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14. April 2020

 

Pflanzlichen Phosphor im Tierfutter nutzbar machen

 

DBU gefördertes Umweltprojekt der TU Hamburg will heimische Futtermittel stärken

 

Küken © TiHo/Hankel

Hühner sind kaum in der Lage, den pflanzlich gebundenen Phosphor zu verdauen und scheiden ihn ungenutzt wieder aus. © TiHo/Hankel

 

Tragende Sauen © TiHo/Visscher

Wenn die Verdaulichkeit von pflanzlich gebundenem Phosphor verbessert werden kann, werden die Böden durch die Ausscheidungen der Tiere nicht mehr so stark belastet. © TiHo/Visscher

 

Hamburg. „Phosphor ist ein unverzichtbarer Nährstoff für Menschen, Tiere und Pflanzen. Nicht-Wiederkäuer, wie Schweine und Geflügel, können jedoch den in Pflanzen enthaltenen Phosphor zum Beispiel aus Getreide, kaum verdauen. Sie scheiden den größten Teil wieder aus, er landet mit dem Dünger auf dem Acker. Da viele Böden dadurch überversorgt sind, setzen Landwirte unter anderem ganz bewusst pflanzliche Futtermittel mit geringerem Phosphorgehalt ein, auch wenn diese nicht aus heimischem Anbau stammen“, sagt Dr. Susanne Wiese-Willmaring, DBU-Referentin für Lebensmittel. Die Technische Universität (TU) Hamburg will nun die Verdaulichkeit des Phosphors aus Getreidekleie für Nicht-Wiederkäuer verbessern. So soll die Umwelt entlastet und zugleich der Einsatz heimischer Futtermittel gefördert werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt fachlich und finanziell mit 636.000 Euro.

 

Eingeführte Futtermittel bevorzugt

Bisher werde oft auf heimische Futtermittel wie Kleie oder Rapsschrot verzichtet, weil diese einen hohen Anteil an pflanzlich gebundenem Phosphor enthielten, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Martin Kaltschmitt von der TU Hamburg. Der Anbau und die Einfuhr von Futteralternativen mit geringerem Phosphorgehalt belasteten aber die Umwelt. Zudem müsse der besser verdauliche, mineralische Phosphor, der weltweit nur noch in begrenzter Menge zur Verfügung steht, zugefüttert werden, um die Tiere optimal zu versorgen.

 

Phosphor aus Pflanzen

Wenn man nun zum Beispiel den in Kleie enthaltenen pflanzlichen Phosphor verwerten könnte, sei eine bedarfsgerechte Versorgung der Tiere auch bei Einsatz heimischer Futtermittel leichter sicherzustellen und der Anteil eingeführter Ware könne verringert werden. Gleichzeitig verringere sich die Menge an ungenutzt ausgeschiedenem pflanzlichen Phosphor. "Wir wollen am Beispiel der heimischen Kleie, die beim Verarbeiten von Getreide als Reststoff übrigbleibt, ein neues Verfahren entwickeln, das den pflanzlich gebundenen Phosphor für Nicht-Wiederkäuer verdaulich macht", so Kaltschmitt. An diesem Projekt arbeiten vier Partner bestehend aus zwei Instituten der TU Hamburg (Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft sowie Institut für Technische Biokatalyse), dem Lehrstuhl für Biotechnologie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und dem Institut für Tierernährung der Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover.

 

Enzyme bei der Arbeit

Zunächst solle dafür eine Analysemethode entwickelt werden, mit welcher der Gehalt und die Art der Phosphor-Verbindung sicher bestimmt werden könnten. Im Anschluss solle untersucht werden, welche Möglichkeiten es mittels chemisch-mechanischer Verfahren oder mit Hilfe von Enzymen gebe, um den pflanzlichen Phosphor in eine verdauliche Form zu bringen. Im Labor und in einer modellhaften Bioraffinerie sollen besonders vielver­sprechende Verfahrensansätze getestet und bewertet werden. Die Tierärztliche Hochschule werde die entwickelten Futtermittel im praktischen Einsatz prüfen und die Ausscheidungen der gefütterten Tiere vorher und nachher auf ihren Phosphor-Gehalt untersuchen. So solle ermittelt werden, ob sich die Phosphorausscheidung verringert.

Verfahren im größeren Maßstab

Erweise sich ein Verfahren aus umwelttechnischer und wirtschaftlicher Sicht als Erfolg versprechend, könne es in größerem Maßstab beim Verarbeiten von Getreide zum Einsatz kommen. So könnten bisherige Rückstände wie Kleie höherwertig genutzt und das Belasten der Ackerböden durch den Überschuss an nicht verwertetem Phosphor verringert werden. Zugleich würde im Sinne der Nachhaltigkeit der Einsatz heimischer Futtermittel gestärkt und der Bedarf an nur endlich verfügbarem, mineralischem Phosphor verringert.
 

Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Neuerscheinung

GRENZENLOS

Begegnungen am Grünen Band

Das Grüne Band reicht vom Dreiländereck bei Hof bis zur Ostsee. Es ist ein Mahnmal und Friedensprojekt. Der Dreiklang aus Naturschutz, Grenzge-schichte und Kultur macht es einzigartig. Dort wo sich zu Zeiten des Kalten Krieges feindliche Armeen aufgerüstet gegenüberstanden, darf sich seit dem Herbst 1989 die Natur entfalten. So wurde aus dem ehemaligen Todesstreifen eine Lebenslinie. 

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"ES WIRD ZEIT!"

Internationale Medienkampagne rund um die Themen Natur, Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Die Kampagne lässt bis November 2020 die junge Generation zu der Frage „In welcher Welt wollen wir künftig leben?“
zu Wort kommen. 
Es geht besonders um Umwelt- und Klimafragen, aber auch um die nachhaltige Gestaltung unserer Gesell-schaft im 21. Jahrhundert, um die Erhal-tung der Demokratie, um nachhaltiges Wirtschaften und um das friedliche Zusammenleben der Völker.

 

Im Zentrum steht eine umfassende Online-Umfrage in acht Sprachen, die sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 34 Jahren richtet.  Hier geht es zur Umfrage:

https://www.time-to-question.com/de

Den Abschluss des Projekts bilden im November Themenabende auf ARTE. 
Die Programme werden von jungen, deutschen und französischen Autor*innen und Regisseur*innen im Alter von unter 35 Jahren realisiert, die stellvertretend für die neue Generation in sechs Dokumentar-filmen ihre Sicht auf die Welt darstellen, die sie einmal erben werden.

 

Dienstag, 24/11/2020 um 21.45 Uhr:

Und jetzt wir! – Eine Generation schlägt Alarm

Mittwoch, 25/11/2020 um 21.45 Uhr:

Findet uns das Glück?

Mittwoch, 25/11/2020 um 23.10 Uhr:

Nos amours – Unsere Lieben

Donnerstag, 26/11/2020 um 23.55 Uhr:

70 Jahre Jugendrevolte

Freitag, 27/11/2020 um 21.45 Uhr:

Die Jahrhundertschlacht

Freitag, 27/11/2020 um 23.15 Uhr:

Tracks Night – Sondersendung 

 

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NEUER BUCHTIPP

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TV Tipp

Die Gier nach Lachs – Wie ein Fisch den Planeten zerstört

Weltweit steht der Lachs auf der Beliebtheitsskala ganz oben und ist in jedem Discounter zu finden. Doch die Gier nach Lachs hat weit mehr Schattenseiten als bisher bekannt. 

Lokale Fischarten werden von der Lachszucht bedroht. Copyright: ZDF/Jan Pollack

Der Film von Albert Knechtel wirft einen kritischen Blick auf die Lachsindustrie und fragt, wo die Grenze des ökolo-gisch und ethisch Vertretbaren liegt. Der Film schildert den Teufelskreis globaler Eingriffe der Lachsindustrie in Naturkreisläufe – von gigantischen Zuchtbetrieben in Norwegen bis zu abgeholzten Regenwaldflächen im Amazonasgebiet.

ZDFinfo, Samstag, 3. Oktober 2020, 20.15 Uhr

 

Das Video ist verfügbar bis 02.11.2020, in Deutschland, Österreich, Schweiz.

Kinostart

THE GREAT GREEN WALL
 
Der musikalische Dokumentarfilm
wird am 24. Oktober 2020 zum Tag der Vereinten Nationen in ausgewählten Kinos starten.
THE GREAT GREEN WALL begleitet die charismatische Sängerin Inna Modja auf ihrer Reise entlang Afrikas „Grüner Mauer“, einem Landstreifen quer über den Kontinent, der Stück für Stück mit Bäumen bepflanzt werden soll. Die Jugend Filmjury der FBW empfiehlt den Film mit folgender Begründung: „Der Dokumentarfilm erzählt nicht nur vordergründig von dem visionären Kampf gegen die Wüsten-bildung in Afrika, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken, sondern stellt gleichzeitig die vielfältige und lebensfrohe Kultur Afrikas mit all ihren Schattenseiten dar. Die Proble-matik wird wundervoll dargestellt, ge-stützt durch charakteristische Land-schaftsaufnahmen und spannende Porträts. Die variierenden Blickwinkel werden nicht nur durch gelungene Kameraführung, sondern auch durch die authentische Erzählung und zusätz-liche Archivaufnahmen kreiert“.
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#NaturparkLust - Ferien-Erlebnisse vor der Haustür

 

Für Erholungs- und Abenteuer-suchende, die die bevorstehenden Ferienwochen noch nicht verplant haben oder zu Hause bleiben möchten, bieten Naturparke spannende Aus-flugstipps. Hier gibt es beste Voraus-setzungen für einen nachhaltigen und naturerlebnisorientierten (Kurz-)Urlaub in der Heimat, sodass Natur-Entdecker voll auf ihre Kosten kommen. [>>>mehr]

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Wandern im Geiste und
lokalen Handel stärken
 
Derzeit sind Wanderreisen nicht mög-lich. „Im Geiste“ dagegen sind sie eine bunte Abwechslung im grauen Corona-Alltag. Wer dabei auf den schönsten Wegen Deutschlands wandeln will, sollte sich den Bildband „Wanderbares Deutschland“ besorgen. Das fulminante Werk mit packenden Fotos bietet neben tollen Beschreibungen der Wege auch jede Menge Informationen zum Thema Kulinarik. Das weckt Wandersehnsucht.
 

Veranstaltungen

(c) NABU
NABU Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle
 
Blumberger Mühle 2 | 16278 Angermünde
Veranstaltungen
RUNDBRIEF_Oktober_2020.pdf
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Naturschutz-Akademie Hessen

Trotz anhaltender Hygienevorschriften und gewisser Beschränkungen aufgrund des Coronavirus bietet die NAH in Wetzlar einige interessante Veranstaltungen an.

Datenschutz-Info.pdf
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Weitere Informationen 
http://www.na-hessen.de

Botanische Exkursionen 

Von Mai - Oktober 2020 in ausge-wählte (Schutz-)Gebiete Hessens

Kostenfrei für alle Interessierten. Anmeldung erforderlich. 

Anmeldung botanische Exkursion.pdf
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123 Veranstaltungen locken in den Nationalpark Hainich
 
MITMACHEN bei geführten Themen-wanderungen, Forschertagen, Kinder-veranstaltungen, meditativen Exkur-sionen und vielem mehr
Mehr Informationen
Pressemitteilung Hainich.pdf
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Echte Gastlichkeit im Naturpark Südschwarzwald

Mit der VHS Geschichte, Kultur und Natur erleben

 

(c) Kees van Surksum | Kurverwaltung Wangerooge

Nationalpark-Haus Wangerooge 

Bei zahlreichen spannenden Veranstaltungen lässt sich die Insel Wangerooge unter naturkundlichen Aspekten entdecken.

Das Programm ist in gedruckter Form oder auf www.nationalparkhaus-wangerooge.de als PDF erhältlich.

Naturpark Spessart

Länderübergreifendes Veranstal-tungsprogramm 2020 online unter www.naturpark-spessart.de

Waldwildnis im Nationalpark Harz | Foto Oliver Kox

Nationalpark Harz

1000 Termine & Veranstaltungen 

Das Naturerlebnis-Programm 2020
des Nationalparks Harz ist zu finden unter  www.nationalpark-harz.de 

 

Für Naturbegeisterte gibt es  mit  den Nationalpark-Rangern, Förstern und  Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Auerhuhn- und Borkenkäfer-Sprech-stunde, Luchsfütterungen, Fledermaus-Exkursion, Vorträge, z.B. zum Vogel des Jahres, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie.

Naturpark Schwalm-Nette

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

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