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4. Februar 2021 | Schutz gegen Lärm

 

Unterwasserlärm verursacht Stress

 

BUND und IFAW fordern Maßnahmen für leisere Meere

 

Berlin. In einem Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der International Fund for Animal Welfare (IFAW) die Bundesregierung auf, sich stärker gegen Lärm im Meer einzusetzen. „In unseren Meeren ist es zu laut“, sagt Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND. „Wirksame Maßnahmen zum Schutz der Meeresbewohner gegen Lärm werden nicht umgesetzt. Hier muss die Bundesregierung dringend nachbessern.“ Dazu gibt es in diesem Jahr viele Gelegenheiten: So hat Deutschland in der Ostseeschutz-Kommission (HELCOM) den Vorsitz und zudem wird das Maßnahmenprogramm zur Umsetzung der Ziele der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) aktualisiert.

 

Viele Studien zeigen: Anthropogene Aktivitäten, die Unterwasserschall erzeugen, können marinen Arten nachhaltig schaden, sowohl einzelnen Tieren als auch ganzen Populationen. Der Unterwasserlärm der Berufsschifffahrt ist weltweit eine der größten Lärmquellen. Seismische Untersuchungen mit Schallkanonen sind ein weiterer Lärmverursacher und verantwortlich für den bisweilen tödlichen Impulslärm. Sie sind einer der lautesten Lärmquellen von Menschenhand. In Nord- und Ostsee leiden die Ökosysteme vor allem unter den Rammarbeiten bei Offshore-Bauarbeiten, Berufsschifffahrt, militärischen Aktivitäten und Sprengungen, akustischen Vergrämern und kleineren Schiffen (mit Echoloten für die Tiefenmessung und Fischortung).

 

„Wenn wir keinen Lärm mehr machen, gibt es ihn nicht mehr, es bleiben keine Rückstände“, erklärt Andreas Dinkelmeyer, Campaignsmanager IFAW Deutschland. „Maßnahmen haben einen sofortigen Effekt, wenn etwa die Schifffahrt ihre Geschwindigkeit um 10 Prozent reduziert, verringert sich der Hintergrundlärm um 40 Prozent. Zusätzlich werden weniger Treibhausgase ausgestoßen. Aber wir müssen schnell handeln, wenn wir unseren Ozean retten wollen.“

Unterwasserschall kann sich über große Distanzen ausbreiten. Wie sich der Schall auf Tiere auswirkt, hängt unter anderem von der Intensität und Dauer der Beschallung, der Entfernung des Tieres zur Schallquelle und der Lärmempfindlichkeit der jeweiligen Tierart ab. Viele Meerestiere reagieren sehr empfindlich auf Unterwasserschall. Aufgrund der Dunkelheit unter Wasser verlassen sich viele von ihnen zur Orientierung, Nahrungs- und Partnersuche oder der Verteidigung gegen Fressfeinde auf ihren Hörsinn. Wale zum Beispiel schicken Laute (Klicks) ins Wasser und wissen von der Art, wie die Laute wieder zurückschallen und reflektieren (Echo), ob Nahrung, Feinde, ihr Kalb oder ein Hindernis in der Nähe ist. Sie sehen sozusagen mit den Ohren und mit jedem Eintrag von Unterwasserlärm verschlechtert sich die „Sicht“.

 

Der BUND und IFAW fordern von der Bundesregierung eine:

  • kontinuierliche Finanzierung von Langzeitmessstationen, um die Quellen verorten und Maßnahmen richtig umsetzen zu können. 
  • Reduktion des Lärms an der Quelle, durch
    • ein Verbot der Suche nach Öl und Gas mit Schallkanonen. 
    • Verringerung der Geschwindigkeit für den Schiffsverkehr. 
    • das Umleiten von Schiffen, um marine Schutzgebiete und wichtige Habitate von lärmempfindlichen Tieren zu meiden.
    • Reduzierung des vermeidbaren Einsatzes aktiver Sonarsysteme seitens der Marine, aber auch von Sportbooten.
    • europaweite Lärmminderungsstrategien überall dort, wo der Unterwasserlärm nicht vermieden werden kann, durch den verpflichtenden Einsatz von ausreichenden Blasenschleiern bei impulshaften Lärmeinträgen wie Rammungen und Explosionen durch Sprengungen von Munitionsaltlasten und anderer lärmreduzierender Maßnahmen und/oder Technologien

 

Mehr Informationen:
BUND Online-Aktion „Mensch, mach leise“: 
bund.net/psssst
Link zum Brief an Umweltministerin Schulze: www.bund.net/unterwasserlaerm-brief
Mehr Informationen zu Unterwasserlärm: www.bund.net/unterwasserlaerm/
IFAW-Online-Informationen: www.ifaw.org/de/projekte/pssst-stille-ozeane-retten-leben

 

Quelle: BUND

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TV-Tipps

ZDFinfo-Dokumentation 

Die sieben geheimen Atompläne der DDR | 14. Juni  | 20.15 Uhr 

© ZDF/Kristof Kannegießer

Die Doku unternimmt eine Zeitreise in die Ära des Wettrüstens und die An-fänge der Atomenergie. In Deutschland startete der Wettlauf um das erste Kernkraftwerk. Für Ost und West sollte es der Aufbruch in ein neues Zeitalter sein und für die DDR die Lösung ihres Energieproblems darstellen. Filmautor Matthias Hoferichter geht der Frage nach, welche geheimen Pläne die DDR in der Atomforschung verfolgte und welche Auswirkungen sie bis heute hat. Dafür beleuchtet er auch die ehema-ligen Kernkraftwerke Lubmin und Stendal und das Endlager Morsleben.

© ZDF/Kristof Kannegießer

Gesprächspartner*innen sind unter anderem der Wirtschaftshistoriker Rainer Karlsch, der damalige Bundes-umweltminister Klaus Töpfer, Marlies Philipp aus dem früheren Werkstoff-prüflabor des KKW Lubmin, der Experimentalphysiker Horst-Dieter Giera, der ehemalige Leiter des Strahlenschutz Endlagers Morsleben Hartmut Schulze, Dieter Zeppe vom Amt Atomsicherheit und Strahlenschutz der DDR und der damalige leitende Bauingenieur des KKW Stendal Horst Paulus. 

Ab 10. Juni in der ZDFinfo-Mediathek 

© ZDF/Kristof Kannegießer

Servus TV Deutschland

Orang-Utans – Alarmstufe Rot

in der Reihe Terra Mater
Mittwoch, 7. Juli, 20:15 Uhr
Orang-Utan Weibchen hinter Gittern im Pata Zoo in Bangkok, Thailand © Terra Mater / Aaron Gekoski

Das lustige Selfie mit einem niedlichen Orang-Utan, ein scheinbar harmloses Erinnerungsfoto an den Südostasien-Urlaub. Was die wenigsten ahnen: Dahinter steckt oft ein knallhartes Geschäftsmodell krimineller Tier-
händler und unsägliches Leid für die Menschenaffen. Der renommierte Umweltfotograf Aaron Gekoski begibt sich für diese bewegende “Terra Mater“-Dokumentation auf die Spur der illegalen Netzwerke. Mehr Infos

Wunderwelt Wiese
Fotowettbewerb des LIFE-Projekts gestartet – Mitmachen lohnt sich
 
Was lebt auf und von der Wiese? Mit diesem Thema sollen sich Hobby- und Profifotografen ab sofort für den Foto-wettbewerb „WiesenLEBEN“ des LIFE-Projekts Rhöner Bergwiesen auseinan-dersetzen. Gesucht werden Aufnahmen von großen und kleinen tierischen Be-wohnern, von Blumen, Blüten, Kräutern und Gräsern, die alle zusammen einen ganz eigenen Mikrokosmos bilden.
Küchenschellen Nüsttal © Kristine Schmitt
Teilnahmebedingungen und weitere Hinweise für die Teilnahme abrufbar unter www.rhoener-bergwiesen.de.
Expedition Erdreich
© BMBF/ExpeditionErdreich
 
Deutschland buddelt – mit Teebeuteln den Boden erforschen
 
Expedition Erdreich ist die bundesweite Citizen-Science-Aktion im Wissen-schaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie. Jeder und jede kann sich daran beteili-gen, um Daten über die Bodengesund-heit und den Zustand der Böden zu sammeln – ganz einfach mit Tee-beuteln. Grundlage für die Aktion
ist der sogenannte Tea-Bag-Index, der die Zersetzungsrate der Teebeutel im Boden beschreibt. Zusammen mit einigen weiteren Angaben können die Bürgerwissenschaftler/-innen so mehr
über die wichtigsten Bodeneigen-schaften herausfinden und dazu bei-tragen, unsere Böden in Zukunft gewinnbringender und nachhaltiger zu nutzen. Start der Aktion ist im April 2021. Weitere Informationen gibt es unter expedition-erdreich.de.

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