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26. Mai 2025

 

Gegen die Trockenheit: Intelligente Zisternen für die Schwammstadt

 

Osnabrück. Durch den Klimawandel nehmen die Trockenperioden weiter zu. Das Frühjahr 2025 war eines der trockensten seit Beginn der Messungen. Daher ist es essenziell, die knappe Ressource Wasser in Zukunft so gezielt wie möglich einzusetzen. Das Startup „myCistern Operations GmbH“ will mit seinem System die Effektivität von Zisternen erhöhen – durch intelligente Steuerung und Nutzung von Retentionszisternen zur Bewässerung. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert die Gründer mit 125.000 Euro.

 

Monat März einer der trockensten seit Messbeginn

Die Auswertung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) ist eindeutig: Der März 2025 gehört zu den trockensten seit Messbeginn im Jahr 1881. Lediglich 19 Liter pro Quadratmeter landeten im Schnitt während des Monats in den Messbechern – deutlich weniger als während der Referenz-perioden 1961 bis 1990 und 1991 bis 2020 mit durchschnittlich jeweils 57 Litern pro Quadrat-meter. Gleichzeitig gab es laut DWD 199 Sonnenstunden – so viel seien statistisch normalerweise nur in den Sommermonaten zu erwarten. Durch den fortschreitenden Klimawandel werden Extremwetterereignisse dieser Art vermehrt auftreten. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde: „Wegen zunehmender Trockenheit ist die Ressource Wasser immer stärker gefährdet. Daher brauchen wir dringend Innovationen, um Wasser effizienter zu nutzen – sei es in der Land- und Forstwirtschaft, bei der Bewässerung im eigenen Garten oder als Löschwasservorrat.“

 

Zisternen können intelligent gesteuert werden

Einen Ansatz zur gezielteren Nutzung von Wasser bietet das Startup „myCistern“ aus Landshut. Gründer Georg Dornaus: „Mit Zisternen in Gärten und auf privaten Grundstücken wollen wir auf zweifache Weise Wasser sparen: Zum einen steuert die von uns entwickelte Anlage inklusive zugehöriger Software handelsübliche Regenwasserzisternen. Das Programm passt die Bewässerung der Gärten je nach Füllstand der Zisterne an.“ Ziel sei ein möglichst effizienter Wasserverbrauch, um kaum oder bestenfalls gar kein Trinkwasser für Bewässerung zu verwenden. „Das System fährt die Bewässerungsmenge herunter, wenn weniger Wasser zur Verfügung steht, aber behält genug bei, damit die Pflanzen trotzdem gut überleben“, so Dornaus. Ist wieder mehr Regenwasser vorhanden, können die Bewässerungsdefizite ausgeglichen werden. Dazu würden laut dem „myCistern“-Gründer auch Wetterdaten in die Berechnungen einbezogen. Dornaus weiter: „Außerdem achtet das System darauf, dass die Pumpe nicht trockenläuft, und gibt Bescheid, wenn der Filter gereinigt werden muss.“

 

Retentionszisternen für die Bewässerung: Trinkwasser und Kosten sparen

Doch nicht nur klassische Regenwasserzisternen, die ohnehin schon für eine Bewässerung des Gartens vorgesehen sind, will das Startup optimieren. Dornaus: „Wir nehmen auch Retentionszisternen in den Blick.“ Diese von manchen Gemeinden geforderten, speziellen Zisternen müssen Hausbesitzer installieren, damit bei Starkregen nicht alles Wasser direkt in die Kanalisation fließt – und so Überschwemmungen vermieden werden. Regenwasser wird temporär gespeichert und erst nach und nach in den Regenkanal abgeleitet – ein „ungenutztes Potenzial“, findet Dornaus: „Retentionszisternen können nämlich auch zur Bewässerung dienen. Zu diesem Zweck haben wir einen Verschluss entwickelt, mit dem sie zu Zeiten ohne Starkregen wie übliche Zisternen zu verwenden sind.“ Die intelligente Steuerung sei mit Wettervorhersagen verknüpft und „erkennt, wenn stärkere Regenfälle bevorstehen. Dann leert sich die Retentionszisterne rechtzeitig und kann dadurch übergangsweise viel Wasser speichern.“ Laut „myCistern“ lohnt sich die Retentionszisterne auf diese Weise sowohl für die Gemeinden als auch für die Hausbesitzer. Dornaus: „Die Nutzung von Retentionszisternen zur Bewässerung spart Trinkwasser und somit auch Kosten.“ Um diesen Effekt zu belegen, sammelt das Startup während der DBU-Förderung nach eigenen Angaben zahlreiche Daten. Gemeinden sollen von der doppelten Nutzung von Retentionszisternen überzeugt werden.

 

Wie Gemeinden sich auf Extremwetterereignisse besser vorbereiten können

Dem zuständigen DBU-Referenten Franz-Peter Heidenreich zufolge ermöglichen Systeme wie das von „myCistern“ Gemeinden die Vorbereitung auf Extremwetterereignisse – nach dem Prinzip der Schwammstadt. Heidenreich: „Dabei geht es um die Fähigkeit einer Stadt, wie ein Schwamm zum Beispiel mittels Grünanlagen, multifunktionaler Flächen oder intelligente Retentionszisternen überschüssiges Wasser aufzunehmen, zu speichern und es etwa durch ⁠gezieltes Bewässern von Grünflächen und Stadtbäumen wieder abzugeben.“ Auf diese Weise seien Städte bei Starkregen weniger von Überflutungen betroffen und bei langen Trockenperioden mit mehr Wasser versorgt. Hinzu kommt laut Heidenreich: „In Schwammstädten mit ausreichend Wasserreservoirs wirken Parks, Grünflächen und Stadtbäume zudem wie natürliche Klimaanlagen.“

 

Über die Green Startup-Förderung

Mit der Green Startup-Förderung unterstützt die DBU junge Gründende, die auf innovative und wirtschaftlich tragfähige Weise Lösungen für Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit entwickeln. 

 

Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Tagungen

Naturschutzakademie Hessen in Wetzlar

 

10. Februar 2026 (Di)  

Feldhamsterschutz 

Anmeldeschluss: 02.02.2026

 

28 .Februar 2026  (Sa)                          

Das Rebhuhn - Vogel des Jahres 

Anmeldeschluss: 20.02.2026

Programm & Anmeldung
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PDF-Dokument [458.3 KB]
Programm & Anmeldung
Das Rebhuhn.pdf
PDF-Dokument [505.4 KB]

Jetzt anmelden! 

38. Deutscher Naturschutztag
„NATUR  MENSCH  ZUKUNFT“
10. März bis 14. März 2026,

Freie Universität Berlin

 

Informieren - Vernetzen - Mitgestalten!

Der 38. Deutsche Naturschutztag (DNT) stellt die vielfältigen Beziehun-gen zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt und bietet Gelegenheit für eine aktuelle Standortbestimmung.

Erleben Sie Expertise und Beteili-gung zu topaktuellen Naturschutz-themen mit Fachleuten, Engagierten und Naturschutzbegeisterten aus ganz Deutschland! Themen sind u.a. die Zukunftsfähigkeit heutiger Instrumente und Strategien, aktuelle rechtliche Vor-gaben, Naturschutz auf Landschafts-ebene, Kommunikation und Bildung, Transformation von Naturschutz und Gesellschaft, Stadtnaturschutz, inno-vative Ansätze im Monitoring und in der Finanzierung von Naturschutzmaß-nahmen und viele mehr.

Der größte Naturschutzkongress Deutschlands erwartet Sie mit:

einem umfassenden Fachprogramm mit über 150 Experten*innen, einer spannenden Eröffnungsveranstaltung,

Mitgestaltung in Barcamps, Worldcafé und Fishbowl, einer Fach-Ausstellung,

dem Berufsfeldforum Naturschutz,

Exkursionen in Berlin und Branden-burger Umland, der "Langen Nacht des Naturschutzes" und ein vielfältiges Begleitprogramm. Seien Sie in Berlin dabei, wir freuen uns auf Sie!

Neue Veröffentlichung

Neue Veröffentlichung liefert Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmit-telindustrie. Der Konzernatlas beleuch-tet die Marktmacht der großen Konzer-ne vom Saatgut bis zum Supermarkt und zeigt auf, wie Politik und Bürger-*innen diese Macht begrenzen können - für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und nachhaltige Ernährung.

Die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzel-handel – und beeinflussen politische Entscheidungen.

Neue Wildnisbroschüre
 
„Vielfältig. Vertikal. Wild“
 
(c) NP Berchtesgaden
 
Der Reichtum an Tieren, Pflanzen,

Pilzen oder Flechten und auch die Vielfalt an Lebensräumen im National-park Berchtesgaden ist enorm: Aktuelle Forschungen haben unter anderem 13.544 Pilzarten, 1.100 Gefäßpflanzen, 100 Vogelarten und 16 Reptilien- und Amphibienarten für das Gebiet des Nationalparks nachgewiesen.

 

Die neue, kostenfreie Wildnisbroschüre  zeigt ausgewählte Besonderheiten der Fauna und Flora des Nationalparks, gegliedert nach den vier Hauptlebens-räumen: Wasser, Wald, Offenland und Fels. Das Heft ist hier zu bestellen.

Internationaler Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2026“ 

Auf Entdeckungsreise in Europas Natur

„Gut gegähnt, Polarfuchs“ von Marcel Gerson, Siegerbild des EuroNatur-Fotowettbewerbs 2025.

Bereits zum 33. Mal laden die Natur-schutzstiftung EuroNatur und ihre Wett-bewerbspartner Hobby- und Profifoto-grafen dazu ein, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Europas sowie die schön-sten Landschaften des Kontinents in eindrucksvollen Bildern einzufangen.

„Gipfelstürmer“ von Melanie Weber, 9. Platz im diesjährigen Fotowettbewerb.

Eine Fachjury kürt die ausdrucksstärk-sten Motive. Die besten Aufnahmen zieren den EuroNatur-Wandkalender

und werden mit Geldpreisen prämiert. Die Gewinnerfotos werden zudem im EuroNatur-Magazin und in der Zeit-schrift „natur" sowie auf den Internet-seiten der Veranstalter veröffentlicht. 

Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Nähere Informationen zum Wettbewerb sind hier zu finden.

Neues Buch

Georg Bayerle
Der Alpen Appell

Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen

Der Alpenkenner, Filmemacher und Journalist Georg Bayerle beobachtet die exzessive Erschließung und Ver-marktung der Bergwelt seit mehreren Jahrzehnten, privat wie beruflich. In seiner Streitschrift analysiert er scho-nungslos den Zustand eines immer fragiler werdenden Ökosystems, hinter-fragt die auf reiner Ausbeutung basie-rende Alpenökonomie – und er zeigt Wege für die Zukunft auf, wie wir das großartige Gebirge inmitten des Kon-tinents doch vor uns retten können.

Ein Plädoyer zum Schutze eines unersetzlichen Lebens- und Erholungs-raumes vor unserer Haustüre!

160 Seiten, Zweifarbdruck, 16 Fotos; 11,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur; Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025; ISBN 978-3-7022-4260-2, € 20,-
Auch als E-Book erhältlich,
ISBN 978-3-7022-4290-9, € 16,99

Neue Reisebroschüre 

Nachhaltig erleben, staunen und mitmachen!

© NNL

Die Broschüre lädt dazu ein, Deutsch-lands Naturparadiese zu entdecken. Auf 28 Seiten bündelt sie nachhaltige Naturerlebnis-Angebote in Nationalpar-ken, Naturparken und Biosphärenreser-vaten. Neben Inspiration für Ausflüge und Urlaubsreisen bietet die Broschüre auch Möglichkeiten zum Mitmachen: Ob im Programm „Ehrensache Natur“, als Fördermitglied oder durch einen Spendenbeitrag – jedes Engagement für eine intakte Natur, ein gesundes Klima und den Erhalt der biologischen Vielfalt ist willkommen. [>>>mehr]

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Sonderbericht

Copyright: Moholoholo Wildlife Rehabilitation Center

Südafrika im Mai 2025

Massenvergiftung Weißrückengeier

Ein besonderer Bericht von ELISABETH ZOJA

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Ausstellung

Grafik: VISUAL SPACE AGENCY & STUDIO BENS

 

Natur und deutsche Geschichte

Glaube – Biologie – Macht

 

Neue Ausstellung
ab dem 14. November 2025 im
Deutschen Historischen Museum

Was ist gemeint, wenn von „Natur“ die Rede ist? Auf diese Frage sind in der deutschen Geschichte sehr unter-schiedliche Antworten gegeben worden. Regierungen sowie religiöse und politi-sche Bewegungen haben den Begriff der Natur definiert – und für sich bean-sprucht. In einer neuen Ausstellung zeigt das Deutsche Historische Mu-seum, wie unterschiedlich „Natur“ zu verschiedenen Zeiten im Spannungs-feld von Glaube, Biologie und Macht verstanden und politisch eingesetzt wurde. Der schillernde und vielseitige Begriff der „Natur“ wird in seiner histori-schen Breite und Tiefe ausgelotet.

Mehr Informationen beim DHM

NATUR Online  Kolumne

Beiträge zu Nachhaltigkeitsthemen

aus der Redaktion

AKTUELLER  BEITRAG

Burgenbaumeister im Anmarsch

WEITERE THEMEN

Ohne Wasser geht es nicht

Es gibt kaum noch Dunkelheit

Ein Plädoyer für den Maulwurf

Kein Torf in den Topf

Steine blühen nicht


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NATUR Online   Tipp

Der neue Podcast der Deutschen Umwelthilfe (DUH) , der Natur-schutz zum Erlebnis macht

Veranstaltung 2026

Grenzenlos wandern

Der 123. Deutsche Wandertag findet vom 24. bis 27. September 2026 unter dem Motto „bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge“ in Oberwiesenthal statt. Erstmals wird das traditionsreiche Großereignis eng mit der internationalen EURORANDO verknüpft, die bereits ab dem 20. September Wanderfreundinnen und -freunde aus ganz Europa ins deutsche und tschechische Erzgebirge führt.

Wer sich für den Deutschen Wandertag interessiert, findet nicht nur ein Wan-derfest, sondern auch eine Plattform für Vernetzung, Ehrenamt und Nachhaltig-keit. Der DWV lädt Vereine und andere Unterstützer ein, sich einzubringen und das Ereignis aktiv mitzugestalten.

www.wanderverband.de

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Aktualisiert am 16. Januar 2026

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