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20. Juli 2018

 

Tote Grünfinken an Vogeltränken

 

Trink- und Badestellen für Vögel in Gärten täglich reinigen

 

Wetzlar – Wegen des anhaltenden heißen und trockenen Wetters richten immer mehr Naturfreunde Vogeltränken in ihren Gärten ein, um den gefiederten Gesellen zu helfen. Damit die Hilfe auch tatsächlich bei den Vögeln ankommt, gibt es einige wichtige Regeln zu beachten. Ansonsten können sich die Tiere beim Trinken leicht mit tödlichen Krankheitserregern infizieren. „In den letzten Tagen haben wir vermehrt Meldungen über tote Grünfinken erhalten. Aus den Landkreisen Gießen, Vogelsberg und Main-Kinzig wurden schon 25 verendete Vögel gemeldet“, erklärt NABU-Vogelexperte Maik Sommerhage. Die Ursache des Grünfinkensterbens ist eine Trichomonaden-Infektion. In verdreckten Vogeltränken kann sich der Parasit Trichomonas gallinae, ein winziges einzelliges Geißeltierchen, leicht ausbreiten und so das Wasser verunreinigen. Von Trichomonas befallene Grünfinken und andere Finkenvögel sind meist zum Tode verurteilt.

 

„Das oberste Gebot bei Vogeltränken, ganz gleich, ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, ist die Sauberkeit“, erläutert der Ornithologe. Beachtet werden müssen dabei regelmäßiger Wasserwechsel, Ausspülen und Sauberwischen. „Bei großer Hitze muss die künstliche Wasserstelle unbedingt täglich gereinigt werden, da kleine Wasserstellen jedes Jahr zahlreiche Vögel mit tödlichen Keimen infizieren“, so Sommerhage. Zur Säuberung dürften auf keinen Fall Spülmittel oder Reiniger verwendet werden. Eine Bürste und kochendes Wasser reichten aus. Als Alternative können auch zwei Wasserschalen abwechselnd benutzt werden. Wenn eine Tränke ein paar Tage in der heißen Sonne trocknet, sind mögliche Parasiten tot. Wer kranke oder verendete Vögel an einer Vogeltränke feststellt, sollte die Trinkquelle sofort stilllegen und entfernen, damit sich nicht noch mehr Vögel infizieren.

 

Zum Aufstellen von Vogeltränken hat der NABU einige Tipps parat: Vögel nehmen eine Tränke nur an, wenn sie sich dort auch sicher fühlen. Wichtig ist deshalb, dass die Tränke an einem Platz steht, der für die Vögel gut einsehbar ist. „Vögel sind beim Trinken und Baden stark abgelenkt und werden sonst zu leichter Beute für anschleichende Katzen. Deshalb sollte die Tränke nicht direkt neben einem Busch aufgestellt werden“, so Sommerhage. In der weiteren Umgebung der Tränke sollte es allerdings Büsche und Bäume geben, damit die Vögel sicher anfliegen und sich bei Bedrohung schnell verstecken können.

 

Für eine Vogeltränke muss man nicht viel Geld ausgeben. „Eine flache Schüssel oder ein Blumentopf-Untersetzer tun es auch“, erklärt Sommerhage. Die Vogeltränke sollte am Rand flach sein, so dass sich die Vögel dem Wasser nähern können. Um verschiedene Vogelarten anzulocken, sollte sie eine Tiefe zwischen 2,5 und 10 Zentimeter aufweisen. Zudem ist es wichtig, dass der Boden der Tränke rau ist, damit die Vögel einen Halt haben und nicht ausrutschen.

 

Vögel können nicht schwitzen, da sie im Gegensatz zu Säugetieren keine Schweißdrüsen haben. Sie verlieren bei Hitze also weniger Wasser. Trotzdem müssen Vögel zwei Mal am Tag Wasser aufnehmen. Vor allem Körnerfresser sind auf Wasserstellen angewiesen, da ihre Nahrung nur wenig Feuchtigkeit enthält. Und auch nichtgefiederte Gartenbewohner wie der Igel freuen sich derzeit über ein zusätzliches Trinkangebot.

 

Quelle: NABU Hessen e.V.

 

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