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Da den Bibern im Winter keine krautige Nahrung zur Verfügung steht, fällen die Tiere in der kalten Jahreszeit
häufiger Bäume. So gelangen sie an die zarten Zweige und Knospen sowie an die nahrhafte Rinde, die jetzt eine wichtige Nahrungsgrundlage für die großen Nager sind. Biber halten keinen Winterschlaf
und brauchen auch im Winter immer wieder frische Nahrung. „Wichtig ist es, von Bibern gefällte Bäume in Ufernähe liegen zu lassen oder gegebenenfalls nur etwas beiseite zu rücken. Werden sie
weggeräumt oder die Kronen gehäckselt, hat der Biber auf einen Schlag deutlich weniger zu fressen und muss den nächsten Baum fällen“, erklärt Winkelhaus. Wer wertvolle Gehölze oder Obstbäume vor
einem Verbiss durch Biber schützen möchte, kann das durch Drahtummantelungen oder spezielle Anstrichmittel tun. Im Frühling und Sommer stellen die Biber ihre Ernährung wieder auf krautige Pflanzen
wie Brennnesseln, Giersch, Schilf, Rohrkolben, Seerose und verschiedene Gräser um. Es sind über 350 krautige Pflanzen dokumentiert, die vom Biber als Nahrung genutzt werden.
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