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10. Dezember 2024 

 

Jugenddelegierte nach COP29 alarmiert: Unzureichende Ergebnisse und dringender Handlungsbedarf der Industrienationen

 

Nach den enttäuschenden Ergebnissen der Internationalen Klimakonferenz COP29 in Baku zeigen sich die Jugenddelegierten der unabhängigen Arbeitsgruppe „Jugend und Klimaaußen-politik“ besorgt. Mit Blick auf die anstehenden Bundestagswahlen fordern sie in der deutschen Klimaaußenpolitik verlässliche Zusagen zur internationalen Klimafinanzierung.

 

Die drei Jugenddelegierten Michelle Benzing, Sara Grambs und Mahmoud Haji bewerten das Ergebnis der COP29 als unzureichend angesichts der Lage der von der Klimakrise am meisten betroffenen Staaten. Diese hatten ein Klimafinanzierungsziel von 1,3 Billionen US-Dollar jährlich gefordert.

 

 „Die ‚Finanz-COP‘ in Baku ist mit einem Ziel von 300 Milliarden US-Dollar pro Jahr ab 2035 zu Ende gegangen – ein Ergebnis, das den aktuellen sowie zukünftigen Bedarfen nicht ansatzweise gerecht wird und damit Klimagerechtigkeit aktiv unterminiert. Wir befinden uns in einer Krise – jedoch wurde die von den am meisten betroffenen Staaten beschriebene Dringlichkeit und Notwendigkeit von adäquater Finanzierung zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels nicht in ein ambitioniertes Ziel übersetzt. Auch wichtige qualitative Aspekte wie etwa der verbesserte direkte Zugang für marginalisierte Gemeinschaften, gendergerechte und menschenrechtsbasierte Finanzierung finden in dem Beschluss keine Beachtung“, kritisiert Jugenddelegierte Michelle Benzing.

 

Die Delegierten äußern zudem Kritik am mangelnden Engagement der internationalen Gemein-schaft im Bereich Loss and Damage: „Die Dringlichkeit fortschrittlicher Klimaaußenpolitik war noch nie so greifbar wie auf der COP29. Für die Menschen, die am stärksten von der Klimakrise betroffen sind, geht es nicht um geopolitische Machtspiele, sondern um das Überleben – es ist ein Kampf zwischen Leben und Tod. Die internationale Gemeinschaft, allen voran Industrienationen wie Deutschland, darf sich dieser Verantwortung nicht länger entziehen“, betont Sara Grambs.„Deutschland muss jetzt beweisen, dass es mit konkreten Maßnahmen und echter Solidarität die Perspektiven der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt. Nur so können multilaterale Klimaprozesse wie die COPs zu den dringend notwendigen Ergebnissen führen und neues Vertrauen schaffen.“

 

Mit Blick auf die Bundestagswahlen heben die Jugenddelegierten die Dringlichkeit einer angemessenen Klimapolitik hervor: „Die vorgezogenen Bundestagswahlen dürfen keinen Raum für Rückschritte in der Klimapolitik bieten. Stattdessen muss die nächste Bundesregierung die nötige Initiative ergreifen, die deutsche Klimapolitik auf den Pfad des Pariser Abkommens und des 1,5-Grad-Ziels zu bringen. Solidarische Maßnahmen im Inland, ambitionierte Ziele im Hinblick auf den national festgelegten Beitrag (NDC) der EU und handfeste Beiträge auf internationaler Ebene sind essentiell, um die am stärksten von der Klimakrise Betroffenen wirksam zu unterstützen. Die nächste deutsche Regierung muss ihrer Verantwortung gerecht werden und durch glaubwürdiges Handeln eine Vorreiterrolle einnehmen“.

 

Die Jugenddelegierten brachten auf der COP29 die Stimme der Jugend ein, um für Klimage-rechtigkeit zu kämpfen. Sie nahmen beratend an den täglichen Besprechungen des deutschen Verhandlungsteams teil und setzten sich aktiv für die Vernetzung junger Menschen weltweit ein. Sie waren Teil der deutschen Delegation, vertreten nach außen aber weder die Delegation noch die Bundesregierung. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von den Protesten der Zivilgesell-schaft, die die Entscheidungsträger*innen immer wieder daran erinnerten, für wirksamen Klimaschutz und Gerechtigkeit einzutreten.

 

Hintergrund der Arbeitsgruppe „Jugend und Klimaaußenpolitik“

 

In der Arbeitsgruppe „Jugend und Klimaaußenpolitik“ setzen sich 15 engagierte junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren aktiv mit den drängenden Fragen der Klimaaußenpolitik auseinander. Sie entwickeln fundierte Positionen, um die Perspektiven junger Menschen frühzeitig und regelmäßig in die Klimaaußenpolitik einzubinden. Diese vertritt die Arbeitsgruppe auf Klimakonferenzen, im Kontakt mit dem Auswärtigen Amt (AA) und anderen Ministerien sowie in Gesprächen mit Vertreter*innen aus Politik und Zivilgesellschaft. Eine besondere Rolle spielen drei Jugenddelegierte, die als Teil der deutschen Delegation an der UN-Weltklimakonferenz COP29 in Baku, Aserbaidschan, teilnehmen und direkt in die internationalen Verhandlungen eingebunden sind.


Die Arbeitsgruppe „Jugend und Klimaaußenpolitik“ wird durch das Auswärtige Amt gefördert und von der BUNDjugend koordiniert.

 

 

Quelle: Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Tagungen

Naturschutzakademie Hessen in Wetzlar

 

10. Februar 2026 (Di)  

Feldhamsterschutz 

Anmeldeschluss: 02.02.2026

 

28 .Februar 2026  (Sa)                          

Das Rebhuhn - Vogel des Jahres 

Anmeldeschluss: 20.02.2026

Programm & Anmeldung
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Programm & Anmeldung
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38. Deutscher Naturschutztag
„NATUR  MENSCH  ZUKUNFT“
10. März bis 14. März 2026,

Freie Universität Berlin

 

Informieren - Vernetzen - Mitgestalten!

Der 38. Deutsche Naturschutztag (DNT) stellt die vielfältigen Beziehun-gen zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt und bietet Gelegenheit für eine aktuelle Standortbestimmung.

Erleben Sie Expertise und Beteili-gung zu topaktuellen Naturschutz-themen mit Fachleuten, Engagierten und Naturschutzbegeisterten aus ganz Deutschland! Themen sind u.a. die Zukunftsfähigkeit heutiger Instrumente und Strategien, aktuelle rechtliche Vor-gaben, Naturschutz auf Landschafts-ebene, Kommunikation und Bildung, Transformation von Naturschutz und Gesellschaft, Stadtnaturschutz, inno-vative Ansätze im Monitoring und in der Finanzierung von Naturschutzmaß-nahmen und viele mehr.

Der größte Naturschutzkongress Deutschlands erwartet Sie mit:

einem umfassenden Fachprogramm mit über 150 Experten*innen, einer spannenden Eröffnungsveranstaltung,

Mitgestaltung in Barcamps, Worldcafé und Fishbowl, einer Fach-Ausstellung,

dem Berufsfeldforum Naturschutz,

Exkursionen in Berlin und Branden-burger Umland, der "Langen Nacht des Naturschutzes" und ein vielfältiges Begleitprogramm. Seien Sie in Berlin dabei, wir freuen uns auf Sie!

Neue Veröffentlichung

Neue Veröffentlichung liefert Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmit-telindustrie. Der Konzernatlas beleuch-tet die Marktmacht der großen Konzer-ne vom Saatgut bis zum Supermarkt und zeigt auf, wie Politik und Bürger-*innen diese Macht begrenzen können - für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und nachhaltige Ernährung.

Die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzel-handel – und beeinflussen politische Entscheidungen.

Neue Wildnisbroschüre
 
„Vielfältig. Vertikal. Wild“
 
(c) NP Berchtesgaden
 
Der Reichtum an Tieren, Pflanzen,

Pilzen oder Flechten und auch die Vielfalt an Lebensräumen im National-park Berchtesgaden ist enorm: Aktuelle Forschungen haben unter anderem 13.544 Pilzarten, 1.100 Gefäßpflanzen, 100 Vogelarten und 16 Reptilien- und Amphibienarten für das Gebiet des Nationalparks nachgewiesen.

 

Die neue, kostenfreie Wildnisbroschüre  zeigt ausgewählte Besonderheiten der Fauna und Flora des Nationalparks, gegliedert nach den vier Hauptlebens-räumen: Wasser, Wald, Offenland und Fels. Das Heft ist hier zu bestellen.

Internationaler Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2026“ 

Auf Entdeckungsreise in Europas Natur

„Gut gegähnt, Polarfuchs“ von Marcel Gerson, Siegerbild des EuroNatur-Fotowettbewerbs 2025.

Bereits zum 33. Mal laden die Natur-schutzstiftung EuroNatur und ihre Wett-bewerbspartner Hobby- und Profifoto-grafen dazu ein, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Europas sowie die schön-sten Landschaften des Kontinents in eindrucksvollen Bildern einzufangen.

„Gipfelstürmer“ von Melanie Weber, 9. Platz im diesjährigen Fotowettbewerb.

Eine Fachjury kürt die ausdrucksstärk-sten Motive. Die besten Aufnahmen zieren den EuroNatur-Wandkalender

und werden mit Geldpreisen prämiert. Die Gewinnerfotos werden zudem im EuroNatur-Magazin und in der Zeit-schrift „natur" sowie auf den Internet-seiten der Veranstalter veröffentlicht. 

Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Nähere Informationen zum Wettbewerb sind hier zu finden.

Neues Buch

Georg Bayerle
Der Alpen Appell

Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen

Der Alpenkenner, Filmemacher und Journalist Georg Bayerle beobachtet die exzessive Erschließung und Ver-marktung der Bergwelt seit mehreren Jahrzehnten, privat wie beruflich. In seiner Streitschrift analysiert er scho-nungslos den Zustand eines immer fragiler werdenden Ökosystems, hinter-fragt die auf reiner Ausbeutung basie-rende Alpenökonomie – und er zeigt Wege für die Zukunft auf, wie wir das großartige Gebirge inmitten des Kon-tinents doch vor uns retten können.

Ein Plädoyer zum Schutze eines unersetzlichen Lebens- und Erholungs-raumes vor unserer Haustüre!

160 Seiten, Zweifarbdruck, 16 Fotos; 11,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur; Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025; ISBN 978-3-7022-4260-2, € 20,-
Auch als E-Book erhältlich,
ISBN 978-3-7022-4290-9, € 16,99

Neue Reisebroschüre 

Nachhaltig erleben, staunen und mitmachen!

© NNL

Die Broschüre lädt dazu ein, Deutsch-lands Naturparadiese zu entdecken. Auf 28 Seiten bündelt sie nachhaltige Naturerlebnis-Angebote in Nationalpar-ken, Naturparken und Biosphärenreser-vaten. Neben Inspiration für Ausflüge und Urlaubsreisen bietet die Broschüre auch Möglichkeiten zum Mitmachen: Ob im Programm „Ehrensache Natur“, als Fördermitglied oder durch einen Spendenbeitrag – jedes Engagement für eine intakte Natur, ein gesundes Klima und den Erhalt der biologischen Vielfalt ist willkommen. [>>>mehr]

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Copyright: Moholoholo Wildlife Rehabilitation Center

Südafrika im Mai 2025

Massenvergiftung Weißrückengeier

Ein besonderer Bericht von ELISABETH ZOJA

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Ausstellung

Grafik: VISUAL SPACE AGENCY & STUDIO BENS

 

Natur und deutsche Geschichte

Glaube – Biologie – Macht

 

Neue Ausstellung
ab dem 14. November 2025 im
Deutschen Historischen Museum

Was ist gemeint, wenn von „Natur“ die Rede ist? Auf diese Frage sind in der deutschen Geschichte sehr unter-schiedliche Antworten gegeben worden. Regierungen sowie religiöse und politi-sche Bewegungen haben den Begriff der Natur definiert – und für sich bean-sprucht. In einer neuen Ausstellung zeigt das Deutsche Historische Mu-seum, wie unterschiedlich „Natur“ zu verschiedenen Zeiten im Spannungs-feld von Glaube, Biologie und Macht verstanden und politisch eingesetzt wurde. Der schillernde und vielseitige Begriff der „Natur“ wird in seiner histori-schen Breite und Tiefe ausgelotet.

Mehr Informationen beim DHM

NATUR Online  Kolumne

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AKTUELLER  BEITRAG

Burgenbaumeister im Anmarsch

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Ein Plädoyer für den Maulwurf

Kein Torf in den Topf

Steine blühen nicht


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NATUR Online   Tipp

Der neue Podcast der Deutschen Umwelthilfe (DUH) , der Natur-schutz zum Erlebnis macht

Veranstaltung 2026

Grenzenlos wandern

Der 123. Deutsche Wandertag findet vom 24. bis 27. September 2026 unter dem Motto „bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge“ in Oberwiesenthal statt. Erstmals wird das traditionsreiche Großereignis eng mit der internationalen EURORANDO verknüpft, die bereits ab dem 20. September Wanderfreundinnen und -freunde aus ganz Europa ins deutsche und tschechische Erzgebirge führt.

Wer sich für den Deutschen Wandertag interessiert, findet nicht nur ein Wan-derfest, sondern auch eine Plattform für Vernetzung, Ehrenamt und Nachhaltig-keit. Der DWV lädt Vereine und andere Unterstützer ein, sich einzubringen und das Ereignis aktiv mitzugestalten.

www.wanderverband.de

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