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20. März 2026 | Weltwassertag am 22. März

 

Ökologischer Zustand bei 75 Prozent der Seen bedenklich

 

BUND fordert ambitionierte Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie

 

  • Badequalität an offiziellen Badestellen überwiegend gut, Ökosysteme aber gefährdet
  • Belastung durch Landwirtschaft, Trockenheit und Klimaerwärmung
  • Seen brauchen Pufferstreifen zum Schutz vor Dünger

 

Berlin. Zum Weltwassertag am 22. März zeigt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): Die Badequalität an offiziellen Badestellen in deutschen Seen ist zwar überwiegend noch gut, die ökologische Wasserqualität jedoch bedenklich. Während 91 Prozent der Seen mit offiziellen Badestellen für das Baden laut Badegewässerbericht der EU-Umweltagentur (EEA) „ausgezeichnet“ sind, erfüllen nur 25 Prozent der großen Seen den guten ökologischen Zustand (Umweltbundesamt). Die Badequalität prüft Keime für Schwimmer, Wasserqualität misst Artenvielfalt, Nährstoffe und Sauerstoff - und offenbart massive Belastungen durch Landwirtschaft, Trockenheit und Klimaerwärmung. Ein See, der in einem schlechten ökologischen Zustand ist, kann langfristig auch für das Baden ungeeignet sein.

 

Knapp drei Viertel der 738 Seen über 50 Hektar sind in mittelmäßigem bis schlechtem ökologischen Zustand. Nährstoffüberschuss führt zu Algen und Sauerstoffmangel. Fische und andere Arten sind dadurch gefährdet.

 

Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim BUND: „Unsere Seen sind zunehmend gestresst. Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft und steigende Temperaturen lassen Algen wachsen. Das verschlechtert den Zustand unserer Seen langfristig. Inzwischen finden typische Arten in vielen Seen keinen Lebensraum mehr. Wenn sogar Blaualgen entstehen, wird auch das Baden gefährlich.“

 

Badequalität leidet durch Extremwetter

 

Die Badequalität wird grundsätzlich über hygienische Parameter gemessen. Aber auch Blaualgen, die durch hohe Temperaturen und Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft entstehen können, beeinflussen die Badequalität. Sie führen zu Hautreizungen.

 

Graichen: „Wenn das ökologische Gleichgewicht gestört ist, haben Algen leichtes Spiel. Wenn wir im Sommer im See Baden gehen wollen, müssen wir uns um unsere Gewässer kümmern. Wir brauchen konsequenten Gewässerschutz, damit Flüsse und Seen Orte zum Leben, zum Erholen und Teil unserer Landschaft bleiben.“

 

BUND fordert Investitionen in die Wiederherstellung der Natur

 

Zum Schutz von Seen und anderen Gewässern fordert der BUND Investitionen in die Wiederherstellung der Natur und die konsequente Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Ziel muss sein, nicht nur das Infektionsrisiko für Badende zu verringern, sondern auch die gesamte ökologische Qualität des Gewässers zu verbessern.

 

Ausreichend große Pufferstreifen an den Gewässern sind dabei ein zentraler Baustein zum Schutz vor Nährstoffeinträgen aus der Landwirtschaft. Zusätzlich müssen Schadstoffe wie PFAS reduziert werden, die aus Industrieprodukten, Konsumgütern und Pestiziden in die Umwelt gelangen, um die Gewässer langfristig zu entlasten und ihre ökologische Qualität zu sichern.

 

Hintergrund:

Der EEA-Badegewässerbericht 2025 stuft für Deutschland 91 Prozent der 1.892 untersuchten Badeseen als „ausgezeichnet“ ein; 98 Prozent erfüllen die EU-Badegewässerrichtlinie. Lediglich sieben deutsche Badeseen wurden für die Saison 2024 von der Europäischen Kommission mit „mangelhaft“ bewertet. Diese Prüfungen zur Badequalität fokussieren hygienische Parameter wie Keime aus Abwässern – empfindlichere Indikatoren wie Fische, Pflanzen und Kleinkrebse zeigen jedoch gravierendere Defizite.

 

Zum Schutz unserer Gewässer gibt es die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Sie verpflichtet alle europäischen Mitgliedstaaten, ihre Flüsse, Seen, Küstengewässer und ihr Grundwasser bis spätestens 2027 in einen guten Zustand zu bringen. Trotz großen Lobbydrucks wurde 2019 in einem sogenannten Fitness-Check von der Europäischen Kommission festgestellt, dass die Wassergesetze grundsätzlich ihrem Zweck dienen, aber mit mehr Ambition umgesetzt werden müssen. Im Rahmen des RESourceEU-Aktionsplan vorgeblich zur Sicherung der Rohstoffe möchte die EU-Kommission jetzt die Wasserrahmenrichtlinie zugunsten von Bergbau und anderen Industrien überarbeiten. Dies, obwohl das EU-Barometer zeigt, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger starke Wassergesetze möchte.

 

Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e. V.

Naturfilmreihe

„Fabelhafte Insekten – Ameisen“

© Ingo Arndt

Freitag, 20. März 2026, 17:15 Uhr

Kino des Nationalparkzentrums „Haus der Berge“ in Berchtesgaden, Hanielstraße 7. Der Eintritt ist frei. 

 

Für seinen Film „Fabelhafte Insekten – Ameisen“ hat der renommierte Naturfilmer Jan Haft die vielseitigen Insekten mit der Kamera begleitet und außergewöhnliche Momente festgehalten.

Neu im "Haus der Berge" ist auch die Fotoausstellung mit dem Titel „Waldameisen – Superheldinnen auf sechs Beinen“ von Naturfotograf Ingo Arndt. Auch der Besuch der Fotoausstellung ist kostenfrei. 

Wir machen's aus!

Zur Earth Hour 2026 anmelden!

FREIANZEIGE

Zum 20. Mal schalten Unternehmen weltweit, am Samstag, den 28. März 2026, von 20.30 bis 21.30 Uhr, das Licht aus – als gemeinsames Zeichen für mehr wirksamen Klimaschutz.

Schalten auch Sie das Licht aus, mobilisieren Sie Mitarbeitende zur Teilnahme und setzen Sie ein starkes symbolisches Zeichen für mehr Klima-schutz und politische Verantwortung! 

[>>Zur Anmeldung]

Umfrage 

Wer verdient den Rhöner Biosphärenpreis 2026?

Jetzt Vorschläge einreichen!

Gläserberg | Foto: Arnulf Müller

Mensch und Natur in ein nachhaltiges Miteinander bringen, um eine lebens-werte Zukunft für alle zu sichern – darum geht es in den mehr als 750 UNESCO-Biosphärenreservaten welt-weit - auch in der Rhön. Diese Idee umzusetzen, ist eine Gemeinschafts-aufgabe der gesamten Gesellschaft. Unzählige Rhönerinnen und Rhöner setzen sich in ganz besonderem Maße hierfür ein – beruflich und ehrenamtlich. Dieses Engagement wollen die Verwal-tungen des UNESCO-Biosphärenreser-vats mit einem Rhöner Biosphärenpreis würdigen, der regelmäßig alle drei Jahre ausgelobt wird – erstmalig im Jahr 2023. Wer hat den Biosphären-preis 2026 verdient? Rhönerinnen und Rhöner können auf der Homepage des Biosphärenreservats bis zum 31. März online Vorschläge einreichen.

Ehrenberg | Foto: Arnulf Müller

Digitales Blühbarometer 2026

Die Blüte der japanischen Zier-kirsche ab sofort online verfolgen

Kirschblüte | Foto: SSG Sandra Moritz

Der Anblick der blühenden Kirsch-bäume im Schlossgarten Schwetzingen ist für viele Gäste ein wahres Frühlings-Highlight. Um die Entwicklung bis zur vollen zartrosa-weißen Blüte nicht zu verpassen, können Interessierte den Stand ab sofort im digitalen „Blühbaro-meter“ live mitverfolgen – und zum richtigen Zeitpunkt die Blütenpracht bei einem Besuch im Schlossgarten bestaunen. Das Barometer mit den aktuellen Aufnahmen ist zu finden unter www.schloss-schwetzingen.de.

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Jagdmesse Dortmund

Neue Gutachten zum Ausschluss von Trophäenjagdangeboten

 

Tier- und Artenschützer fordern Vermarktungsstopp tier- und artenschutzwidriger Jagdreisen

Am 27. Januar startete Europas größte Jagdmesse JAGD & HUND. Über 90 Aussteller bieten dort Trophäenjagd auf Elefant, Nashorn, Löwe, Eisbär und viele weiteren Arten an. Dabei zeigen zwei neue Rechtsgutachten, dass ein Ausschluss tier- und artenschutz-widriger Messeangebote möglich ist.
21 Tier- und Artenschutzorganisationen fordern die Stadt auf, Anbieter von Trophäenjagdreisen endlich von der Messe zu verbannen. Pressemitteilung von Pro Wildlife vom 26. Januar 2026

Nationalpark Hainich

Das neue Veranstaltungsprogramm steht  im Zeichen des Jubiläums „15 Jahre Weltnaturerbe Buchenwälder“.

Mehr Infos zum Programm
260115_MITMACHEN.pdf
PDF-Dokument [234.0 KB]

Neue Veröffentlichung liefert Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmit-telindustrie. Der Konzernatlas beleuch-tet die Marktmacht der großen Konzer-ne vom Saatgut bis zum Supermarkt und zeigt auf, wie Politik und Bürger-*innen diese Macht begrenzen können - für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und nachhaltige Ernährung.

Die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzel-handel – und beeinflussen politische Entscheidungen.

Wildnisbroschüre
 
„Vielfältig. Vertikal. Wild“
 
(c) NP Berchtesgaden
 
Der Reichtum an Tieren, Pflanzen,

Pilzen oder Flechten und auch die Vielfalt an Lebensräumen im National-park Berchtesgaden ist enorm: Aktuelle Forschungen haben unter anderem 13.544 Pilzarten, 1.100 Gefäßpflanzen, 100 Vogelarten und 16 Reptilien- und Amphibienarten für das Gebiet des Nationalparks nachgewiesen.

 

Die neue, kostenfreie Wildnisbroschüre  zeigt ausgewählte Besonderheiten der Fauna und Flora des Nationalparks, gegliedert nach den vier Hauptlebens-räumen: Wasser, Wald, Offenland und Fels. Das Heft ist hier zu bestellen.

Internationaler Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2026“ 

Auf Entdeckungsreise in Europas Natur

„Gut gegähnt, Polarfuchs“ von Marcel Gerson, Siegerbild des EuroNatur-Fotowettbewerbs 2025.

Bereits zum 33. Mal laden die Natur-schutzstiftung EuroNatur und ihre Wett-bewerbspartner Hobby- und Profifoto-grafen dazu ein, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Europas sowie die schön-sten Landschaften des Kontinents in eindrucksvollen Bildern einzufangen.

„Gipfelstürmer“ von Melanie Weber, 9. Platz im diesjährigen Fotowettbewerb.

Eine Fachjury kürt die ausdrucksstärk-sten Motive. Die besten Aufnahmen zieren den EuroNatur-Wandkalender

und werden mit Geldpreisen prämiert. Die Gewinnerfotos werden zudem im EuroNatur-Magazin und in der Zeit-schrift „natur" sowie auf den Internet-seiten der Veranstalter veröffentlicht. 

Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Nähere Informationen zum Wettbewerb sind hier zu finden.

Georg Bayerle
Der Alpen Appell

Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen

Der Alpenkenner, Filmemacher und Journalist Georg Bayerle beobachtet die exzessive Erschließung und Ver-marktung der Bergwelt seit mehreren Jahrzehnten, privat wie beruflich. In seiner Streitschrift analysiert er scho-nungslos den Zustand eines immer fragiler werdenden Ökosystems, hinter-fragt die auf reiner Ausbeutung basie-rende Alpenökonomie – und er zeigt Wege für die Zukunft auf, wie wir das großartige Gebirge inmitten des Kon-tinents doch vor uns retten können.

Ein Plädoyer zum Schutze eines unersetzlichen Lebens- und Erholungs-raumes vor unserer Haustüre!

160 Seiten, Zweifarbdruck, 16 Fotos; 11,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur; Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025; ISBN 978-3-7022-4260-2, € 20,-
Auch als E-Book erhältlich,
ISBN 978-3-7022-4290-9, € 16,99

Nachhaltig erleben, staunen und mitmachen!

© NNL

Die Broschüre lädt dazu ein, Deutsch-lands Naturparadiese zu entdecken. Auf 28 Seiten bündelt sie nachhaltige Naturerlebnis-Angebote in Nationalpar-ken, Naturparken und Biosphärenreser-vaten. Neben Inspiration für Ausflüge und Urlaubsreisen bietet die Broschüre auch Möglichkeiten zum Mitmachen: Ob im Programm „Ehrensache Natur“, als Fördermitglied oder durch einen Spendenbeitrag – jedes Engagement für eine intakte Natur, ein gesundes Klima und den Erhalt der biologischen Vielfalt ist willkommen. [>>>mehr]

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Ausstellung

Grafik: VISUAL SPACE AGENCY & STUDIO BENS

 

Natur und deutsche Geschichte

Glaube – Biologie – Macht

 

Neue Ausstellung
bis zum 07. Juni 2026 im
Deutschen Historischen Museum

Was ist gemeint, wenn von „Natur“ die Rede ist? Auf diese Frage sind in der deutschen Geschichte sehr unter-schiedliche Antworten gegeben worden. Regierungen sowie religiöse und politi-sche Bewegungen haben den Begriff der Natur definiert – und für sich bean-sprucht. In einer neuen Ausstellung zeigt das Deutsche Historische Mu-seum, wie unterschiedlich „Natur“ zu verschiedenen Zeiten im Spannungs-feld von Glaube, Biologie und Macht verstanden und politisch eingesetzt wurde. Der schillernde und vielseitige Begriff der „Natur“ wird in seiner histori-schen Breite und Tiefe ausgelotet.

 

Begleitend zur Ausstellung lädt das Museum von März bis Mai 2026 zur neuen Veranstaltungsreihe „DHM außer Haus“ ein:

Sonntag, 29. März 2026, 14.00 Uhr

beim „Kartoffelkönig“ in Potsdam, mit Dorlis Blume und Antonia Humm

Sonntag, 19. April 2026, 14.00 Uhr

bei den Überresten der NS-Autobahn bei Gräfendorf, mit Martin Baumert und Nils Franke

Sonntag, 10. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei der Bergbaufolgelandschaft am Senftenberger See, mit Martin Baumert und Elke Löwe

Sonntag, 31. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei den Weinbauern der Anti-Atomkraftproteste in Wyhl, mit Bernd Nössler und Julia Voss

 

Mehr Informationen beim DHM

NATUR Online  Kolumne

Beiträge zu Nachhaltigkeitsthemen

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AKTUELLER  BEITRAG

Burgenbaumeister im Anmarsch

WEITERE THEMEN

Ohne Wasser geht es nicht

Es gibt kaum noch Dunkelheit

Ein Plädoyer für den Maulwurf

Kein Torf in den Topf

Steine blühen nicht


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NATUR Online   Tipp

Der neue Podcast der Deutschen Umwelthilfe (DUH) , der Natur-schutz zum Erlebnis macht

Veranstaltung 2026

Grenzenlos wandern

Der 123. Deutsche Wandertag findet vom 24. bis 27. September 2026 unter dem Motto „bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge“ in Oberwiesenthal statt. Erstmals wird das traditionsreiche Großereignis eng mit der internationalen EURORANDO verknüpft, die bereits ab dem 20. September Wanderfreundinnen und -freunde aus ganz Europa ins deutsche und tschechische Erzgebirge führt.

Wer sich für den Deutschen Wandertag interessiert, findet nicht nur ein Wan-derfest, sondern auch eine Plattform für Vernetzung, Ehrenamt und Nachhaltig-keit. Der DWV lädt Vereine und andere Unterstützer ein, sich einzubringen und das Ereignis aktiv mitzugestalten.

www.wanderverband.de

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Horizons Séranne bietet sanften Touris-mus, der Treffen und Austausch schafft und zu lebendigen Diskussionen über Europa und seine politischen Inhalte beiträgt. Die Bildungsangebote richten sich an Interes-sierte, die das europäische Natur- und Kulturerbe verstehen und die fremde Land-schaften bereisen wollen. www.seranne.de

 

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