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22. Januar 2024 

 

Landwirtschaft hat nur mit Umbau eine Zukunft
 

BUND und BUNDjugend: Bundesregierung muss umwelt- und klimagerechten Wandel fördern 

 

  • Jahrzehntelange falsche Anreize und Stau bei notwendigen Maßnahmen
  • Konzepte und Wissen gibt es – Aktive Landwirtschaftspolitik als Reaktion
    auf Proteste
  • Umbau nicht auf Kosten von Umwelt-, Natur- und Tierschutz

Berlin. Zum Auftakt der Grünen Woche fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutsch-land (BUND) und seine Jugendorganisation BUNDjugend einen klima- und umweltgerechten Umbau der Landwirtschaft. Eine aktive Landwirtschaftspolitik muss dabei die Belange von Umwelt-, Natur- und Tierschutz und Landwirtinnen und Landwirten gleichermaßen berück-sichtigen. Die Konzepte dafür liegen längst auf dem Tisch. Der BUND und die BUNDjugend rufen zudem zur Teilnahme an der morgigen "Wir haben es satt!"-Demonstration auf. 

 

BUND und BUNDjugend erklären: „Die Proteste der Bäuerinnen und Bauern machen deutlich, dass es jetzt eine aktive Landwirtschaftspolitik braucht. Die Bundesregierung hat bislang nicht dafür gesorgt, den Stau und die Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte in der Agrarpolitik aufzulösen. Mit Blick auf die immer drängendere Klima- und Biodiversitätskrise braucht die Landwirtschaft jetzt aber umso mehr eine langfristige Perspektive, wie der notwendige Umbau gelingen, finanziert und umgesetzt werden kann.“ 

 

Die Gesellschaft hat klar formuliert, was sie von der Landwirtschaft will: weniger Pestizide, mehr ökologische und konventionelle Lebensmittel ohne Gentechnik, mehr Tierschutz und die erkennbare Kennzeichnung von Produkten, die diese Anforderungen erfüllen. 

Landwirtschaft muss Biodiversität und Umwelt stärker berücksichtigen, wenn unsere Lebens-grundlagen, unsere Kulturlandschaft und Artenvielfalt nachhaltig geschützt werden sollen.

 

Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender: “Es gibt einen breiten gesellschaftlichen Konsens über die Anforderungen und den notwendigen Umbau der Landwirtschaft. Borchert-Kommission und ZKL haben aufgezeigt, wie Umbau und Perspektive für Betriebe vereinbart und wie Umweltbelange auch einkommenswirksam werden können. Das ist der Fahrplan für die Landwirtschaft, statt Abstriche bei Umwelt- und Biodiversitätsschutz. 


Die Ampelregierung muss jetzt die langfristigen Perspektiven aufzeigen und kurzfristig mögliche Maßnahmen zur Unterstützung des Umbaus auf den Weg zu bringen. Bisher mangelte es am politischen Willen, die Empfehlung der Borchert-Kommission zur Tierwohlabgabe und die ZKL-Empfehlungen zur Zukunft der GAP, zu Pestizidalternativen und zur Marktgestaltung mit Leben zu füllen. Die Proteste zeigen aber: es braucht jetzt Veränderungen, die Bäuerinnen und Bauern nicht im Stich lassen. Insbesondere die Betriebe, die sich schon nachhaltiger aufgestellt haben, oder sich aufgrund der Vereinbarungen auf den Weg machen wollten, müssen jetzt unterstützt werden.”

 

Maria Michaelys, Mitglied im Vorstand der BUNDjugend: "Für eine gerechte Agrarwende braucht es finanzierbare Alternativen, für die Erzeugenden wie für die Verbrauchenden. Haus-halte mit geringen Einkommen und landwirtschaftliche Betriebe, die umweltschonend wirtschaf-ten, müssen vor Mehrbelastungen geschützt werden. Wir sehen die Politik in der Verantwortung, diese Gruppen nicht im Stich zu lassen. Um das zu schaffen, braucht es neben einer gerechteren Besteuerung von Vermögen und schädlichen Produkten auch eine Regulierung einseitiger Marktmacht, beispielsweise des Einzelhandels. Für eine klimagerechte Landwirtschaft müssen zudem künftig auch weniger Tiere besser gehalten werden. Damit das gelingt, brauchen die Betriebe ausreichende Unterstützung bei Investitionen und Umbau sowie faire Preise für ihre Produkte, die für Verbraucher*innen leicht erkennbar gekennzeichnet sind. Für diesen Umbau der Tierhaltung braucht es jetzt eine Zusage der Finanzierung.“


Hintergrund:
Für eine bäuerliche Landwirtschaft mit mehr Umwelt-, Tier- und Klimaschutz und gutes Essen für alle protestiert das "Wir haben es satt!"-Bündnis aus mehr als 60 Organisationen am 20. Januar in Berlin-Mitte. Seit 2011 gehen alljährlich zum Auftakt der "Grünen Woche" Zehntausende unter dem Motto "Wir haben es satt – Essen ist politisch!" auf die Straße.

 

Der BUND war Mitglied der Borchert-Kommission und ist weiterhin Teil der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL), und setzt sich dafür ein, die dort gemeinsam gefundenen Ergebnisse umzusetzen. Insbesondere macht sich der BUND für den Umbau der Tierhaltung und ein Ende der pauschalen Flächenzahlungen im Rahmen der Agrarförderung stark. Der BUND fordert außerdem eine konsequente Pestizidreduktionsstrategie und die Beibehaltung der Regulierung von Gentechnik.

 

Quelle. BUND

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Wer verdient den Rhöner Biosphärenpreis 2026?

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Gläserberg | Foto: Arnulf Müller

Mensch und Natur in ein nachhaltiges Miteinander bringen, um eine lebens-werte Zukunft für alle zu sichern – darum geht es in den mehr als 750 UNESCO-Biosphärenreservaten welt-weit - auch in der Rhön. Diese Idee umzusetzen, ist eine Gemeinschafts-aufgabe der gesamten Gesellschaft. Unzählige Rhönerinnen und Rhöner setzen sich in ganz besonderem Maße hierfür ein – beruflich und ehrenamtlich. Dieses Engagement wollen die Verwal-tungen des UNESCO-Biosphärenreser-vats mit einem Rhöner Biosphärenpreis würdigen, der regelmäßig alle drei Jahre ausgelobt wird – erstmalig im Jahr 2023. Wer hat den Biosphären-preis 2026 verdient? Rhönerinnen und Rhöner können auf der Homepage des Biosphärenreservats bis zum 31. März online Vorschläge einreichen.

Ehrenberg | Foto: Arnulf Müller

Digitales Blühbarometer 2026

Die Blüte der japanischen Zier-kirsche ab sofort online verfolgen

Kirschblüte | Foto: SSG Sandra Moritz

Der Anblick der blühenden Kirsch-bäume im Schlossgarten Schwetzingen ist für viele Gäste ein wahres Frühlings-Highlight. Um die Entwicklung bis zur vollen zartrosa-weißen Blüte nicht zu verpassen, können Interessierte den Stand ab sofort im digitalen „Blühbaro-meter“ live mitverfolgen – und zum richtigen Zeitpunkt die Blütenpracht bei einem Besuch im Schlossgarten bestaunen. Das Barometer mit den aktuellen Aufnahmen ist zu finden unter www.schloss-schwetzingen.de.

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Jagdmesse Dortmund

Neue Gutachten zum Ausschluss von Trophäenjagdangeboten

 

Tier- und Artenschützer fordern Vermarktungsstopp tier- und artenschutzwidriger Jagdreisen

Am 27. Januar startete Europas größte Jagdmesse JAGD & HUND. Über 90 Aussteller bieten dort Trophäenjagd auf Elefant, Nashorn, Löwe, Eisbär und viele weiteren Arten an. Dabei zeigen zwei neue Rechtsgutachten, dass ein Ausschluss tier- und artenschutz-widriger Messeangebote möglich ist.
21 Tier- und Artenschutzorganisationen fordern die Stadt auf, Anbieter von Trophäenjagdreisen endlich von der Messe zu verbannen. Pressemitteilung von Pro Wildlife vom 26. Januar 2026

Nationalpark Hainich

Das neue Veranstaltungsprogramm steht  im Zeichen des Jubiläums „15 Jahre Weltnaturerbe Buchenwälder“.

Mehr Infos zum Programm
260115_MITMACHEN.pdf
PDF-Dokument [234.0 KB]

Neue Veröffentlichung liefert Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmit-telindustrie. Der Konzernatlas beleuch-tet die Marktmacht der großen Konzer-ne vom Saatgut bis zum Supermarkt und zeigt auf, wie Politik und Bürger-*innen diese Macht begrenzen können - für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und nachhaltige Ernährung.

Die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzel-handel – und beeinflussen politische Entscheidungen.

Wildnisbroschüre
 
„Vielfältig. Vertikal. Wild“
 
(c) NP Berchtesgaden
 
Der Reichtum an Tieren, Pflanzen,

Pilzen oder Flechten und auch die Vielfalt an Lebensräumen im National-park Berchtesgaden ist enorm: Aktuelle Forschungen haben unter anderem 13.544 Pilzarten, 1.100 Gefäßpflanzen, 100 Vogelarten und 16 Reptilien- und Amphibienarten für das Gebiet des Nationalparks nachgewiesen.

 

Die neue, kostenfreie Wildnisbroschüre  zeigt ausgewählte Besonderheiten der Fauna und Flora des Nationalparks, gegliedert nach den vier Hauptlebens-räumen: Wasser, Wald, Offenland und Fels. Das Heft ist hier zu bestellen.

Internationaler Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2026“ 

Auf Entdeckungsreise in Europas Natur

„Gut gegähnt, Polarfuchs“ von Marcel Gerson, Siegerbild des EuroNatur-Fotowettbewerbs 2025.

Bereits zum 33. Mal laden die Natur-schutzstiftung EuroNatur und ihre Wett-bewerbspartner Hobby- und Profifoto-grafen dazu ein, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Europas sowie die schön-sten Landschaften des Kontinents in eindrucksvollen Bildern einzufangen.

„Gipfelstürmer“ von Melanie Weber, 9. Platz im diesjährigen Fotowettbewerb.

Eine Fachjury kürt die ausdrucksstärk-sten Motive. Die besten Aufnahmen zieren den EuroNatur-Wandkalender

und werden mit Geldpreisen prämiert. Die Gewinnerfotos werden zudem im EuroNatur-Magazin und in der Zeit-schrift „natur" sowie auf den Internet-seiten der Veranstalter veröffentlicht. 

Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Nähere Informationen zum Wettbewerb sind hier zu finden.

Georg Bayerle
Der Alpen Appell

Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen

Der Alpenkenner, Filmemacher und Journalist Georg Bayerle beobachtet die exzessive Erschließung und Ver-marktung der Bergwelt seit mehreren Jahrzehnten, privat wie beruflich. In seiner Streitschrift analysiert er scho-nungslos den Zustand eines immer fragiler werdenden Ökosystems, hinter-fragt die auf reiner Ausbeutung basie-rende Alpenökonomie – und er zeigt Wege für die Zukunft auf, wie wir das großartige Gebirge inmitten des Kon-tinents doch vor uns retten können.

Ein Plädoyer zum Schutze eines unersetzlichen Lebens- und Erholungs-raumes vor unserer Haustüre!

160 Seiten, Zweifarbdruck, 16 Fotos; 11,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur; Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025; ISBN 978-3-7022-4260-2, € 20,-
Auch als E-Book erhältlich,
ISBN 978-3-7022-4290-9, € 16,99

Nachhaltig erleben, staunen und mitmachen!

© NNL

Die Broschüre lädt dazu ein, Deutsch-lands Naturparadiese zu entdecken. Auf 28 Seiten bündelt sie nachhaltige Naturerlebnis-Angebote in Nationalpar-ken, Naturparken und Biosphärenreser-vaten. Neben Inspiration für Ausflüge und Urlaubsreisen bietet die Broschüre auch Möglichkeiten zum Mitmachen: Ob im Programm „Ehrensache Natur“, als Fördermitglied oder durch einen Spendenbeitrag – jedes Engagement für eine intakte Natur, ein gesundes Klima und den Erhalt der biologischen Vielfalt ist willkommen. [>>>mehr]

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Ausstellung

Grafik: VISUAL SPACE AGENCY & STUDIO BENS

 

Natur und deutsche Geschichte

Glaube – Biologie – Macht

 

Neue Ausstellung
bis zum 07. Juni 2026 im
Deutschen Historischen Museum

Was ist gemeint, wenn von „Natur“ die Rede ist? Auf diese Frage sind in der deutschen Geschichte sehr unter-schiedliche Antworten gegeben worden. Regierungen sowie religiöse und politi-sche Bewegungen haben den Begriff der Natur definiert – und für sich bean-sprucht. In einer neuen Ausstellung zeigt das Deutsche Historische Mu-seum, wie unterschiedlich „Natur“ zu verschiedenen Zeiten im Spannungs-feld von Glaube, Biologie und Macht verstanden und politisch eingesetzt wurde. Der schillernde und vielseitige Begriff der „Natur“ wird in seiner histori-schen Breite und Tiefe ausgelotet.

 

Begleitend zur Ausstellung lädt das Museum von März bis Mai 2026 zur neuen Veranstaltungsreihe „DHM außer Haus“ ein:

Sonntag, 29. März 2026, 14.00 Uhr

beim „Kartoffelkönig“ in Potsdam, mit Dorlis Blume und Antonia Humm

Sonntag, 19. April 2026, 14.00 Uhr

bei den Überresten der NS-Autobahn bei Gräfendorf, mit Martin Baumert und Nils Franke

Sonntag, 10. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei der Bergbaufolgelandschaft am Senftenberger See, mit Martin Baumert und Elke Löwe

Sonntag, 31. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei den Weinbauern der Anti-Atomkraftproteste in Wyhl, mit Bernd Nössler und Julia Voss

 

Mehr Informationen beim DHM

NATUR Online  Kolumne

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AKTUELLER  BEITRAG

Burgenbaumeister im Anmarsch

WEITERE THEMEN

Ohne Wasser geht es nicht

Es gibt kaum noch Dunkelheit

Ein Plädoyer für den Maulwurf

Kein Torf in den Topf

Steine blühen nicht


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NATUR Online   Tipp

Der neue Podcast der Deutschen Umwelthilfe (DUH) , der Natur-schutz zum Erlebnis macht

Veranstaltung 2026

Grenzenlos wandern

Der 123. Deutsche Wandertag findet vom 24. bis 27. September 2026 unter dem Motto „bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge“ in Oberwiesenthal statt. Erstmals wird das traditionsreiche Großereignis eng mit der internationalen EURORANDO verknüpft, die bereits ab dem 20. September Wanderfreundinnen und -freunde aus ganz Europa ins deutsche und tschechische Erzgebirge führt.

Wer sich für den Deutschen Wandertag interessiert, findet nicht nur ein Wan-derfest, sondern auch eine Plattform für Vernetzung, Ehrenamt und Nachhaltig-keit. Der DWV lädt Vereine und andere Unterstützer ein, sich einzubringen und das Ereignis aktiv mitzugestalten.

www.wanderverband.de

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Horizons Séranne bietet sanften Touris-mus, der Treffen und Austausch schafft und zu lebendigen Diskussionen über Europa und seine politischen Inhalte beiträgt. Die Bildungsangebote richten sich an Interes-sierte, die das europäische Natur- und Kulturerbe verstehen und die fremde Land-schaften bereisen wollen. www.seranne.de

 

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Aktualisiert am 17. März 2026

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