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20. Februar 20256 | Hecken in der Kulturlandschaft

 

Über ihre Bedeutung und die richtige Pflege

 
Der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V. und die Hessische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön hatten vor wenigen Tagen zu einem Fachvortrag zum Thema „Gehölzpflege zum Schutz der Artenvielfalt – Die Bedeutung und Pflege von Feldhecken“ eingeladen. Rund 30 Teilnehmende fanden den Weg nach Hilders, darunter mehrere Bauhof-mitarbeiter. Der Biologe und Referent Karl-Heinz Humburg warb für eine regelmäßige, fachge-rechte Pflege der Hecken. Nur so können diese ihre große ökologische Wertigkeit behalten.
 
Hecken entstanden nachdem der Mensch die Wälder für Ackerbau und Viehzucht gerodet hatte. Vornehmlich entlang von Grenzlinien konnten sich diese „Waldränder ohne Wald“ etablieren. Dabei gab und gibt es durchaus einen praktischen Nutzen. Hecken dienten in früheren Jahrhun-derten als natürliche Zäune, als Landwehr zur Verteidigung, zur Gewinnung von Einstreu und 
Brennholz, aber auch als Schutz vor Wind und Bodenerosion. Heute weiß man: Hecken verbessern das örtliche Kleinklima, dienen dem Klimaschutz, verbessern die Erträge der anliegenden Felder und sind Rückzugsgebiete für viele bedrohte Arten. Nicht zuletzt sind Hecken landschaftsprägende Elemente, die eine wichtige Vernetzungsfunktion im Naturhaushalt haben.
 
Demgegenüber stehen aber auch Nachteile wie die Behinderung der landwirtschaftlichen Nutzung, Schattenwurf, Pflegebedarf und Flächenkonkurrenz zu anderen Nutzungen.
 
Wegen der hohen naturschutzfachlichen Bedeutung stehen Hecken heute als wertvolle Lebensräume unter dem grundsätzlichen Schutz des Gesetzgebers. Eine generelle Beseitigung von Hecken ist verboten und auch der Heckenschnitt nur vom 1.10. bis 28.2. zulässig. Dies dient vor allem dem Schutz zahlreicher Vogelarten wie Goldammer und Dorngrasmücke, die auf Hecken angewiesen sind.
 
Hecken müssen aber auch gepflegt werden, sonst entstehen mit der Zeit Baumreihen, die die wichtigen Strauchschichten verdrängen. Daher wird empfohlen, Hecken von Zeit zu Zeit, mög-lichst abschnittsweise, auf den Stock zu setzen. Das heißt, alle Gehölze werden etwa 20 – 30 cm über der Bodenoberfläche gekappt. Innerhalb weniger Jahre bilden sich dann wieder geschlos-sene und dichte Heckenstrukturen. Nach etwa acht Jahren kann dann die gewachsene Hecke erneut auf den Stock gesetzt werden.
 
Keine fachgerechte Pflege ist ein senkrechter Schnitt z. B. entlang von Wegen, der oft zerfetzte Zweigenden zurück lässt. Eine negative Folge ist, dass gerade diese Form des Schnitts zu einem starken Austrieb der bisher schlafenden Augen führt und so die jährliche Pflege unumgänglich wird.
 
Humburg wirbt für einen maßvollen Maschineneinsatz der Kommunen. Eine Reihe von Maschinen erleichtern heute die fachgerechte Heckenpflege. So kommen hydraulische Ast- und Heckenscheren und Fällgreifer zum Einsatz.
 
Forstmulcher werden dagegen abgelehnt, da dann die Hecken ganz zerstört werden oder aber das Holz so stark zerfetzt wird, dass Krankheitserreger sich breit machen können.
 
Reisig und Holz, welches bei der Pflege anfällt, sollte kompostiert oder einer energetischen
Nutzung zugeführt werden. Oft werden die Rückschnitte zu Hackschnitzeln weiterverarbeitet.
 
Seitens des Biosphärenreservats wird angestrebt, im Spätherbst 2026 einen Praxistag Heckenpflege für die Rhöner Kommunen anzubieten.
 
Quelle: Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V., Förderverein für das Biosphärenreservat Rhön
 

NATUR Online  BUCHTIPP

Gemüsebuch für die ganze Familie – von 6 bis 99 Jahren.

Gemüse neu entdecken – das ist die Einladung, die Autorin Karin Hochegger ausspricht. Im Rahmen des Bio-Gartler-markts im Botanischen Garten Salz-burg präsentiert sie ihr charmantes Kinderbuch – und kein Ort könnte pas-sender sein: umgeben von blühenden Beeten, dem Summen der Insekten und dem Duft frischer Erde. Ein Buch, das Groß und Klein in den Bann zieht, Ge-müsemuffel neugierig macht und zeigt, wie spannend ein Gartenjahr sein kann.

 

Illustrator: Hans-Christian Kogler
ISBN: 978-3-7025-1191-3
Format: 26 x 19 cm, Hardcover, € 28,–
Verlag: Anton Pustet

 

BUCHPRÄSENTATION

Wann: Samstag, 25. April & Sonntag, 26. April 2026, ab 11.00 Uhr
Wo: Bio-Gartlermarkt 2026, Botanischer Garten Salzburg, Hellbrunner Straße 34, 5020 Salzburg

Fortbildung in Niederrodenbach

Raus aus dem Gruppenraum, rein in die Natur

Waldtage mit Kindern gestalten 

Unter dem Motto „Mit allen Sinnen den Wald erleben“ bietet die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) am 20. Mai 2025 eine praxis-nahe Fortbildung für pädagogische Fachkräfte und Interessierte an.

Programm & Anmeldung

Pflanzwettbewerb

Deutschland summt!

Die gemeinnützige Stiftung für Mensch und Umwelt veranstaltet zum 11. Mal den "Deutschland summt!"-Pflanz-wettbewerb. Menschen in ganz Deutschland sind eingeladen, ihre Flächen naturnah zu gestalten und Lebensräume für Wildbienen und andere Insekten zu schaffen.

 

Beiträge können bis spätestens 31. Juli auf der Wettbe­werbsplattform hochge-laden werden. Gewünscht ist eine Kurz-beschreibung der Aktion mit Vorher-Nachher-Fotos der neu gestalteten Fläche mit heimischen Blüh­pflanzen und Gartenstrukturen. Egal, ob die Fläche zwei oder 5.000 m² groß ist, öffentlich oder privat – für alle gibt es eine passende Kategorie.

Vortragsreihe und Themenabende „Biosphäre“

UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Die Kernzone Rhönkopf – ungestörter Lebensraum mit zahlreichen Totholzstrukturen für viele Fledermausarten / © K. Marbach

21. April 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

„Agroforst Pilotprojekte"

19. Mai 2026, 20:00 – 22:00 Uhr

Dokumentarfilm „Wie geht Natur!“,

Prof. Dr. Succow

23. Juni 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

Online-Plattform Rhönflora

18. August 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

„Unendliche Weiten, eine Reise in die Tiefen des Alls"

22. September 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

„Geflügelte Vielfalt in Streuobstwiesen"

26. Oktober 2026, 18:00 – 19:30 Uhr

„Nachhaltigkeit in Zahlen - ein Quizabend zur Rhön"

Digitales Blühbarometer 2026

Die Blüte der japanischen Zier-kirsche ab sofort online verfolgen

Kirschblüte | Foto: SSG Sandra Moritz

Der Anblick der blühenden Kirsch-bäume im Schlossgarten Schwetzingen ist für viele Gäste ein wahres Frühlings-Highlight. Um die Entwicklung bis zur vollen zartrosa-weißen Blüte nicht zu verpassen, können Interessierte den Stand ab sofort im digitalen „Blühbaro-meter“ live mitverfolgen – und zum richtigen Zeitpunkt die Blütenpracht bei einem Besuch im Schlossgarten bestaunen. Das Barometer mit den aktuellen Aufnahmen ist zu finden unter www.schloss-schwetzingen.de.

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Jagdmesse Dortmund

Neue Gutachten zum Ausschluss von Trophäenjagdangeboten

 

Tier- und Artenschützer fordern Vermarktungsstopp tier- und artenschutzwidriger Jagdreisen

Am 27. Januar startete Europas größte Jagdmesse JAGD & HUND. Über 90 Aussteller boten dort Trophäenjagd auf Elefant, Nashorn, Löwe, Eisbär und viele weiteren Arten an. Dabei zeigen zwei neue Rechtsgutachten, dass ein Ausschluss tier- und artenschutz-widriger Messeangebote möglich ist.
21 Tier- und Artenschutzorganisationen fordern die Stadt auf, Anbieter von Trophäenjagdreisen endlich von der Messe zu verbannen. Pressemitteilung von Pro Wildlife vom 26. Januar 2026

Nationalpark Hainich

Das neue Veranstaltungsprogramm steht  im Zeichen des Jubiläums „15 Jahre Weltnaturerbe Buchenwälder“.

Mehr Infos zum Programm
260115_MITMACHEN.pdf
PDF-Dokument [234.0 KB]

Neue Veröffentlichung liefert Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmit-telindustrie. Der Konzernatlas beleuch-tet die Marktmacht der großen Konzer-ne vom Saatgut bis zum Supermarkt und zeigt auf, wie Politik und Bürger-*innen diese Macht begrenzen können - für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und nachhaltige Ernährung.

Die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzel-handel – und beeinflussen politische Entscheidungen.

Wildnisbroschüre
 
„Vielfältig. Vertikal. Wild“
 
(c) NP Berchtesgaden
 
Der Reichtum an Tieren, Pflanzen,

Pilzen oder Flechten und auch die Vielfalt an Lebensräumen im National-park Berchtesgaden ist enorm: Aktuelle Forschungen haben unter anderem 13.544 Pilzarten, 1.100 Gefäßpflanzen, 100 Vogelarten und 16 Reptilien- und Amphibienarten für das Gebiet des Nationalparks nachgewiesen.

 

Die neue, kostenfreie Wildnisbroschüre  zeigt ausgewählte Besonderheiten der Fauna und Flora des Nationalparks, gegliedert nach den vier Hauptlebens-räumen: Wasser, Wald, Offenland und Fels. Das Heft ist hier zu bestellen.

Georg Bayerle
Der Alpen Appell

Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen

Der Alpenkenner, Filmemacher und Journalist Georg Bayerle beobachtet die exzessive Erschließung und Ver-marktung der Bergwelt seit mehreren Jahrzehnten, privat wie beruflich. In seiner Streitschrift analysiert er scho-nungslos den Zustand eines immer fragiler werdenden Ökosystems, hinter-fragt die auf reiner Ausbeutung basie-rende Alpenökonomie – und er zeigt Wege für die Zukunft auf, wie wir das großartige Gebirge inmitten des Kon-tinents doch vor uns retten können.

Ein Plädoyer zum Schutze eines unersetzlichen Lebens- und Erholungs-raumes vor unserer Haustüre!

160 Seiten, Zweifarbdruck, 16 Fotos; 11,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur; Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025; ISBN 978-3-7022-4260-2, € 20,-
Auch als E-Book erhältlich,
ISBN 978-3-7022-4290-9, € 16,99

Nachhaltig erleben, staunen und mitmachen!

© NNL

Die Broschüre lädt dazu ein, Deutsch-lands Naturparadiese zu entdecken. Auf 28 Seiten bündelt sie nachhaltige Naturerlebnis-Angebote in Nationalpar-ken, Naturparken und Biosphärenreser-vaten. Neben Inspiration für Ausflüge und Urlaubsreisen bietet die Broschüre auch Möglichkeiten zum Mitmachen: Ob im Programm „Ehrensache Natur“, als Fördermitglied oder durch einen Spendenbeitrag – jedes Engagement für eine intakte Natur, ein gesundes Klima und den Erhalt der biologischen Vielfalt ist willkommen. [>>>mehr]

Spendenaufruf

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Ausstellung

Grafik: VISUAL SPACE AGENCY & STUDIO BENS

 

Natur und deutsche Geschichte

Glaube – Biologie – Macht

 

Neue Ausstellung bis zum 7. Juni im Deutschen Historischen Museum

Was ist gemeint, wenn von „Natur“ die Rede ist? Auf diese Frage sind in der deutschen Geschichte sehr unter-schiedliche Antworten gegeben worden. Regierungen sowie religiöse und politi-sche Bewegungen haben den Begriff der Natur definiert – und für sich bean-sprucht. In einer neuen Ausstellung zeigt das Deutsche Historische Mu-seum, wie unterschiedlich „Natur“ zu verschiedenen Zeiten im Spannungs-feld von Glaube, Biologie und Macht verstanden und politisch eingesetzt wurde. Der schillernde und vielseitige Begriff der „Natur“ wird in seiner histori-schen Breite und Tiefe ausgelotet.

 

Begleitend zur Ausstellung lädt das Museum von März bis Mai 2026 zur neuen Veranstaltungsreihe „DHM außer Haus“ ein:

Sonntag, 19. April 2026, 14.00 Uhr

bei den Überresten der NS-Autobahn bei Gräfendorf, mit Martin Baumert und Nils Franke

Sonntag, 10. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei der Bergbaufolgelandschaft am Senftenberger See, mit Martin Baumert und Elke Löwe

Sonntag, 31. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei den Weinbauern der Anti-Atomkraftproteste in Wyhl, mit Bernd Nössler und Julia Voss

 

Mehr Informationen beim DHM

NATUR Online  Kolumne

Beiträge zu Nachhaltigkeitsthemen

aus der Redaktion

AKTUELLER  BEITRAG

Burgenbaumeister im Anmarsch

WEITERE THEMEN

Ohne Wasser geht es nicht

Es gibt kaum noch Dunkelheit

Ein Plädoyer für den Maulwurf

Kein Torf in den Topf

Steine blühen nicht


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NATUR Online   Tipp

Der neue Podcast der Deutschen Umwelthilfe (DUH) , der Natur-schutz zum Erlebnis macht

Veranstaltung 2026

Grenzenlos wandern

Der 123. Deutsche Wandertag findet vom 24. bis 27. September 2026 unter dem Motto „bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge“ in Oberwiesenthal statt. Erstmals wird das traditionsreiche Großereignis eng mit der internationalen EURORANDO verknüpft, die bereits ab dem 20. September Wanderfreundinnen und -freunde aus ganz Europa ins deutsche und tschechische Erzgebirge führt.

Wer sich für den Deutschen Wandertag interessiert, findet nicht nur ein Wan-derfest, sondern auch eine Plattform für Vernetzung, Ehrenamt und Nachhaltig-keit. Der DWV lädt Vereine und andere Unterstützer ein, sich einzubringen und das Ereignis aktiv mitzugestalten.

www.wanderverband.de

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Seminar- und Gästehaus Südfrankreich

Horizons Séranne bietet sanften Touris-mus, der Treffen und Austausch schafft und zu lebendigen Diskussionen über Europa und seine politischen Inhalte beiträgt. Die Bildungsangebote richten sich an Interes-sierte, die das europäische Natur- und Kulturerbe verstehen und die fremde Land-schaften bereisen wollen. www.seranne.de

 

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Aktualisiert am 17. April 2026

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