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21. Mai 2026 | Historischer Beschluss
Vereinte Nationen stärken Pflicht zu mehr Klimaschutz
Neue UN-Resolution über Verantwortung der Staaten für Klimaschutz und Emissionsreduktion
21. Mai 2026 | Bundesregierung
Notifizierung zur freiwilligen Löschung von Emissionszertifikaten beschlossen
Löschung dient der Absicherung des Kohleausstiegs
21. Mai 2026 | Frankreichs letzte Orcas
Vor ungewisser Zukunft
Geplante Verlegung in den Loro Parque zeigt: Europa braucht Ausstieg aus Delfinarien
20. Mai 2026 | Zum Weltbienentag 2026
GNA-Stiftung setzt Zeichen für den Schutz von Wildbienen und Insekten
GNA-Stiftung Mensch und Natur macht auf die dramatische Situation der Wildbienen aufmerksam und setzt mit ihren „blühenden Oasen“ ein sichtbares Zeichen für mehr Artenvielfalt in der Agrarlandschaft.
Waldzustandbericht 2025
20. Mai 2026 | KOMMENTAR zur Waldzustandserhebung 2025
Mit der Forstpolitik von gestern werden Wälder zum Brandbeschleuniger von morgen
Berlin. Die Waldzustandserhebung des Bundeslandwirtschaftsministeriums belegt erneut, dass Deutschlands Wälder unter enormem Druck stehen.
Peer Cyriacks, Programmleiter Wald beim WWF Deutschland kommentiert:
„Der Waldzustandsbericht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die strukturelle Krise unserer Wälder weiter zuspitzt. Während weiterhin nur
jeder fünfte Baum in Deutschland gesund ist, fokussiert Minister Rainer einzig auf die Produktion von Holz. Wer den Wald vor allem als Holzacker betrachtet, verkennt seine universelle Bedeutung.
Wälder schützen unsere Lebensgrundlagen und sie stehen längst unter massivem Klimastress. Deutschlands Wälder sind überwiegend bewirtschaftete Forste – und genau diese Praxis hat sie anfällig für die
Klimakrise gemacht. Besonders problematisch ist der politische Widerstand der CDU/CSU gegen das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur. Diese Blockade ist nicht nur
kurzsichtig, sondern klare Klientelpolitik zugunsten einer Forstwirtschaft, die weiterhin zu sehr auf nicht heimische Nadelhölzer wie die Douglasie setzt. Damit werden bekannte Risiken bewusst in
Kauf genommen: steigende Anfälligkeit für Dürre, Schädlingsbefall wie den Borken-käfer und eine zunehmende Waldbrandgefahr. Die Realität holt uns längst ein. Europa ist der
Kontinent, der sich am schnellsten aufheizt. Ungewöhnlich früh im Jahr gab es bereits Waldbrände wie im brandenburgischen Jüterbog und der grenznahen böhmischen Schweiz. Doch Waldbrände beschränken
sich nicht mehr auf Truppen-übungsplätze und das trockene Ostdeutschland – auch vermeintlich weniger gefährdete Regionen wie Bayern sind betroffen, wie die jüngsten Brände bei Ruhpolding zeigen. Wer
jetzt weiter auf alte Bewirtschaftungsmuster setzt, verschärft die Krise, statt sie zu lösen."
20. Mai 2026 | KOMMENTAR Nur jeder fünfte Baum gesund
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Kurswechsel in der Waldpolitik gefordert |
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Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) hat heute den Waldzustandsbericht 2025 veröffentlicht. Dazu kommentiert Olaf Bandt, Vorsitzender beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutsch-land (BUND):
„Nur noch jeder fünfte Baum ist gesund. Unsere Wälder leiden unter den Folgen der Klimakrise. Trockenheit und Dürre, Hitze, vermehrte Stürme, intensive Forstwirtschaft und Schadstoffemis-sionen aus Verkehr, Industrie und Landwirtschaft setzen ihnen zu. Die leichte Erholung in einigen Regionen ist zwar erfreulich, doch leider ist die Gesamtlage der deutschen Wälder weiterhin dramatisch. Deshalb muss die Bundesregierung unsere Wälder dringend besser schützen. Es braucht ökologische Leitplanken für Wirtschaftswälder, 15 Prozent Naturwälder ohne forstliche Nutzung und die Förderung heimischer Laubwälder. Für alte Buchenwälder fordert der BUND einen bundesweiten Einschlagstopp. Dadurch wird ihr geschlossenes Kronendach bestmöglich geschützt. Dort, wo Nadelwälder großflächig abgestorben sind, muss natürliche Wiederbe-waldung Standard sein.“ |
NATUR Online TIPP
19. Mai 2026 | Klimafreundliche Mobilität
E-Auto-Förderung kann ab jetzt beantragt werden
Das Portal für das neue E-Auto-Förderprogramm für Privatpersonen wird heute offiziell freigeschaltet.
19. Mai 2026 | Neue Studie
Ausbau von Chinas Seidenstraße gefährdet Artenvielfalt weltweit
TCM-Produkte in Europa enthalten bedrohte Arten
19. Mai 2026 | KOMMENTAR Expertenrat kritisiert Klimaschutzprogramm
Rückenwind für Klimaklage - Forderung nach umgehenden
Nachbesserungen
Berlin. In seinem Gutachten kritisiert der Expertenrat für Klimafragen die CO2-Prognose der Bundesregierung als zu optimistisch: Die
Verfehlung der Klimaziele sei vermutlich größer als angenommen. Auch das im März beschlossene Klimaschutzprogramm der Bundesregierung reiche nicht aus, um die gesetzlichen Klimaziele für 2030 und
2040 zu erreichen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht mit dem Gutachten ihre Klimaklage gegen das Klimaschutzprogramm bestätigt und fordert schnellstmögliche Nachbesserungen der geplanten
Maßnahmen. Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch:
„Das Gutachten des Expertenrats für Klimafragen entlarvt das Klimaschutzprogramm als Luftschloss. Die Bundes-regierung versucht mit einem doppelten Taschenspielertrick,
die Klimaziele auf dem Papier noch irgendwie einzu-halten: Während sie die CO2-Emissionsprognosen für die Zukunft kleinrechnet, bläht sie die CO2-Einsparungen des Klimaschutzprogramms künstlich auf.
Mit der Realität hat das nichts zu tun. Wir fordern endlich konkrete Maß-nahmen wie ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h außerorts. Wenn die Bundesregierung nicht von sich aus
nachsteuert, werden wir sie mit unserer anhängigen Klimaklage zu Nachbesserungen des Klimaschutzprogramms zwingen. Spätestens seit dem wegweisenden Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu unserer
Klage gegen das unzureichende Klimaschutzprogramm 2023 im Januar dieses Jahres ist klar, dass wir konkrete Nachbesserungen gerichtlich durchsetzen können. Das Gutachten des Expertenrats verleiht uns
zusätz-lichen Rückenwind.“
Kurios Nationalpark sucht Lösung
19. Mai 2026 | Haushaltsrechtliche Beschränkungen
19. Mai 2025 | Nordsee
Aufruf zu Einwendungen gegen
CCS-Untersuchungsbohrungen
Untersuchungsfeld soll auf Eignung zur Errichtung von
Kohlendioxidspeichern geprüft werden.
13. Mai 2026 | Biologische Vielfalt erleben
Natur vor der Haustür statt
Feiertagsstress
13. Mai 2026 | Eilantrag
Giftspritzungen bedrohen Mosel-Apollofalter
Vor Flugzeit von bedrohten Schmetterlingen: Behörde genehmigt erneut Pestizidspritzung im Moseltal
Good News
13. Mai 2026 | DBU-Naturerbe
Management für Drosselberg steht
Wildnis: Mehr als 75 Prozent des Waldes bleibt sich selbst überlassen
12. Mai 2026 | Albanien im Focus
Im albanischen Schutzgebiet Vjosa-Narta kommt es derzeit zu schwerwiegenden Umweltzer-störungen. Seit Ende April sind im Kernbereich der geschützten Landschaft Bulldozer, Bagger
und LKW im Einsatz, die Küstenwälder roden, Dünen abtragen und neue Zufahrtsstraßen in bislang unberührte Lebensräume schlagen.
12. Mai 2026 | Startschuss für die globale Walfangsaison
Japan und Norwegen jagen wieder Wale – Island könnte folgen
Bereits hunderte Wale weltweit getötet – Ende des kommerziellen Walfangs gefordert
12. Mai 2026 | Tag des Ostsee-Schweinswals
Forderung nach Schutzgebieten ohne Stellnetzfischerei
In Schutzgebieten der Ostsee wird immer noch gefischt, Schweinswale brauchen Rettungsplan
11. Mai 2026 | Kein Wasser, kein Kredit
Wasserrisiko ist Kreditrisiko
Wasserrisiken sind ein systemisches Risiko für die Preis- und Finanzmarktstabilität.
11. Mai 2026 | Deutscher Overshoot Day
16 Tonnen pro Kopf
Deutschland übernutzt seine Ressourcen
11. Mai 2026 | KOMMENTAR Bundesländer für Verbot von Einweg-Vapes
Deutsche Umwelthilfe fordert schnelles Aus der Wegwerfprodukte
Berlin. Die Umweltministerinnen und -minister der Länder haben auf der Umweltministerkonferenz die Bundesregierung dazu aufgefordert, das
angekündigte Produktverbot von Einweg-E-Zigaretten zeitnah umzusetzen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt den Beschluss der Bundesländer und fordert die Bundesregierung auf,
schnell eine rechtssichere Verbotsregelung vorzulegen. Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz:
„Die Bundesregierung sollte der Aufforderung der Umweltministerinnen und -minister der Länder nach einem schnellen Produktverbot von Einweg-E-Zigaretten sofort
nachkommen. In Deutschland fallen jährlich mehr als 60 Millionen dieser Einweg-Produkte als Abfall an. Bunte Einweg-Vapes treiben insbesondere Jugendliche in die gesundheitsschädliche Nikotinsucht.
Falsch entsorgt verursachen sie Brände und belasten die Umwelt. Ein Verbot hätte längst im Tabakerzeugnis- oder Elektrogesetz festgelegt werden können – aber Landwirtschaftsminister Rainer und
Umweltminister Schneider weisen die Zuständigkeit von sich. Jede weitere Verzögerung verschärft das Müll-, Brand- und Gesundheitsproblem. Andere europäische Länder wie Belgien, Frankreich,
Großbritannien oder die Schweiz haben die gefährlichen Wegwerfprodukte bereits verboten. Wir fordern Bundeskanzler Merz auf, ein verantwortliches Ressort sowie einen verbindlichen und
ambitionierten Zeitplan für ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten in Deutschland festzulegen.“
11. Mai 2026 | NP Bayerischer Wald
More für´s Moor
Nationalparkschulen aus Zwiesel helfen bei Moorrenaturierung in Schleicher
8. Mai 2026 | Chocolate Scorecard 2026
Schokoladen-Nachhaltigkeitsranking
Weiter Bittersüßes im Schokoladenregal: Rund 38 Prozent der angefragten Unternehmen geben keine Auskunft über ihre Lieferkette
8. Mai 2026 | Gefahren für Störche auf dem Zugweg
Stromschlag, illegale Tötung, Lebensraumverlust
Störche als Symbol für die Gefahren für Zugvögel
8. Mai 2026 | Bayerischer Wald
Rund 50 Mitarbeiter befreien Natur von Unrat - Kippen, Verpackungsmüll und Flaschen waren die Spitzenreiter
Bad News
7. Mai 2026 | Zum deutschen Erdüberlastungstag: Ab morgen leben wir auf Pump
Energiesparen ist das Gebot der Stunde
7. Mai 2026 | Gebäudemodernisierungsgesetz
Gesetzentwurf ist der eigentliche Härtefall für den Klimaschutz
Entwurf untergräbt Klimaschutz im Gebäudesektor und blendet erhebliche wirtschaftliche Risiken aus
7. Mai 2026 | Zwischen Erhalt und Innovation
Bundespreis UMWELT & BAUEN
Sieben ausgezeichnete Gebäude und Bauprodukte setzen Maßstäbe für das Bauen im Bestand
6. Mai 2026 | Mehr Kunststoff-Recycling
Sicherung von Klimaschutz und Wirtschaftsstandort
Vorschläge des Wuppertal-Instituts: Plastikabgabe und Reduzierung der Kunststoff-Materialvielfalt
6. Mai 2026 | KOMMENTAR Gemeinsame Fischereipolitik wirkt
Deutsche Umwelthilfe fordert lückenlose Umsetzung
Berlin: Der Evaluierungsbericht zur Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) belegt die Wirksamkeit der darin festgelegten Regelungen. Demnach
erholen sich die Fischpopulationen dort, wo die GFP umgesetzt wird. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ruft die Fischereiministerinnen und Fischereiminister dazu auf, das bestehende Regelwerk jetzt
endlich vollständig umzusetzen. Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner:
„Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Dort, wo die Vorgaben der Gemeinsamen Fischereipolitik eingehalten werden, erholen sich Fischpopulationen. Diese Fortschritte sind
jedoch gefährdet, weil zentrale Regeln unzureichend umgesetzt werden. Besonders bei der Anlandeverpflichtung wird zu wenig kontrolliert, sodass Beifang noch immer in großem Umfang
ungestört über Bord geworfen werden kann. Gleichzeitig bleibt der Schutz von Meeresschutzgebieten lückenhaft, da schädliche Fischereipraktiken vielerorts nicht wirksam eingeschränkt werden. Wir
fordern Land-wirtschaftsminister Rainer auf, sich für die vollständige Umsetzung der bestehenden Regeln ein-zusetzen. Die Gemeinsame Fischereipolitik liefert bereits die richtigen Instrumente
und braucht keine Reform, wie von einigen Mitgliedstaaten gefordert – stattdessen müssen die Mitgliedstaaten endlich liefern.“
6. Mai 2025 | Sauberhafter Kindertag
„Schon die Jüngsten setzen ein Zeichen für unsere Umwelt“
In ganz Hessen beteiligen sich Tausende Kinder an dem Aktionstag
5. Mai 2026 | Umweltministerkonferenz
Meeresschutz-Appell
Naturschutzverbände fordern wirksame Meeresschutz-gebiete, Raumplanung nach Ökosystemansatz und ausreichende Finanzierung
Good News
5. Mai 2026 | Zurück ins Leben
Biber „Bente“ erfolgreich ausgewildert
Artenschutzzentrum Leiferde bittet um Hilfe für wichtige Artenschutzarbeit
5. Mai 2026 | KOMMENTAR BUND zieht Bilanz
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Ein Jahr Friedrich Merz, ein Jahr Abbau von Umweltstandards |
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Zu einem Jahr Bundesregierung erklärt Olaf Bandt, Vorsitzender beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Ein Jahr nach Amtsantritt zeigt die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) vor allem eines: ökologische Kurzsichtigkeit. Statt Klima-, Natur- und Gesundheitsschutz konse-quent weiterzuentwickeln, setzen Merz und seine Regierung in vielen Bereichen auf den Abbau erreich-ter Standards. Das ist kein Modernisierungskurs, sondern politischer Rückschritt. Wer den Kampf gegen die ökologische Krise nicht als Regierungsauftrag begreift, verkennt die wirtschaft-lichen und gesellschaftlichen Risiken der Gegenwart. Das schwächt die deutsche Wirtschaft und macht uns abhängig von fossilen Importen. Nur mit Erneuerbaren, Energieeffizienz und einem sparsa-men Umgang mit Ressourcen wird das Land krisenfester. Es braucht eine Bundesregie-rung, die Verantwortung übernimmt und den Schutz von Klima, Artenvielfalt und Lebensqualität als Maßstab ihres Handelns sieht. Deutschland muss auf ökologischen Modernisierungskurs.“ |
Good News Einfach mal nichts tun und dabei aktiv die Artenvielfalt fördern
4. Mai 2026 | Biodiversität im Garten
Mähfreier Mai: Ein Monat für mehr Natur im Garten
Kleiner Aufwand, großer Effekt: Wie ungemähte Flächen wichtige Lebensräume schaffen
und das ökologische Gleichgewicht stärken
4. Mai 2026 | Frühjahrsumweltministerkonferenz
Weniger Bürokratie und dafür mehr Umsetzung im Umwelt- und Klimaschutz
Klimaanpassung vor Ort stärken und die EU-Bürokratie begrenzen
4. Mai 2026 | Leder aus EU-Entwaldungsverordnung gestrichen
Kritik an Rückschlag für den internationalen Waldschutz
Berlin: Die Europäische Kommission hat mit einem delegierten Rechtsakt Leder aus dem Gel-tungsbereich der Anpassungsvorschläge zur
EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) gestrichen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert dies als massive Schwächung auf Kosten transparenter und nachhaltiger
Lieferketten. Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
„Die Lederindustrie hat sich mit ihrer aggressiven Lobbyarbeit durchgesetzt: Rindsleder aus illegal gerodeten Ge-bieten etwa im Amazonas-Regenwald soll weiter für
europäische Modeprodukte oder Autositze verarbeitet wer-den. Das reiht sich ein in eine Serie von Rückschlägen für den internationalen Waldschutz, darunter die mehr-malige Verschiebung des
Geltungsbeginns der Verordnung sowie erleichterte Anforderungen an europäische Produzenten und Händler. Die EU-Entwaldungsverordnung ist ein zentrales Instrument des Green Deals und hat bereits vor
ihrer offiziellen Anwendung bei Unternehmen und in den Produktionsländern positive Wirkung gezeigt: Lieferketten werden transparenter, Unternehmen investieren in entwaldungsfreie Praktiken und die
Bekämpfung von Landraub und Zwangsarbeit. Das darf die EU-Kommission jetzt nicht aufs Spiel setzen. Wir fordern die ent-schlossene Durchsetzung der EU-Entwaldungsverordnung – ohne weitere
Schwächungen und Verzögerungen.“
30. April 2026 | Organisierte Klimakriminalität
Illegalen Handel mit F-Gasen entschlossen bekämpfen
Beratungen bei Science-Policy-Dialog in der Goethe-Uni Frankfurt und Umweltministerkonferenz
30. April 2026 | Hessen
Aktuell zunehmende Waldbrandgefahr
Trockene Witterung und ansteigende Temperaturen:
Forstministerium warnt
30. April 2026 | KOMMENTAR Deutsche Umwelthilfe zur Aussetzung der 65-Prozent-Regel:
„Bundesregierung treibt Mieterinnen und Mieter in die Kostenfalle
Gasheizung“
Berlin: Wegen Streitigkeiten und Zeitdruck bei der Novelle des Gebäudemodernisierungsgesetzes will die Bundesregierung kurzfristig nur die
zentrale 65-Prozent-Erneuerbare-Vorgabe aussetzen. Eine umfassende Einigung zu zentralen Fragen wie dem Mieterschutz sowie der Ausgestaltung der sogenannten „Bio-Treppe“ steht
weiterhin aus. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert dieses Vorgehen scharf und warnt vor erheblichen sozialen und klimapolitischen Risiken. Dazu Barbara Metz,
Bundesgeschäftsführerin der DUH:
„Mit einem gefährlichen Schnellschuss will die Bundesregierung die 65-Prozent-Regel alternativlos aussetzen.
Mieterinnen und Mieter wären damit schutzlos der Kostenfalle gasbetriebener Heizungen ausgeliefert: Dass insbesondere die SPD das zulässt, ist ein Offenbarungseid. Die Energiepreiskrise zeigt deutlicher denn je: An der Abkehr von Öl und Gas führt kein Weg vorbei. Stattdessen zementiert die Bundesregierung ihren fossilen Kurs weiter. Das ist ökonomisch und klimapolitisch unverantwortlich. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Pläne fallen zu lassen und den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen weiter zu unterbinden.“
29. April 2026 | Gasometer Oberhausen
"Mythos Wald" an allen Maifeiertagen geöffnet
100.000 Besucher feiern die aktuelle Ausstellung
29. April 2026 | Herzogsbergen und Wohlder Wiesen
Herdenschutzhunde im Einsatz
Schafe spielen für den Naturschutz eine wichtige Rolle
29. April 2026 | KOMMENTAR zum Report “Critical Minerals, Water Insecurity and Injustice”
EU-Rohstoffstrategie nutzen, um Vorfahrt für Recycling und Kreislauwirtschaft zu
schaffen
Berlin: Ein neuer Report des „United Nations University Institute for Water, Environment and Health“ (UNU-INWEH) beleuchtet die gravierenden
Umwelt- und Gesundheitsschäden, die der Abbau kritischer Mineralien wie Lithium und Kobalt vor allem in Ländern des Globalen Südens verursacht. Vor Ort leiden Menschen unter
verunreinigtem Wasser, akuter Wasserknappheit und Giftmüll. Dazu sagt Dr. Esther Laabs, Rohstoff- und Batterieexpertin des WWF Deutschland:
„Egal ob Lithium, Kobalt oder Kupfer: Je weniger Rohstoffe wir neu abbauen, desto besser. Es muss für die EU oberstes Ziel sein, die einmal durch
Bergbau gewonnenen strategischen Rohstoffe im Kreislauf zu halten und so lange wie möglich in Erst- und Zweitanwendungen zu nutzen. Je mehr dieser Rohstoffe wir einsparen und wie-derverwenden, desto
weniger Umwelt- und Gesundheitsschäden durch Bergbau und desto weniger Abhängigkeit von Importen. Die EU-Kommission muss Vorfahrt schaffen für eine konsequente Kreislaufwirtschaft in der EU und
Anreize für ein langlebiges Design, materialeffiziente Prozesse und zirkuläre Geschäftsmodelle setzen.
Recycling könnte in naher Zukunft einen großen Teil des Rohstoffbedarfs in der EU decken und hat klare Umweltvorteile gegenüber dem Primärbergbau. Die Recyclingquoten bei kritischen
Mineralien müssen daher schnell und deutlich steigen, der Verbrauch von Primärrohstoffen sinken. Wie kann es beispielsweise sein, dass allein in Deutschland schätzungsweise 167 Millionen
aussortierte Mobiltelefone mit ihrem immensen Rohstoff-potenzial in Schubladen enden? Eine ganze Kobaltmine lagert dort ungenutzt. Der WWF fordert, die finanzielle und regulatorische
Unterstützung für Batterie- und Recyclingvorhaben im Rahmen des Critical Raw Materials Act mehr zu erhöhen als geplant. Zudem müssen deutlich mehr Projekte zu Rohstoffsubstitution
oder Rohstoffein-sparung gefördert werden, insbesondere im Bereich der lithiumbasierten Batterien.“
28. April 2026 | Internationaler Klimaschutz
Staatssekretär Flasbarth in Kolumbien
Koalition von Ländern treibt beschleunigte Abkehr von fossilen Energien während Energiekrise voran
28. April 2026 | Nationaler Wiederherstellungsplan
Niedersachsens Natur braucht Taten
Große Chance, erfordert aber konsequente Umsetzung und politischen Willen
28. April 2026 | Klage gegen McDonald’s
Dreistes Greenwashing und irreführende Zukunftsversprechen
Konzern warb mit „Klimaneutralität“ weltweit ab 2050
23. April 2026 | Öffentlichkeitsbeteiligung zur Wiederherstellungsverordnung startet
2000 Kilometer frei fließende Flüsse für Deutschland gefordert
Bundesregierung muss ambitionierte Maßnahmen für Deutschlands Plan zur Wiederherstellung der Natur vorlegen – Bürger*innen können mitreden!
23. April 2026 | Heiße Phase auf warmem Kies
Brutzeit seltener Vogelarten ist an
vielen Flüssen Deutschlands gestartet
Von April bis Juli: Flussuferläufer und Flussregenpfeifer
23. April 2026 | KOMMENTAR
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BUND kritisiert „Teurer-Strom-Gesetze“ aus dem Hause Reiche |
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Zu den bekannt gewordenen Referentenentwürfen zum Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (Strom VKG) sowie dem Netzpaket, erklärt Julius Neu, Experte für Energie- und Klimapolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betreibt eine absurde Energiepolitik inmitten der Energiekrise. Einerseits sollen der Ausbau von sauberen und günstigen erneuerbaren Energien abgewürgt und andererseits Milliarden Subventionen in teure und klimaschädliche Gaskraftwerke gesteckt werden. Damit plant Reiche zwei 'Teurer-Strom-Gesetze' ausgerechnet in Zeiten, in denen Elektrifizierung den Weg aus der Krise weisen muss. Die Koalition muss dringend umsteuern und die energiepolitische Geisterfahrt von Katherina Reiche stoppen. Der Plan, dass Netzbetreiber Erneuerbare in sogenannte Engpassgebiete nur noch anschließen können, wenn auf Vergütung verzichtet wird, bedeutet faktisch das Aus für viele neue Wind- und Solarparks. Damit wird das Ausbautempo der Erneuerbaren an den zu langsamen Netzausbau gekoppelt statt umgekehrt, obwohl diese nachweislich den Strompreis senken.
Wie von EnBW und RWE gewünscht, werden die Kriterien für die geplanten Kapazitätsausschreibungen so unfair gesetzt, dass Batteriespeicher keine Chance haben und fast ausschließlich Gaskraftwerke zum Zuge kommen. Die dieses Jahr geplanten neun Gigawatt sind dabei erst der Anfang, weitere Subventionsrunden für 2027 und 2029 sind schon geplant. Bis zu 35 Gigawatt allein bis 2035 stehen aktuell im Raum. Durch einen Kapazitäts-markt soll noch mehr angereizt werden. Über die zusätzlichen Kosten beim Strompreis für Verbraucher*innen lässt Reiches Ministerium die Öffentlichkeit weiter im Unklaren.“ |
22. April 2026 | Streuobstwiesen
Schön und artenreich – aber bedroht
Zum Tag der Streuobstwiese: Maßnahmen zum Schutz der wertvollen Lebensräume gefordert:
22. April 2026 | Internationaler Klimaschutz
17. Petersberger Klimadialog
Mehr als 30 Länder beraten über Klimapolitik und Ausweg aus fossiler Energiekrise
22. April 2026 | Agrarpolitik
Weidetierhaltung braucht eine Perspektive
Mehr als 80 Verbände fordern bessere Unterstützung der Weidetierhaltung
21. April 2026 | Biberprojekt in Niedersachsen
Neue Biberschützer ausgebildet
Engagierter Nachwuchs unterstützt langfristigen Artenschutz
21. April 2026 | International
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Deutschland und Brasilien vertiefen erfolgreiche Kooperation im Umwelt- und Klimaschutz |
Bundesumweltminister Schneider hat gestern an den deutsch-brasilianischen Regierungs-konsultationen in Hannover teilgenommen. Dabei hat er mit dem Außenminister Brasiliens Mauro Vieria die Absicht beider Länder erklärt, den bestehenden Klimadialog auszubauen. Darauf aufbauend wollen Brasilien und Deutschland künftig ihre Kooperation im Umweltschutz vertiefen. Dazu unterzeichneten Schneider und sein brasilianischer Amtskollege João Capobianco weitere Vereinbarungen zur Zusammenarbeit in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Bekämpfung von Umweltkriminalität. [>>>weiterlesen]
Bad News
21. April 2026 | Santa-Marta-Konferenz
Großes Umsetzungsdefizit
Deutschland muss deutlich mehr tun für die
Abkehr von Fossilen
20. April 2026 | Säumige Bundesländer
Klimaklage gegen Bayern
Bayern verstößt mit unzureichendem Klimaschutz-programm gegen landeseigenes Klimaschutzgesetz
Good News
20. April 2026 | Zehn Jahre Bildung
Für nachhaltige Entwicklung in NRW
Mehr als 700 Schulen machen mit und BNE-Landesnetzwerk wächst
20. April 2026 | Zum Tag des Baums am 25. April
Mehr Grün in die Städte
„Baum-Woche“ mit Umfrage und Mitmachangeboten
17. April 2026 | Nationalpark Bayerischer Wald
Amphibiengehege eröffnet
Gelbbauchunken und Feuersalamander ziehen im Nationalparkzentrum Falkenstein ein
Brisant
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17. April 2026 | Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit Genehmigung des Industriestrompreises durch die EU-Kommission |
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Bundesfinanzminister Lars Klingbeil: „Die Energiepreise müssen weiter runter. Dafür ist der Industriestrompreis entscheidend. Wir haben dafür lange gekämpft, jetzt kommt er. Das ist eine sehr gute Nachricht für die deutsche Industrie. Damit machen wir unsere Industrie international wettbewerbsfähiger und schützen Arbeitsplätze in unserem Land. Wir erreichen eine spürbare Entlastung bei den Energiekosten. Das ist ein klares Signal: Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz in unseren wichtigsten Industrien."
Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Mehr Strom einzusetzen ist die richtige Strategie für mehr Unabhängigkeit von teurem Öl und Gas. Denn Strom wird mit der Energiewende immer sauberer und klimaverträglicher. Zugleich sind die Stromkosten für unsere deutschen Unterneh-men von großer Bedeutung. Deshalb schöpfen wir den EU-rechtlichen Förderrahmen vollständig aus. Dies ist ein wichtiges Signal für die besonders stromintensive Industrie in Deutschland und bringt kurzfristig eine wirksame Entlastung. Wir wollen, dass Deutschland ein starkes Industrie-land mit viel Energie bleibt. Diese Energie wird Schritt für Schritt immer mehr aus erneuerbaren Quellen kommen, weil das die nachhaltigste und günstigste Energieform ist. Der Industriestrom-preis ist ein Instrument, das den Übergang in die Zukunftstechnologien erleichtern kann." |
Good News
16. April 2026 | Künstliche Intelligenz
Spezialisierte KI-Modelle können Energieverbrauch stark reduzieren
... und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit stärken
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