Aktuell Informativ Meinungsbildend NATUR UND UMWELT
AktuellInformativMeinungsbildend  NATUR UND UMWELT

26. Oktober 2018

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesamt für Strahlenschutz

Nukleare Sicherheit

 

Radioaktivitäts-Messstation auf dem Schauinsland wird mit neuester Technik
ausgestattet - Nachweis selbst geringster Konzentrationen radioaktiver Stoffe in der Luft
möglich


Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betreibt auf dem Schauinsland eine
der weltweit führenden Stationen zur Messung der Radioaktivität in der
Umwelt. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim

Bundesumweltministerium (BMU) Rita Schwarzelühr-Sutter und die

Präsidentin des BfS, Inge Paulini, haben heute ein neues Messgerät
eingeweiht. Der neue vollautomatische Luftsammler (Radionuclide Aerosol
Sampler and Analyzer, RASA) ist in der Lage, selbst geringste
Konzentrationen radioaktiver Stoffe im Luftstaub nachzuweisen. Die
Messstation auf dem Schauinsland ist Deutschlands wichtigster Beitrag zur
Überwachung des internationalen Kernwaffenstopp-Abkommens (Comprehensive
Nuclear-Test-Ban Treaty, CTBT).

Rita Schwarzelühr-Sutter: „Die Kernwaffentests in Nordkorea aus der
jüngeren Vergangenheit zeigen, dass die Überwachung des
Kernwaffenteststopp-Abkommens auch heute noch von großer Bedeutung ist.
Hierfür wird modernste Technik benötigt. Es ist zu begrüßen, dass das
BfS jetzt über diese Technik verfügt.“

Inge Paulini ergänzte: „Mit der Installation der neuen Messtechnik wird
die gut 70-jährige Erfolgsgeschichte der Radioaktivitätsmessung auf dem
Schauinsland fortgeschrieben. Seit 1957 wird hier die natürliche und
künstliche Radioaktivität in der Atmosphäre kontinuierlich überwacht.
Mit der neuen Messtechnik kann praktisch jeder oberirdische Kernwaffentest
weltweit nachgewiesen werden.“

Die Messstation auf dem Schauinsland ist eine von weltweit 70
Radionuklidstationen des internationalen Messnetzes (International
Monitoring System, IMS) zur Überwachung des internationalen
Kernwaffenstopp-Abkommens und Deutschlands wichtigster Beitrag hierzu. Der
Kernwaffenteststopp-Vertrag von 1996 ist eines der zentralen
internationalen Abkommen zur Verhinderung der Weiterverbreitung von
Kernwaffen.

Bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg hatten Freiburger Forscher*innen damit
begonnen, auf dem 1.200 Meter hohen Schauinsland bei Freiburg die
kosmische Höhenstrahlung zu messen. Im März 1953 stießen sie dabei auf
ungewöhnliche Werte, die sich als Spuren von radioaktivem Fallout eines
Atombombentests in der Wüste von Nevada (USA) herausstellten. Den
Forscher*innen war es damit erstmals gelungen, radioaktive Stoffe aus
Atombombentests anderer Staaten in Deutschland nachzuweisen. Die letzte
oberirdische Atombombenexplosion im Oktober 1980 in China konnte ebenfalls
auf dem Schauinsland nachgewiesen werden. Auch die radioaktive Wolke, die
nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl im Frühjahr 1986 über Europa
hinweg zog, wurde auf dem Schauinsland frühzeitig registriert.

Heute können mit modernen Messverfahren selbst geringste Konzentrationen
radioaktiver Stoffe in der Luft nachgewiesen werden. So wurden nach dem
Unfall im Kernkraftwerk in Fukushima 2011 in der Messstation auf dem
Schauinsland kleinste Spuren der Radioaktivität gemessen, die in Japan
freigesetzt worden waren und sich über Nordamerika nach Europa
ausbreiteten.

Die neue Messstation ist in einem eigens dafür errichteten Anbau
untergebracht und verfügt über eine Vielzahl von Apparaturen, mit denen
Messwerte auch im Rahmen des Notfallschutzes erhoben werden.

Eine Besonderheit auf dem Schauinsland ist die Messung der radioaktiven
Edelgase Krypton-85 und Xenon-133 in der Atmosphäre. Im kalten Krieg war
es hierdurch mittels jahrzehntelanger Messungen von Krypton-85 gelungen,
die Menge kernwaffenfähigen Plutoniums und damit die Kernwaffenarsenale
der Supermächte abzuschätzen. Für die Entdeckung von Kernwaffentests
ist insbesondere der Nachweis von radioaktivem Xenon von Bedeutung, da
Xenon bei unterirdischen Kernwaffentests in geringen Mengen austreten
kann. Weltweit gibt es nur wenige Labore, die mit dieser hochempfindlichen
Messtechnik vertraut sind.
----------------------------------------------------------------------------
Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

ANZEIGE

Hier könnte Ihre Werbung stehen!

HERBSTAKTION

Nutzen Sie unseren Einführungsrabatt

von 25 %, wenn Sie erstmalig bei NATUR Online werben,

bei einer Vertragsdauer von mindestens 6 Monaten.

[>>>Aktuelle Angebote]

ANZEIGE
ANZEIGE

Aktuelle Stellenangebote

Umweltpraktikum für interessierte Studierende im Müritz-Nationalpark

Bewerbung vom 29. Oktober 2018 bis 15. Januar 2019

Bewerbungsvorgaben
PM37_Bewerbung-Umweltpraktikum.pdf
PDF-Dokument [181.7 KB]
IN EIGENER SACHE
ANZEIGE

TV & Film

(c) ZDF/Juan Solera

Gefährlicher Elektroschrott – Endstation Afrika

ZDFinfo strahlt die Doku am 14. November um 20.15 Uhr aus

Die Dokumentation führt tief hinein in die verstecke Welt des globalen Handels mit elektronischem Müll. Umschlagplatz ist der Sumpf Agbogbloshie in Ghana. Tausende arbeiten hier unter schlimmsten Bedingungen, schlachten an Elektromüll aus, was über dunkle Kanäle aus aller Welt nach Ghana transportiert wird. Der Sumpf und sein Müll sind somit Arbeitgeber, existenzsichernd, aber auch lebensfeindlich und alternativlos.

2033: "Mission Control, hier Daedalus. Wir blicken auf den roten Planeten."

WELT zeigt Block-Buster "Mars" ab Mitte Oktober im Free-TV.

Mehr Infos
Pressemitteilung_MARS.pdf
PDF-Dokument [315.5 KB]

A PLASTIC OCEAN
Der Dokumentarfilm  zeigt eindrucks-voll, wie dramatisch das Plastikmüll-Problem in den Meeren ist und erinnert daran, welch zerstörerische Folgen unsere Wegwerfkultur für den Planeten hat.  Absolut sehenswert, aber noch nicht überall zu sehen!

[>>>zum Trailer]

FREIANZEIGE DEUTSCHE WILDTIERSTIFTUNG
FREIANZEIGE

Ausstellungen

25 Jahre Fotowettbewerb Naturschätze Europas

EuroNatur präsentiert Höhepunkte in großformatigem Kalender | Fotoausstellung im Nationalpark Bayerischer Wald zeigt die schönsten Bilder des diesjährigen Wettbewerbs.

892 Naturbegeisterte aus 56 Ländern haben sich für den Wettbewerb auf Fotosafari begeben und Europas Natur in beeindruckenden Bildern festge-halten. Vom 8.10.2018 bis 31.03.2019 können die zwölf Siegerbilder gemein-sam mit 17 weiteren herausragenden Aufnahmen in der Infostelle Mauth des Nationalparks Bayerischer Wald bestaunt werden. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9-12 Uhr sowie von 14-17 Uhr.

Schwan (c) Dieter Damschen GDT

Fotoausstellung

Natürlich Niedersachsen 

Vorstellung des neuen Nationalpark-Kalenders 2019 mit Bildern aus dem Fotowettbewerb HarzNATUR

Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg zeigt bis zum 1.02.2019 beeindruckende Naturmotive der Mitglieder der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen, Regionalgruppe Niedersachsen

Öffnungszeiten: Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr

Eintritt frei!

www.nationalpark-harz.de 

Unsere Buchtipps

Das multimediale Naturbuch "Die Gauner der Lüfte" von Rainer Nahrendorf beleuchtet wie trickreich einige Vögel ihr eigenes Überleben und das Überleben ihrer Nachkommen sichern. Die Schilderungen von Raubüberfällen, Diebstählen und Betrügereien lesen sich wie Kurzkrimis.

[>>>weiterlesen]

Zusammenfassung & Test-Codes
PR Tierkrimi-Gauner QR-Code.pdf
PDF-Dokument [204.6 KB]

Veranstaltungen,
Fortbildungen & mehr

Lernraum Wildnis

Wildnisbildung in der Praxis

am 27. November 2018 am Edersee

Es werden Bildungsprojekte ver-schiedener Großschutzgebiete vor-gestellt und dabei aufgezeigt, was in der Wildnis unter behutsamer Anleitung alles entdeckt und vermittelt werden kann. In Workshops wird die Praxis genauer erspürt und ausprobiert.

Programm & Anmeldung
N150_2018_Lernraum_Wildnis.pdf
PDF-Dokument [269.5 KB]

Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle

Blumberger Mühle 2 | 16278 Angermünde

JAHRESPROGRAMM
Veranstaltungskalender 2018.pdf
PDF-Dokument [1.5 MB]

Naturpark Schwalm-Nette

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

Naturpark Spessart

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

NP Unteres Odertal

Veranstaltungskalender 2018

JAHRESPROGRAMM
Veranstaltungskalender 2018.pdf
PDF-Dokument [3.0 MB]

Watterlebnisse

Nationalpark-Haus Wangerooge

PROGRAMM
Programm_November 2018.pdf
PDF-Dokument [111.6 KB]
JAHRESPROGRAMM
Jahresprogramm-2018.pdf
PDF-Dokument [309.5 KB]

Erfolgreich werben 
           
mit NATUR online

Werbeanzeige mit Link zu Ihrer Unternehmenshomepage für nur 50 € im Monat. Laufzeit & Platzierung n.V. 
Kontakt: 06184 - 99 33 797

anzeigen@natur-online.info

Alle Werbeeinnahmen kommen Natur- und Artenschutzprojekten der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung zu gute. 

Wie werbe ich bei NATUR Online?

NATUR Online 

Redaktion NATUR Online

Buchbergstr. 6 | D - 63517 Rodenbach
Telefon: 06184 –  99 33 797

magazin@natur-online.info

Anfahrt

Spenden erwünscht

NATUR Online wird von der Gesell-schaft für Naturschutz und Auen-entwicklungen (GNA e.V.) heraus-gegeben. Dazu benötigen wir finan-zielle Unterstützung u.a. in Form von Spenden. Spenden an die als gemein-nützig anerkannte GNA sind steuerlich absetzbar. Zu Beginn des Folgejahres senden wir Ihnen eine Spendenquittung mit all Ihren Zuwendungen. Dies spart Zeit und Porto. Und so kommt noch mehr Geld unseren Natur- und Arten-schutzprojekten zugute. Sollten Sie sofort eine Quittung wünschen, rufen Sie uns einfach an oder mailen Sie uns.

Raiffeisenbank Rodenbach

IBAN DE75 5066 3699 0001 0708 00
BIC    GENODEF1RDB

Stichwort: NATUR Online

Herzlichen Dank!

Letzte Aktualisierung:

14. November 2018

Sie haben einen Adblocker installiert. Diese Web App kann nur mit einem deaktivierten Adblocker korrekt angezeigt und konfiguriert werden.
Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Copyright 2013 - 2018 Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung e.V.