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12. Oktober 2017 | Umelt/Wolf 

 

Fortschreibung des Niedersächsischen Wolfskonzepts


Schutz für Wild-und Nutztiere – Mehr Unterstützung für Weidetierhalter, Vorort-Beratung, mehr Fördermaßnahmen für Prävention – Bei der Rückkehr des Wolfs nichts verharmlosen und nichts dramatisieren

 

Umweltminister Stefan Wenzel hat die Fortschreibung des Niedersächsischen Wolfskon­zepts vorgestellt. Auf 59 Seiten ist darin die Arbeitsgrundlage für das Wolfsmanagement formuliert, mit der der Entwicklung der Wolfspopulation und dadurch auftretender Verände­rungen angemessen und nach Bedarf Rechnung getragen werden soll, sagte der Minister am Mittwoch (heute) in Hannover. Ausgangspunkt für alle Maßnahmen sind die unlängst in der gemeinsamen Beratung mit dem Ministerpräsidenten und dem Bundesumweltmini­sterium bestätigten Regelungen zum Artenschutz, zum Umgang mit auffälligen Wölfen, zum Schutz von Nutztieren und zur Hilfestellung für die Weidetierhalter.

 

Das Konzept wurde von Experten des Umweltministeriums und des Wolfsbüros des Nieder­sächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)  in enger Abstimmung mit den im Arbeitskreis Wolf zusammengeschlossenen Wolfsberatern, Verbandsvertretern, der Landesjägerschaft Niedersachsen und anderen Fachleuten erar­beitet. Die Ziele sind: Die Einhaltung von Recht und Gesetz beim Artenschutz, das möglichst konfliktarme Nebeneinander von Mensch und Wolf, die nachhaltige Unterstützung von Landwirten, die Weidehaltung oder Landschaftspflege betreiben und die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. "Bei allen Maßnahmen des Niedersächsischen Wolfsmanagements steht die Sicherheit der Menschen an oberster Stelle", sagte Wenzel. Die in Niedersachsen bislang erst- und ein­malig durchgeführte Entnahme eines Wolfs unterstreiche, dass das Umweltministerium im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten entschlossen ist, einen Wolf im Einzelfall auch töten zu lassen, wenn eine konkrete Gefahr von diesem ausgeht.

 

Eine erste Fassung des Niedersächsischen Wolfskonzepts entstand im Juni 2010. Zu dieser Zeit kamen in Niedersachsen Wölfe nur sporadisch vor, Rudel mit Welpenaufzucht existier­ten noch nicht. Möglicherweise mit der Rückkehr des Wolfes verbundene Probleme für die Akzeptanz und besonders auch für die Nutztierhalter wurden seinerzeit nicht ernsthaft erörtert. Dazu Wenzel: "Aufgrund der Erfahrungen und Erkenntnisse im Zuge der Ausbrei­tung des Wildtieres wurde das Konzept nun grundlegend überarbeitet und an die seither neu geschaffenen Strukturen im Wolfsmanagement angepasst."

 

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

 

 

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