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23. März 2018 | Ökonomie & Ökologie

 

Mit Ökologie und Ökonomie Hessens Zukunft sichern

 

Umweltministerin Hinz: „Die Hessische Landesregierung denkt Ökonomie und Ökologie zusammen. Wir bringen beide Bereiche voran und machen so Hessen zukunftsfähig.“

 

Die Wirtschaft in Hessen wächst, hessische Unternehmen beurteilen die Geschäftslage so gut, wie nie zuvor und es herrscht Rekordbeschäftigung. Dazu haben nicht zuletzt die massiven Investitionen der Landesregierung in den Wohnungsbau, den Naturschutz, die Infrastruktur und die Erneuerbare Energie beigetragen. „Wir haben in den letzten 4 Jahren bewiesen, dass Ökonomie und Ökologie kein Gegensatz sein müssen. Von Beginn der Wahlperiode an haben wir uns zur Aufgabe gemacht, vermeintliche Gegensätze zwischen Umwelt und Wirtschaft aufzulösen. Wir wollen eine Politik, die beide Bereiche gleichermaßen weiter entwickelt um Hessen zukunftsfähig zu machen“, sagte Umweltministerin Priska Hinz bei der heutigen Regierungserklärung im Hessischen Landtag.

 

Klimaschutz und Klimaanpassung

 

Die Landesregierung hat den ersten hessischen Klimaschutzplan mit 140 konkreten Maßnahmen vorgelegt und stellt allein bis 2019 Haushaltsmittel in Höhe von 140 Millionen Euro dafür bereit. Bis 2050 soll Hessen klimaneutral sein und der Klimaschutzplan gibt vor, wie das zu erreichen ist. „Der Klimawandel ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch eine riesige Bedrohung und deshalb tut diese Landesregierung alles, um die Schäden möglichst gering zu halten und den Klimawandel so weit wie möglich abzuwenden“, erklärte Ministerin Hinz und ergänzte: „Eine ökologisch unverantwortliche Politik würde uns auch wirtschaftlich massiv schaden.“ Als erstes Land überhaupt, beinhaltet der Hessische Klimaschutzplan auch konkrete Maßnahmen zur Anpassung an die bereits heute spürbaren Auswirkungen des Klimawandels.

 

In ihrer Regierungserklärung kündigte Klimaschutzministerin Hinz als neue Maßnahme für die Umsetzung des Klimaschutzplans an, dass noch in diesem Sommer das Fachzentrum Klimawandel und Anpassung eröffnet wird. Dies wird Kommunen dabei beraten, wie sie ihre Infrastruktur besser auf die Auswirkungen des Klimawandels anpassen können. Das Fachzentrum ergänzt die bereits bestehenden Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen im Städtebau. Für den Städtebau wurden die Mittel in dieser Legislaturperiode mehr als verdoppelt. „Das hilft dem Klima und auch der Wirtschaft: 1 Euro an Städtebaufördermitteln löst im Schnitt weitere 7 Euro öffentliche und private Investitionen aus“, sagte Ministerin Hinz. „Unsere Investitionen in ökologische, lebenswerte Städte sind also auch ein fast fünf Milliarden Euro schweres Konjunkturprogramm für das regionale Baugewerbe und Handwerk.“

 

Gewässerschutz

 

Saubere Luft, Boden und Wasser sind die Grundlage für ein funktionierendes Ökosystem und damit auch das Fundament einer lebenswerten Umwelt für die hessischen Bürgerinnen und Bürger. Zudem sind sie die Bedingung für eine prosperierende Wirtschaft. In hessische Bäche und Flüsse gelangen Keime, Arzneimittel, Haushalts- oder Industriechemikalien und Pflanzenschutzmittel. Die Landesregierung greift diese Problematik jetzt mit einer Spurenstoffstrategie für das Hessische Ried auf. Diese Strategie umfasst sowohl Maßnahmen, die vermeiden, dass diese Spurenstoffe in hessische Gewässer gelangen, als auch den Ausbau von Kläranlagen, um diese Stoffe besser filtern und eliminieren zu können. „Neben der wichtigen Reduzierung der Spurenstoffe an der Quelle, werden wir als nachgeschaltete Maßnahme in fünf Kommunen Investitionen in eine vierte Reinigungsstufe der Kläranlagen fördern. Darüber hinaus ist es richtig und wichtig, diese umfassende Strategie mit weiterer Förderung in der nächsten Legislaturperiode auszuweiten“, stellte Umweltministerin Hinz in Aussicht.

 

Landwirtschaft und ländlicher Raum

 

Gerade auch in der Landwirtschaft bringt die Landesregierung ökologische und ökonomische Ziele in Einklang. Dies gelingt unter anderem durch die Ökomodellregionen, die mit Unterstützung der Landesregierung den Anteil an Ökolebensmitteln aus regionaler Erzeugung mit kurzen, transparenten Vermarktungswegen steigern wollen. „Zu den bereits bestehenden drei, kommen nun weitere drei Ökomodellregionen hinzu. Die Nachfrage dafür ist immens: Uns liegen mittlerweile Bewerbungen aus acht hessischen Landkreisen vor“, verkündete Hinz. Für die Ökomodellregionen, als Schnittstelle zwischen Ökonomie und Ökologie, investiert die Landesregierung fast eine Million Euro.

 

Die Bio-Branche wächst nach wie vor überdurchschnittlich und hat deutschlandweit das erste Mal die Umsatzmarke von 10 Milliarden Euro geknackt. Bio ist inzwischen zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor geworden von dem auch die heimische Landwirtschaft profitiert. In Hessen ist der Ökolandbau seit Antritt der schwarz-grünen Landesregierung um über 30 Prozent auf gut 100.000 Hektar gewachsen. Mittlerweile gibt es über 2.000 landwirtschaftliche Betriebe, die auf Bio umgestellt haben. „Das ist ein Riesenerfolg und das Tempo war einmalig in Deutschland! Wir als Landesregierung sind stolz darauf, dass Hessen heute Spitze ist beim Ökolandbau“, sagte Hinz. 

 

Daneben verfolgt die Landesregierung mit der Vermarktungsstrategie Echt Hessisch und der Marketinggesellschaft Gutes aus Hessen das Ziel, die Wertschöpfung im ländlichen Raum zu erhalten. Über den Schäferverein Hessen-Nassau kooperieren sieben Schäfereien mit einem lokalen Schlachtbetrieb und dem Lebensmitteleinzelhandel zur Vermarktung von regionalem Lammfleisch, das nun auch in Filialen eines großen Lebensmitteleinzelhandels erhältlich ist. „Es ist für Klima, Natur und die Höfe gleichermaßen ein Gewinn, wenn Fleisch regional vermarktet statt in Fleischfabriken erzeugt und dann umweltschädlich nach Hessen importiert wird“, erläuterte Landwirtschaftsministerin Hinz. So wird bestehende Wertschöpfung im ländlichen Raum gestärkt und neue geschaffen.

 

Um alle innovativen Entwicklungen im ländlichen Raum, die gleichermaßen für die Umwelt und die Wirtschaft zukunftsweisend sind zu bündeln, wird die Landesregierung noch in diesem Jahr eine Akademie für den ländlichen Raum einrichten, verkündete die Ministerin bei der Regierungserklärung. „Was uns bei den verschiedenen Einzelmaßnahmen bisher noch fehlt, ist eine zentrale Stelle, bei der das gesamte Expertenwissen zum ländlichen Raum zusammenläuft.“ Die Akademie wird Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und ehrenamtliche Initiativen in den Bereichen nachhaltiger Tourismus, Mobilität oder regionale Wertschöpfung informieren und beraten und als Multiplikator wirken. „Diese Landesregierung stellt mit 1,8 Milliarden Euro nicht nur sehr viel Geld für die Entwicklung des ländlichen Raums bereit, sondern sorgt mit innovativen Konzepten auch dafür, dass diese Mittel einen Mehrwert für den gesamten ländlichen Raum entwickeln“, machte Hinz deutlich.

 

Die verschiedenen, von der Landesregierung auf den Weg gebrachten, Programme und Projekte beweisen, dass Investitionen in Umweltschutz zu wirtschaftlichem Erfolg führen und einen Weg in die Zukunft weisen. „Wir haben Ökonomie und Ökologie konsequent zusammengedacht und damit sehr viel erreicht, für die Umwelt, für das Klima, für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze, aber nicht zuletzt auch für die politische Kultur in Hessen“, sagte Ministerin Hinz abschließend.

 

Quelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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2018 - Veranstaltung,
Fortbildung und mehr

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Mehr Informationen
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Watterlebnisse

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Programm_Juli_2018.pdf
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NP Unteres Odertal

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Naturpark Schwalm-Nette

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

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Möglichkeiten der GAP zur Sicherung der biologischen Vielfalt

Naturschutzforum 2018

am 4. August 2018 in Wetzlar 

Die Europäische Kommission hat 1. Vorschläge für eine Weiterentwicklung der europäischen Agrarpolitik vorgelegt. Ziel ist auch, die Aspekte des Natur-, Klima-, Gewässer- und des Verbraucherschutzes stärker in die Gemeinschaftliche Agrarpolitik GAP zu integrieren. Das diesjährige Naturschutzforum dient der Infor-mation und Diskussion der neuen Vorschläge. Wo liegen die Chancen des neuen Ansatzes der Europä-ischen Kommission, wo aber auch die Risiken? Vor allem: Was bedeutet die Reform für Hessen und wie kann sich Hessen in die aktuelle Reformdebatte einbringen?

Programm & Anmeldung
N181-2018_Naturschutzforum 2018.pdf
PDF-Dokument [58.3 KB]

Biologische Vielfalt der Obstwiesen

Seminar "Sommerschnitt und Pflege an Obstgehölzen"

11.08.2018 in Wetzlar 

Einen wesentlichen Teil der Obstge- hölzpflege stellt der Kronenschnitt dar, wobei sich die Maßnahme in den meisten Fällen auf den Winter (Ruhe-phase) beschränkt. Das Obstgehölze erfolgreich in der Vegetationsperiode geschnitten werden können, beweist nicht nur der früher bedeutsame Formobstbau (Obstspalier).

Programm & Anmeldung
N099_2018_Sommerschnitt.pdf
PDF-Dokument [50.5 KB]

Biologische Vielfalt der Obstwiesen

Visuelle Kontrolle und Baum-gesundheit an Obstgehölzen

18.08.2018 in Wetzlar 

Programm & Anmeldung
N103_2018_Baumgesundheit.pdf
PDF-Dokument [52.1 KB]

34. Deutscher Naturschutztag "Klarer Kurs - Naturschutz“

Zum 34. Deutschen Naturschutztag (DNT) lädt der BBN Naturschutz-interessierte aus Politik, Verwaltung, Planung, Ehrenamt und Wissenschaft vom 25. – 29. September 2018 ein.

Zum Internetauftritt des DNT

(c) pixabay

Landart
Naturkunst in der Umweltbildung
5. - 6. Oktober 2018, Wetzlar

Landart-Künstler gestalten ihre Werke in der Natur aus dem, was sie in der Natur finden. Bei der Gestaltung von Landart entstehen nicht nur – oft kurzlebige – faszinierende Kunstwerke, sondern auch intensive Naturerleb-nisse. Landart ist daher zu einem wichtigen Element der Umweltbildung geworden.

Programm & Anmeldung
N125_2018_ Landart_ .pdf
PDF-Dokument [214.9 KB]

3. Hess. Landesnaturschutztagung

„Insektensterben! Und jetzt?“ Wissenschaftlicher Sachstand und Wege aus der Biodiversitätskrise 

Unter dem Schlagwort „Insektenster-ben“ hat der Verlust an Biodiversität in Deutschland in den vergangenen Mo-naten eine starke mediale Aufmerksam-keit erhalten. Ziel dieser Veranstaltung ist, die wissenschaftlichen Grundlagen der Diskussion darzustellen und mög-liche Konzepte für eine dauerhafte Zu-kunft von Biodiversität zu diskutieren.
24. Oktober 2018, 09:30 Uhr
Kongresshalle Gießen, Berliner Platz 2

35390 Gießen

Schriftliche Anmeldung erforderlich und wird bis zum 24.09.2018 erbeten. Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden Sie unter https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/landesnaturschutztagung.html.

Der Berg ruft

heißt die aktuelle Ausstellung im Gasometer Oberhausen. Sie zeigt die Vielfalt einer außergewöhnlichen Welt und erzählt von der Faszination der Berge auf uns Menschen. Sie macht den ewigen Kreislauf des Gesteins nach-vollziehbar und zeigt in einzig-artigen Filmausschnitten und Fotos wie in Jahrmillionen in den gewaltigen Gebirgsmassiven der Erde einzigartige Lebenswelten mit ihrer ihnen eigenen Tier- und Pflanzenwelt entstanden sind.

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NATUR Online 

Redaktion NATUR Online

Buchbergstr. 6 | D - 63517 Rodenbach
Telefon: 06184 –  99 33 797

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