14. Januar 2026
Tümpelpflege für den Laubfrosch
Trittsteine im Biotopverbund benötigen mehr Aufmerksamkeit
Main-Kinzig-Kreis. Gleich zu Anfang des Jahres meldet die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA e.V.) ein neues Projekt bei der Umweltlotterie GENAU an.
Die Bestände des Europäischen Laubfrosches (Hyla arborea) sind durch den Klimawandel, eine intensive Landwirtschaft und die Zerschneidung der Landschaft stark bedroht. Deshalb baut die GNA schon seit 2008 einen Biotopverbund für diese besondere Froschart auf. „Bisher mit großem Erfolg.“, berichtet Susanne Hufmann, Biologin und Vorsitzende der Naturschutzorganisation. „Während die Populationen in der Vergangenheit hessenweit eher rückläufig waren, erwies sich das Vorkommen an der unteren Kinzig lange Zeit als sehr stabil.“
Ein Grund war, dass immer wieder Pflegemaßnahmen in der Aue durchgeführt werden konnten und die Population stetig anwuchs. So wurde das Projekt Biotopverbund Laubfrosch 2018 und 2020 für sein beispielhaftes Engagement ausgezeichnet und ist bis heute als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt anerkannt.
Anspruchsvoll. Der Laubfrosch bevorzugt zur Fortpflanzungszeit sonnige und fischfreie Laichge-wässer mit flachen Ufern. Als „Sommerresidenz“ dienen dem nur 5 cm großen Kletterfrosch Brombeergebüsche, Röhrichte Hochstaudenfluren und lichte Waldränder.
Vernetzung von Lebensräumen. Jetzt sollen wertvolle Elemente des bereits bestehenden Biotopverbundes, der aus vielen kleinen und großen „Trittsteinen“ besteht, wiederbelebt werden. Die „Lebensrauminseln“ vernetzen räumlich voneinander getrennt liegende Biotope, erleichtern vielen Amphibienarten die Wanderung und Ausbreitung und befördern letztlich den genetischen Austausch zur Steigerung der Biodiversität.
Verlust von Gewässerbiotopen. Der knapp 1.000 m² große „Weidentümpel“ in Hasselroth ist hierfür ein sehr gutes Beispiel. Vor etlichen Jahren von der GNA saniert, siedelte sich die als gefährdet eingestufte Amphibienart sofort an. Inzwischen ist der Tümpel „in die Jahre gekommen“ und droht zu „verlanden“. „Immer mehr Wasser- und Sumpfpflanzen breiten sich in den flacheren Zonen aus und beschleunigen einen Prozess, der zum Verschwinden des Gewässerbiotops führen kann.“, so Hufmann.
Grundlegende Pflege nötig. Die von der GNA geplanten Maßnahmen beinhalten das Entfernen abgestorbener Pflanzen ebenso wie ein Ausziehen der Uferbereiche. Ebenso sollen die umstehenden Kopfweiden fachgerecht geschnitten werden. „Denn der Laubfrosch mag keinen Schatten. Auch für seine Kaulquappen muss es warm und sonnig sein, damit ihre Entwicklung zum erwachsenen Frosch gelingt.“ Deshalb setzt die GNA wieder einmal auf die hessische Umweltlotterie GENAU und hat ihr Projekt eingereicht.
GENAU bedeutet: Gemeinsam für Natur und Umwelt. Unter diesem Motto legt die Lotterie ihren Fokus auf den regionalen Natur- und Umweltschutz. Gemeinnützige Vereine und Organisationen können ihre Vorhaben einreichen und bei der wöchentlichen Ziehung auf einen sogenannten Zusatzgewinn in Höhe von 5.000 Euro hoffen. Spieler aus dem Gewinner-Landkreis entscheiden dann per Abstimmung darüber, welches Projekt die Förderung erhält.
Auch Spenden helfen! Mithilfe von Spenden macht sich die GNA stark für den Erhalt der letzten Naturparadiese im Main-Kinzig-Kreis. Die GNA ist gemeinnützig und daher berechtigt, Spenden-bescheinigungen auszustellen.
Das Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Rodenbach hat die IBAN
DE75 5066 3699 0001 0708 00.
Projektnachrichten, Bilder von Aktionen, Veranstaltungen und Informationen zu aktuellen Baustellen sind unter www.gna-aue.de zu finden.
Immer gut informiert ist man mit dem GNA Newsletter. Der kommt per E-Mail, kann kostenfrei abonniert und jederzeit abbestellt werden. Anmeldung über gna.aue@web.de.
Quelle: GNA e.V.
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