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3. Mai 2018

 

Wasser reinigen und Boden düngen mit Pflanzenkohle

 

Kleinkläranlagen zur Phosphorrückgewinnung in Burkina Faso – DBU unterstützt mit 121.000 Euro

 

Adélaide Ganou (Université 2IE de Ouagadougou) und Thomas Czoske (Ökoservice GmbH) überprüfen mit Hilfe eines Messzylinders den Schlammgehalt im Klärwasser. © ClimateSol, Ouagadougou, Burkina Faso

 

Denkendorf. Die Abwasserproblematik entschärfen und gleichzeitig einen Dünger für ausgelaugte Böden gewinnen: Kleinkläranlagen neuen Typs sollen den Menschen im westafrikanischen Burkina Faso bald eine deutliche Verbesserung ihrer Lebenssituation bringen. Mithilfe von Pflanzenkohle soll lebensnotwendiger Phosphor aus dem Abwasser zurückgewonnen und als Bodendünger verwendet werden. Entwickelt und umgesetzt hat das Konzept die Firma Ökoservice (Denkendorf) gemeinsam mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) und lokalen Partnern vor Ort wie ClimateSol. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert sie dabei fachlich und finanziell mit rund 121.000 Euro. „Die Projektergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass der Phosphor-Kreislauf mit cleverer Umwelttechnik geschlossen werden kann – in Deutschland und weltweit. Das muss auch ein zentrales Anliegen sein, um durch entsprechende Kooperationen unsere gemeinsame Lebensgrundlage zu erhalten“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

 

Abfallprodukt wird zum Dünger

Bei diesem Typ von Kleinkläranlangen könne generell auf die Vorklärung verzichtet werden, weshalb dort kein hochbelasteter Fäkalschlamm anfalle. Da somit die Nachbehandlung entfalle und die Anlage außerdem deutlich kompakter als andere gebaut werden könne, würden sich deutliche Kostenvorteile und ein geringerer ökologischer Fußabdruck ergeben, erläutert Projektleiter Jörg Fingas von der TUHH. Im Rahmen des Projektes sei eine bestehende Anlage an die speziellen Bedürfnisse in Burkina Faso angepasst worden. „Das Besondere ist, dass wir dem Klärschlamm regionale Pflanzenkohle hinzugegeben haben. Die bleibt beim Kochen über, wird aus den Schalen des Wüstendattelbaums gewonnen und ist ein Abfallprodukt der Ölherstellung“, so Fingas weiter. Auf der Kohle lagere sich der im Schmutzwasser enthaltene Phosphor und Biomasse ab. Deshalb könne sie anschließend gezielt als Dünger eingesetzt werden und nährstoffarme Böden wieder fruchtbarer machen. Das Wasser sei am Ende soweit gereinigt, das damit Felder bewässert werden können.

 

Forschung geht weiter, Ziel ist es Trinkwasserqualität zu erreichen

Großen Wert hätten die Projektpartner darauf gelegt, ökologische und ökonomische Aspekte zu berücksichtigen. „Deshalb haben wir die Anlage so konzipiert, dass sie von lokalen Handwerkern gebaut werden kann und damit eine Wertschöpfung vor Ort stattfindet“, sagt Thomas Czoske von Ökoservice. Möglichst viele Bauteile sollen lokal beschafft werden können. Nur ein kleiner Teil komme aus Deutschland. Ausgelegt sei die getestete Anlage für einen Haushalt mit bis zu 12 Personen. Es sei jedoch möglich, sie in Größen für bis zu 5.000 Menschen zu bauen. Damit eigne sie sich für einzelne Wohngebäude ebenso wie für Hotels, Schulen oder Camps. Die Verhandlungen mit ersten Interessenten dazu würden bereits laufen. Für die nächsten zwei Jahre sei der Betrieb der Testanlage bereits gesichert. In dieser Zeit soll im Rahmen einer Doktorarbeit ermittelt werden, ob mit der Kleinkläranlage und beispielsweise mittels Moringasamen zur Desinfektion sogar Trinkwasserqualität erreicht werden kann. „Mit dem Projekt stärken wir gleich mehrere Kreisläufe: neben dem des Phosphors auch den des Wassers und der lokalen Wertschöpfung“, fasst DBU-Experte Franz-Peter Heidenreich zufrieden zusammen.

 

Erfahren Sie mehr über dieses sowie weitere innovative Verfahren zur Phosphor-rückgewinnung und Kreislaufwirtschaft am DBU-Stand bei der diesjährigen IFAT Messe vom 14.-18.5. in München (Halle B4/Stand 239/338).

 

Zum Hintergrund:

Phosphor ist Teil unserer Lebensgrundlage und kann nicht durch andere Stoffe ersetzt werden. Er fördert beispielsweise das Wachstum von Pflanzen, weshalb große Mengen davon als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Bisher wird Phosphor im Tagebau abgebaut. Doch das hat große Auswirkungen auf die Umwelt, findet häufig in Ländern mit schwieriger politischer Lage statt und benötigt viel Energie. Zudem ist er häufig mit Schadstoffen belastet. Über unsere Nahrung landet ein großer Teil des Phosphors schließlich im Klärschlamm. Dieser kann jedoch nicht mehr ohne weiteres in der Landwirtschaft wiederverwendet werden, da er häufig zu viele Schadstoffe enthält. Zwar gibt es alternative Rückgewinnungs-Verfahren. Sie benötigen bisher jedoch große Mengen Chemikalien und Energie.

 

So lange Phosphor nicht wiederverwendet wird, besteht die Gefahr, eine der von internationalen Experten definierten Belastungsgrenzen des Erdsystems zu überschreiten und die Chance zu verpassen, die 2015 beschlossenen globalen nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen langfristig zu erreichen. Sie sollen eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene sichern.

 

Quelle: DBU

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Veranstalter sind der ADFC Saar und der Biosphärenzweckverband Bliesgau. Weitere Infos unter www.biosphaere-bliesgau.eu/veranstaltungenQuelle: Biosphärenzweckverband Bliesgau 

Tarnen wie ein Chamäleon

NAJU-Wildlifecamp für Kinder und Jugendliche im Taunus

Vom 15. bis 17. Juni veranstaltet die Naturschutzjugend (NAJU) Hessen die Naturerlebnisfreizeit „Tarnen wie ein Chamäleon“ für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren in Pfaffenwiesbach im Taunus. Drei Tage lang begeben sich die jungen Naturfreunde abseits der alltäglichen Zivilisation auf die Spuren wilder Tiere des Waldes. Um dabei möglichst unauffällig zu bleiben, tarnen sie sich mit dem, was die Natur ihnen an geeignetem Material zur Verfügung stellt. Unter Anleitung von erfahrenen Wildlife-Experten nutzen die Kinder und Jugendlichen all ihre Sinne, um sich perfekt verbergen und anschleichen zu können. Erde, Ruß, Laub und Äste bieten ihnen dabei eine gute Hilfe. Die Teilnehmer übernachten auf einem Jugendzeltplatz am Waldrand. Zelte und Verpflegung werden von der NAJU Hessen zur Verfügung gestellt.

Teilnehmen können Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren. Der Teilnahmebetrag beträgt 60,- Euro inkl. Verpflegung, Übernachtung und Programm. Weitere Informationen zur Wildlife-Freizeit gibt es bei der NAJU Hessen unter Tel.: 06641-946903, E-Mail: mail@naju-hessen.de und www.NAJU-Hessen.de.  

Naturpark Spessart

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

Der Berg ruft

heißt die kommende Ausstellung im Gasometer Oberhausen, die am
16. März 2018 beginnt. Sie zeigt die Vielfalt dieser außergewöhnlichen Welt und erzählt von der Faszination der Berge auf uns Menschen. Sie macht den ewigen Kreislauf des Gesteins nach-vollziehbar und zeigt in einzig-artigen Filmausschnitten und Fotos wie in Jahrmillionen in den gewaltigen Gebirgsmassiven der Erde einzigartige Lebenswelten mit ihrer ihnen eigenen Tier- und Pflanzenwelt entstanden sind.

[>>>weiterlesen]

(c) Pixabay

Wildniscamp im Nationalpark Hainich – Anmeldungen ab sofort möglich

Abenteuer, Wildnis und ganz viel Natur für Kinder ab sechs Jahren

Drei  Tage Wildnis im Nationalpark erleben, die Nächte unter freiem Himmel verbringen, Essen kochen und abends am Lagerfeuer sitzen – das erwartet Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren beim “Wildniscamp 2018“. Noch gibt es dafür freie Plätze. Anmeldungen sind ab sofort möglich!

Mehr Informationen
2018_03_26_Wildniscamp.pdf
PDF-Dokument [230.4 KB]

Fachtagung
Naturverträglicher Hoch-wasserschutz an der Oder

Obwohl die Oder ein naturnaher und wichtiger Grenzfluss ist, der heute mitten in der EU liegt, befinden sich auf
beiden Seiten ihres Ufers scheinbar trotzdem verschiedene Welten. Mit dem deutsch-polnischen Wasserstraßen-
Abkommen, der damit verbundenen „Aktualisierung der Stromregelungskon-zeption für die Grenzoder“ und dem
polnischen „Odra-Vistula Flood Management Project“ der Weltbank gibt es jedoch eine in der Öffentlichkeit bisher wenig wahrgenommene neue Dynamik. Aus diesem Grund laden die polnische Koalition Rettet die Flüsse (Koalicja Ratujmy Rzeki - KRR) und der Deutsche Naturschutzring zu einer deutsch-polnischen Fachtagung
am 20. Juni 2018 nach Słubice ein.
 

Programm & Anmeldung
Programm_Fachtagung_Oder_20-06-2018_Slub[...]
PDF-Dokument [2.8 MB]

34. Deutscher Naturschutztag "Klarer Kurs - Naturschutz“

Zum 34. Deutschen Naturschutztag (DNT) lädt der BBN Naturschutz-interessierte aus Politik, Verwaltung, Planung, Ehrenamt und Wissenschaft vom 25. – 29. September 2018 ein.

Zum Internetauftritt des DNT

3. Hess. Landesnaturschutztagung

„Insektensterben! Und jetzt?“ Wissenschaftlicher Sachstand und Wege aus der Biodiversitätskrise 

Unter dem Schlagwort „Insektenster-ben“ hat der Verlust an Biodiversität in Deutschland in den vergangenen Mo-naten eine starke mediale Aufmerksam-keit erhalten. Ziel dieser Veranstaltung ist, die wissenschaftlichen Grundlagen der Diskussion darzustellen und mög-liche Konzepte für eine dauerhafte Zu-kunft von Biodiversität zu diskutieren.
24. Oktober 2018, 09:30 Uhr
Kongresshalle Gießen, Berliner Platz 2

35390 Gießen

Schriftliche Anmeldung erforderlich und wird bis zum 24.09.2018 erbeten. Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden Sie unter https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/landesnaturschutztagung.html.

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25. Mai 2018

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