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17. Juni 2018

DBU: Mehr Fördermittel trotz schwierigen Finanzmarktumfeldes

 

Deutsche Bundesstiftung Umwelt stellte Jahresbericht 2017 vor –
51,4 Millionen Euro für 207 Projekte

 

PM JPK Finanzen

Freuen sich über grundsolide Stiftungs-Finanzen: DBU-Generalsekretär Alexander Bonde (l.) und Verwaltungschef Michael Dittrich.

 

Osnabrück. Obwohl die Lage auf dem Finanzmarkt schwierig ist, zieht die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) für 2017 ein positives Fazit: Ihr Vermögen stieg von 2,19 auf 2,24 Milliarden Euro, 51,4 Millionen Euro (2016: 51,1) flossen in 207 Projekte (184). „Wir sind zufrieden und haben trotz des Giftcocktails für Stiftungen, der sich an den Kapitalmärkten zusammenbraut, unsere Fördermittel erhöht“, sagte DBU-Finanzchef Michael Dittrich heute in Osnabrück und spielte auf den „Mix aus weiterhin extrem niedrigen Zinsen, seitwärts treibenden oder sinkenden Aktienkursen und einer anziehenden Inflation“ an. Umso mehr sei das Resultat „sehr bemerkenswert“, lobte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde die „hohe Qualität“ der stiftungseigenen Vermögensanlage und prognostizierte: „Wir gehen davon aus, dass wir das Fördermittelniveau auch in den nächsten fünf Jahren halten werden.“

 

Zweitbestes Ergebnis der letzten zehn Jahre

Dittrich: „Mit einem Gewinn aus der Vermögensanlage von 123,5 Millionen Euro nach 103,5 Millionen Euro im Vorjahr konnte nicht nur ein um 20 Millionen Euro verbessertes Ergebnis, sondern auch das zweitbeste Resultat der vergangenen zehn Jahre erzielt werden“. Nach Abzug der Verwaltungsaufwendungen betrug das Jahresergebnis 115,7 Millionen Euro (2016: 95,6). Das Stiftungskapital beträgt jetzt 2,24 Milliarden Euro (2016: 2,19). Der inflationsbereinigte Kapitalerhalt sei damit sichergestellt. Das Stiftungskapital heute sei also trotz der Inflationsverluste der vergangenen 26 Jahre genau so viel „wert“ wie das Kapital, das der DBU bei ihrer Gründung 1991 zur Verfügung gestellt worden war – trotz Investitionen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro. Durch das „sehr gute Kapitalanlageergebnis“, so Dittrich, konnte die DBU trotz der akuten Niedrigzinsphase das Fördermittelbudget von 51,4 (2017) auf 55 Millionen Euro im laufenden Jahr 2018 erhöhen.

 

Bewegung bei nachhaltigen Kapitalanlagen

Schon seit 2005 sei das Thema Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage der DBU fest verankert, so der Finanzchef weiter. Ende Mai habe jetzt die Kommission der Europäischen Union (EU) Vorschläge für eine stärkere Beteiligung des Finanzsektors an einer umweltfreundlichen Entwicklung der Wirtschaft vorgelegt. Danach sollen institutionelle Anleger wie Pensionsfonds, Versicherungen oder Stiftungen künftig offen legen, inwieweit ihre Anlagen an Nachhaltigkeitszielen ausgerichtet sind. Die Kommission wolle schrittweise festlegen, welche Investitionen als „nachhaltig“ zu bezeichnen sind und sich dabei auch an bestehenden Marktpraktiken orientieren. Dittrich: „Die lange Diskussion, ob  Nachhaltigkeitskriterien mit den Treuhandpflichten eines Vermögensverwalters vereinbar sind, wird jetzt durch die EU endgültig im Sinne der Nachhaltigkeit entschieden.“

 

Auch in 2017 über 50 Millionen Euro Fördersumme

2017 gingen bei der DBU 618 Anträge und Projektskizzen ein (2016: 722). Die Bewilligungssumme stieg mit 51,4 Millionen Euro gegenüber 2016 (51,1) leicht an. 207 Projekte (2016: 184) wurden gefördert. Damit hat die Stiftung seit Aufnahme ihrer Fördertätigkeit im März 1991 rund 1,7 Milliarden Euro für mehr als 9.600 Projekte an Fördermitteln bewilligt und damit mehr Geld in den innovativen Umweltschutz investiert, als sie seinerzeit als Stiftungskapital erhalten hatte (1,288 Milliarden Euro).

 

Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

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PDF-Dokument [35.7 KB]
(c) pixabay

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Themenaufruf_Faunistentag_2019.pdf
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