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13. März 2026 | Klimaschutzprogramm

 

Bundesregierung muss beim Klimaschutz liefern
 

BUND fordert vor Koalitionsausschuss Kurskorrektur

 

  • Koalition in der Verantwortung für Klima- und Mieterschutz beim Heizen
  • Klimaschutzprogramm der Merz-Regierung muss Unabhängigkeit von fossilen Importen stärken
  • UBA-Emissionsdaten belegen die notwendige Kurskorrektur und könnten Handlungsbedarf beim Klimaschutz unterschätzen

 

Berlin. Am 11.3. tagte der Koalitionsausschuss der Bundesregierung, um unter anderem über das anstehende Klimaschutzprogramm der Regierung Merz zu beraten. Hierbei braucht es wirksame Maßnahmen, insbesondere in den Bereichen Gebäude und Verkehr. Auch die für Samstag, 14.3. angekündigten Veröffentlichung der Emissionszahlen für 2025 und die Projektionen bis 2040 durch das Umweltbundesamt (UBA) werden deutlich machen, dass der fossile Kurs der Bundesregierung falsch ist. Sie unterschätzen jedoch den Handlungsbedarf, wenn aktuelle Pläne wie das geplante Festhalten an Gas- und Ölheizungen noch nicht abgebildet werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert eine ehrliche Benennung der Klimaschutz-Lücke und ein wirksames Programm, um sie rechtssicher zu schließen.

Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim BUND: „Die Bundesregierung ist gesetzlich zum Klimaschutz verpflichtet. Sowohl beim Austausch von fossilen Heizungen als auch bei Pkw mit Verbrennungsmotoren, plant die Koalition zentrale Vorgaben zu kippen. Wirtschaftsministerin Reiche droht nun auch noch den Erneuerbaren-Ausbau zu sabotieren. Damit vergrößert die Bundesregierung die ohnehin schon klaffenden Lücken beim Erreichen der Klimaziele. Wenn die Regierung die wirksamsten Maßnahmen rasiert muss sie Alternativen vorlegen. Das ist bisher nicht absehbar.“

 

Aus Sicht des BUND handelt die Bundesregierung beim Klimaschutz rückwärtsgewandt. Es fehlen neue Ideen und Mut, um den Standort Deutschland zukunftsfest aufzustellen.

 

Graichen: „Die Bundesregierung riskiert sehenden Auges nicht nur die Klimaziele und damit hohe Kosten auf allen Ebenen. Sie setzt auch die wirtschaftliche Zukunft ganzer Branchen aufs Spiel, wenn sie auf ein fossiles Weiter-so setzt. Hier fordern wir Mut für Veränderungen, noch ist es nicht zu spät.“

 

Damit Deutschland die national und international verbindlichen Klimaziele erreicht und Menschen vor steigenden Energierechnungen schützt, ist ein wirksames, sozialverträgliches und rechtssicheres Klimaschutzprogramm unerlässlich. Mit Klein-Klein kommt diese Koalition nicht mehr zum Klimaziel.

 

Graichen: „Ein Klimaschutzprogramm, das den Namen verdient, sichert unser aller Zukunft. Ein ambitioniertes Programm sorgt dafür, dass Deutschland auch auf den Zukunftsmärkten mit Produkten wie E-Autos oder Wärmepumpen eine Rolle spielen kann. Auch die Unabhängigkeit von teuren, unsicheren und klimaschädlichen fossilen Energien wird mit Blick auf die Weltlage immer wichtiger. Erneuerbare Energien sorgen für stabile, bezahlbare Energiepreise. Jetzt braucht es unter anderem Sonderausschreibungen für Windkraft und Reformen bei Dienstwagenbesteuerung und Kfz-Steuer.“

 

Einen dringenden Auftrag sieht Graichen für den Koalitionsausschuss beim Thema Heizen und kritisiert, dass die Plane zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) die Menschen in die Heizkostenfalle treibt und die Abhängigkeit von fossilen Importen zementiert.

 

Graichen: „Die geplante Abschaffung von Vorgaben zum klimafreundlichen Heizen stellt das Klima ins Abseits und treibt vor allem Mieter*innen in die Heizkostenfalle. Wir erwarten, dass die Regierung sich korrigiert. Der Austausch von Gas- und Ölheizungen darf kein Privileg von Besserverdienenden und Eigenheimbesitzer*innen sein.“

 

Im Zusammenhang mit den am Wochenende zur Veröffentlichung anstehenden Emissionsdaten 2025 des Umweltbundesamtes sorgt sich der BUND, dass die aktuellen Rückschritte noch nicht abgebildet werden konnten und der Handlungsbedarf damit unterschätzt wird.

 

Graichen: „Die Emissionszahlen in den Sorgenbereichen Gebäude und Verkehr zeigen seit Jahren deutlich, dass es hier kaum Bewegung gibt. Und das ist auch nicht verwunderlich, es werden kaum wirksame Maßnahmen umgesetzt. Auch zeigt sich, dass der Sektor Landnutzung zu einer Quelle von Treibhausgasen geworden ist, anstatt sie, wie in den Klimazielen vorgesehen, etwa in Wäldern zu speichern. Die Regierung wird das Problem noch drastisch vergrößern, wenn sie jetzt die Vorgaben zum klimafreundlichen Heizen kassiert, CO2-Flottengrenzwerte für Pkw abschwächt und den Ausbau erneuerbarer Energien bremst. Die Bundesregierung muss für das Klimaschutzprogramm die Datengrundlage anpassen, die Rückschritte ihrer politischen Beschlüsse einpreisen und Maßnahmen vorlegen, mit denen die Lücken wirksam geschlossen werden. Sonst legt sie ein Programm vor, das schon bei Verabschiedung obsolet ist. Denn ihr gesetzlicher Auftrag ist das sichere Erreichen der Klimaziele 2030 und 2040.“

 

Hintergrund:

Die Bundesregierung ist durch das Klimaschutzgesetz (§9 KSG) verpflichtet, spätestens ein Jahr nach Amtsübernahme ein Klimaschutzprogramm vorzulegen, das Deutschland sicher auf Klimakurs bringt. Erstmals muss dabei neben dem Zwischenziel 2030 auch das Jahr 2040 in den Blick genommen werden. Am 25. März endet die gesetzliche Frist zur Verabschiedung des Klimaschutzprogramms.

 

Der Projektionsbericht des Umweltbundesamtes aus 2025 ging bereits auf der Grundlage damals geltender Rahmenbedingungen, wie dem aktuellen Gebäudeenergiegesetz davon aus, dass die europäischen Vorgaben zur Emissionsminderung im Gebäude- und Verkehrsbereich bis 2030 und die gesetzlichen Klimaziele über alle Sektoren hinweg bis 2040 deutlich verfehlt werden. Laut dieser Projektionen und der Einschätzung des Expertenrats für Klimafragen ist bisher nicht abzusehen, dass die Emissionen ausreichend schnell sinken.

 

Laut Berechnungen des Öko-Instituts würden allein die von Union und SPD geplanten Änderungen im Gebäudeenergiegesetz dazu führen, dass sich die schon heute bestehende Lücke von 25 Megatonnen Treibhausgasen im Jahr 2030 um fünf bis acht Megatonnen und im Jahr 2040 um 14 bis 22 Megatonnen vergrößern würde. Die Summe der Jahresemissionen bis 2040 würde um 108 bis 172 Megatonnen steigen und damit vom verbindlich vorgegebenen Emissionsbudget noch weiter abweichen.

 

Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V.

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Wer verdient den Rhöner Biosphärenpreis 2026?

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Ehrenberg | Foto: Arnulf Müller

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Jagdmesse Dortmund

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Tier- und Artenschützer fordern Vermarktungsstopp tier- und artenschutzwidriger Jagdreisen

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21 Tier- und Artenschutzorganisationen fordern die Stadt auf, Anbieter von Trophäenjagdreisen endlich von der Messe zu verbannen. Pressemitteilung von Pro Wildlife vom 26. Januar 2026

Nationalpark Hainich

Das neue Veranstaltungsprogramm steht  im Zeichen des Jubiläums „15 Jahre Weltnaturerbe Buchenwälder“.

Mehr Infos zum Programm
260115_MITMACHEN.pdf
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38. Deutscher Naturschutztag
„NATUR  MENSCH  ZUKUNFT“
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Informieren - Vernetzen - Mitgestalten!

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Der größte Naturschutzkongress Deutschlands erwartet Sie mit:

einem umfassenden Fachprogramm mit über 150 Experten*innen, einer spannenden Eröffnungsveranstaltung,

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dem Berufsfeldforum Naturschutz,

Exkursionen in Berlin und Branden-burger Umland, der "Langen Nacht des Naturschutzes" und ein vielfältiges Begleitprogramm. Seien Sie in Berlin dabei, wir freuen uns auf Sie!

Neue Veröffentlichung liefert Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmit-telindustrie. Der Konzernatlas beleuch-tet die Marktmacht der großen Konzer-ne vom Saatgut bis zum Supermarkt und zeigt auf, wie Politik und Bürger-*innen diese Macht begrenzen können - für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und nachhaltige Ernährung.

Die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzel-handel – und beeinflussen politische Entscheidungen.

Wildnisbroschüre
 
„Vielfältig. Vertikal. Wild“
 
(c) NP Berchtesgaden
 
Der Reichtum an Tieren, Pflanzen,

Pilzen oder Flechten und auch die Vielfalt an Lebensräumen im National-park Berchtesgaden ist enorm: Aktuelle Forschungen haben unter anderem 13.544 Pilzarten, 1.100 Gefäßpflanzen, 100 Vogelarten und 16 Reptilien- und Amphibienarten für das Gebiet des Nationalparks nachgewiesen.

 

Die neue, kostenfreie Wildnisbroschüre  zeigt ausgewählte Besonderheiten der Fauna und Flora des Nationalparks, gegliedert nach den vier Hauptlebens-räumen: Wasser, Wald, Offenland und Fels. Das Heft ist hier zu bestellen.

Internationaler Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2026“ 

Auf Entdeckungsreise in Europas Natur

„Gut gegähnt, Polarfuchs“ von Marcel Gerson, Siegerbild des EuroNatur-Fotowettbewerbs 2025.

Bereits zum 33. Mal laden die Natur-schutzstiftung EuroNatur und ihre Wett-bewerbspartner Hobby- und Profifoto-grafen dazu ein, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Europas sowie die schön-sten Landschaften des Kontinents in eindrucksvollen Bildern einzufangen.

„Gipfelstürmer“ von Melanie Weber, 9. Platz im diesjährigen Fotowettbewerb.

Eine Fachjury kürt die ausdrucksstärk-sten Motive. Die besten Aufnahmen zieren den EuroNatur-Wandkalender

und werden mit Geldpreisen prämiert. Die Gewinnerfotos werden zudem im EuroNatur-Magazin und in der Zeit-schrift „natur" sowie auf den Internet-seiten der Veranstalter veröffentlicht. 

Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Nähere Informationen zum Wettbewerb sind hier zu finden.

Georg Bayerle
Der Alpen Appell

Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen

Der Alpenkenner, Filmemacher und Journalist Georg Bayerle beobachtet die exzessive Erschließung und Ver-marktung der Bergwelt seit mehreren Jahrzehnten, privat wie beruflich. In seiner Streitschrift analysiert er scho-nungslos den Zustand eines immer fragiler werdenden Ökosystems, hinter-fragt die auf reiner Ausbeutung basie-rende Alpenökonomie – und er zeigt Wege für die Zukunft auf, wie wir das großartige Gebirge inmitten des Kon-tinents doch vor uns retten können.

Ein Plädoyer zum Schutze eines unersetzlichen Lebens- und Erholungs-raumes vor unserer Haustüre!

160 Seiten, Zweifarbdruck, 16 Fotos; 11,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur; Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025; ISBN 978-3-7022-4260-2, € 20,-
Auch als E-Book erhältlich,
ISBN 978-3-7022-4290-9, € 16,99

Nachhaltig erleben, staunen und mitmachen!

© NNL

Die Broschüre lädt dazu ein, Deutsch-lands Naturparadiese zu entdecken. Auf 28 Seiten bündelt sie nachhaltige Naturerlebnis-Angebote in Nationalpar-ken, Naturparken und Biosphärenreser-vaten. Neben Inspiration für Ausflüge und Urlaubsreisen bietet die Broschüre auch Möglichkeiten zum Mitmachen: Ob im Programm „Ehrensache Natur“, als Fördermitglied oder durch einen Spendenbeitrag – jedes Engagement für eine intakte Natur, ein gesundes Klima und den Erhalt der biologischen Vielfalt ist willkommen. [>>>mehr]

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Südafrika im Mai 2025

Massenvergiftung Weißrückengeier

Ein besonderer Bericht von ELISABETH ZOJA

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Ausstellung

Grafik: VISUAL SPACE AGENCY & STUDIO BENS

 

Natur und deutsche Geschichte

Glaube – Biologie – Macht

 

Neue Ausstellung
bis zum 07. Juni 2026 im
Deutschen Historischen Museum

Was ist gemeint, wenn von „Natur“ die Rede ist? Auf diese Frage sind in der deutschen Geschichte sehr unter-schiedliche Antworten gegeben worden. Regierungen sowie religiöse und politi-sche Bewegungen haben den Begriff der Natur definiert – und für sich bean-sprucht. In einer neuen Ausstellung zeigt das Deutsche Historische Mu-seum, wie unterschiedlich „Natur“ zu verschiedenen Zeiten im Spannungs-feld von Glaube, Biologie und Macht verstanden und politisch eingesetzt wurde. Der schillernde und vielseitige Begriff der „Natur“ wird in seiner histori-schen Breite und Tiefe ausgelotet.

 

Begleitend zur Ausstellung lädt das Museum von März bis Mai 2026 zur neuen Veranstaltungsreihe „DHM außer Haus“ ein:

Sonntag, 29. März 2026, 14.00 Uhr

beim „Kartoffelkönig“ in Potsdam, mit Dorlis Blume und Antonia Humm

Sonntag, 19. April 2026, 14.00 Uhr

bei den Überresten der NS-Autobahn bei Gräfendorf, mit Martin Baumert und Nils Franke

Sonntag, 10. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei der Bergbaufolgelandschaft am Senftenberger See, mit Martin Baumert und Elke Löwe

Sonntag, 31. Mai 2026, 14.00 Uhr

bei den Weinbauern der Anti-Atomkraftproteste in Wyhl, mit Bernd Nössler und Julia Voss

 

Mehr Informationen beim DHM

NATUR Online  Kolumne

Beiträge zu Nachhaltigkeitsthemen

aus der Redaktion

AKTUELLER  BEITRAG

Burgenbaumeister im Anmarsch

WEITERE THEMEN

Ohne Wasser geht es nicht

Es gibt kaum noch Dunkelheit

Ein Plädoyer für den Maulwurf

Kein Torf in den Topf

Steine blühen nicht


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NATUR Online   Tipp

Der neue Podcast der Deutschen Umwelthilfe (DUH) , der Natur-schutz zum Erlebnis macht

Veranstaltung 2026

Grenzenlos wandern

Der 123. Deutsche Wandertag findet vom 24. bis 27. September 2026 unter dem Motto „bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge“ in Oberwiesenthal statt. Erstmals wird das traditionsreiche Großereignis eng mit der internationalen EURORANDO verknüpft, die bereits ab dem 20. September Wanderfreundinnen und -freunde aus ganz Europa ins deutsche und tschechische Erzgebirge führt.

Wer sich für den Deutschen Wandertag interessiert, findet nicht nur ein Wan-derfest, sondern auch eine Plattform für Vernetzung, Ehrenamt und Nachhaltig-keit. Der DWV lädt Vereine und andere Unterstützer ein, sich einzubringen und das Ereignis aktiv mitzugestalten.

www.wanderverband.de

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Horizons Séranne bietet sanften Touris-mus, der Treffen und Austausch schafft und zu lebendigen Diskussionen über Europa und seine politischen Inhalte beiträgt. Die Bildungsangebote richten sich an Interes-sierte, die das europäische Natur- und Kulturerbe verstehen und die fremde Land-schaften bereisen wollen. www.seranne.de

 

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