02. März 2026 | Negativpreis
„Die rostige Heizung 2026“: BUND verleiht Negativpreis
Bundeswirtschaftsministerin Reiche ausgezeichnet
Berlin. Nach der Einigung zu den Eckpunkten zum Gebäudemodernisierungsgesetz hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) symbolisch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den Negativpreis „Die rostige Heizung 2026“ verliehen. Das Gebäudemodernisierungsgesetz, das nun von Reiches Ministerium federführend erarbeitet wird, ist eine gefährliche Mogelpackung: Es klingt zwar nach warmen Wohnungen und Zukunft, sabotiert aber den Klimaschutz und treibt die Heizkosten in die Höhe.
Julius Neu, BUND-Experte für Energie- und Klimapolitik: „Mit dem, was die Bundesregierung plant, geht es zurück in die Vergangenheit. Klimaschädliche Öl- und Gasheizungen sollen einfach weiter eingebaut werden. Deshalb verleihen wir Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ‚Die rostige Heizung 2026‘ für besonders dreiste Lobbypolitik.“
Pläne führen Menschen in Heizkostenfalle
Der BUND sagt „Nein“ zu diesem Geschenk an die Gaswirtschaft und zum Frontalangriff auf den Klimaschutz bei Gebäuden. Dreckigem Erdgas sollen teure Brennstoffe wie Biomethan oder Wasserstoff beigemischt werden. Diese sind ineffizient, teuer und stehen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung. Das führt Menschen in die Heizkostenfalle und untergräbt die Klimapolitik.
Anstatt den Einbau von klimaschädlichen Öl- und Gasheizungen weiter zu erlauben, sollte die Bundesregierung Klimaschutz und eine soziale Wärmewende in den Mittelpunkt ihrer Energiepolitik stellen. Der BUND hat deshalb einen Eil-Appell gestartet. Bürgerinnen und Bürger können damit Katherina Reiche, den Bundeskanzler und andere relevante Minister*innen auffordern, ihren sozial- und klimapolitisch unverantwortlichen Kurs zu korrigieren. Seit gestern haben bereits über 11.000 Menschen unterschrieben.
Appell an die Bundesregierung:
Hintergrund:
Mit den längst überfälligen Eckpunkten vom 24. Februar 2026 stellt die Bundesregierung dar, was bei der Umwandlung des Gebäudeenergiegesetzes in ein „Gebäudemodernisierungsgesetz“ gelten soll. Der
BUND legt in seiner Kurzanalyse zu den Eckpunkten des Gesetz dar, warum die Pläne der Bundesregierung die Erreichung Klimaziele im Gebäudebereich unmöglich machen und Verbraucher*innen in
die Kostenfalle laufen lassen.
Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e. V.
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