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Das Leben von Wildtieren, Insekten und Pflanzen ist auf den Wechsel zwischen Tag und Nacht abgestimmt.
Künstliches Licht stört diesen natürlichen Rhythmus, der wichtig für Tiere ist, um Nahrung zu suchen, zu schlafen, sich fortzupflanzen oder zu wandern. Das ist vor allem proble-matisch, da mehr als
30 Prozent aller Wirbeltiere und rund 60 Prozent aller Wirbellosen däm-merungs- und nachtaktiv sind. Auch Pflanzen brauchen Dunkelheit, um ihren Stoffwechsel zu steuern, zu wachsen und zu blühen.
Wenn es nachts zu hell ist, können Tiere gestresst werden, ihr Verhalten ändern und Pflanzen in ihrem Wachstum beeinträchtigt werden.
„Dunkelheit ist ein wichtiger Teil der Natur, den wir durch unser Zuviel an Kunstlicht stark
beeinträchtigen“, erläutert Sommerhage. Auch viele Menschen spüren die Auswirkungen der hellen Nächte schon deutlich und reagieren mit unruhigem Schlaf, Übergewicht bis hin zu Depressionen und
Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Da wir die Welt immer nur mit den Augen eines tagaktiven Säugetiers mit schlechter Nachtsicht sehen, ist uns oft gar nicht bewusst, dass Licht auch schädlich sein kann.
Diese Wahrnehmung müssen wir unbedingt korrigieren, um uns und unseren Mitwesen ein gesünderes Leben zu ermöglichen“, erklärt Sommerhage. Wir Menschen können zur Not nachts einfach den Rollladen zu
machen. Tiere und Pflanzen hingegen, die noch wesentlich empfindlicher auf das übermäßige Licht reagieren, sind ihm schutzlos ausgeliefert.
Quelle: NABU Hessen
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