Aktuell Informativ Meinungsbildend NATUR UND UMWELT
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15. Mai 2020

 

Rückenwind für den Umweltschutz

 

WWF begrüßt Forderungen des Sachverständigenrats für Umweltfragen

 

Konjunkturhilfen müssen auch in Natur- und Klimaschutz fließen

 

Berlin: Heute hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) sein jährliches Umweltgutachten vorgestellt. Bei dem Themenfeldern Klimaschutz, Gewässerschutz sowie EU-Umwelt und Agrarpolitik wird klar: Politik, Gesellschaft und Wirtschaft müssen im Kampf gegen Artensterben und Klimakrise einen Gang hochschalten. WWF Naturschutzvorstand Christoph Heinrich sieht dazu auch die Konjunkturprogramme in der Corona-Pandemie als wichtiges Instrument für den Klima- und Naturschutz. Heinrich kommentiert: „Die Wirtschaftshilfen in Billionenhöhe werden darüber entscheiden, ob Deutschland und Europa in ihre Zukunftsfähigkeit investieren. Investitionen in alte Technologien würden die Klima- und Umweltkrise nur weiter verfestigen. Jetzt kommt es darauf an Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftliche Stabilität und Wohlstand mit Klimaschutz und dem Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen zu verbinden.“

 

Klima

In ihrem Gutachten machen die Expert:innen des SRUs deutlich: Deutschland versäumt es einen fairen Beitrag zu den Pariser Klimazielen zu leisten. Heinrich kommentiert: "Die Anhebung des europäischen Ziels im Rahmen des Green Deal auf 65% ist deshalb mehr denn je geboten. Um Klimaneutralität zu erreichen ist ein Gesamttreibhausgasbudget eine notwendige Leitschnur. Sie hält uns vor Augen, dass schnelle und deutliche Minderungen der Schlüssel zum Erreichen der Pariser Klimaziele sind. Unter dieser Maßgabe sollten auch alle Maßnahmen zur Überwindung der Corona-Krise stehen. Sie müssen die Wirtschaft beschleunigt auf den Pfad zur Klimaneutralität bringen. Das heißt konkret: Konjunkturmittel für Unternehmen sollten an klare Zielvorgaben zu einem 1,5°C-Pfad geknüpft werden.”

 

EU-Politik

Vor dem Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im Juli blickt der SRU im Gutachten auch nach Brüssel. “Der Green Deal war ein Aufbruchssignal, jetzt müssen Taten folgen. Klima und Umwelt müssen besser in alle Politikbereiche integriert werden.  Deutschland als wirtschaftsstärkstes Land muss die EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um Klima und Umweltschutz voranzutreiben.”, so Heinrich.

 

Gewässerschutz/ Wasserrahmenlinie

Bei seiner Arbeit zur Wasserrahmenrichtlinie bekommt der WWF Rückenwind durch den SRU: „Das Hauptproblem der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie liegt wie auch von uns vielfach adressiert in der Freiwilligkeit. Die Gutachter des Umweltrates kommen zu dem Ergebnis, dass fehlende personelle und finanzielle Ressourcen ein entscheidender Grund für die Verfehlung der Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie sind. Daraus muss die Bundesregierung jetzt ihr Schlüsse ziehen: Die Konjunkturmittel im Rahmen der Konjunkturpakete müssen auch in die ökologische Verbesserung der Gewässer fließen.

 

Mit Blick auf die umzusetzenden Bewirtschaftungspläne der Wasserrahmenrichtlinie muss die Bundesregierung jetzt den SRU Vorschlägen folgen. Es müssen dringend geeignete Instrumente verankert und gefunden werden. Ein Beispiel dafür ist die Fachplanung, auch um die Wege zur Flächensicherung aufzuzeigen.

 

Die Forderung des SRU nach einer Gemeinschaftsaufgabe „Natur-, Gewässer- und Hochwasserschutz“ begrüßen wir. Wir sehen uns in unserem Ruf nach einer Verankerung von Biodiversität als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern gestärkt. Durch eine Etablierung einer solchen Gemeinschaftsaufgabe, losgelöst von den bisherigen Sonderrahmenplanungen innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe Agrar und Küstenschutz, werden Gewässer-, Natur- sowie Hochwasserschutz endlich prioritär verankert und könnten massiv von fest der Biodiversität zugeordneten Geldern und Ressourcen profitieren. Der European Green Deal ist hier der notwenige Rückenwind, auch wenn die Vorschläge zur Implementierung in die Sektorpolitiken noch vage bleiben.

 

Agrarpolitik

Zudem ist die Einschätzung des SRU die Gewässerpolitik enger mit der Gemeinsame Europäische Agrarpolitik  zu verknüpfen mehr als begrüßenswert. Insgesamt folgt man damit dem vom SRU ausgewiesenen, erheblichen Bedarf die Landwirtschaft weiter ökologisch auszurichten. Der attestierte Bedarf an einer grundlegenden Verhaltensänderung in der Landwirtschaft und weiteren Sektoren ist in den Augen des WWF mehr als richtig. So muss die GAP gemäß dem Fördergrundsatz öffentliches Geld für öffentliche Leistungen ausgerichtet werden, damit diejenigen Landwirte für ihre Leistungen beim Klimaschutz, Schutz der Artenvielfalt, für sauberes Wasser und intakte Böden honoriert werden. Der SRU sieht in der verstärkten Nutzung von Holz - insbesondere Stammholz - und einer daraus resultierenden erhöhten Nachfrage ein Risiko für den Erhalt insbesondere schlecht geschützter Wälder in der Welt. Im Zusammenhang gilt es daher eine Zertifizierung der Wälder nach FSC-Standard voranzutreiben und im Zusammenhang die Nutzung von Holz dem Grundsatz der Kaskadennutzung folgen zu lassen. Holz soll demnach erst stofflich, dann energetisch verwendet werden. Zudem muss ein internationales Regelwerk zum Schutz der Wälder und des Handels mit Holz wirksam etabliert werden ( z.B.EUTR).“

 

Quelle: WWF

 

 

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Saatkugeln für die Blütenvielfalt
 
Das Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen unterstützt die blühende Vielfalt und bietet Saatkugeln zur kostenlosen Abholung an.
(c) Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen
Haben Sie noch ein wenig Platz im Garten oder auf dem Balkon? Frühlingszeit ist Blütenzeit! Insekten, zu denen auch Bienen und Hummeln gehören, fliegen von Blüte zu Blüte und sammeln Pollen und Nektar. Dabei bestäuben sie durch ihre Berührungen das weibliche Blütenorgan mit Pollen und sichern so die Vermehrung der Pflanzen. Insekten sind daher für unsere Ökosysteme unverzichtbar und ein vielfältiges Blütenangebot ist die Lebens- und Nahrungsgrundlage für viele Insektenarten.
 
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation können die Samenkugeln - solange der Vorrat reicht - im Foyer des Biosphärenreservatsamtes am Circus 1 in Putbus abgeholt werden.

Stellenangebote

(c) Nadine Reichert

Der Umwelt auf der Spur

Freiwilliges Ökologisches Jahr im Biosphärenreservat Bliesgau

Am 1. September beginnt das Frei-willige ökologische Jahr im Saarland.
In der Geschäftsstelle des Biosphären-zweckverbands Bliesgau erhalten junge Menschen die Möglichkeit, sich für Umwelt, Naturschutz & Nachhaltigkeit zu engagieren.

Mehr Informationen
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TV - Tipps

Hüter der Natur

Mittwoch, 28. April um 20:15 Uhr bei ServusTV Deutschland: Terra Mater: Hüter der Natur – Australien (1/3)

© Shutterstock

Australien ist der trockenste Kontinent der Erde und doch von einer vielfältigen Landschaft geprägt, die den Lebensraum für eine einzigartige Artenvielfalt darstellt. Doch in den letzten zwei Jahrhunderten wurden Ressourcen und Tierwelt bedrohlich ausgebeutet. Mit einer der höchsten Abholzungsquoten weltweit, einem dramatischen Säugetiersterben und den zunehmend schwindenden Riff- systemen braucht Australiens Natur dringend Rettung.

 

Mittwoch, 05. Mai um 20:15 Uhr ServusTV Deutschland: Terra Mater: Hüter der Natur – Indonesien (2/3) 

© Shutterstock

Die Regenwälder Indonesiens werden immer wieder als Beispiel für unglaublichen Artenreichtum genannt – doch genau diese Biodiversität wird einigen Inseln zum Ver- hängnis. Immer größere Teile von Borneos Wäldern werden abgeholzt, um Platz für lukrative Palmölplantagen zu schaffen. Immer mehr Lebensraum verschwindet – doch es gibt Hoffnung.

 

Mittwoch, 12. Mai um 20:15 Uhr ServusTV Deutschland: Terra Mater: Hüter der Natur – Afrika (3/3) 

© Shutterstock

Ob illegale Jagd auf Tiere für Trophäen oder Wunderheilmittel, die voranschrei-tende Wüstenbildung aufgrund unregulier-ter Abholzungen, oder der Abbau von Gold und anderen Edelmetallen – der afrikanische Kontinent steht vor jeder Menge Probleme. Doch wo es Probleme gibt, da gibt es auch Lösungen.

Fortbildung

Artenkenner Käfer

18. April 2021 | NAH | Ortenberg
9:00 - 16:30 Uhr
 
Dieses Seminar bietet Einsteigern einen Überblick über die typischen Merkmale, die Ökologie und das Vor- kommen von Käfern. Sie erhalten Informationen über den aktuellen Erfassungsstand der hessischen Käfer- fauna und lernen Bestimmungs- schlüssel und Nachweismethoden kennen. In Kleingruppen mache Sie erste Erfahrungen in der Bestimmung häufig auftretender Käferarten.
Programm und Anmeldung
N077_2021_Artenkenner Käfer.pdf
PDF-Dokument [175.5 KB]
NZH_DS-Info_Teilnehmer_02-2021.pdf
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Live-Stream Wattenmeer & Harz Volkshochschule Langenhagen organisiert Hybrid-Veranstaltung zum Klimawandel

Themenschwerpunkt ist der Klima-wandel in Niedersachsen. Die Arktis ist 2020 so langsam und so wenig zuge-froren wie noch nie. Die Temp.  sind dort durchschnittlich 3 Grad wärmer als früher. Der Klimawandel zeigt sich am Nordpol besonders deutlich – doch die Arktis ist weit weg und auf das alltäg-liche Leben hatte der Klimawandel bislang kaum Einfluss. Doch das ändert sich gerade. Im Vortrag präsentieren die Referenten, wie sich der Klimawan-del aktuell an unserer Küste und in unseren Wäldern zeigt und wichtige Lebensräume verändert. 

(c) Peter H und Pixaline

Dr. Matthias Mertzen aus dem National-park-Haus Wurster Nordseeküste und Jens Halves aus dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus berichten, wie stark sich der Klimawandel im Wattenmeer und im Harz schon aus-wirkt und was getan wird, um ihn zu verlangsamen. Abschließend disku-tieren sie, was jede bzw. jeder Einzelne von uns tun kann. Die Veranstaltung ist kostenfrei. 

 

Anmeldung auf der Webseite www.vhs-langenhagen.de sowie telefonisch unter 0511 7307 9710 oder per E-Mail an info@vhs-langenhagen.de.

Wildbienen-Artenkenntnis für alle" am 30. April 2021 

Dieses Seminar bietet Einsteigern einen Überblick über die typischen Merkmale, die Ökologie und das Vorkommen von Wildbienen. Sie erhalten Informationen über den aktuellen Erfassungsstand der hessischen Wildbienenfauna und lernen Bestimmungsschlüssel und Nachweismethoden kennen.

Programm & Anmeldung
N174-2021_Artenkenner Wildbienen1.pdf
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Info Teilnehmer
NZH_DS-Info_Teilnehmer_02-2021.pdf
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Wie sich die Welt verändert  

2020: ein Jahr der Extreme. Die welt-weite Corona-Pandemie hält uns in Atem. Doch es gibt mehr, dass das gesamte Leben auf der Erde bedroht. Waldbrände, Hitzerekorde, schmelzen-de Polkappen, ... - extreme Wetterer-eignisse sind inzwischen an der Tagesordnung. Wir laden zum spannenden Vortrag mit Dr. Thomas Henningsen ein. Der einstündige Livestream fand am 12.11.2020 statt und ist weiterhin auf Youtube zu sehen:

Neuerscheinung

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Begegnungen am Grünen Band

Das Grüne Band reicht vom Dreiländereck bei Hof bis zur Ostsee. Es ist ein Mahnmal und Friedensprojekt. Der Dreiklang aus Naturschutz, Grenzgeschichte und Kultur macht es einzigartig. Dort wo sich zu Zeiten des Kalten Krieges feindliche Armeen aufgerüstet gegenüberstanden, darf sich seit dem Herbst 1989 die Natur entfalten. So wurde aus dem ehemaligen Todesstreifen eine Lebenslinie. 

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Blumberger Mühle 2 | 16278 Angermünde

Naturschutz-Akademie Hessen

Trotz anhaltender Hygienevorschriften und gewisser Beschränkungen aufgrund des Coronavirus bietet die NAH in Wetzlar einige interessante Veranstaltungen an.

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Weitere Informationen 
http://www.na-hessen.de

(c) Kees van Surksum | Kurverwaltung Wangerooge

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Bei zahlreichen spannenden Veranstaltungen lässt sich die Insel Wangerooge unter naturkundlichen Aspekten entdecken.

Das Programm ist in gedruckter Form oder auf www.nationalparkhaus-wangerooge.de als PDF erhältlich.

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