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20. Dezember 2018 | In eigener Sache!

 

Natur- und Artenschutz im Main-Kinzig-Kreis

 

Das nahende Jahresende nimmt die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA e.V.) wieder einmal zum Anlass, um über Fortschritte im Natur- und Artenschutz zu berichten.

 

„Wir blicken auf zwölf bewegte, manchmal sogar turbulente, insgesamt aber sehr erfreuliche Monate zurück.“ berichtet Susanne Hufmann, Biologin und erste Vorsitzende der Naturschutzorganisation. „Zunächst aber einige Eckdaten im Überblick. Wir haben zwei Großprojekte umgesetzt, eine Binsenfläche rekultiviert, drei wichtige Auszeichnungen erhalten, vier lange Tage – mit dem Kanu und zu Fuß - Fischotterspuren an der Kinzig untersucht, mindestens 21 Veranstaltungen zur Umweltbildung, darunter Vorträge und Exkursionen, durchgeführt, 30 Brückenbauwerke an der Kinzig kartiert, 40 Biotope auf ihre Eignung als Amphibiengewässer gecheckt, und vieles mehr.“

 

Im März beendete die GNA nach drei erfolgreichen Jahren das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt zum Erhalt der artenreichen Auenwiesen unter Berücksichtigung des Managements der giftigen Herbstzeitlosen. Für das Team bedeutete das: Jährliche Bestandskartierungen (Kiebitz, Laubfrosch), umfangreiche pflanzensoziologische Aufnahmen und die Erprobung verschiedener Bewirtschaftungsvarianten auf eigens dazu angelegten Versuchsparzellen. Parallel kam es zur Umsetzung von etlichen Renaturierungs- und Pflegemaßnahmen, um die ökologische Situation vor Ort zu verbessern.

 

Feuchtgebiet Herrenbruch

Im Frühjahr konnten die Naturschützer die Umgestaltung des Etzwiesenbachs in Hasselroth beenden. Zwischengelagerte Erdhaufen wurden entfernt, letzte Uferabflachungen und Modellierungen vorgenommen und wichtige Laichbiotope für die Gelbbauchunke geschaffen. Mit vereinten Kräften gelang es, Binsen aus etwa 2,5 ha Grünland zurückzudrängen. Diese hatten sich aufgrund einer zu intensiven Beweidung stark ausgebreitet. Ziel ist die Wiederherstellung des artenreichen Grünlandes und der Erhalt der Flächen als Lebensraum für Kiebitz, Bekassine und andere wiesenbrütende Vogelarten.

 

Langenselbolder Kiebitzland

Die Schaffung eines neuen Feuchtbiotops wurde im Oktober in Angriff genommen. Dazu wurden Baumreihen und Gehölzriegel entfernt. An ihrer Stelle entstand ein etwa 100 m langer Flachwasserbereich, der als Nahrungshabitat und Laichgewässer dienen soll. Schließlich soll die Aue von Langenselbold bis Hasselroth wieder in eine intakte Flussaue verwandelt werden.

 

Köhlersaue von Wächtersbach

Gemeinsam mit dem NABU Wächtersbach machte sich die GNA ab März auf einen beschwerlichen Weg durch die behördlichen Instanzen: Naturschutzfachliche und wasserrechtliche Genehmigung beantragen, Antrag auf Finanzierung durch den Bund und das Land Hessen stellen, Baugenehmigung einholen, Bauleitung vor Ort u.v.m. Immerhin: 7 Kleingewässer und ein großer Tümpel konnten so noch im November auf einer Grünlandbrache realisiert werden. Die letzten Gelbbauchunken im Gebiet wird es freuen!

 

Seit Herbst erarbeiten die Artenschützer in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband MKK ein umfassendes Konzept für einen Biotopverbund der Amphibiengewässer im mittleren Kinzigtal. Dazu kartierten sie mehr als 40 Gewässerbiotope. Auf der Basis erster Ergebnisse gelang es, für ein stark beeinträchtigtes „Trittsteinbiotop“ in Gelnhausen, einen weitreichenden Sanierungsplan zu entwickeln. Ebenso sollen im nächsten Jahr in Langenselbold und Hasselroth zahlreiche Biotope, die „in die Jahre gekommen“ sind, gepflegt werden.

 

Ausgezeichnet!

2018 wurde die GNA gleich dreimal ausgezeichnet. Das Projekt „Artenreiche Wiesen“ und der „Biotopverbund Laubfrosch“ erhielten eine Würdigung durch die UN-Dekade Biologische Vielfalt. Im November überreichte die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler der GNA den Umweltpreis des Main-Kinzig-Kreises.

 

Das Comeback der Eisvögel nehmen sich die Naturschützer für Anfang 2019 vor. Bereits im Herbst 2016 wurden bestehende und mögliche Eisvogelwände entlang der Kinzig kartiert. Diese Grundlagen führten zur Erarbeitung eines umfangreichen Maßnahmenpakets. Endlich sind die Voraussetzungen geschaffen, dass etliche Eisvogelwände an der Kinzig durch mehr oder weniger großen Einsatz reaktiviert werden können. Das sei bitter nötig, da die Population des Eisvogels immer weiter zurückgeht, bemerkt Vorstandsmitglied Günter Könitzer. „Zwischenzeitlich stimmte die Untere Naturschutzbehörde der Reaktivierung potentieller Brutwände zu, so dass wir in absehbarer Zeit mit der Umsetzung beginnen.“

 

Von Erlensee bis Wächtersbach, von den Auen an der Kinzig bis zu den Hangsickerquellen in Brachttal und dem Moorgebiet in Bad Orb setzt sich die GNA seit 15 Jahren dafür ein, die Natur vor der eigenen Haustür zu erhalten und seltenen wie bedrohten Arten Raum und Zukunft zu geben.

 

Zur Unterstützung ihrer wichtigen Natur- und Artenschutzarbeit bittet die GNA deshalb um Spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach (BIC: GENODEF1RDB). Als gemeinnützige Naturschutzorganisation ist die GNA zur Ausstellung von Spendenbescheinigungen zwecks Vorlage beim Finanzamt berechtigt.

 

Quelle: GNA e.V.

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Programm & Anmeldung
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Naturschutz-Akademie Hessen (NAH)

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Artenschutz und Verbandsbe-teiligung in der Bauleitplanung

Samstag, 9. Februar 2019 in Wetzlar 

 

Das europäische Artenschutzrecht und seine Umsetzung in das Bundesnatur-schutzgesetz beendeten die Möglich-keit, Naturschutzbelange in der Bauleitplanung in der Abwägung ein-fach "wegzuwägen", ohne die Konflikte für bedrohte Arten zu lösen.

Programm & Anmeldung
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Naturschutz-Akademie Hessen (NAH)

Die novellierte hessische
Kompensationsverordnung

15. Februar 2019, Wetzlar

Programm & Anmeldung
2019-N017-Die hessische KV.pdf
PDF-Dokument [35.7 KB]
(c) pixabay

Seminarreihe 2019:
"Obst und Beeren"

Start am 09. und 23. Februar in Wetzlar mit den Seminaren "Naturgemäßer Obstbaumschnitt"

Informationen und Details zur Anmeldung sowie weitere Veranstaltungen finden Sie im Flyer!

Bildungsprogramm 2019
Themenflyer Obst A3.pdf
PDF-Dokument [613.5 KB]

Themenaufruf zum 26. Hessischen Faunistentag am 23. März 2019 in Wetzlar - In Kooperation mit der Faunistischen Landesarbeits-gemeinschaft Hessen - FLAGH

Der Faunistentag ist ein Beitrag zur Umsetzung der Ziele und Maßnahmen der hessischen Biodiversitätsstrategie, wobei im Aktionsplan Hessen das Ehrenamt und die Wissenschaft ver- stärkt aktiv in den Erhalt der biolo-gischen Vielfalt eingebunden werden. Zudem soll der Wissenstransfer gezielt ausgebaut werden.

Themenaufruf_Faunistentag_2019.pdf
PDF-Dokument [56.5 KB]

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Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

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Naturpark Spessart

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