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29. Juli 2025 | Vor UN-Verhandlungen

 

Zum Schutz von Umwelt und Menschen braucht es ein starkes
UN-Plastikabkommen

 

  • Letzte Runde der Verhandlungen über UN-Abkommen gegen weltweite Plastikverschmutzung vom 5. – 14. August in Genf  
  • WWF: „Staaten müssen für ihre Vision eines wirksamen Abkommens kämpfen und verwässerten Kompromiss verhindern“ 
  • Neuer Report “Plastik und One Health” von WWF und Universität Birmingham fasst Forschungsstand zu gesundheitlichen Risiken der Plastikverschmutzung zusammen und fordert vorsorgliches politisches Handeln 


Berlin/Genf. Nächste Woche beginnt in Genf die letzte Verhandlungsrunde über ein UN-Abkommen gegen Plastikverschmutzung (INC-5.2).  Der WWF Deutschland ruft die verhandelnden Staaten auf, jetzt für ein wirksames Abkommen mit verbindlichen Regeln inklusive gezielter Verbote zu kämpfen. Zuletzt hatten oftmals wenige Staaten eine Einigung aufgrund wirtschaftlicher Interessen verhindert, während sich die Mehrheit von Ländern aus allen Weltregionen für ehrgeizige Maßnahmen aussprach. 
 
„Plastikverschmutzung ist nicht nur eine globale Umweltkrise, sondern auch Ausgangspunkt eines wachsenden Gesundheitsproblems. Umso dringlicher ist vorsorgliches, entschlossenes Handeln der Staatengemeinschaft gefordert. Um die weltweite Plastikkrise zu stoppen, brauchen wir ein verbindliches globales Abkommen, das sich auf den gesamten Lebenszyklus von Plastik bezieht und Verbote besonders schädlicher Kunststoffprodukte und Chemikalien einschließt“, fordert Florian Titze, Leiter Internationale Politik beim WWF Deutschland.  
 
Wenn dies, wie in vergangenen Verhandlungsrunden, in Einstimmigkeit der verhandelnden Länder nicht erreichbar ist, bestehe auch die Option einer Mehrheitsabstimmung. Die Staaten müssten alle Möglichkeiten für ein starkes Ergebnis ausschöpfen. Der WWF warnt vor zahnlosen Kompromissen und fordert insbesondere die Bundesregierung auf, sich gemeinsam mit der EU in Genf gegen einen verwässerten Kompromiss zu wehren. „Politischer Einsatz für einen umweltpolitischen Meilenstein bedeutet auch, ein starkes Abkommen in Zweifel gegen den Druck der wenigen bremsenden Staaten zu erstreiten. Es darf keine Einigung um jeden Preis geben. Ein freiwilliges Abkommen des kleinsten gemeinsamen Nenners wird die Plastikkrise nicht lösen. Eine solche Scheinlösung fesselt uns an einen Pfad kontinuierlich wachsender Plastikverschmutzung und wäre der denkbar schlechteste Ausgang der Verhandlungen“, so Titze weiter. 
 
Report Plastik und One Health 
 
Über Jahrzehnte hat sich eine enorme Menge an Plastikverschmutzung in der Umwelt angesammelt. Längst gelangt Mikro- und Nanoplastik unvermeidlich auch in unsere Körper, etwa beim Atmen, Essen und Trinken. Die teils winzigen Partikel und die ihnen bei der Herstellung zugesetzten Chemikalien stehen im Verdacht Schäden an Lunge, Herz, Gehirn, Verdauungstrakt, Immun- und Hormonsystem hervorzurufen. Neuere Studien deuten darauf hin, dass Mikro- und Nanoplastik sich in Arterien ablagern, Entzündungen fördern und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen könnten. Auch wenn nicht alle Zusammenhänge abschließend geklärt sind, entwickeln sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik und die damit verbundenen Chemikalien rasant. Für den gemeinsamen Report „Plastik und One Health“ hat die Universität Birmingham den aktuellen Forschungsstand basierend auf 200 Studien zusammengefasst.  
 
 „Die Evidenz, dass Mikro- und Nanoplastik sowie zugesetzte Chemikalien die menschliche Gesundheit über verschiedene Organsysteme hindurch beeinflussen, nimmt zu. Es ist von ernstzunehmenden gesundheitlichen Risiken auszugehen, denn es zeigt sich eine flächendeckende Belastung. Auch wenn noch Wissenslücken bestehen, ist die Last der wissenschaftlichen Beweislage so erdrückend, dass hier das Vorsorgeprinzip zur Anwendung kommen muss“, sagt Prof. Dr Stefan Krause von der Universität Birmingham, UK.  
 
Auch aus Sicht des WWF bekräftigt der Forschungsstand den politischen Handlungsbedarf. Ein Abkommen, das die Plastikverschmutzung an ihrer Quelle bekämpft, ist ökologisch unerlässlich und gleichzeitig ein Gebot der öffentlichen Gesundheit. Denn die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt ist eng miteinander verbunden.  

 

Quelle: WWF Deutschland

Kostenloses Online-Webinar

„Ressourcenleicht Leben 2045: Ressourcenkon-sumziele gesellschaftlich gestalten“

Dienstag, 14. April 2026,

11:00 – 12:00 Uhr

Beim WWF-Projekt „Ressourcenleicht Leben 2045“ wurden gemeinsam mit Bürger:innen Zukunftsbilder und Personas für ein gutes Leben mit halbiertem Ressourcenverbrauch entwickelt und durch eine repräsentative Umfrage ergänzt. 


Im Webinar werden die zentralen Ergebnisse des Projekts gemeinsam mit Partnern aus dem Wuppertal Institut, dem Öko-Institut, Politics for Tomorrow und Ellery Studio vorgestellt und diskutiert, welche Schritte wir jetzt gehen müssen, um den Ressourcenverbrauch zu halbieren.

 

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis zum 13. April 2026 hier erforderlich.

Pflanzwettbewerb

Deutschland summt!

Die gemeinnützige Stiftung für Mensch und Umwelt veranstaltet zum 11. Mal den "Deutschland summt!"-Pflanzwettbewerb. Menschen in ganz Deutschland sind eingeladen, ihre Flächen naturnah zu gestalten und Lebensräume für Wildbienen und andere Insekten zu schaffen.

 

Beiträge können bis spätestens 31. Juli 2026 auf der Wettbe­werbsplattform hochgeladen werden:

https://wettbewerb.wir-tun-was-fuer-bienen.de

Gewünscht ist eine Kurzbeschreibung der Aktion mit Vorher-Nachher-Fotos der neu gestalteten Fläche mit heimischen Blüh­pflanzen und Gartenstrukturen. Egal, ob die Fläche zwei oder 5.000 m² groß ist, öffentlich oder privat – für alle Interessierten gibt es eine passende Kategorie.

Vortragsreihe und Themenabende „Biosphäre“

UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Die Kernzone Rhönkopf – ungestörter Lebensraum mit zahlreichen Totholzstrukturen für viele Fledermausarten / © K. Marbach

21. April 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

„Agroforst Pilotprojekte"

19. Mai 2026, 20:00 – 22:00 Uhr

Dokumentarfilm „Wie geht Natur!“,

Prof. Dr. Succow

23. Juni 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

Online-Plattform Rhönflora

18. August 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

„Unendliche Weiten, eine Reise in die Tiefen des Alls"

22. September 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

„Geflügelte Vielfalt in Streuobstwiesen"

26. Oktober 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

„Nachhaltigkeit in Zahlen - ein Quizabend zur Rhön"

Digitales Blühbarometer 2026

Die Blüte der japanischen Zier-kirsche ab sofort online verfolgen

Kirschblüte | Foto: SSG Sandra Moritz

Der Anblick der blühenden Kirsch-bäume im Schlossgarten Schwetzingen ist für viele Gäste ein wahres Frühlings-Highlight. Um die Entwicklung bis zur vollen zartrosa-weißen Blüte nicht zu verpassen, können Interessierte den Stand ab sofort im digitalen „Blühbaro-meter“ live mitverfolgen – und zum richtigen Zeitpunkt die Blütenpracht bei einem Besuch im Schlossgarten bestaunen. Das Barometer mit den aktuellen Aufnahmen ist zu finden unter www.schloss-schwetzingen.de.

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Jagdmesse Dortmund

Neue Gutachten zum Ausschluss von Trophäenjagdangeboten

 

Tier- und Artenschützer fordern Vermarktungsstopp tier- und artenschutzwidriger Jagdreisen

Am 27. Januar startete Europas größte Jagdmesse JAGD & HUND. Über 90 Aussteller boten dort Trophäenjagd auf Elefant, Nashorn, Löwe, Eisbär und viele weiteren Arten an. Dabei zeigen zwei neue Rechtsgutachten, dass ein Ausschluss tier- und artenschutz-widriger Messeangebote möglich ist.
21 Tier- und Artenschutzorganisationen fordern die Stadt auf, Anbieter von Trophäenjagdreisen endlich von der Messe zu verbannen. Pressemitteilung von Pro Wildlife vom 26. Januar 2026

Nationalpark Hainich

Das neue Veranstaltungsprogramm steht  im Zeichen des Jubiläums „15 Jahre Weltnaturerbe Buchenwälder“.

Mehr Infos zum Programm
260115_MITMACHEN.pdf
PDF-Dokument [234.0 KB]

Neue Veröffentlichung liefert Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmit-telindustrie. Der Konzernatlas beleuch-tet die Marktmacht der großen Konzer-ne vom Saatgut bis zum Supermarkt und zeigt auf, wie Politik und Bürger-*innen diese Macht begrenzen können - für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und nachhaltige Ernährung.

Die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzel-handel – und beeinflussen politische Entscheidungen.

Wildnisbroschüre
 
„Vielfältig. Vertikal. Wild“
 
(c) NP Berchtesgaden
 
Der Reichtum an Tieren, Pflanzen,

Pilzen oder Flechten und auch die Vielfalt an Lebensräumen im National-park Berchtesgaden ist enorm: Aktuelle Forschungen haben unter anderem 13.544 Pilzarten, 1.100 Gefäßpflanzen, 100 Vogelarten und 16 Reptilien- und Amphibienarten für das Gebiet des Nationalparks nachgewiesen.

 

Die neue, kostenfreie Wildnisbroschüre  zeigt ausgewählte Besonderheiten der Fauna und Flora des Nationalparks, gegliedert nach den vier Hauptlebens-räumen: Wasser, Wald, Offenland und Fels. Das Heft ist hier zu bestellen.

Georg Bayerle
Der Alpen Appell

Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen

Der Alpenkenner, Filmemacher und Journalist Georg Bayerle beobachtet die exzessive Erschließung und Ver-marktung der Bergwelt seit mehreren Jahrzehnten, privat wie beruflich. In seiner Streitschrift analysiert er scho-nungslos den Zustand eines immer fragiler werdenden Ökosystems, hinter-fragt die auf reiner Ausbeutung basie-rende Alpenökonomie – und er zeigt Wege für die Zukunft auf, wie wir das großartige Gebirge inmitten des Kon-tinents doch vor uns retten können.

Ein Plädoyer zum Schutze eines unersetzlichen Lebens- und Erholungs-raumes vor unserer Haustüre!

160 Seiten, Zweifarbdruck, 16 Fotos; 11,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur; Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025; ISBN 978-3-7022-4260-2, € 20,-
Auch als E-Book erhältlich,
ISBN 978-3-7022-4290-9, € 16,99

Nachhaltig erleben, staunen und mitmachen!

© NNL

Die Broschüre lädt dazu ein, Deutsch-lands Naturparadiese zu entdecken. Auf 28 Seiten bündelt sie nachhaltige Naturerlebnis-Angebote in Nationalpar-ken, Naturparken und Biosphärenreser-vaten. Neben Inspiration für Ausflüge und Urlaubsreisen bietet die Broschüre auch Möglichkeiten zum Mitmachen: Ob im Programm „Ehrensache Natur“, als Fördermitglied oder durch einen Spendenbeitrag – jedes Engagement für eine intakte Natur, ein gesundes Klima und den Erhalt der biologischen Vielfalt ist willkommen. [>>>mehr]

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Ausstellung

Grafik: VISUAL SPACE AGENCY & STUDIO BENS

 

Natur und deutsche Geschichte

Glaube – Biologie – Macht

 

Neue Ausstellung
bis zum 07. Juni 2026 im
Deutschen Historischen Museum

Was ist gemeint, wenn von „Natur“ die Rede ist? Auf diese Frage sind in der deutschen Geschichte sehr unter-schiedliche Antworten gegeben worden. Regierungen sowie religiöse und politi-sche Bewegungen haben den Begriff der Natur definiert – und für sich bean-sprucht. In einer neuen Ausstellung zeigt das Deutsche Historische Mu-seum, wie unterschiedlich „Natur“ zu verschiedenen Zeiten im Spannungs-feld von Glaube, Biologie und Macht verstanden und politisch eingesetzt wurde. Der schillernde und vielseitige Begriff der „Natur“ wird in seiner histori-schen Breite und Tiefe ausgelotet.

 

Begleitend zur Ausstellung lädt das Museum von März bis Mai 2026 zur neuen Veranstaltungsreihe „DHM außer Haus“ ein:

Sonntag, 19. April 2026, 14.00 Uhr

bei den Überresten der NS-Autobahn bei Gräfendorf, mit Martin Baumert und Nils Franke

Sonntag, 10. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei der Bergbaufolgelandschaft am Senftenberger See, mit Martin Baumert und Elke Löwe

Sonntag, 31. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei den Weinbauern der Anti-Atomkraftproteste in Wyhl, mit Bernd Nössler und Julia Voss

 

Mehr Informationen beim DHM

NATUR Online  Kolumne

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AKTUELLER  BEITRAG

Burgenbaumeister im Anmarsch

WEITERE THEMEN

Ohne Wasser geht es nicht

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Ein Plädoyer für den Maulwurf

Kein Torf in den Topf

Steine blühen nicht


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NATUR Online   Tipp

Der neue Podcast der Deutschen Umwelthilfe (DUH) , der Natur-schutz zum Erlebnis macht

Veranstaltung 2026

Grenzenlos wandern

Der 123. Deutsche Wandertag findet vom 24. bis 27. September 2026 unter dem Motto „bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge“ in Oberwiesenthal statt. Erstmals wird das traditionsreiche Großereignis eng mit der internationalen EURORANDO verknüpft, die bereits ab dem 20. September Wanderfreundinnen und -freunde aus ganz Europa ins deutsche und tschechische Erzgebirge führt.

Wer sich für den Deutschen Wandertag interessiert, findet nicht nur ein Wan-derfest, sondern auch eine Plattform für Vernetzung, Ehrenamt und Nachhaltig-keit. Der DWV lädt Vereine und andere Unterstützer ein, sich einzubringen und das Ereignis aktiv mitzugestalten.

www.wanderverband.de

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