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10. März 2026 | Grenzübergreifender Meeresschutz

 

Erfolg gegen Gasbohrungen vor Borkum: Niederländische Behörden müssen Ausweisung von Riff als Schutzgebiet prüfen

 

  • Riffgebiet „Borkumse Stenen“: Gaskonzern One-Dyas scheitert mit dem Versuch, Ausweisung als Natura-2000-Gebiet zu verhindern
  • Gericht bestätigt Klagebefugnis von Umweltorganisationen und stellt fest: Riffe sind als wichtiger Lebensraum europarechtlich geschützt
  • Deutsche Umwelthilfe und Partner fordern von niederländischer Regierung klare Absage an Gasbohrungen, solange Kartierung, Forschung und Schutzstatus nicht geklärt sind

 

Berlin/Arnhem. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat zusammen mit der Doggerland Foundation, Mobilisation for the Environment (MOB) und der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland einen Gerichtserfolg zum grenzüberschreitenden Meeresschutz vor Borkum erzielt: Die niederländischen Behörden müssen erneut prüfen, ob das Riffgebiet „Borkumse Stenen“ als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen wird. Einen entsprechenden Antrag des Umweltbündnisses hatten die Behörden vorher abgelehnt. Doch dies zu Unrecht und unter Auslassung wichtiger Informationen, wie die Rechtbank Gelderland feststellte. Zudem stellte das Gericht fest, dass das zuständige Ministerium bei seiner Definition des Lebensraumtyps „Riffe“ von den Vorgaben der EU-Kommission abgewichen ist und verpflichtete es, dort nachzubessern. Das Gericht hat ebenfalls die Einwände des beigeladenen Gaskonzerns One-Dyas klar zurückgewiesen, mit denen er den Schutzstatus verhindern wollte. Dabei ging es unter anderem um die Klagebefugnis der Organisationen und die Frage, ob die Beantragung der Ausweisung überhaupt möglich sei.

Die DUH fordert einen Stopp der Gasbohrungen und neuer Genehmigungen, bis der Schutzstatus des Gebiets gesichert ist. Denn aktuell kann bis zur Aussprache der Urteile in den laufenden Gerichtsverfahren gegen die Bohrgenehmigungen in Deutschland und den Niederlanden in dem Gebiet nach Gas gebohrt werden. Die Hauptverhandlungen und Urteilsverkündigung erwartet die DUH im Laufe des Jahres.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Unser Gerichtserfolg hat Signalwirkung weit über Borkum hinaus: Riffe sind hoch schützenswerte Lebensräume – daran ändern auch fossile Interessen nichts. Das Gericht hat klar gemacht, dass die niederländische Regierung ihrer Verantwortung für den Schutz der Riffe nachkommen muss. Das zuständige Ministerium muss jetzt seine Entscheidung über den Schutzstatus unter Einbezug aller verfügbarer Fachkenntnis treffen. Wir fordern: Das Gebiet muss umfassend kartiert, wissenschaftlich abgesichert und als Natura-2000-Gebiet geschützt werden – bevor irreversible Schäden durch Gasbohrungen entstehen.“

Emilie Reuchlin, Geschäftsführerin und Mitbegründerin der Doggerland Foundation: „Dieses Urteil ist eine gute Nachricht für die Nordsee. Die neue Regierung möchte ernsthafte Fortschritte bei der groß angelegten Renaturierung der Nordsee erzielen, und die Ausweisung der Borkumse Stenen als Natura-2000-Gebiet ist dafür von entscheidender Bedeutung, da dadurch die Riffe und die von ihnen abhängigen Meereslebewesen besser geschützt werden.“

Hintergrund:
Im Juli 2024 hatte der niederländische Staatssekretär für Fischerei, Lebensmittelsicherheit und Natur (LVVN) den Antrag der Umweltorganisationen auf Ausweisung des Riffs als Natura-2000-Gebiet abgelehnt. Dagegen haben die DUH und ihre Partner geklagt. Die Borkumse Stenen enthalten bedeutende Vorkommen des Lebensraumtyps H1170 Riffe und sind ein ökologisches Bindeglied im Grenzgebiet zu den bestehenden Natura-2000-Gebieten Borkum Riff und Borkum Riffgrund auf deutscher Seite. Bereits 2009 forderte die Europäische Kommission weitere Untersuchungen zur Prüfung eines potenziellen Schutzstatus für das Gebiet. Eine von der niederländischen Regierung beauftragte Studie des Meeresforschungsinstituts IMARES (2014) bestätigt, dass sich die ökologische Bedeutung der Borkumse Stenen nicht wesentlich von der des nahegelegenen deutschen Schutzgebietes Borkum Riffgrund unterscheidet. Trotzdem blieb ein wirksamer Schutz bisher aus, wobei die niederländische Regierung aus Sicht des Umweltbündnisses dazu verpflichtet ist.
Der niederländische Öl- und Gaskonzern One-Dyas betreibt in dem Gebiet bereits eine Gasförderplattform und plant die Ausbeutung weiterer Gasfelder in unmittelbarer Umgebung.

 

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH)

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Die Energieschmiede ist ein kosten-loses Angebot des WWF Deutschland und der Zentralredaktion der Zeitungen der Funke Mediengruppe.

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Wer verdient den Rhöner Biosphärenpreis 2026?

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Mensch und Natur in ein nachhaltiges Miteinander bringen, um eine lebens-werte Zukunft für alle zu sichern – darum geht es in den mehr als 750 UNESCO-Biosphärenreservaten welt-weit - auch in der Rhön. Diese Idee umzusetzen, ist eine Gemeinschafts-aufgabe der gesamten Gesellschaft. Unzählige Rhönerinnen und Rhöner setzen sich in ganz besonderem Maße hierfür ein – beruflich und ehrenamtlich. Dieses Engagement wollen die Verwal-tungen des UNESCO-Biosphärenreser-vats mit einem Rhöner Biosphärenpreis würdigen, der regelmäßig alle drei Jahre ausgelobt wird – erstmalig im Jahr 2023. Wer hat den Biosphären-preis 2026 verdient? Rhönerinnen und Rhöner können auf der Homepage des Biosphärenreservats bis zum 31. März online Vorschläge einreichen.

Ehrenberg | Foto: Arnulf Müller

Digitales Blühbarometer 2026

Die Blüte der japanischen Zier-kirsche ab sofort online verfolgen

Kirschblüte | Foto: SSG Sandra Moritz

Der Anblick der blühenden Kirsch-bäume im Schlossgarten Schwetzingen ist für viele Gäste ein wahres Frühlings-Highlight. Um die Entwicklung bis zur vollen zartrosa-weißen Blüte nicht zu verpassen, können Interessierte den Stand ab sofort im digitalen „Blühbaro-meter“ live mitverfolgen – und zum richtigen Zeitpunkt die Blütenpracht bei einem Besuch im Schlossgarten bestaunen. Das Barometer mit den aktuellen Aufnahmen ist zu finden unter www.schloss-schwetzingen.de.

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Jagdmesse Dortmund

Neue Gutachten zum Ausschluss von Trophäenjagdangeboten

 

Tier- und Artenschützer fordern Vermarktungsstopp tier- und artenschutzwidriger Jagdreisen

Am 27. Januar startete Europas größte Jagdmesse JAGD & HUND. Über 90 Aussteller bieten dort Trophäenjagd auf Elefant, Nashorn, Löwe, Eisbär und viele weiteren Arten an. Dabei zeigen zwei neue Rechtsgutachten, dass ein Ausschluss tier- und artenschutz-widriger Messeangebote möglich ist.
21 Tier- und Artenschutzorganisationen fordern die Stadt auf, Anbieter von Trophäenjagdreisen endlich von der Messe zu verbannen. Pressemitteilung von Pro Wildlife vom 26. Januar 2026

Nationalpark Hainich

Das neue Veranstaltungsprogramm steht  im Zeichen des Jubiläums „15 Jahre Weltnaturerbe Buchenwälder“.

Mehr Infos zum Programm
260115_MITMACHEN.pdf
PDF-Dokument [234.0 KB]

Jetzt anmelden! 

38. Deutscher Naturschutztag
„NATUR  MENSCH  ZUKUNFT“
10. März bis 14. März 2026,

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Informieren - Vernetzen - Mitgestalten!

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dem Berufsfeldforum Naturschutz,

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Neue Veröffentlichung liefert Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmit-telindustrie. Der Konzernatlas beleuch-tet die Marktmacht der großen Konzer-ne vom Saatgut bis zum Supermarkt und zeigt auf, wie Politik und Bürger-*innen diese Macht begrenzen können - für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und nachhaltige Ernährung.

Die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzel-handel – und beeinflussen politische Entscheidungen.

Wildnisbroschüre
 
„Vielfältig. Vertikal. Wild“
 
(c) NP Berchtesgaden
 
Der Reichtum an Tieren, Pflanzen,

Pilzen oder Flechten und auch die Vielfalt an Lebensräumen im National-park Berchtesgaden ist enorm: Aktuelle Forschungen haben unter anderem 13.544 Pilzarten, 1.100 Gefäßpflanzen, 100 Vogelarten und 16 Reptilien- und Amphibienarten für das Gebiet des Nationalparks nachgewiesen.

 

Die neue, kostenfreie Wildnisbroschüre  zeigt ausgewählte Besonderheiten der Fauna und Flora des Nationalparks, gegliedert nach den vier Hauptlebens-räumen: Wasser, Wald, Offenland und Fels. Das Heft ist hier zu bestellen.

Internationaler Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2026“ 

Auf Entdeckungsreise in Europas Natur

„Gut gegähnt, Polarfuchs“ von Marcel Gerson, Siegerbild des EuroNatur-Fotowettbewerbs 2025.

Bereits zum 33. Mal laden die Natur-schutzstiftung EuroNatur und ihre Wett-bewerbspartner Hobby- und Profifoto-grafen dazu ein, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Europas sowie die schön-sten Landschaften des Kontinents in eindrucksvollen Bildern einzufangen.

„Gipfelstürmer“ von Melanie Weber, 9. Platz im diesjährigen Fotowettbewerb.

Eine Fachjury kürt die ausdrucksstärk-sten Motive. Die besten Aufnahmen zieren den EuroNatur-Wandkalender

und werden mit Geldpreisen prämiert. Die Gewinnerfotos werden zudem im EuroNatur-Magazin und in der Zeit-schrift „natur" sowie auf den Internet-seiten der Veranstalter veröffentlicht. 

Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Nähere Informationen zum Wettbewerb sind hier zu finden.

Georg Bayerle
Der Alpen Appell

Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen

Der Alpenkenner, Filmemacher und Journalist Georg Bayerle beobachtet die exzessive Erschließung und Ver-marktung der Bergwelt seit mehreren Jahrzehnten, privat wie beruflich. In seiner Streitschrift analysiert er scho-nungslos den Zustand eines immer fragiler werdenden Ökosystems, hinter-fragt die auf reiner Ausbeutung basie-rende Alpenökonomie – und er zeigt Wege für die Zukunft auf, wie wir das großartige Gebirge inmitten des Kon-tinents doch vor uns retten können.

Ein Plädoyer zum Schutze eines unersetzlichen Lebens- und Erholungs-raumes vor unserer Haustüre!

160 Seiten, Zweifarbdruck, 16 Fotos; 11,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur; Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025; ISBN 978-3-7022-4260-2, € 20,-
Auch als E-Book erhältlich,
ISBN 978-3-7022-4290-9, € 16,99

Nachhaltig erleben, staunen und mitmachen!

© NNL

Die Broschüre lädt dazu ein, Deutsch-lands Naturparadiese zu entdecken. Auf 28 Seiten bündelt sie nachhaltige Naturerlebnis-Angebote in Nationalpar-ken, Naturparken und Biosphärenreser-vaten. Neben Inspiration für Ausflüge und Urlaubsreisen bietet die Broschüre auch Möglichkeiten zum Mitmachen: Ob im Programm „Ehrensache Natur“, als Fördermitglied oder durch einen Spendenbeitrag – jedes Engagement für eine intakte Natur, ein gesundes Klima und den Erhalt der biologischen Vielfalt ist willkommen. [>>>mehr]

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Südafrika im Mai 2025

Massenvergiftung Weißrückengeier

Ein besonderer Bericht von ELISABETH ZOJA

[>>>Zum Bericht]

Ausstellung

Grafik: VISUAL SPACE AGENCY & STUDIO BENS

 

Natur und deutsche Geschichte

Glaube – Biologie – Macht

 

Neue Ausstellung
bis zum 07. Juni 2026 im
Deutschen Historischen Museum

Was ist gemeint, wenn von „Natur“ die Rede ist? Auf diese Frage sind in der deutschen Geschichte sehr unter-schiedliche Antworten gegeben worden. Regierungen sowie religiöse und politi-sche Bewegungen haben den Begriff der Natur definiert – und für sich bean-sprucht. In einer neuen Ausstellung zeigt das Deutsche Historische Mu-seum, wie unterschiedlich „Natur“ zu verschiedenen Zeiten im Spannungs-feld von Glaube, Biologie und Macht verstanden und politisch eingesetzt wurde. Der schillernde und vielseitige Begriff der „Natur“ wird in seiner histori-schen Breite und Tiefe ausgelotet.

 

Begleitend zur Ausstellung lädt das Museum von März bis Mai 2026 zur neuen Veranstaltungsreihe „DHM außer Haus“ ein:

Sonntag, 29. März 2026, 14.00 Uhr

beim „Kartoffelkönig“ in Potsdam, mit Dorlis Blume und Antonia Humm

Sonntag, 19. April 2026, 14.00 Uhr

bei den Überresten der NS-Autobahn bei Gräfendorf, mit Martin Baumert und Nils Franke

Sonntag, 10. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei der Bergbaufolgelandschaft am Senftenberger See, mit Martin Baumert und Elke Löwe

Sonntag, 31. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei den Weinbauern der Anti-Atomkraftproteste in Wyhl, mit Bernd Nössler und Julia Voss

 

Mehr Informationen beim DHM

NATUR Online  Kolumne

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AKTUELLER  BEITRAG

Burgenbaumeister im Anmarsch

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Der neue Podcast der Deutschen Umwelthilfe (DUH) , der Natur-schutz zum Erlebnis macht

Veranstaltung 2026

Grenzenlos wandern

Der 123. Deutsche Wandertag findet vom 24. bis 27. September 2026 unter dem Motto „bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge“ in Oberwiesenthal statt. Erstmals wird das traditionsreiche Großereignis eng mit der internationalen EURORANDO verknüpft, die bereits ab dem 20. September Wanderfreundinnen und -freunde aus ganz Europa ins deutsche und tschechische Erzgebirge führt.

Wer sich für den Deutschen Wandertag interessiert, findet nicht nur ein Wan-derfest, sondern auch eine Plattform für Vernetzung, Ehrenamt und Nachhaltig-keit. Der DWV lädt Vereine und andere Unterstützer ein, sich einzubringen und das Ereignis aktiv mitzugestalten.

www.wanderverband.de

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