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10. Oktober 2019 | Dünen mit Vergangenheit

 

 

Managementplan für Borkumer Dünen steht

Ziel: Menschengemachte Beeinträchtigungen

in natürlich offenen Lebensräumen eindämmen

 

 

Fast am Ende der Dünenlandschaft im Osten von Borkum, auf den Kobbedünen, breitet sich langsam, aber stetig hellgrünes Kaktusmoos aus. Die kleinen Pflanzen bilden einen Teppich, der bei Belastung bricht und die Samen dann mithilfe des Windes aussäht. Das Kaktusmoos ist ein Beispiel für eine fremdländische Art aus den Vereinigten Staaten von Amerika, die auf den Ostfriesischen Inseln 1970 das erste Mal nachgewiesen wurde und sich seitdem ungehindert ausbreite. „In den auf über 90 Prozent der DBU-Naturerbefläche vorkommenden natürlich offenen Lebensräumen stellt so eine fremdländische Art eine erhebliche Beeinträchtigung dar“, weiß PD Dr. Heike Culmsee vom gemeinnützigen Tochterunternehmen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem DBU Naturerbe. In dem jetzt veröffentlichten Naturerbe-Entwicklungsplan für die sieben Splitterflächen der Stiftungstochter auf Borkum beschreibt die Eigentümerin nicht nur die Ergebnisse ihrer flächendeckenden Biotoptypenkartierung, sondern formuliert auch Maßnahmenschwerpunkte der kommenden zehn Jahre.

 

Borkumer Dünen Teil des Nationalen Naturerbes

Borkum war bereits zur Kaiserzeit eine Seefestung. „Wie die meisten unserer 71 Flächen im Nationalen Naturerbe haben auch unsere Flurstücke in den Borkumer Dünen eine militärische Vergangenheit als Stützpunkte der Bundesmarine“, erklärt Culmsee. Zu der mit insgesamt 44 Hektar kleinsten Fläche im DBU Naturerbe gehören ein alter Schießstand, ehemalige Bauten für eine Kleinbahn und überwucherte Bunkeranlagen. 1934 begann Wernher von Braun hier mit Raketenversuchen für eine Vernichtungswaffe im Zweiten Weltkrieg, die in Peenemünde auf Usedom, ebenfalls eine DBU-Naturerbefläche, fortgesetzt wurden. Die Fläche umfasst im Wesentlichen Bereiche in den Bantjedünen und Greune Stee sowie im Borkumer Ostland im Gebiet der Olde Dünen, Kobbedünen und Oldmanns Olde Dünen. „Uns freut, dass wir hier beispielhaft nahezu alle typischen Lebensräume auf den ostfriesischen Nordseeinseln aus Salzwiesen, Weiß- und Graudünen sowie Küstendünenwälder und Strand abbilden können“, meint Culmsee. Auf fast 90 Prozent der kleinsten DBU-Naturerbefläche kämen zudem acht verschiedene, zum Teil vorrangig geschützte Küstenlebensräume der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie vor. Rund 86 Prozent der Lebensräume befänden sich in einem guten bis hervorragenden Erhaltungszustand.

 

Müll wegräumen und Besucher lenken

Da die DBU-Splitterflächen auch Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer sind, und es sich um überwiegend natürliche Lebensräume handelt, geht es in der Maßnahmenplanung vor allem darum, menschengemachte Beeinträchtigungen einzudämmen. Dabei sei gerade die Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung entscheidend, da die Umsetzung Teil eines übergreifenden Managementplans sein werde. So soll etwa angeschwemmter Müll weggeräumt und die Beweidung mit den Schafen am Schießplatz aufrechterhalten werden. Zudem sollen die Besucher geschickt um sensible Bereiche etwa entlang des ausgezeichneten Rundweges von einem Flächenteil zum nächsten geleitet werden. Durch das Monitoring der DBU-Fläche Borkumer Dünen könne nach zehn Jahren auch die mögliche weitere Ausbreitung des Kaktusmooses dokumentiert werden. „Allen Beteiligten von der Nationalparkverwaltung, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz bis hin zum Landesumweltministerium möchte ich für den konstruktiven Abstimmungsprozess danken“, sagte Culmsee.

 

 

Quelle: DBU

 

Kino-Matinéen

in

Frankfurt

Am 19. und 26. Oktober lädt das Projekt „Städte wagen Wildnis“ zu zwei Kino-Matinéen in das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum (DFF) in Frankfurt ein. Am 19. Oktober begrüßt Science-Slammer Sebastian Lotzkat, im Anschluss wird Jan Hafts neue Dokumentation „Unsere Wiese – Ein Paradies nebenan“ (93 min) gezeigt.

Am 26. Oktober wird der Spielfilm „Into the Wild“ in der englischen Original-fassung zu sehen sein (148 min).

Beide Veranstaltungen beginnen um 11:00 Uhr und enden mit einem Sekt-empfang, der Eintritt ist frei und das Kino barrierefrei zugänglich.

Veranstaltungsflyer
Film-Matinée.pdf
PDF-Dokument [2.4 MB]

Jetzt für kulturweit bewerben

Bis zum 2. Dezember können sich junge Menschen bei kulturweit für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland bewerben. Mit dem Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission setzen sie sich weltweit für Kultur, Natur und Bildung ein. Hier geht es lang.

(c) Deutsche UNESCO-Kommission / Christoph Löffler

Fondation Yves Rocher

2020 schreibt die Umweltstiftung den weltweiten Umweltpreis „Terre de Femmes International World Award“ aus, der mit 10.0000 € dotiert ist. Das Thema lautet in Anlehnung an die UN: 

Medicinal plants, living heritage & future prospectives.

(c) Fondation Yves Rocher

Zahlreiche medizinische Heilpflanzen sind weltweit vom Aussterben bedroht und damit ein lebendiges Kulturerbe. Die Umweltstiftung „Fondatioin Yves Rocher“ möchte Frauen unterstützen, sie sich genau dafür einsetzen.

Beispiele : Anbau und Verarbeitung von Heil- und Aromapflanzen; traditionelle Genossenschaften und Programme zur Verbreitung uralter Anbaumethoden von Heilpflanzen, Phytotherapie etc.

Bewerbungsschluss: 15. 11.2019

Weitere Infos: http://www.yves-rocher-fondation.org/terre-de-femmes/

Höhlentier 2020

(c) Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V.

Das Höhlentier des Jahres 2020 ist 
die Mauerassel. Sie zählt zu den häufigsten Asselarten. Die Tiere sind Generalisten und ernähren sich von Pflanzenresten, abgestorbenen Tieren und Totholz. [>>>mehr Infos]

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Luchs-Kalender 2020 im Handel

14 Bilder des Fotowettbewerbs „HarzNATUR 2019“  wurden für den Nationalpark-Kalender ausgewählt. Dieser ist zum Preis von 14,95 € ab sofort in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. [>>>mehr]

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Eulen und Greifvögel -  "Die Schätze der Natur mit Objektiv und Bleistift"

 

Sonderausstellung im Nationalparkhaus Ilsetal, Ilsenburg bis zum 17. November 2019. Eintritt frei.

Eulen und Greifvögel.pdf
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Landrat Thorsten Stolz (rechts) und Kulturbeauftragte Andrea Sandow begrüßten Sven Dannhäuser (links) und Richard Euler im Main-Kinzig-Forum, die mit der Gesellschaft für Naturfotografie unter anderem Motive aus dem Kreisgebiet (Hintergrund) präsentieren Fotoausstellung

Naturfotografischer Streif-zug durch Deutschland  

Die Regionalgruppe Main-franken der Gesellschaft für Naturfotografie (GDT) präsentiert fotografische Impressionen aus der Natur. Ausstellung ab
2. Oktober im Main-Kinzig-Forum, Gelnhausen

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Naturfotografischer Streifzug durch Deut[...]
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Aktuelles vom Weißstorch
16. November 2019 | Wetzlar
 
Auf der Tagung präsentieren Expertinnen und Experten aktuelle Ergebnisse zur regionalen und landesweiten Bestandsentwicklung
in Hessen und darüber hinaus.
Programm & Anmeldung
N156_2019_Weißstorch.pdf
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Biologische Vielfalt der Obstwiesen

Hochstämme pflanzen & pflegen

16.11.2019 | Wetzlar 

Streuobstbestände zu verjüngen und zu bewahren ist eine wichtige Aufgabe zum Erhalt der Hessischen Kulturland-schaft und Biodiversität. Neben den Grundregeln-der Obstbaumpflege, ist die richtige Sortenwahl Voraussetzung für eine erfolgreiche Verjüngung. Die Veranstaltung zeigt, welche Überle-gungen und Maßnahmen in Bezug auf die Pflanzung und Pflege von jungen Obstbäumen nötig sind.
Programm & Anmeldung
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Botanisch-ökologische Exkursionen

von Mai. bis Okt. in ausgewählte (Schutz-)Gebiete Hessens 

Programm & Anmeldung
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Programm & Anmeldung
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(C) Peter Mesenholl

Echte Gastlichkeit im Naturpark Südschwarzwald

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Nationalpark-Haus Wangerooge 

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Voranmeldungen erforderlich! 

Nationalpark-Haus, Friedrich-August Straße 18; Telefon 04469/8397

Hessenliste-Ziel II der Hess. Biodiv.strategie

24. Oktober 2019, Wetzlar

Programm & Anmeldung
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Naturpark Schwalm-Nette

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Naturpark Spessart

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Letzte Aktualisierung:

21. Oktober 2019

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