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18. Dezember 2025 | Lichtverschmutzung

 

Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen 

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NABU Hessen: In der Weihnachtszeit sparsam mit Kunstlicht umgehen

 

Wetzlar – Eine stimmungsvolle Weihnachtszeit ist für viele Menschen immer mit Licht verbunden. „Leider ist aus dem ursprünglichen warmen Licht weniger Kerzen in der Advents- und Weih-nachtszeit inzwischen oftmals eine grelle Lichterflut aus blinkenden LEDs in allen Farben und zu allen Tageszeiten geworden. Das hat schädliche Auswirkungen auf unsere Natur und die Wildtiere“, gibt Maik Sommerhage, Landesvorsitzender des NABU Hessen, zu bedenken.

 

Da die mittlerweile fast 20 Milliarden einzelnen Weihnachts-Lämpchen in Deutschland gehörig zur Lichtverschmutzung beitragen und über ihren Energieverbrauch den ökologischen Fußabdruck unnötig vergrößern, sollte über eine Reduktion und Alternativen nachgedacht werden. Denn gerade im Winterhalbjahr brauchen Tiere und Pflanzen in der Natur mehr Dunkelheit und Ruhe, damit ihre Energiereserven bis zum nächsten Frühjahr ausreichen.

 

Weihnachten romantisch, aber naturfreundlich gedimmt

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Natürlich muss man an Weihnachten nicht ganz auf stimmungsvolles Licht verzichten. Aber man sollte prüfen, wie und wo das Lichtermeer gedimmt werden kann, um der Natur eine Atempause zu verschaffen. Es lohnt sich also zu überlegen welche Beleuchtung unbedingt sein muss und wie sie sich naturverträglicher umsetzen lässt. Dabei sollte man mehrere Aspekte beachten. Zum einen gilt auch hier der Spruch „Weniger ist mehr“: Vielleicht reicht eine gezielt beleuchtete Stelle aus. „Sinnvoll ist eine Beleuchtung nur, wo man sie auch sehen kann. Dabei wirken einzelne Akzente stimmungsvoller als eine volle Festbeleuchtung“, so Sommerhage.

 

Vor allem das Anstrahlen großer Flächen und Lampen, die das Licht ungezielt in alle Richtungen abstrahlen, sollte vermieden werden. Wichtig ist es zudem, nur warmweißes Licht von unter 3000 Kelvin einzusetzen und es so abzuschirmen, dass es nur nach unten strahlt. Auch die Nachtabschaltung hilft weiter: Die Lichter sollten nur so lange angeschaltet bleiben, wie man sie braucht. Wenn der Rollladen runter geht, dann sollte auch die Außenbeleuchtung ausgeschaltet werden. Zudem sollte man schon beim Kauf von Lichtern und Lichterketten auf eine lange Lebensdauer achten und lieber Modelle wählen, die mit Stromkabel oder Akkus betrieben werden können, statt günstige Lichteffekte mit Einwegbatterien zu verwenden. Die Lampen sollten zudem dimmbar sein.

 

Die Schattenseite der Weihnachtsbeleuchtung

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Das Leben von Wildtieren, Insekten und Pflanzen ist auf den Wechsel zwischen Tag und Nacht abgestimmt. Künstliches Licht stört diesen natürlichen Rhythmus, der wichtig für Tiere ist, um Nahrung zu suchen, zu schlafen, sich fortzupflanzen oder zu wandern. Das ist vor allem proble-matisch, da mehr als 30 Prozent aller Wirbeltiere und rund 60 Prozent aller Wirbellosen däm-merungs- und nachtaktiv sind. Auch Pflanzen brauchen Dunkelheit, um ihren Stoffwechsel zu steuern, zu wachsen und zu blühen. Wenn es nachts zu hell ist, können Tiere gestresst werden, ihr Verhalten ändern und Pflanzen in ihrem Wachstum beeinträchtigt werden.

 

Dunkelheit ist ein wichtiger Teil der Natur, den wir durch unser Zuviel an Kunstlicht stark beeinträchtigen“, erläutert Sommerhage. Auch viele Menschen spüren die Auswirkungen der hellen Nächte schon deutlich und reagieren mit unruhigem Schlaf, Übergewicht bis hin zu Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Da wir die Welt immer nur mit den Augen eines tagaktiven Säugetiers mit schlechter Nachtsicht sehen, ist uns oft gar nicht bewusst, dass Licht auch schädlich sein kann. Diese Wahrnehmung müssen wir unbedingt korrigieren, um uns und unseren Mitwesen ein gesünderes Leben zu ermöglichen“, erklärt Sommerhage. Wir Menschen können zur Not nachts einfach den Rollladen zu machen. Tiere und Pflanzen hingegen, die noch wesentlich empfindlicher auf das übermäßige Licht reagieren, sind ihm schutzlos ausgeliefert. 

 

Quelle: NABU Hessen

Neue Wildnisbroschüre
 
„Vielfältig. Vertikal. Wild“
 
(c) NP Berchtesgaden
 
Der Reichtum an Tieren, Pflanzen,

Pilzen oder Flechten und auch die Vielfalt an Lebensräumen im National-park Berchtesgaden ist enorm: Aktuelle Forschungen haben unter anderem 13.544 Pilzarten, 1.100 Gefäßpflanzen, 100 Vogelarten und 16 Reptilien- und Amphibienarten für das Gebiet des Nationalparks nachgewiesen.

 

Die neue, kostenfreie Wildnisbroschüre  zeigt ausgewählte Besonderheiten der Fauna und Flora des Nationalparks, gegliedert nach den vier Hauptlebens-räumen: Wasser, Wald, Offenland und Fels. Das Heft ist hier zu bestellen.

Internationaler Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2026“ 

Auf Entdeckungsreise in Europas Natur

„Gut gegähnt, Polarfuchs“ von Marcel Gerson, Siegerbild des EuroNatur-Fotowettbewerbs 2025.

Bereits zum 33. Mal laden die Natur-schutzstiftung EuroNatur und ihre Wett-bewerbspartner Hobby- und Profifoto-grafen dazu ein, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Europas sowie die schön-sten Landschaften des Kontinents in eindrucksvollen Bildern einzufangen.

„Gipfelstürmer“ von Melanie Weber, 9. Platz im diesjährigen Fotowettbewerb.

Eine Fachjury kürt die ausdrucksstärk-sten Motive. Die besten Aufnahmen zieren den EuroNatur-Wandkalender

und werden mit Geldpreisen prämiert. Die Gewinnerfotos werden zudem im EuroNatur-Magazin und in der Zeit-schrift „natur" sowie auf den Internet-seiten der Veranstalter veröffentlicht. 

Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Nähere Informationen zum Wettbewerb sind hier zu finden.

Neues Buch

Georg Bayerle
Der Alpen Appell

Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen

Der Alpenkenner, Filmemacher und Journalist Georg Bayerle beobachtet die exzessive Erschließung und Ver-marktung der Bergwelt seit mehreren Jahrzehnten, privat wie beruflich. In seiner Streitschrift analysiert er scho-nungslos den Zustand eines immer fragiler werdenden Ökosystems, hinter-fragt die auf reiner Ausbeutung basie-rende Alpenökonomie – und er zeigt Wege für die Zukunft auf, wie wir das großartige Gebirge inmitten des Kon-tinents doch vor uns retten können.

Ein Plädoyer zum Schutze eines unersetzlichen Lebens- und Erholungs-raumes vor unserer Haustüre!

160 Seiten, Zweifarbdruck, 16 Fotos; 11,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur; Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025; ISBN 978-3-7022-4260-2, € 20,-
Auch als E-Book erhältlich,
ISBN 978-3-7022-4290-9, € 16,99

Neue Reisebroschüre 

Nachhaltig erleben, staunen und mitmachen!

© NNL

Die Broschüre lädt dazu ein, Deutsch-lands Naturparadiese zu entdecken. Auf 28 Seiten bündelt sie nachhaltige Naturerlebnis-Angebote in Nationalpar-ken, Naturparken und Biosphärenreser-vaten. Neben Inspiration für Ausflüge und Urlaubsreisen bietet die Broschüre auch Möglichkeiten zum Mitmachen: Ob im Programm „Ehrensache Natur“, als Fördermitglied oder durch einen Spendenbeitrag – jedes Engagement für eine intakte Natur, ein gesundes Klima und den Erhalt der biologischen Vielfalt ist willkommen. [>>>mehr]

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Copyright: Moholoholo Wildlife Rehabilitation Center

Südafrika im Mai 2025

Massenvergiftung Weißrückengeier

Ein besonderer Bericht von ELISABETH ZOJA

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Natur und deutsche Geschichte

Glaube – Biologie – Macht

 

Neue Ausstellung
ab dem 14. November 2025 im
Deutschen Historischen Museum

Was ist gemeint, wenn von „Natur“ die Rede ist? Auf diese Frage sind in der deutschen Geschichte sehr unter-schiedliche Antworten gegeben worden. Regierungen sowie religiöse und politi-sche Bewegungen haben den Begriff der Natur definiert – und für sich bean-sprucht. In einer neuen Ausstellung zeigt das Deutsche Historische Mu-seum, wie unterschiedlich „Natur“ zu verschiedenen Zeiten im Spannungs-feld von Glaube, Biologie und Macht verstanden und politisch eingesetzt wurde. Der schillernde und vielseitige Begriff der „Natur“ wird in seiner histori-schen Breite und Tiefe ausgelotet.

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Es gibt kaum noch Dunkelheit

Ein Plädoyer für den Maulwurf

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Grenzenlos wandern

Der 123. Deutsche Wandertag findet vom 24. bis 27. September 2026 unter dem Motto „bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge“ in Oberwiesenthal statt. Erstmals wird das traditionsreiche Großereignis eng mit der internationalen EURORANDO verknüpft, die bereits ab dem 20. September Wanderfreundinnen und -freunde aus ganz Europa ins deutsche und tschechische Erzgebirge führt.

Wer sich für den Deutschen Wandertag interessiert, findet nicht nur ein Wan-derfest, sondern auch eine Plattform für Vernetzung, Ehrenamt und Nachhaltig-keit. Der DWV lädt Vereine und andere Unterstützer ein, sich einzubringen und das Ereignis aktiv mitzugestalten.

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Aktualisiert am 19. Dezember 2025

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