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9. September 2020

 

Mit biologischer Vielfalt Küsten schützen
 

Neues Projekt schützt die Sandküste von St. Peter-Ording vor den Folgen des Klimawandels

 

Die teilweise zum Weltnaturerbe Wattenmeer gehörende Sandküste von St. Peter-Ording in Schleswig-Holstein hat eine herausragende ökologische Bedeutung: Die Lebensraumvielfalt, die in großen Teilen noch der natürlichen Küstendynamik unterliegt, schützt das Hinterland vor Überflutungen. Doch sind mittlerweile umfangreiche Maßnahmen notwendig, die biologische Vielfalt wiederherzustellen und zu erhalten. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert das Projekt "Sandküste St. Peter-Ording – ökologische Aufwertung eines Wattenmeergebietes und Anpassung an den beschleunigten Meeresspiegelanstieg" deshalb im Bundesprogramm Biologische Vielfalt bis 2026 mit rund zwei Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreicht heute in Berlin den Förderbescheid für das Projekt.

 

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Der Anstieg des Meeresspiegels bedroht die Küsten weltweit, auch das Weltnaturerbe Wattenmeer. Oft liefert die Natur jedoch die besten Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel. Wir unterstützen daher Projekte wie „Sandküste St. Peter-Ording“, die zugleich dem Menschen nützen und Ökosysteme stärken. Deutschland hat zur Zeit mit Dänemark und den Niederlanden den Vorsitz der Trilateralen Wattenmeerzusammenarbeit inne. Auch in diesem Zusammenhang begrüße ich den Ansatz des Projektes für eine naturverträgliche Anpassung an den Klimawandel, die das ganze Ökosystem in den Blick nimmt, sehr. Es schützt damit die Menschen und die Natur vor Ort.“

 

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: „Das Wattenmeer an der deutschen Nordseeküste zählt zu den größten Naturlandschaften in Deutschland. Mit seinen Wattflächen, Dünen, Salzwiesen und Stränden hat es eine einzigartige Lebensraumvielfalt. Auch die Artenvielfalt ist eine ganz besondere. Nicht nur bedrohte Arten wie die Zauneidechse oder Kreuzkröte haben hier ihre Reviere, sondern auch zahlreiche für Dünen typische Wildbienen, Laufkäfer und Schmetterlinge. Im Projekt „Sandküste St. Peter-Ording“ werden Naturschutzmaßnahmen entwickelt, die vor allem die Bevölkerung einbeziehen und so Akzeptanz schaffen sollen. Denn nur so lässt sich dieser unschätzbare Reichtum für Mensch und Natur dauerhaft sichern.“

 

Das Wattenmeer ist in Deutschland durch die Nationalparke Schleswig-Holsteins, Niedersachsens und Hamburgs geschützt und zusammen mit dem Wattenmeer der Nachbarländer als Weltnaturerbe von der UNESCO anerkannt. Es ist durch den Klimawandel massiv bedroht. Auf lange Sicht drohen Wattflächen, Salzwiesen, Strände und Dünen aufgrund des beschleunigten Meeresspiegelanstiegs zu verschwinden. Zusätzlich ist der Erhaltungszustand von Teilen der Nationalparks sowie von angrenzenden Schutzgebieten auch heute schon unzureichend.

 

Die Sandküste St. Peter-Ordings ist durch Lebensraumverluste sowie durch die Folgen des Klimawandels besonders gefährdet. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden hier die Binnendünen durch Aufforstungsarbeiten mit Nadelgehölzen verändert. Dadurch haben sich die offenen Dünenlebensräume verkleinert und wurden in kleine Flächen zerschnitten. Zudem verdrängen standortfremde Pflanzen wie Kaktusmoos oder Kartoffelrose zunehmend dünentypische Arten wie Silbergras oder Strandhafer.

 

Um die biologische Vielfalt der Küste von St. Peter-Ording, zu erhalten und zu verbessern, haben sich der WWF Deutschland, die Schutzstation Wattenmeer, die Technische Universität (TU) Braunschweig, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, und der Deich- und Hauptsielverband (DHSV) Eiderstedt zusammengeschlossen. Sie wollen gemeinsam Maßnahmen für einen naturverträglichen und ökosystembasierten Küstenschutz entwickeln und umsetzen: Mit Renaturierungs- und Aufwertungsmaßnahmen sollen wichtige Voraussetzungen für eine Anpassung dieser Landschaft an den beschleunigt steigenden Meeresspiegel geschaffen werden.

Weitere finanzielle Unterstützung erhält das Projekt vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, der Gemeinde St. Peter-Ording und der VR Bank Eiderstedt.

 

Kontaktdaten sowie Projekt-Steckbrief unter:

https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/sankueste-st-peter-ording.html

 

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.

 

Weitere Informationen zum Bundesprogramm: https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm

 

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

 

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundeamt für Naturschutz 

Globaler Klimastreik 

Breites Bündnis fordert heute Kehrtwende in der Klimapolitik

 

Deutschlandweit wurden bereits mehr als 250 Demos und Aktionen angemel-det, größere Demonstrationen werden unter anderem in Berlin, Hamburg und Köln stattfinden. 

Infos & Demos: klima-streik.org
Aufruf: klima-streik.org/infos/aufruf
Bündnisklima-streik.org/infos/buendnis

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Regelmäßige Kurzbeiträge zu wichtigen Nachhaltigkeitsthemen unserer Zeit. 

Wildpflanzen

Weil viele heimische Wildpflanzen nicht auffällig blühen, sind sie fast in Verges-senheit geraten – zu Unrecht! Flächen-verlust, Herbizide und Überdüngung machen ihnen zu schaffen. Umso schöner, wenn wir ihnen zum Come-back verhelfen  – mit Naturgärten. 

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Naturdoku-Highlights bei ServusTV Deutschland 

© Terra_Mater_NatGeo_Ryan_Sheets
Mittwoch, 28. Sept. | 20:15 Uhr  Yellowstone – Winterwildnis (2/2)
Terra Mater | Dokumentation
 
Der zweite Teil der Dokumentation zeigt, wie sich Dickhornschaf, Wolf, Bison, Biber und Flussotter den Herausforderungen und Härten der Natur von den ersten trüben Herbst-tagen bis zu den letzten eiskalten Winterwochen stellen müssen.
© Kingdom Films / Smithsonian Network / Vanessa Venter
Mittwoch, 5. Oktober | 20:15 Uhr: Terra Mater: Die Raubtier-Challenge – Smarte Köpfe auf vier Pfoten (1/2)
Dokumentation
 
Löwen und Hyänen auf dem Prüfstand: Wer ist klüger, wer ist sozialer? Und wer erkennt schneller, dass Zusam-menarbeit der Schlüssel zum Erfolg sein kann? Mit Hilfe verschiedenster Experimente, analysieren „Löwen-flüsterer“ Kevin Richardson und inter-nationale Wissenschaftler das Verha-lten der Tiere in unterschiedlichen Situationen.
Mittwoch, 12. Oktober | 20:15 Uhr Terra Mater: Die Raubtier-Challenge – Gemeinsam zum Erfolg (2/2)
Dokumentation
 
Der zweite Teil der Raubtier-Doku handelt von der Cleverness und sozialen Fähigkeiten von Löwen und Hyänen. „Es geht nicht darum, wer hier gescheiter ist – ein Löwe, oder eine Hyäne. Es geht darum, dass beide auf ihre eigene Art und Weise clever sind“, so Wildtierexperte Richardson.

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Veranstaltungen

Fachtagung

Natur in der Stadt
Doppelte Innenentwicklung oder ein-fache Innenverdichtung? Harmoni-sierungsansätze insbesondere unter klimatischem Fokus

Im Fokus  stehen Beispiele aus der Praxis, die sowohl die Anforderungen des Natur- und Artenschutzes erfüllen als auch die ökologischen, stadtklima-tischen und gestalterischen Funktionen des Stadtgrüns sicherstellen.
 

28. September 2022 | Orangerie | Bessunger Str. 44 | 64285 Darmstadt.

 

Tagungsgebühr 80,00 € | Anmeldungen bis spätestens 14. September 2022
Programm & Anmeldung
Programm_Naturinder_Stadt_Darmstadt_28_0[...]
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Vorankündigung & Aufruf zu Beiträgen

56. Hessischer Floristentag

Dietzenbach

Tagung | 30. September 2022 

Exkursionen | 1. Oktober  2022 

 

Das Detailprogramm ist derzeit in der Entwicklung und bietet noch Raum für Vorträge. Die Veranstalter laden ein!
ANKÜNDIGUNG & Aufruf
N039 Floristentag 2022 _Ankündigung und [...]
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Buchtipps 

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Wer Schmetterlinge schützen will, muss wissen, wo sie vorkommen. Die Fund-meldungen aus bestehenden Monito-ringprogrammen lagen bislang jedoch nur regional vor. Erstmals führt der Atlas die Verbreitungsdaten aller 184 heimischen Tagfalter- und der 24 Wid-derchenarten zu einem schlüssigen Bild ihrer Gesamtverbreitung zusammen und liefert so ein wirkungsvolles Instrument zu ihrem Schutz.

Ulmer Verlag, 2020. 432 Seiten, geb.
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Die entscheidende Kraft im Anthropozän
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Natur erleben – beobachten – verstehen | Naturführer-Reihe Band 5

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Klausnitzer, Max Ruckstuhl

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Aktualisiert am:

23. September 2022

 

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