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5. November 2018 | Gewässerzustand: Kritisch

 

WWF-Report: Bundesländer-Ranking zu Wasserqualität und Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie / Umweltministerkonferenz zum Handeln aufgefordert

 

Berlin: Zu viel Nitrat und Quecksilber, hinzukommen Begradigungen, Vertiefungen, Wehre und Stauanlagen – der Zustand deutscher Gewässer ist flächendeckend prekär und verstößt gegen die Wasserrahmenrichtlinie. Zudem gibt es bei der Umsetzung einer nachhaltigen Wasserpolitik gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Das ist das Ergebnis einer WWF-Untersuchung, die die Naturschutzorganisation am Montag in Berlin vorgestellt hat.

 

Demnach bilden Bayern, Rheinland-Pfalz oder Schleswig-Holstein zwar die Spitzengruppe beim Wasserschutz. Doch auch sie bleiben weit hinter den gesetzlichen Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zurück. Laut WWF-Vorstand Christoph Heinrich sind sie nur „die Einäugigen unter den Blinden“. Zum Mittelfeld gehören Hessen, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland,  und Baden-Württemberg. Die Nachzügler sind Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Eine Bewertung für Hamburg und Bremen war laut WWF nicht möglich. Beide Ländern  haben ihre Fließgewässer alle als „erheblich beeinträchtigt“ eingestuft, so dass keine natürlichen Fließgewässer mehr in Bremen  und Hamburg vorkommen.

 

Insgesamt zeichnet die WWF-Analyse, die auf offiziellen Behördendaten fußt, ein alarmierendes Bild: Für über ein Drittel der deutschen Grundwasservorkommen wird ein „schlechter chemischer Zustand“ konstatiert. Grund hierfür sind die gravierenden Nitrateinträge durch den Agrarsektor. Diese bleiben eines der größten, ungelösten Probleme der deutschen Wasserproblematik. Die Quecksilberbelastung, vor allem eine Folge der massiven Kohlestromerzeugung in Deutschland, liegt beinahe flächendenkend über den  in der Wasserrahmenrichtlinie festgeschrieben Grenzwerten. Derartige Überschreitungen führen zu einer Gefährdung  der Gewässerorganismen und der menschlichen Gesundheit. Jahrzehntelang wurden selbst kleinste Fließgewässer unter Ingenieursgesichtspunkten begradigt und damit ihrer „ökologischen Seele“ beraubt. Praktisch alle Flüsse sind als Wasserstraßen ausgebaut. Mithin können nur noch 8 Prozent der deutschen Bäche und Flüsse  als ökologisch intakt bezeichnet werden.

 

„Insgesamt verfehlen alle sechszehn Bundesländer die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie“, kritisiert Heinrich. Anlässlich der am Mittwoch startenden Umweltministerkonferenz in Bremen der Länder fordert er daher die Landespolitik auf, „den Gewässerschutz endlich ernst zu nehmen“  und die Richtlinie konsequent umsetzen. „Es wurde zu lange weggesehen, wenn weite Teile der Industrie und des Agrarsektors auf Kosten unseres Wassers gewirtschaftet haben. Das Problem wurde verschleppt. Notwendig sind mehr Geld, mehr Personal und vor allem der politische Wille, unser Wasser zu schützen.“  Bei der laufenden regulären Überprüfung der WRRL muss Deutschland sich auf EU-Ebene für den Erhalt des heutigen Rechtsrahmens offensiv aussprechen. Die Bestrebungen auf EU-Ebene - auf Drängen von Industrie-Lobby und einigen Mitgliedstaaten – die Zielvorgaben der Wasserrahmenrichtlinie aufzuweichen, Fristen zu verlängern und damit insgesamt den Wasserschutz zu schwächen bezeichnete Heinrich als „absolut kontraproduktiv und gefährlich“. Außerdem forderte er angesichts der Nitrat- und Quecksilberbelastung eine Wende in der Landwirtschaft und einen zügigen Ausstieg aus der Kohlestromerzeugung.

 

Hintergrund

EU-Wasserrahmenrichtlinie: Die Wasserrahmenrichtlinie wurde 2000 von den EU-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Alle Mitgliedstaaten der EU sind verpflichtet bis 2015 und in Ausnahmefällen bis 2027 alle Gewässer in einen „guten ökologischen“ und „guten chemischen Zustand“ zu bringen. Für Grundwasser ist ein „guter mengenmäßiger“ und „guter chemischer Zustand“ zu erreichen.

 

WWF-Kampagne: #ProtectWater

Das Wasser ist in Gefahr. Die EU-Kommission könnte auf Drängen von Industrie-Lobby und einigen Mitgliedstaaten schon bald den europäischen Schutz unser Flüsse, Seen und Bäche schwächen. Denn bereits heute geht es den Gewässern schlecht. Über Generationen hinweg wurden sie verschmutzt und zerstört. Nitrat, Quecksilber, Begradigungen, Staudämme sind einige Teile davon. Wenn die EU-Kommission jetzt auch noch die Schutzstandards schwächt, statt sich endlich für die Gewässer stark zu machen, hätte das fatale Auswirkungen auf wertvolle Ökosysteme. Und für zahllose Vogel-, Fisch- , Säugetier- und Insektenarten, die an und im Wasser leben. www.wwf.de/protect-water

 

Quelle: WWF Deutschland

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Wilde Mädchen – 
auf in den Wald

Ferienfreizeit vom 1. -  5. Juli 2019 auf der Jugendburg Hessenstein

 

Rund um das Erleben des wilden Waldes dreht sich alles bei der Ferienfreizeit des NABU Hessen für Mädchen von 8 bis 12 Jahren in der Nationalparkregion Kellerwald-Edersee. Eine Woche lang erkunden Mädchen den Wald mit allen Sinnen, schnitzen Messer, Löffel und kunstvoll verzierte Wanderstöcke und lernen, wie man mit einfachen Hilfsmitteln Feuer macht.

Auf dem abenteuerlichen Programm stehen auch die Spurensuche, das Beobachten wilder Tiere und eine Biwaknacht im Wald. Der Teilnahme-beirag beläuft sich auf 160,- € incl. Unterkunft und Vollver-pflegung in der Jugendherberge. Schlafsack, Isomatte und alles weitere Ausrüstungsmaterial für die Nacht im Wald wird zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen gibt es auf  www.jugendburg-hessenstein.de oder per Telefon 06455-759 00 90.

Nationalpark-Haus Wangerooge

Programm
7_2019 (1).pdf
PDF-Dokument [3.2 MB]

Outdoor-Erste-Hilfe

für Schutzgebietsbetreuung, Naturführungen und (Jugend-)Gruppenleitung

29. - 30. Juni 2019, Reinheim

17. - 18. August 2019, Wetzlar

Programm & Anmeldung
N082_2019_Outdoor_1_Hilfe_Reinheim.pdf
PDF-Dokument [158.2 KB]
Programm & Anmeldung
N096_2019_Outdoor_1_Hilfe_WZ.pdf
PDF-Dokument [207.6 KB]

Mein Schwarm: Die Biene

Der Dschungel summt: Die Biosphäre Potsdam macht in diesem Sommer mit einer Ausstellung auf die enorme Wichtigkeit der summenden Insekten für unsere Umwelt aufmerksam.    

Vom 20. Mai – 15. September 2019 können Gäste auf ihrer Expedition durch den Dschungel die faszinierende Welt der Bienen erleben. Die Ausstel-lung informiert über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und gibt wichtige Hinweise zum notwendigen Schutz der Bienen.

 

Weitere Highlights

Bienen-Expedition durch die Tropen

Alle Gäste können auf Ihrer Reise durch den Dschungel Informationstafeln und Forscherkisten im Tropengarten entdecken. Diese vermitteln auf spielerische Art Wissenswertes zu heimischen und tropischen Bienen und deren Lebensraum.

 

Bienen-Erlebnisführung

Bei den Führungen kommen die Besucher zusammen mit dem Imker Ulrich Beckmann in Berührung mit den kleinen Wundertieren und lernen ein echtes Bienenvolk kennen. Die Erleb-nisführungen sind für Tagesbesucher sowie für Gruppen und Schulklassen buchbar. Voranmeldung erforderlich.

 

Wanderausstellung „Bienen – Die Bestäuber der Welt“

Die Fotoausstellung des Fotografen-paares Heidi und Hans-Jürgen Koch begeistert mit ihren Bildern, die allen Gästen einzigartige Einblicke in das Leben der Honigbiene gewähren. 

4. Bundesfachtagung Naturschutzrecht

Naturschutzrecht im Kontext von Klimawandel und Energiewende

Wann: 26./27. September 2019
Wo: Universität Kassel, Institut für Musik, Musiksaal (UG), Möncheberg-str. 1, 34125 Kassel

Programm & Anmeldung
BFTProgramm2019_fin.pdf
PDF-Dokument [479.2 KB]

Naturpark Schwalm-Nette

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

Naturpark Spessart

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

NP Unteres Odertal

Veranstaltungskalender 2019

JAHRESPROGRAMM
Veranstaltungskalender 2019.pdf
PDF-Dokument [6.9 MB]

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Redaktion NATUR Online

Buchbergstr. 6 | D - 63517 Rodenbach
Telefon: 06184 –  99 33 797

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Letzte Aktualisierung:

14. Juni 2019

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