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2. Oktober 2018 | Biosphärenreservat

 

Seeadler, Kraniche und Wildgänse

 

Die Prignitz wird jetzt zum Drehkreuz für tausende Zugvögel!


Besonders beeindruckend ist der abendliche Einflug der Kraniche ins Rambower Moor - Gäste können die Vögel auf eigene Faust oder von Rangern geführt erleben.

Auf halbem Wege zwischen Berlin und Hamburg findet sich im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg in der Prignitz eine der schönsten und urtümlichsten Naturlandschaften Deutschlands. In den naturnahen Auen fühlen sich vor allem seltene Vögel wohl. Die nordwestlichste Reiseregion Brandenburgs weist den höchsten Bestand der seltenen Seeadler in Deutschland auf und gilt auch als Drehkreuz für Zugvögel. Während des Herbstzuges rasten hunderte Kraniche laut trompetend in der Region. Ab Mitte Oktober komplettieren wilde Gänse, Singschwäne, Enten, Säger, Rallen und Taucher das Bild. Besonders viele Zugvögel rasten im Rambower Moor, das sich sogar mit dem Titel „Deutschlands schönstes Naturwunder 2014“ schmücken darf.

Die Zeit des Vogelzuges gehört zu den faszinierendsten im Vier-Länder-Eck Prignitz. In den Flussniederungen, Mooren und Seen sowie auf den abgeernteten Getreide- und Maisfeldern tanken tausende Kraniche, Gänse und Singschwäne noch einmal Energie und fressen sich Fettreserven für die anstrengenden, oft tausende Kilometer weiten Flüge in die Winterquartiere an. Die Prignitz ist im Herbst für viele Zugvögel Deutschlands wichtigstes Drehkreuz und in milden Wintern sogar Winterquartier, so dass Besucher der Region jetzt und noch bis etwa Anfang Dezember ein Naturereignis der Extraklasse erleben können. Beste Chancen, die Zugvögel zu entdecken, haben Besucher im Rambower Moor. 2014 wurde das Moor mit seinen geheimnisvollen Torfstichen, den Feuchtwiesen mit Orchideen und Wollgras, den dichten Schilfgürteln und dem flachen Moorsee von der Heinz-Sielmann-Stiftung sogar zu „Deutschlands schönstem Naturwunder“ gekürt.

„Hunderte Kraniche und weitere Zugvögel verweilen jetzt vor allem rings um den Rambower See. Abends, wenn die nebelschwadigen Feuchtwiesen im Sonnenuntergang liegen, ziehen die majestätischen Großvögel laut trompetend und in langen Ketten an das Gewässer, wo sie im knietiefen Wasser stehend übernachten”, so Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz e.V. Gut beobachten lassen sich die Vögel bei einer Wanderung auf dem sogenannten Zweiseitenweg, dem zwölf Kilometer langen Rundweg um das Moor, der Moorgeschichte(n) nah erlebbar macht. Stege führen über die Moorquellen, so dass man das durchsickernde Wasser sogar glucksen hört. Einzelne Stationen auf dem Weg zeigen die Geschichte von Mensch und Natur am Moor von zwei Seiten - einer historischen und einer aktuellen - und veranschaulichen, warum das Moor so wichtig für bedrohte Tier- und Pflanzenarten ist. Ricarda Rath, Rangerin der Naturwacht Lenzen, die regelmäßig Führungen durchs Moor anbietet, verrät: „Schöne Orte gibt es viele auf diesem Weg. Mein Lieblingsplatz ist der Rohrdommelturm, weil er einen weiten Blick auf das Moor freigibt und viel Raum für Entdeckungen lässt. Seine Nähe zum Röhricht verrät aber auch jene, die im Verborgenen leben. Etwa die Wasserralle, deren ‚Quieken‘ aus dem dichten Pflanzendschungel zu hören ist.“ Eine Stärkung nach einer Tour durchs Moor gibt es samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 19 Uhr in der Moorscheune Boberow. Aus den großen Panoramafenstern haben Gäste einen fantastischen Blick auf das Moor (
www.moorscheune.de).

Viele Möglichkeiten, die Kraniche zu bewundern, bieten die abwechslungsreich geführten Touren der Ranger der Naturwacht Lenzen und des BUND Besucherzentrums der Burg Lenzen. Am 12. Oktober startet um 14 Uhr die fünfeinhalbstündige „KranichSafari“. Die Tour führt mit dem Kleinbus unter anderem zu den Rast- und Schlafplätzen der Kraniche, an denen die Tiere mit Spektiven aus nächster Nähe zu beobachten sind (Kosten: zehn Euro/Person). Den beeindruckenden abendlichen Einflug der Kraniche können Gäste auch bei dem zweieinhalbstündigen Ausflug „Kraniche im Abendlicht“ erleben. Die Abendlicht-Touren starten am 13. und 14. Oktober jeweils um 17 Uhr an der Kirche in Rambow am See. Am gleichen Ort beginnt am 21. Oktober um 7 Uhr auch die „Kraniche im Morgenlicht“-Tour, bei der das frühe Erwachen und der Abflug der majestätischen Vögel zu ihren Futterplätzen bewundert werden kann (Anmeldung und Information zu den Touren der Naturwacht: Tel. 038792 - 1701, weitere Infos unter
www.naturschutzfonds.de). Unter dem Motto „Ein Nachmittag im Zeichen der Kraniche“ bietet das BUND Besucherzentrum der Burg Lenzen eine Kranichführung mit anschließendem Bildervortrag von Naturfotograf Dieter Damschen in der Moorscheune Boberow am 19. Oktober ab 17.30 Uhr an (Anmeldung und Information zur Tour des BUND Besucherzentrums Burg Lenzen: Tel. 038792 - 1221, www.burg-lenzen.de).

 

Weitere Infos: www.dieprignitz.dewww.naturschutzfonds.dewww.burg-lenzen.dewww.moorscheune.de

 

Quelle: Tourismusverband Prignitz e. V.

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Naturpark Schwalm-Nette

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3. Hess. Landesnaturschutztagung

„Insektensterben! Und jetzt?“ Wissenschaftlicher Sachstand und Wege aus der Biodiversitätskrise 

Unter dem Schlagwort „Insektenster-ben“ hat der Verlust an Biodiversität in Deutschland in den vergangenen Mo-naten eine starke mediale Aufmerksam-keit erhalten. Ziel dieser Veranstaltung ist, die wissenschaftlichen Grundlagen der Diskussion darzustellen und mög-liche Konzepte für eine dauerhafte Zu-kunft von Biodiversität zu diskutieren.
24. Oktober 2018, 09:30 Uhr
Kongresshalle Gießen, Berliner Platz 2

35390 Gießen

Schriftliche Anmeldung erforderlich und wird bis zum 24.09.2018 erbeten. Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden Sie unter https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/landesnaturschutztagung.html.

Biologische Vielfalt der Obstwiesen

Einführung in die Obstsorten-bestimmung - am Beispiel Apfel

am 27.10.2018 in Wetzlar 

Programm & Anmeldung
N140_Obstsortenkunde.pdf
PDF-Dokument [64.0 KB]

Hochstämme pflanzen und pflegen

Seminar | 10.11.2018 | Wetzlar 

Streuobstbestände zu verjüngen und zu bewahren ist eine wichtige Aufgabe zum Erhalt der Hessischen Kulturland-schaft und Biodiversität. Neben den Grundregeln der Obstbaumpflege, ist die richtige Sortenwahl Voraussetzung für eine erfolgreiche Verjüngung. Die Veranstaltung zeigt, welche Überle-gungen und Maßnahmen in Bezug auf die Pflanzung und Pflege von jungen Obstbäumen nötig sind.

Programm & Anmeldung
N142_2018 Pflanzung und Hochstammpflege.[...]
PDF-Dokument [375.8 KB]

Kooperativ für mehr
Biodiversität in der Kulturlandschaft

Tagung zur Biodiversitätsberatung in der GAP nach 2020 am 13. November 2018 im VKU Forum, Berlin

Um die Artenvielfalt in der Kulturland-schaft zu fördern, braucht es ein Bündel an Maßnahmen. Zentral ist dabei Be-ratung von LandwirtInnen. Der Deutsche Verband für Landschafts-pflege (DVL) lädt Interessierte ein, mit ExpertInnen aus Verwaltung, Wissen-schaft und Praxis über die Gestaltung der Biodiversitätsberatung in der zukünftigen GAP zu diskutieren. 

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.landschaftspflegeverband.de. Anmeldeschluss ist der 2.November 2018. Teilnahme kostenfrei.

Mehr Informationen
Tagungsprogramm.pdf
PDF-Dokument [435.3 KB]

Lernraum Wildnis

Wildnisbildung in der Praxis

am 27. November 2018 am Edersee

Es werden Bildungsprojekte ver-schiedener Großschutzgebiete vor-gestellt und dabei aufgezeigt, was in der Wildnis unter behutsamer Anleitung alles entdeckt und vermittelt werden kann. In Workshops wird die Praxis genauer erspürt und ausprobiert.

Programm & Anmeldung
N150_2018_Lernraum_Wildnis.pdf
PDF-Dokument [269.5 KB]

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Letzte Aktualisierung:

23. Oktober 2018

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