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12. April 2019 | Wald / Naturwälder

 

Neue Naturwälder für Hessen

Naturschutzorganisationen feiern Generationenprojekte

 

Wetzlar/Frankfurt – Die Naturschutzverbände BUND Hessen, Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, NABU Hessen sowie Zoologische Gesellschaft Frankfurt freuen sich über neue Waldflächen in Hessen, die sich künftig natürlich entwickeln dürfen. Umweltministerin Priska Hinz hat insgesamt 6.400 Hektar Staatswaldflächen vorgestellt, auf denen künftig auf forstwirtschaftliche Nutzung verzichtet wird, um für seltene Waldarten Lebensräume zu schaffen.

 

Die Naturschutzorganisationen betonen, dass insbesondere die großen zusammenhängenden Bereiche im Reinhardswald, am Vogelsberg, am Grünen Band bei Wanfried und im Kammerforst (Rheingau) ein großer Gewinn sind: „Von diesen neuen Naturwäldern werden viele künftige Generationen an Tieren, Pflanzen, Pilzen und auch Menschen profitieren“, erklärte Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Ein herausragender Erfolg sei auch der Schutz der nördlichen Ederseesteilhänge, der eine Erweiterung des Nationalparks Kellerwald-Edersee in greifbare Nähe rücke.

 

Bereits im April 2018 hatten die Naturschutzorganisationen ein Konzept vorgelegt, in dem sie 25 Waldgebiete benennen, die unbedingt gesichert werden müssen. Positiv bewerten die Naturschutzorganisationen, dass von ihren 25 Vorschlägen nun immerhin acht (weitgehend) übernommen wurden. Insgesamt gibt es fortan 42 Naturwaldgebiete in Hessen, die über 100 Hektar groß sind und die im Laufe dieser Legislaturperiode auch rechtlich verbindliche Naturschutzgebiete werden sollen. „Mit dem Schutz großer Naturwälder setzt Hessen im Bundesvergleich Maßstäbe“, lobte ZGF-Geschäftsführer Dr. Christof Schenck. Die großen Schutzgebiete seien eine gute Ergänzung zu den vielen kleineren Flächen und verbessern die Voraussetzungen für ein umfassendes Naturwaldverbundsystem in Hessen, in denen Wälder wieder alt werden dürfen.

 

„Das ist ein guter Tag für Hessens Spechte“, freute sich auch Oliver Conz, Vorsitzender der HGON „Jetzt können die gefiederten Dickschädel nach Herzenslust tun, was sie am besten können: die Wohnungsnot im Wald lindern!“ Spechte sind Baumeister für über hundert Tierarten. Sie meißeln ihre Höhlen gern in sehr alte Bäume. Die fehlen im Wirtschaftswald, wo Buchen schon im Alter von 100 bis 140 Jahren gefällt werden. Im Naturwald dagegen dürfen sie 300 Jahre alt und doppelt so dick werden. Davon profitieren auch Arten wie Rotmilan und Schwarzstorch: Sie können hier stabile Horste in ungestörter Umgebung bauen und über viele Jahre hinweg Nachwuchs großziehen.

 

Die hessische Biodiversitätsstrategie sieht vor, auf fünf Prozent der hessischen Waldfläche auf forstwirtschaftliche Nutzung zu verzichten. Mit der jüngsten Ausweisung von Naturwäldern erreicht Hessen einen Anteil von 3,8 Prozent des hessischen Waldes mit Naturwaldentwicklung. „Für eine Vollendung dieses Ziels fehlen also noch weitere 9.600 Hektar“, betonte Jörg Nitsch, Landesvorsitzender des BUND. Hierfür verweisen die Naturschutzorganisationen auf ihr Konzept, in dem sich weitere wertvolle Waldgebiete finden, die als Schutzgebiete geeignet sind.

 

Hintergrundinformationen

 

In Naturwäldern kann sich der Wald ganz ohne Zutun des Menschen natürlich entwickeln. Menschen sind weiterhin eingeladen, den Wald zu betreten und zu erleben, es werden aber keine Bäume mehr gefällt. Alte Bäume bleiben anders als im Wirtschaftswald stehen, bis sie morsch werden und zusammenbrechen. Als „Totholz“ sind sie „biologisches Gold“ und bieten einen einzigartigen Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Pilze. Je größer der einzelne Naturwald, desto größer ist seine Standortvielfalt und desto mehr ökologische Nischen können sich entwickeln. Dieser Prozess des Wachsens und Weichens dient dem Schutz der Artenvielfalt und ist zugleich für den Klimaschutz sinnvoll. In Naturwäldern speichern der Baumbestand und vor allem der Boden Jahr für Jahr Kohlenstoff. So wird der Atmosphäre Kohlendioxid entzogen.

 

Die großen künftigen Naturwälder der 3. Tranche sind: „Reinhardswald“ (1.293 Hektar), „Grünes Band bei Wanfried“ (888 Hektar), die drei Teilgebiete der Ederseesteilhänge (in Summe 1.162 Hektar), die nährstoffreichen Wälder des Westlichen Vogelsbergs (785 Hektar), der Kammerforst (565 Hektar), der Schelderwald (489 Hektar), der Melibocus (335 Hektar), die Basaltwälder auf dem Suhl (299 Hektar) und die Graburg (209 Hektar).

 

Das Naturwälderkonzept der Naturschutzverbände „Land der Naturwälder – 25 Waldschutzgebiete für Hessen“ ist online verfügbar: http://naturwaelder-in-hessen.de

 

Quelle: NABU

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Wilde Mädchen – 
auf in den Wald

Ferienfreizeit vom 1. -  5. Juli 2019 auf der Jugendburg Hessenstein

 

Rund um das Erleben des wilden Waldes dreht sich alles bei der Ferienfreizeit des NABU Hessen für Mädchen von 8 bis 12 Jahren in der Nationalparkregion Kellerwald-Edersee. Eine Woche lang erkunden Mädchen den Wald mit allen Sinnen, schnitzen Messer, Löffel und kunstvoll verzierte Wanderstöcke und lernen, wie man mit einfachen Hilfsmitteln Feuer macht.

Auf dem abenteuerlichen Programm stehen auch die Spurensuche, das Beobachten wilder Tiere und eine Biwaknacht im Wald. Der Teilnahme-beirag beläuft sich auf 160,- € incl. Unterkunft und Vollver-pflegung in der Jugendherberge. Schlafsack, Isomatte und alles weitere Ausrüstungsmaterial für die Nacht im Wald wird zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen gibt es auf  www.jugendburg-hessenstein.de oder per Telefon 06455-759 00 90.

Nationalpark-Haus Wangerooge

Programm
7_2019 (1).pdf
PDF-Dokument [3.2 MB]

Outdoor-Erste-Hilfe

für Schutzgebietsbetreuung, Naturführungen und (Jugend-)Gruppenleitung

29. - 30. Juni 2019, Reinheim

17. - 18. August 2019, Wetzlar

Programm & Anmeldung
N082_2019_Outdoor_1_Hilfe_Reinheim.pdf
PDF-Dokument [158.2 KB]
Programm & Anmeldung
N096_2019_Outdoor_1_Hilfe_WZ.pdf
PDF-Dokument [207.6 KB]

Mein Schwarm: Die Biene

Der Dschungel summt: Die Biosphäre Potsdam macht in diesem Sommer mit einer Ausstellung auf die enorme Wichtigkeit der summenden Insekten für unsere Umwelt aufmerksam.    

Vom 20. Mai – 15. September 2019 können Gäste auf ihrer Expedition durch den Dschungel die faszinierende Welt der Bienen erleben. Die Ausstel-lung informiert über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und gibt wichtige Hinweise zum notwendigen Schutz der Bienen.

 

Weitere Highlights

Bienen-Expedition durch die Tropen

Alle Gäste können auf Ihrer Reise durch den Dschungel Informationstafeln und Forscherkisten im Tropengarten entdecken. Diese vermitteln auf spielerische Art Wissenswertes zu heimischen und tropischen Bienen und deren Lebensraum.

 

Bienen-Erlebnisführung

Bei den Führungen kommen die Besucher zusammen mit dem Imker Ulrich Beckmann in Berührung mit den kleinen Wundertieren und lernen ein echtes Bienenvolk kennen. Die Erleb-nisführungen sind für Tagesbesucher sowie für Gruppen und Schulklassen buchbar. Voranmeldung erforderlich.

 

Wanderausstellung „Bienen – Die Bestäuber der Welt“

Die Fotoausstellung des Fotografen-paares Heidi und Hans-Jürgen Koch begeistert mit ihren Bildern, die allen Gästen einzigartige Einblicke in das Leben der Honigbiene gewähren. 

4. Bundesfachtagung Naturschutzrecht

Naturschutzrecht im Kontext von Klimawandel und Energiewende

Wann: 26./27. September 2019
Wo: Universität Kassel, Institut für Musik, Musiksaal (UG), Möncheberg-str. 1, 34125 Kassel

Programm & Anmeldung
BFTProgramm2019_fin.pdf
PDF-Dokument [479.2 KB]

Naturpark Schwalm-Nette

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

Naturpark Spessart

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

NP Unteres Odertal

Veranstaltungskalender 2019

JAHRESPROGRAMM
Veranstaltungskalender 2019.pdf
PDF-Dokument [6.9 MB]

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Letzte Aktualisierung:

14. Juni 2019

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