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30. März 2021 | Ökologisch leben 

 

So wird Ihr Osterfest umweltfreundlich

 

NABU-Tipps für bunte Eier und Geschenke, die auch der Natur Freude machen  

 

Wetzlar – Die Osterfeiertage stehen vor der Tür und werden auch in diesem Jahr für viele wieder etwas anders als gewohnt ablaufen. Eine gute Gelegenheit alte Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen und über alternative Ostertraditionen nachzudenken. Der NABU Hessen gibt Tipps, wie man das Osterfest umweltfreundlicher gestalten kann. "Bei österlichen Bräuchen, Speisen und Geschenken am besten darauf achten, dass sie so wenig wie möglich Natur und Umwelt belasten", so Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen.

 

NABU-Tipps zu mehr Nachhaltigkeit an Ostern:

Das (selbst) gemachte Nest: Statt ein Osternest aus Plastik oder Papier zu kaufen, kann man zum Beispiel schöne Alternativen aus Pappe und Wollresten oder Zeitungspapier gestalten oder einfach Weidenkörbchen nutzen, die viele Jahre zum treuen Begleiter auf der Ostereiersuche werden. Für das grüne Innenleben des Nests kann man entweder selbst Gras säen, echtes Heu verwenden oder einfach grün gefärbte Wolle, die dann immer wieder verwendet werden kann.

Ei ist nicht gleich Ei: Bei den Eiern greift man am besten zur Bioqualität, diese erkennt man an der Kennzeichnung "0". Der NABU Hessen empfiehlt, zu Ostern nur tier- und umweltgerecht erzeugte Eier zu kaufen. „Das Motto beim Einkauf sollte heißen: Kauf kein Ei mit einer Drei!“, erklärt Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Der Zahlencode auf den Eiern gibt Auskunft über ihre Herkunft. Nur Eier mit einer „0“ als erster Ziffer stammen aus gesunder ökologischer Freilandhaltung. Eier mit der Ziffer „3“ werden in tierquälerischer Käfighaltung produziert. “Neben der nicht tiergerechten Haltung von Hühnern in Legebatterien spielen auch die problematischen Umweltauswirkungen von Eierfabriken eine große Rolle. Die Massentierhaltung belastet die Atmosphäre mit klimaschädlichen Methanemissionen und verschmutzt das Grundwasser”, so Eppler. Doch nicht nur die Tiere und die Umwelt leiden unter dieser Art der Eierproduktion. Antibiotika im Hühnerfutter oder Salmonellen in Batterie-Eiern können auch die Gesundheit der Verbraucher gefährden. Daher sollten Verbraucher beim Eierkauf eine bewusste Entscheidung gegen die Käfighaltung und für Bio-Produkte treffen. „Am besten sind Bioeier aus der Region“, so Eppler.

 

Eierfärben? – Aber natürlich: Da bei bereits gefärbten Eiern nicht immer ersichtlich ist, aus welcher Haltung sie stammen und welche Farben verwendet wurden, empfiehlt der Landesvorsitzende Eier selbst zu färben. Denn, so der Experte, die meisten Zutaten dafür habe man ohnehin schon im Haushalt. Um sich auf das Fest einzustimmen und die Kinder zu beschäftigen, ist das Eierfärben mit Zutaten aus der Küche ideal. Mit Rotkohl kann man zum Beispiel eine blaue Färbung erzielen und Rote Beete macht die Schale rot. Mit Minze kann man die Eier grün färben, mit Kaffeesatz braun. Nach dem Oster-Brunch kann man die natürlich gefärbten Eierschalen dann ohne Bedenken weiterverwerten. "Sie eignen sich gut als Dünger für den Garten, da sie aus Kalk bestehen", so Eppler. Ein weiterer Tipp: In den halbierten, leeren Schalen Gemüse vorziehen. Oder ein österliches Bild mit einem Mosaik aus gefärbten Eierschalen gestalten.

 

Das Osteressen: Beim Osteressen sollte man auch hinterfragen, ob es nicht vielleicht mit etwas weniger Fleisch geht und ob das traditionelle Osterlamm nicht besser von einem lokalen Schäfer kommen sollte. Auch auf weit gereiste und damit nicht nachhaltige Zutaten sollte man bei der Planung eher verzichten. „Traditionelle, regionale Gerichte aus Hessen wie die Grüne Soße machen es vor- regional und saisonal kann unglaublich lecker sein!“ sagt Gerhard Eppler.

Ostergeschenke: Da viele Geschäfte zurzeit geschlossen haben, muss man sich zum Befüllen der Osternester in diesem Jahr etwas einfallen lassen. Es müssen ja nicht immer Süßigkeiten mit unnötig viel problematischem Verpackungsmaterial sein. Die Lieben freuen sich sicher auch über selbst gebackene Hasenplätzchen oder Käsecracker im Schraubglas, selbst gebastelte Osterdeko, ein Kresse-Ei mit original Lockdown-Frisur oder wie wäre es mit einem selbstgebauten Insektenhotel aus Holzresten? Darüber freuen sich Garten- und Balkonbesitzer, da mit dem Hotel Wildbienen angelockt werden, die die Pflanzen bestäuben.

 

"Eine schöne Idee sind auch NABU-Geschenkmitgliedschaften, die ganz einfach online von der heimischen Couch aus abgeschlossen werden können", so Gerhard Eppler. Damit macht man seinen Liebsten eine Freude und tut gleichzeitig etwas für den Naturschutz.

 

Falls der gemeinsame traditionelle Osterspaziergang in diesem Jahr einmal ausfallen muss, hat der NABU unter www.NABU.de/corona Tipps für das Naturerleben zu Hause zusammengestellt.

 

Mehr Infos:

Tipps für ein nachhaltiges Osterfest

 

Quelle: NABU Landesverband Hessen e.V. 

 

Machen Sie mit!
Saatkugeln für die Blütenvielfalt
 
Das Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen unterstützt die blühende Vielfalt und bietet Saatkugeln zur kostenlosen Abholung an.
(c) Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen
Haben Sie noch ein wenig Platz im Garten oder auf dem Balkon? Frühlingszeit ist Blütenzeit! Insekten, zu denen auch Bienen und Hummeln gehören, fliegen von Blüte zu Blüte und sammeln Pollen und Nektar. Dabei bestäuben sie durch ihre Berührungen das weibliche Blütenorgan mit Pollen und sichern so die Vermehrung der Pflanzen. Insekten sind daher für unsere Ökosysteme unverzichtbar und ein vielfältiges Blütenangebot ist die Lebens- und Nahrungsgrundlage für viele Insektenarten.
 
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation können die Samenkugeln - solange der Vorrat reicht - im Foyer des Biosphärenreservatsamtes am Circus 1 in Putbus abgeholt werden.

Stellenangebote

(c) Nadine Reichert

Der Umwelt auf der Spur

Freiwilliges Ökologisches Jahr im Biosphärenreservat Bliesgau

Am 1. September beginnt das Frei-willige ökologische Jahr im Saarland.
In der Geschäftsstelle des Biosphären-zweckverbands Bliesgau erhalten junge Menschen die Möglichkeit, sich für Umwelt, Naturschutz & Nachhaltigkeit zu engagieren.

Mehr Informationen
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TV - Tipps

Hüter der Natur

Mittwoch, 28. April um 20:15 Uhr bei ServusTV Deutschland: Terra Mater: Hüter der Natur – Australien (1/3)

© Shutterstock

Australien ist der trockenste Kontinent der Erde und doch von einer vielfältigen Landschaft geprägt, die den Lebensraum für eine einzigartige Artenvielfalt darstellt. Doch in den letzten zwei Jahrhunderten wurden Ressourcen und Tierwelt bedrohlich ausgebeutet. Mit einer der höchsten Abholzungsquoten weltweit, einem dramatischen Säugetiersterben und den zunehmend schwindenden Riff- systemen braucht Australiens Natur dringend Rettung.

 

Mittwoch, 05. Mai um 20:15 Uhr ServusTV Deutschland: Terra Mater: Hüter der Natur – Indonesien (2/3) 

© Shutterstock

Die Regenwälder Indonesiens werden immer wieder als Beispiel für unglaublichen Artenreichtum genannt – doch genau diese Biodiversität wird einigen Inseln zum Ver- hängnis. Immer größere Teile von Borneos Wäldern werden abgeholzt, um Platz für lukrative Palmölplantagen zu schaffen. Immer mehr Lebensraum verschwindet – doch es gibt Hoffnung.

 

Mittwoch, 12. Mai um 20:15 Uhr ServusTV Deutschland: Terra Mater: Hüter der Natur – Afrika (3/3) 

© Shutterstock

Ob illegale Jagd auf Tiere für Trophäen oder Wunderheilmittel, die voranschrei-tende Wüstenbildung aufgrund unregulier-ter Abholzungen, oder der Abbau von Gold und anderen Edelmetallen – der afrikanische Kontinent steht vor jeder Menge Probleme. Doch wo es Probleme gibt, da gibt es auch Lösungen.

Fortbildung

Artenkenner Käfer

18. April 2021 | NAH | Ortenberg
9:00 - 16:30 Uhr
 
Dieses Seminar bietet Einsteigern einen Überblick über die typischen Merkmale, die Ökologie und das Vor- kommen von Käfern. Sie erhalten Informationen über den aktuellen Erfassungsstand der hessischen Käfer- fauna und lernen Bestimmungs- schlüssel und Nachweismethoden kennen. In Kleingruppen mache Sie erste Erfahrungen in der Bestimmung häufig auftretender Käferarten.
Programm und Anmeldung
N077_2021_Artenkenner Käfer.pdf
PDF-Dokument [175.5 KB]
NZH_DS-Info_Teilnehmer_02-2021.pdf
PDF-Dokument [104.1 KB]

Live-Stream Wattenmeer & Harz Volkshochschule Langenhagen organisiert Hybrid-Veranstaltung zum Klimawandel

Themenschwerpunkt ist der Klima-wandel in Niedersachsen. Die Arktis ist 2020 so langsam und so wenig zuge-froren wie noch nie. Die Temp.  sind dort durchschnittlich 3 Grad wärmer als früher. Der Klimawandel zeigt sich am Nordpol besonders deutlich – doch die Arktis ist weit weg und auf das alltäg-liche Leben hatte der Klimawandel bislang kaum Einfluss. Doch das ändert sich gerade. Im Vortrag präsentieren die Referenten, wie sich der Klimawan-del aktuell an unserer Küste und in unseren Wäldern zeigt und wichtige Lebensräume verändert. 

(c) Peter H und Pixaline

Dr. Matthias Mertzen aus dem National-park-Haus Wurster Nordseeküste und Jens Halves aus dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus berichten, wie stark sich der Klimawandel im Wattenmeer und im Harz schon aus-wirkt und was getan wird, um ihn zu verlangsamen. Abschließend disku-tieren sie, was jede bzw. jeder Einzelne von uns tun kann. Die Veranstaltung ist kostenfrei. 

 

Anmeldung auf der Webseite www.vhs-langenhagen.de sowie telefonisch unter 0511 7307 9710 oder per E-Mail an info@vhs-langenhagen.de.

Wildbienen-Artenkenntnis für alle" am 30. April 2021 

Dieses Seminar bietet Einsteigern einen Überblick über die typischen Merkmale, die Ökologie und das Vorkommen von Wildbienen. Sie erhalten Informationen über den aktuellen Erfassungsstand der hessischen Wildbienenfauna und lernen Bestimmungsschlüssel und Nachweismethoden kennen.

Programm & Anmeldung
N174-2021_Artenkenner Wildbienen1.pdf
PDF-Dokument [142.8 KB]
Info Teilnehmer
NZH_DS-Info_Teilnehmer_02-2021.pdf
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Begegnungen am Grünen Band

Das Grüne Band reicht vom Dreiländereck bei Hof bis zur Ostsee. Es ist ein Mahnmal und Friedensprojekt. Der Dreiklang aus Naturschutz, Grenzgeschichte und Kultur macht es einzigartig. Dort wo sich zu Zeiten des Kalten Krieges feindliche Armeen aufgerüstet gegenüberstanden, darf sich seit dem Herbst 1989 die Natur entfalten. So wurde aus dem ehemaligen Todesstreifen eine Lebenslinie. 

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Trotz anhaltender Hygienevorschriften und gewisser Beschränkungen aufgrund des Coronavirus bietet die NAH in Wetzlar einige interessante Veranstaltungen an.

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