltministerkonferenz
Weniger Bürokratie und dafür mehr Umsetzung im Umwelt- und Klimaschutz
Klimaanpassung vor Ort stärken und die EU-Bürokratie begrenzen
4. Mai 2026 | Leder aus EU-Entwaldungsverordnung gestrichen
Kritik an Rückschlag für den internationalen Waldschutz
Berlin: Die Europäische Kommission hat mit einem delegierten Rechtsakt Leder aus dem Gel-tungsbereich der Anpassungsvorschläge zur
EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) gestrichen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert dies als massive Schwächung auf Kosten transparenter und nachhaltiger
Lieferketten. Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
„Die Lederindustrie hat sich mit ihrer aggressiven Lobbyarbeit durchgesetzt: Rindsleder aus illegal gerodeten Ge-bieten etwa im Amazonas-Regenwald soll weiter für
europäische Modeprodukte oder Autositze verarbeitet wer-den. Das reiht sich ein in eine Serie von Rückschlägen für den internationalen Waldschutz, darunter die mehr-malige Verschiebung des
Geltungsbeginns der Verordnung sowie erleichterte Anforderungen an europäische Produzenten und Händler. Die EU-Entwaldungsverordnung ist ein zentrales Instrument des Green Deals und hat bereits vor
ihrer offiziellen Anwendung bei Unternehmen und in den Produktionsländern positive Wirkung gezeigt: Lieferketten werden transparenter, Unternehmen investieren in entwaldungsfreie Praktiken und die
Bekämpfung von Landraub und Zwangsarbeit. Das darf die EU-Kommission jetzt nicht aufs Spiel setzen. Wir fordern die ent-schlossene Durchsetzung der EU-Entwaldungsverordnung – ohne weitere
Schwächungen und Verzögerungen.“
30. April 2026 | Organisierte Klimakriminalität
Illegalen Handel mit F-Gasen entschlossen bekämpfen
Beratungen bei Science-Policy-Dialog in der Goethe-Uni Frankfurt und Umweltministerkonferenz
Bad News
30. April 2026 | Hessen
Aktuell zunehmende Waldbrandgefahr
Trockene Witterung und ansteigende Temperaturen:
Forstministerium warnt
30. April 2026 | KOMMENTAR Deutsche Umwelthilfe zur Aussetzung der 65-Prozent-Regel:
„Bundesregierung treibt Mieterinnen und Mieter in die Kostenfalle
Gasheizung“
Berlin: Wegen Streitigkeiten und Zeitdruck bei der Novelle des Gebäudemodernisierungsgesetzes will die Bundesregierung kurzfristig nur die
zentrale 65-Prozent-Erneuerbare-Vorgabe aussetzen. Eine umfassende Einigung zu zentralen Fragen wie dem Mieterschutz sowie der Ausgestaltung der sogenannten „Bio-Treppe“ steht
weiterhin aus. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert dieses Vorgehen scharf und warnt vor erheblichen sozialen und klimapolitischen Risiken. Dazu Barbara Metz,
Bundesgeschäftsführerin der DUH:
„Mit einem gefährlichen Schnellschuss will die Bundesregierung die 65-Prozent-Regel alternativlos aussetzen.
Mieterinnen und Mieter wären damit schutzlos der Kostenfalle gasbetriebener Heizungen ausgeliefert: Dass insbesondere die SPD das zulässt, ist ein Offenbarungseid. Die Energiepreiskrise zeigt deutlicher denn je: An der Abkehr von Öl und Gas führt kein Weg vorbei. Stattdessen zementiert die Bundesregierung ihren fossilen Kurs weiter. Das ist ökonomisch und klimapolitisch unverantwortlich. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Pläne fallen zu lassen und den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen weiter zu unterbinden.“
29. April 2026 | Gasometer Oberhausen
"Mythos Wald" an allen Maifeiertagen geöffnet
100.000 Besucher feiern die aktuelle Ausstellung
29. April 2026 | Herzogsbergen und Wohlder Wiesen
Herdenschutzhunde im Einsatz
Schafe spielen für den Naturschutz eine wichtige Rolle
29. April 2026 | KOMMENTAR zum Report “Critical Minerals, Water Insecurity and Injustice”
EU-Rohstoffstrategie nutzen, um Vorfahrt für Recycling und Kreislauwirtschaft zu
schaffen
Berlin: Ein neuer Report des „United Nations University Institute for Water, Environment and Health“ (UNU-INWEH) beleuchtet die gravierenden
Umwelt- und Gesundheitsschäden, die der Abbau kritischer Mineralien wie Lithium und Kobalt vor allem in Ländern des Globalen Südens verursacht. Vor Ort leiden Menschen unter
verunreinigtem Wasser, akuter Wasserknappheit und Giftmüll. Dazu sagt Dr. Esther Laabs, Rohstoff- und Batterieexpertin des WWF Deutschland:
„Egal ob Lithium, Kobalt oder Kupfer: Je weniger Rohstoffe wir neu abbauen, desto besser. Es muss für die EU oberstes Ziel sein, die einmal durch
Bergbau gewonnenen strategischen Rohstoffe im Kreislauf zu halten und so lange wie möglich in Erst- und Zweitanwendungen zu nutzen. Je mehr dieser Rohstoffe wir einsparen und wie-derverwenden, desto
weniger Umwelt- und Gesundheitsschäden durch Bergbau und desto weniger Abhängigkeit von Importen. Die EU-Kommission muss Vorfahrt schaffen für eine konsequente Kreislaufwirtschaft in der EU und
Anreize für ein langlebiges Design, materialeffiziente Prozesse und zirkuläre Geschäftsmodelle setzen.
Recycling könnte in naher Zukunft einen großen Teil des Rohstoffbedarfs in der EU decken und hat klare Umweltvorteile gegenüber dem Primärbergbau. Die Recyclingquoten bei kritischen
Mineralien müssen daher schnell und deutlich steigen, der Verbrauch von Primärrohstoffen sinken. Wie kann es beispielsweise sein, dass allein in Deutschland schätzungsweise 167 Millionen
aussortierte Mobiltelefone mit ihrem immensen Rohstoff-potenzial in Schubladen enden? Eine ganze Kobaltmine lagert dort ungenutzt. Der WWF fordert, die finanzielle und regulatorische
Unterstützung für Batterie- und Recyclingvorhaben im Rahmen des Critical Raw Materials Act mehr zu erhöhen als geplant. Zudem müssen deutlich mehr Projekte zu Rohstoffsubstitution
oder Rohstoffein-sparung gefördert werden, insbesondere im Bereich der lithiumbasierten Batterien.“
28. April 2026 | Internationaler Klimaschutz
Staatssekretär Flasbarth in Kolumbien
Koalition von Ländern treibt beschleunigte Abkehr von fossilen Energien während Energiekrise voran
28. April 2026 | Nationaler Wiederherstellungsplan
Niedersachsens Natur braucht Taten
Große Chance, erfordert aber konsequente Umsetzung und politischen Willen
28. April 2026 | Klage gegen McDonald’s
Dreistes Greenwashing und irreführende Zukunftsversprechen
Konzern warb mit „Klimaneutralität“ weltweit ab 2050
23. April 2026 | Öffentlichkeitsbeteiligung zur Wiederherstellungsverordnung startet
2000 Kilometer frei fließende Flüsse für Deutschland gefordert
Bundesregierung muss ambitionierte Maßnahmen für Deutschlands Plan zur Wiederherstellung der Natur vorlegen – Bürger*innen können mitreden!
23. April 2026 | Heiße Phase auf warmem Kies
Brutzeit seltener Vogelarten ist an
vielen Flüssen Deutschlands gestartet
Von April bis Juli: Flussuferläufer und Flussregenpfeifer
23. April 2026 | KOMMENTAR
|
BUND kritisiert „Teurer-Strom-Gesetze“ aus dem Hause Reiche |
|
Zu den bekannt gewordenen Referentenentwürfen zum Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (Strom VKG) sowie dem Netzpaket, erklärt Julius Neu, Experte für Energie- und Klimapolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betreibt eine absurde Energiepolitik inmitten der Energiekrise. Einerseits sollen der Ausbau von sauberen und günstigen erneuerbaren Energien abgewürgt und andererseits Milliarden Subventionen in teure und klimaschädliche Gaskraftwerke gesteckt werden. Damit plant Reiche zwei 'Teurer-Strom-Gesetze' ausgerechnet in Zeiten, in denen Elektrifizierung den Weg aus der Krise weisen muss. Die Koalition muss dringend umsteuern und die energiepolitische Geisterfahrt von Katherina Reiche stoppen. Der Plan, dass Netzbetreiber Erneuerbare in sogenannte Engpassgebiete nur noch anschließen können, wenn auf Vergütung verzichtet wird, bedeutet faktisch das Aus für viele neue Wind- und Solarparks. Damit wird das Ausbautempo der Erneuerbaren an den zu langsamen Netzausbau gekoppelt statt umgekehrt, obwohl diese nachweislich den Strompreis senken.
Wie von EnBW und RWE gewünscht, werden die Kriterien für die geplanten Kapazitätsausschreibungen so unfair gesetzt, dass Batteriespeicher keine Chance haben und fast ausschließlich Gaskraftwerke zum Zuge kommen. Die dieses Jahr geplanten neun Gigawatt sind dabei erst der Anfang, weitere Subventionsrunden für 2027 und 2029 sind schon geplant. Bis zu 35 Gigawatt allein bis 2035 stehen aktuell im Raum. Durch einen Kapazitäts-markt soll noch mehr angereizt werden. Über die zusätzlichen Kosten beim Strompreis für Verbraucher*innen lässt Reiches Ministerium die Öffentlichkeit weiter im Unklaren.“ |
22. April 2026 | Streuobstwiesen
Schön und artenreich – aber bedroht
Zum Tag der Streuobstwiese: Maßnahmen zum Schutz der wertvollen Lebensräume gefordert:
22. April 2026 | Internationaler Klimaschutz
17. Petersberger Klimadialog
Mehr als 30 Länder beraten über Klimapolitik und Ausweg aus fossiler Energiekrise
22. April 2026 | Agrarpolitik
Weidetierhaltung braucht eine Perspektive
Mehr als 80 Verbände fordern bessere Unterstützung der Weidetierhaltung
21. April 2026 | Biberprojekt in Niedersachsen
Neue Biberschützer ausgebildet
Engagierter Nachwuchs unterstützt langfristigen Artenschutz
21. April 2026 | International
|
Deutschland und Brasilien vertiefen erfolgreiche Kooperation im Umwelt- und Klimaschutz |
Bundesumweltminister Schneider hat gestern an den deutsch-brasilianischen Regierungs-konsultationen in Hannover teilgenommen. Dabei hat er mit dem Außenminister Brasiliens Mauro Vieria die Absicht beider Länder erklärt, den bestehenden Klimadialog auszubauen. Darauf aufbauend wollen Brasilien und Deutschland künftig ihre Kooperation im Umweltschutz vertiefen. Dazu unterzeichneten Schneider und sein brasilianischer Amtskollege João Capobianco weitere Vereinbarungen zur Zusammenarbeit in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Bekämpfung von Umweltkriminalität. [>>>weiterlesen]
Bad News
21. April 2026 | Santa-Marta-Konferenz
Großes Umsetzungsdefizit
Deutschland muss deutlich mehr tun für die
Abkehr von Fossilen
20. April 2026 | Säumige Bundesländer
Klimaklage gegen Bayern
Bayern verstößt mit unzureichendem Klimaschutz-programm gegen landeseigenes Klimaschutzgesetz
Good News
20. April 2026 | Zehn Jahre Bildung
Für nachhaltige Entwicklung in NRW
Mehr als 700 Schulen machen mit und BNE-Landesnetzwerk wächst
20. April 2026 | Zum Tag des Baums am 25. April
Mehr Grün in die Städte
„Baum-Woche“ mit Umfrage und Mitmachangeboten
17. April 2026 | Nationalpark Bayerischer Wald
Amphibiengehege eröffnet
Gelbbauchunken und Feuersalamander ziehen im Nationalparkzentrum Falkenstein ein
Brisant
|
17. April 2026 | Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit Genehmigung des Industriestrompreises durch die EU-Kommission |
|
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil: „Die Energiepreise müssen weiter runter. Dafür ist der Industriestrompreis entscheidend. Wir haben dafür lange gekämpft, jetzt kommt er. Das ist eine sehr gute Nachricht für die deutsche Industrie. Damit machen wir unsere Industrie international wettbewerbsfähiger und schützen Arbeitsplätze in unserem Land. Wir erreichen eine spürbare Entlastung bei den Energiekosten. Das ist ein klares Signal: Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz in unseren wichtigsten Industrien."
Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Mehr Strom einzusetzen ist die richtige Strategie für mehr Unabhängigkeit von teurem Öl und Gas. Denn Strom wird mit der Energiewende immer sauberer und klimaverträglicher. Zugleich sind die Stromkosten für unsere deutschen Unterneh-men von großer Bedeutung. Deshalb schöpfen wir den EU-rechtlichen Förderrahmen vollständig aus. Dies ist ein wichtiges Signal für die besonders stromintensive Industrie in Deutschland und bringt kurzfristig eine wirksame Entlastung. Wir wollen, dass Deutschland ein starkes Industrie-land mit viel Energie bleibt. Diese Energie wird Schritt für Schritt immer mehr aus erneuerbaren Quellen kommen, weil das die nachhaltigste und günstigste Energieform ist. Der Industriestrom-preis ist ein Instrument, das den Übergang in die Zukunftstechnologien erleichtern kann." |
17. April 2026 | KOMMENTAR zum Value Gap Report 2026
Die Weltwirtschaft verbrennt jedes Jahr ein Drittel ihrer Leistung
Kreislaufwirtschaft ist kein Umweltthema, sondern Wirtschaftspolitik
Berlin. Der veröffentlichte Value Gap Report 2026 der Circle Economy (Link) legt eine dramatisch teure Zahl auf den Tisch: 25,4 Billionen Euro Wertverlust – jedes Jahr. Das sind rund 31 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts. Anders gesagt: Von jedem dritten Euro, den die Weltwirt-schaft erwirtschaftet, bleibt am Ende nichts übrig. Allein rund 10 Billionen Euro gehen verloren, weil Produkte viel zu früh im Müll landen, obwohl noch Wert in ihnen steckt. Rebecca Tauer, WWF-Expertin für Kreislaufwirtschaft, sagt dazu:
„Diese Zahlen sind ein ökonomischer Offenbarungseid. Unser heutiges Wirtschaftssystem zerstört systematisch Wert – und zwar in einem Ausmaß, das selbst im begrenzten Rahmen des BIP als Messegröße riesig ist. Kreis-laufwirtschaft ist damit endgültig kein Umweltthema mehr, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Wer heute noch linear produziert, wirft bares Geld weg. Der Report macht deutlich: Die vorzeitige Entsorgung von Produkten ist kein Zufall. Sie ist ins System eingebaut – durch Design, Fehlanreize und Verhalten. Genau hier müssen Politik und Wirtschaft ansetzen. Für Deutschland heißt das: Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie muss endlich verbindlich umgesetzt werden – mit klaren Zielen zur Reduktion des Primärrohstoffverbrauchs, wirksamen ökono-mischen Instrumenten und einem echten Fokus auf Vermeidung, Langlebigkeit und Suffizienz. Die schwarz-rote Bundesregierung darf die NKWS nicht länger als Sammlung kurzfristiger Maßnahmen behandeln, sondern muss sie zum Kernstück ihrer Wirtschaftspolitik machen. Und für Unternehmen gilt: Wer künftig wettbewerbsfähig blei-ben will, muss Wertschöpfung neu denken – entlang von Langlebigkeit, Nutzung und Ressourceneffizienz statt linearem Durchsatz. Die Frage ist nicht mehr, wie viel wir produzieren, sondern wie viel Wert wir erhalten."
Good News
16. April 2026 | Künstliche Intelligenz
Spezialisierte KI-Modelle können Energieverbrauch stark reduzieren
... und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit stärken
16. April 2026 | KOMMENTAR Kritik nach Medienberichten
|
Bestellt Katherina Reiche Argumente für Gaskraftwerke bei Gaslobby? |
|
Zu Medienberichten über vom Bundeswirtschaftsministerium bei EnBW und RWE bestellte Lobbypapiere zur geplanten Kraftwerksstrategie, erklärt Julius Neu, Experte für Energie- und Klimapolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Katherina Reiches Politik für die Gaslobby wird immer dreister. Statt kostengünstige und klima-freundliche Speicher sollen teure und klimaschädliche Gaskraftwerke Milliarden Subventionen erhalten. Dafür spinnen RWE und EnBW scheinbar im Auftrag von Reiches Ministeriums Pläne, mit denen Batteriespeicher bei der Subventionsvergabe keine Chance haben. Milliardensub-ventionen für rund 20 neue Gaskraftwerke (10 Gigawatt) über die Kraftwerksstrategie sind dabei erst der Anfang. Bis 2030 will Katherina Reiche insgesamt 41 Gigawatt an steuerbaren Kapazi-täten fördern. Gaskraftwerke hier unfair zu bevorzugen, sichert den Großkonzernen auf Jahre Profite, zerstört das Klima und treibt die Stromkosten für Verbraucher*innen in die Höhe. Der BUND fordert stattdessen, das Energiesystem vor allem flexibler zu gestalten und die erneuer-baren Energien weiter konsequent auszubauen.“
Hintergrund: Das Bundeswirtschaftsministerium soll laut „Spiegel“-Recherchen beim Energiekonzern EnBW gezielt Argumente in Auftrag gegeben haben, die Gaskraftwerke in der geplanten Kraftwerkstrategie gegenüber Batteriespeichern begünstigen. Grundlage sind Nachrichten zwischen Ministerium und EnBW, in denen Vorschläge zur Ausgestaltung der Ausschreibungen übermittelt wurden. Ziel der Vorschläge war es demnach, Batteriespeicher im Vergleich zu Gaskraftwerken durch das Ausschreibungsdesign strukturell zu benachteiligen. Dieser Vorgang ist kein Einzelfall. Ende Februar berichtete das Handelsblatt über ein Lobbypapier von RWE, das den Vorschlägen von EnBW ähnelt. Bereits im September letzten Jahres berichtete Table Media, dass zentrale Passagen von Katherina Reiches 10-Punkte-Plans in Folge des Energiewendemonitorings beinahe wortgleich aus einem Positionspapier von RWE und Eon übernommen wurden. |
16. Aprilo 2026 | KOMMENTAR Sofortmaßnahme gegen Öl-Knappheit und für Klimaschutz
Tempolimit gefordert
Berlin. Angesichts drohender Treibstoff-Knappheit und der andauernden Blockade der Straße von Hormus fordert die Deutsche
Umwelthilfe (DUH) die sofortige Einführung eines Tempolimits. Europäische Flughäfen warnen bereits vor Kerosinmangel in wenigen Wochen. In Slowenien und der Slowakei wird der
Treibstoff schon jetzt rationiert. Den Gesetzesentwurf der Grünen zum Tempolimit, der heute im Bundestag zur Abstimmung steht, hält die DUH für unzureichend. Dazu Jürgen Resch,
Bundesgeschäftsführer der DUH:
„Während in ersten EU-Ländern schon Treibstoff rationiert wird, setzt die Bundesregierung mit der Sprit-Steuersenkung weiter auf ungebremsten Verbrauch. Der Gesetzesentwurf der Grünen für ein
Tempolimit ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, für wirksame Energie-Einsparungen jedoch unzureichend. Angesichts der drohenden Treibstoffknappheit und des mangelhaften Klimaschutzprogramms
brauchen wir jetzt ein dauerhaftes Tempolimit von 100 auf Autobahnen, 80 außerorts und 30 innerorts. Das spart sofort und nahezu kostenlos bis zu 4,7 Milliarden Liter Sprit und 11,7 Millionen Tonnen
CO2 ein. Ein geringerer Verbrauch entlastet zudem die Geld-beutel der Bürgerinnen und Bürger um bis zu 9,5 Milliarden Euro jährlich. Wir fordern von der Bundesregierung, schnellstmöglich ein
Tempolimit einzuführen, um eine Treibstoffknappheit zu verhindern und das Klima zu schützen. Bürgerinnen und Bürger rufen wir auf, sich unserer Forderung anzuschließen und unsere Petition für ein
dauerhaftes Tempolimit zu unterschreiben.“
Bad News
15. April 2026 | Überall in Deutschland
Neue Gasprojekte in ungeahntem Ausmaß
Online-Karte macht erstmals fossile Pläne der Bundesregierung sichtbar
15. April 2026 | Mehr Wissen übers Wasser
Für besseren Ressourcenschutz
Ungewöhnliche Entdeckungsreise in die Welt des Wassers mit der Ausstellung „Mission Aqua“
|
15. April 2026 | KOMMENTAR Überprüfung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
|
10. April 2026 | Monitoring
Feuerdaten aus dem All
Zentrale Bedeutung von Satellitensystemen zur Erfassung, Überwachung und Analyse von Waldbränden
10. April 2026 | Studie zu Verpackungen
Mehrweggläser reduzieren Klimabelastung enorm
Fast 60 Prozent weniger Klimaemissionen der Verpackung bei zwölfmaliger Nutzung
10. April 2026 | Neues Projekt
Naturschutz trifft Technik: Gemeinsam
Gärten sicher für Igel machen
Entwicklung von Standards für Mähroboter, damit Wildtiere garantiert vor einem Zusammenstoß erkannt werden
9. April 2026 | Bahnverkehr
Mehr Oberleitungen statt Ausreden
Forderung nach 100 Prozent Elektromobilität auf der Schiene bis 2035
9. April 2026 | Vogelschutz
Gefährliches Glas für Spatz und Meise
Risiko von Vogelschlag an Fensterscheiben lässt sich deutlich senken – mit einfachen Maßnahmen statt wirkungsloser Greifvogelsilhouetten
9. April 2026 | Nachhaltigkeitsversprechen
„CO2-neutraler KlimaDiesel“: Neue Verfahren gegen Greenwashing
Unternehmen aus Verkehr und Wärme bewerben fossile Energien mit vermeintlichen Umweltvorteilen
8. April 2026 | Internationale Zusammenarbeit
Deutschland stärkt Klimadiplomatie in geopolitisch herausfordernden Zeiten
Staatssekretär Flasbarth in Australien zur Vorbereitung der Weltklimakonferenz COP31
8. April 2026 | Nachhaltigkeitskriterien
Der Trumpf der Transformation
Klima, Rohstoffe, soziale Standards: So wird Power-to-X als Energietechnologie zukunftsfähig
8. April 2026 | Ressourcenpolitik
Holz als wertvollen Rohstoff nutzen
statt verheizen
Effizienter Einsatz entlastet Wälder und sorgt dafür, dass Kohlenstoff länger gebunden bleibt.
7. April 2026 | Internationaler Tag des Bibers
Ureinwohner der Auen
Baumeister schaffen mit großer Kreativität und Aus-dauer wertvolle Kleingewässer, Totholzstrukturen und ganze Feuchtgebiete
7. April 2026 | Verkehrspolitik
Forderung nach Mobilitätsgeld und dauerhaft günstiges Deutschlandticket
Entlastung nicht nur für Besserverdienende
7. April 2026 | Brutzeit
Dieser Mönch braucht kein Kloster
Naturnah gestaltete Gärten entwickeln sich jetzt zu wertvollen Rückzugsorten für Vögel
Good News
2. April 2026 | Waldwildnis
Von wegen nur ein Wurzelteller!
Wie natürliche Dynamik neue Lebensräume schafft
2. April 2026 | KOMMENTAR zur Klimabilanz des DWD
Bessere Bilanz geht nur ohne Fossile
Berlin. Die Klimabilanz 2025 samt noch nie dagewesener Trockenheit im Frühling und die aktuellen Klimaprojektionen erfordern das
unmittelbare Handeln der Bundesregierung mit einem zeitnahen Ausstieg aus allen fossilen Energien. Das fordert der WWF anlässlich der Präsentation der Daten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am 31.
März.
Dazu sagt Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland:
„Das Klima in Deutschland erhitzt sich stärker als im weltweiten Durchschnitt – mit verheerenden Folgen. Hauptverursacher für die Erderhitzung sind Produktion und Nutzung fossiler Energien. Sie
heizen die Klimakrise an und gefährden unser gesundheitliches, wirtschaftliches und soziales Wohlergehen. Und dennoch versucht die Regierung aktuell, die Energiewende vor die Wand zu fahren, in
Deutschland wie in Europa. Dabei schreit die aktuelle Lage danach, gerade jetzt die Abhängigkeiten von Kohle, Öl und Gas entschieden zu verringern und konsequent auf Erneuerbare zu setzen: zum Schutz
unserer Lebensgrundlagen, aber auch für Energiesouveränität und -sicherheit, genauso wie zum Schutz der Verbraucher:innen vor hohen und volatilen Öl- und Gaspreisen. Deutschland leidet schon heute
stark unter den Folgen der Klimakrise. Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen war es in einem Frühjahr so trocken wie 2025. Hitze, Dürren, Extremwetter – all dem können wir nur Einhalt gebieten,
wenn wir jetzt entschlossen handeln.“
2. April 2026 | Herdenschutzsystem
Schutz für Schaf und Schäfer: Tierfreundliche Wolfsabwehr
Startup entwickelt autonome, mobile Anlage zur Erkennung und Vertreibung von Wölfen
1. April 2026 | Neuer Bericht
Ressourcenleicht Leben 2045: Rohstoffverbrauch im Land halbieren
Pro Kopf werden derzeit 16 t pro Jahr genutzt – das belastet Klima, Artenvielfalt und Wirtschaft.
1. April 2026 | Internationale Politik
Deutschland und China setzen auf Umwelt-Kooperation
Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energien im Fokus
1. April 2026 | Forschungsprojekt
Totholz unter Trockenstress: Neues Wald-Experiment startet
Einfluss von verändertem Niederschlag auf Zersetzung und Artenvielfalt an mehreren Standorten untersucht
31. März 2026 | Mitmachaktion
Der frühe Vogel ruft zur Zählstunde
Deutschlands größte Vogelbeobachtung rückt in den Fokus
31. März 2026 | Aktuelle Studie
Osterhase frisst Wälder
Kakao-Anbau treibt Entwaldung in den Tropen massiv voran
31. März 2026 | Critical Raw Materials Act
EU-Rohstoffstrategie setzt zu stark auf neuen Bergbau
Forderung nach mehr Recycling und Kreislaufwirtschaft bei Lithium, Nickel und Co.
Good News
30. März 2026 | CMS COP 15
Mehr Hilfe für bedrohte Tiere
Weltgemeinschaft stellt bei Konferenz 40 wandernde Arten unter Schutz
30. März 2026 | Zeichen für Klimaschutz
Das war die Earth Hour 2026
506 Städte und Gemeinden, 405 Unternehmen und tausende Menschen in Deutschland schalteten Lichter aus
|
|