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18. Dezember 2024

 

Zu wenig Lösungen für Deutschlands Zukunft

Wahlprogramme von Union und SPD bleiben weit hinter dem Notwendigen zurück

 

Berlin: Die Union und die SPD haben gestern ihre Wahlprogramme für die Bundestagswahl 2025 vorgestellt. Die Grünen haben ihren Entwurf präsentiert, der im Januar noch von ihr Bundesdele-giertenversammlung beschlossen werden soll. 

Dazu kommentiert Heike Vesper, Vorständin Transformation und Politik beim WWF Deutschland: 

„Die nächste Bundesregierung - egal in welcher Konstellation - muss Klima- und Naturschutz als zentrale Zukunftsaufgaben begreifen und mit konkreten, ambitionierten Maßnahmen unterlegen. Ein bloßes "Weiter so" wird den Herausforderungen nicht gerecht. Die Wahlprogramme von Union und SPD bleiben bei den drängenden Zukunftsthemen Klimaschutz und Artenkrise deutlich hinter dem Notwendigen zurück. Beide Parteien müssen nachlegen, damit Deutschland bis 2045 klimaneutral wird. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Schutz der biologischen Vielfalt und der Umbau der Wirtschaft müssen in der kommenden Legislaturperiode deutlich beschleunigt werden. Die rückwärtsgewandten Pläne der Union – wie das Zurück zur Atomenergie und das Festhalten am „Verbrenner“ – helfen nicht dabei, dass Land zu modernisieren. Als einzige der drei Parteien bekennen sich die Grünen zum Kohleausstieg 2030 und zum “Auslaufmodell” der fossilen Energieerzeugung. Der Atomausstieg steht für die Grünen nicht zur Disposition – und das ist richtig so. 

Wir brauchen flexible und zielgerichtete Investitionsmöglichkeiten, um unsere Zukunft und unsere Lebensgrundlagen zu sichern. Zur Finanzierung des notwendigen Umbaus zeigen SPD und Grüne mit der Reform der Schuldenbremse und dem Deutschlandfonds konkrete Wege auf, lassen aber noch klare Förderkriterien für Unternehmen vermissen. Die CDU erkennt den hohen Investitionsbedarf in die Infrastruktur. Sie verpasst aber die Chance, auf wirksame Lösungen wie eine grundlegende Reform der Schuldenbremse oder ein Infrastruktur-Sondervermögen zurück-zugreifen. Stattdessen gräbt sie eine Wirtschaftspolitik vergangener Jahrzehnte wieder aus und hofft, so das Wirtschaftswachstum anzukurbeln: mit einem großen Paket an Steuerentlastungen, ohne zu sagen, wie das finanziert und wie sozialer Ausgleich gestaltet werden soll. 

Auch beim Naturschutz zeigen sich grundlegende Unterschiede und große Leerstellen: Die Union räumt dem Thema zwar etwas Platz ein, lässt den Naturschutz aber überall dort zurücktreten, wo es zu Konflikten mit Landnutzenden kommen könnte. Statt Kompromisse zu suchen, ordnet die Union konsequent den Naturschutz rein kurzfristigen Wirtschaftsinteressen unter. Die SPD beschränkt sich weitgehend auf unverbindliche Naturschutzprosa, lässt konkrete gesetzliche Maßnahmen vermissen und blendet die internationale Dimension völlig aus. Lediglich die Grünen werden bei der Umsetzung internationaler Verpflichtungen wie der EU-Renaturierungsverordnung und der Montrealer Weltnaturschutzkonvention konkret und nennen auch Maßnahmen zur Bereitstellung der notwendigen Flächen.

Die systemischen Zusammenhänge zwischen Klimaschutz, Naturschutz und wirtschaftlicher Transformation werden in den Wahlprogrammen nicht ausreichend thematisiert. Der ökologische Umbau braucht klare gesetzliche Rahmenbedingungen, Zielvorgaben und transparente Förderkriterien für Unternehmen. Zudem muss das Aktionsprogramm "Natürlicher Klimaschutz" auch als naturbasierte Lösung gegen Wetterextreme mit ausreichender Finanzierung fortgeführt und die nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie mit Leben gefüllt werden. Nur wenn Klimaschutz, Naturschutz und Wirtschaftspolitik zusammen gedacht werden und eine Beteiligung der Menschen im Land etwa mit einem Klimageld – wie im Programm der Grünen – gestaltet wird, kann die Transformation gelingen.“

 

 

Quelle: WWF

Tagungen

Naturschutzakademie Hessen in Wetzlar

 

10. Februar 2026 (Di)  

Feldhamsterschutz 

Anmeldeschluss: 02.02.2026

 

28 .Februar 2026  (Sa)                          

Das Rebhuhn - Vogel des Jahres 

Anmeldeschluss: 20.02.2026

Programm & Anmeldung
Feldhamsterschutz.pdf
PDF-Dokument [458.3 KB]
Programm & Anmeldung
Das Rebhuhn.pdf
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38. Deutscher Naturschutztag
„NATUR  MENSCH  ZUKUNFT“
10. März bis 14. März 2026,

Freie Universität Berlin

 

Informieren - Vernetzen - Mitgestalten!

Der 38. Deutsche Naturschutztag (DNT) stellt die vielfältigen Beziehun-gen zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt und bietet Gelegenheit für eine aktuelle Standortbestimmung.

Erleben Sie Expertise und Beteili-gung zu topaktuellen Naturschutz-themen mit Fachleuten, Engagierten und Naturschutzbegeisterten aus ganz Deutschland! Themen sind u.a. die Zukunftsfähigkeit heutiger Instrumente und Strategien, aktuelle rechtliche Vor-gaben, Naturschutz auf Landschafts-ebene, Kommunikation und Bildung, Transformation von Naturschutz und Gesellschaft, Stadtnaturschutz, inno-vative Ansätze im Monitoring und in der Finanzierung von Naturschutzmaß-nahmen und viele mehr.

Der größte Naturschutzkongress Deutschlands erwartet Sie mit:

einem umfassenden Fachprogramm mit über 150 Experten*innen, einer spannenden Eröffnungsveranstaltung,

Mitgestaltung in Barcamps, Worldcafé und Fishbowl, einer Fach-Ausstellung,

dem Berufsfeldforum Naturschutz,

Exkursionen in Berlin und Branden-burger Umland, der "Langen Nacht des Naturschutzes" und ein vielfältiges Begleitprogramm. Seien Sie in Berlin dabei, wir freuen uns auf Sie!

Neue Veröffentlichung

Neue Veröffentlichung liefert Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmit-telindustrie. Der Konzernatlas beleuch-tet die Marktmacht der großen Konzer-ne vom Saatgut bis zum Supermarkt und zeigt auf, wie Politik und Bürger-*innen diese Macht begrenzen können - für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und nachhaltige Ernährung.

Die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzel-handel – und beeinflussen politische Entscheidungen.

Neue Wildnisbroschüre
 
„Vielfältig. Vertikal. Wild“
 
(c) NP Berchtesgaden
 
Der Reichtum an Tieren, Pflanzen,

Pilzen oder Flechten und auch die Vielfalt an Lebensräumen im National-park Berchtesgaden ist enorm: Aktuelle Forschungen haben unter anderem 13.544 Pilzarten, 1.100 Gefäßpflanzen, 100 Vogelarten und 16 Reptilien- und Amphibienarten für das Gebiet des Nationalparks nachgewiesen.

 

Die neue, kostenfreie Wildnisbroschüre  zeigt ausgewählte Besonderheiten der Fauna und Flora des Nationalparks, gegliedert nach den vier Hauptlebens-räumen: Wasser, Wald, Offenland und Fels. Das Heft ist hier zu bestellen.

Internationaler Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2026“ 

Auf Entdeckungsreise in Europas Natur

„Gut gegähnt, Polarfuchs“ von Marcel Gerson, Siegerbild des EuroNatur-Fotowettbewerbs 2025.

Bereits zum 33. Mal laden die Natur-schutzstiftung EuroNatur und ihre Wett-bewerbspartner Hobby- und Profifoto-grafen dazu ein, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Europas sowie die schön-sten Landschaften des Kontinents in eindrucksvollen Bildern einzufangen.

„Gipfelstürmer“ von Melanie Weber, 9. Platz im diesjährigen Fotowettbewerb.

Eine Fachjury kürt die ausdrucksstärk-sten Motive. Die besten Aufnahmen zieren den EuroNatur-Wandkalender

und werden mit Geldpreisen prämiert. Die Gewinnerfotos werden zudem im EuroNatur-Magazin und in der Zeit-schrift „natur" sowie auf den Internet-seiten der Veranstalter veröffentlicht. 

Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Nähere Informationen zum Wettbewerb sind hier zu finden.

Neues Buch

Georg Bayerle
Der Alpen Appell

Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen

Der Alpenkenner, Filmemacher und Journalist Georg Bayerle beobachtet die exzessive Erschließung und Ver-marktung der Bergwelt seit mehreren Jahrzehnten, privat wie beruflich. In seiner Streitschrift analysiert er scho-nungslos den Zustand eines immer fragiler werdenden Ökosystems, hinter-fragt die auf reiner Ausbeutung basie-rende Alpenökonomie – und er zeigt Wege für die Zukunft auf, wie wir das großartige Gebirge inmitten des Kon-tinents doch vor uns retten können.

Ein Plädoyer zum Schutze eines unersetzlichen Lebens- und Erholungs-raumes vor unserer Haustüre!

160 Seiten, Zweifarbdruck, 16 Fotos; 11,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur; Tyrolia-Verlag, Innsbruck Wien 2025; ISBN 978-3-7022-4260-2, € 20,-
Auch als E-Book erhältlich,
ISBN 978-3-7022-4290-9, € 16,99

Neue Reisebroschüre 

Nachhaltig erleben, staunen und mitmachen!

© NNL

Die Broschüre lädt dazu ein, Deutsch-lands Naturparadiese zu entdecken. Auf 28 Seiten bündelt sie nachhaltige Naturerlebnis-Angebote in Nationalpar-ken, Naturparken und Biosphärenreser-vaten. Neben Inspiration für Ausflüge und Urlaubsreisen bietet die Broschüre auch Möglichkeiten zum Mitmachen: Ob im Programm „Ehrensache Natur“, als Fördermitglied oder durch einen Spendenbeitrag – jedes Engagement für eine intakte Natur, ein gesundes Klima und den Erhalt der biologischen Vielfalt ist willkommen. [>>>mehr]

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Sonderbericht

Copyright: Moholoholo Wildlife Rehabilitation Center

Südafrika im Mai 2025

Massenvergiftung Weißrückengeier

Ein besonderer Bericht von ELISABETH ZOJA

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Ausstellung

Grafik: VISUAL SPACE AGENCY & STUDIO BENS

 

Natur und deutsche Geschichte

Glaube – Biologie – Macht

 

Neue Ausstellung
ab dem 14. November 2025 im
Deutschen Historischen Museum

Was ist gemeint, wenn von „Natur“ die Rede ist? Auf diese Frage sind in der deutschen Geschichte sehr unter-schiedliche Antworten gegeben worden. Regierungen sowie religiöse und politi-sche Bewegungen haben den Begriff der Natur definiert – und für sich bean-sprucht. In einer neuen Ausstellung zeigt das Deutsche Historische Mu-seum, wie unterschiedlich „Natur“ zu verschiedenen Zeiten im Spannungs-feld von Glaube, Biologie und Macht verstanden und politisch eingesetzt wurde. Der schillernde und vielseitige Begriff der „Natur“ wird in seiner histori-schen Breite und Tiefe ausgelotet.

Mehr Informationen beim DHM

NATUR Online  Kolumne

Beiträge zu Nachhaltigkeitsthemen

aus der Redaktion

AKTUELLER  BEITRAG

Burgenbaumeister im Anmarsch

WEITERE THEMEN

Ohne Wasser geht es nicht

Es gibt kaum noch Dunkelheit

Ein Plädoyer für den Maulwurf

Kein Torf in den Topf

Steine blühen nicht


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NATUR Online   Tipp

Der neue Podcast der Deutschen Umwelthilfe (DUH) , der Natur-schutz zum Erlebnis macht

Veranstaltung 2026

Grenzenlos wandern

Der 123. Deutsche Wandertag findet vom 24. bis 27. September 2026 unter dem Motto „bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge“ in Oberwiesenthal statt. Erstmals wird das traditionsreiche Großereignis eng mit der internationalen EURORANDO verknüpft, die bereits ab dem 20. September Wanderfreundinnen und -freunde aus ganz Europa ins deutsche und tschechische Erzgebirge führt.

Wer sich für den Deutschen Wandertag interessiert, findet nicht nur ein Wan-derfest, sondern auch eine Plattform für Vernetzung, Ehrenamt und Nachhaltig-keit. Der DWV lädt Vereine und andere Unterstützer ein, sich einzubringen und das Ereignis aktiv mitzugestalten.

www.wanderverband.de

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Seminar- und Gästehaus Südfrankreich

Horizons Séranne bietet sanften Touris-mus, der Treffen und Austausch schafft und zu lebendigen Diskussionen über Europa und seine politischen Inhalte beiträgt. Die Bildungsangebote richten sich an Interes-sierte, die das europäische Natur- und Kulturerbe verstehen und die fremde Land-schaften bereisen wollen. www.seranne.de

 

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