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04. Juni 2018 | Agrar-Reformpläne lassen Veränderungswillen vermissen

 

Bauer sucht Zukunft


Fehlende Gradlinigkeit: EU-Kommission legt Reformpläne für Europäische
Agrarpolitik vor

Die EU-Kommission hat am Freitag ihre Reformpläne für die zukünftige Gemeinsame

Europäische Agrarpolitik (GAP) veröffentlicht. Gepaart mit den offiziellen EU-

Haushaltsplanungen für die Zeit nach 2021 lassen diese Vorschläge nach Ansicht des

WWF Deutschlands eine Fortsetzung der schizophren Landwirtschafts- und

Subventionspolitik befürchten.

Die EU-Kommission preist mit blumiger Prosa die Bedeutung einer gesunden
Natur und funktionierender Ökosysteme. Doch jenseits der Fiktion gräbt sie
ihr das Wasser ab. Echten Veränderungswillen lassen die Vorschläge
vermissen
, kritisiert Jörg-Andreas Krüger, Direktor Ökologischer Fußabdruck
beim WWF Deutschland. Die Vorschläge der EU-Kommission bezeichnete der WWF
als
eine Täuschung. Klima- und Umweltschutzziele dienen demnach als
Rechtfertigung für hohe Agrarzahlungen, jedoch wird aus den vorgeschlagenen
Förderprogrammen nicht klar, wie dieser Anspruch erfüllt werden soll. So
werden zwar Umweltprogramme im Direktzahlungssystem verpflichtend, bei der
ausreichenden Finanzierung kneife die Kommission allerdings. Erschwerend
kommt hinzu, dass die bereits angekündigten Kürzungen im EU-Agrarbudget
zulasten der ohnehin unterfinanzierten Agrar- und Umweltprogramme gehen
sollen.


Die europäische Agrarpolitik braucht Lösungen, die das Wohl von Umwelt und
Landwirten verbinden. Betriebe, die vom heutigen System zwar stark
wirtschaftlich profitieren, aber wenig zur Erreichung der
Nachhaltigkeitsziele beitragen, sollten in Zukunft weniger staatliche
Unterstützung bekommen. Landwirte, die hingegen die Umwelt und unsere
Kulturlandschaft schützen, müssen dafür endlich gerecht entlohnt werden
, so
Krüger.

Der WWF appelliert nun an die EU-Parlamentarier, die Reform auf ihrem Weg
durch die Institutionen zukunftssicherer und nachhaltiger zu gestalten:
Das
EU-Parlament muss ein Mindestbudget für Umweltmaßnahmen auch in der
sogenannten ersten Säule festlegen, um die EU-Umweltziele zu erreichen. Nur
so können die einzelnen Mitgliedsländer dazu verpflichtet werden, regional
angepasste Umweltprogramme umzusetzen.
Mit einer Kampagne will der WWF
Wählerinnen und Wähler in Europa für eine Änderung der Reform mobilisieren.

Konkret fordert der WWF, dass die jährlichen Umweltprogramme mit mindestens
30 Prozent in der ersten Säule der GAP ausgestattet und qualitativ
weiterentwickelt werden. Nur so kann vermieden werden, dass die 27
Mitgliedsstaaten weiterhin den Löwenanteil als Flächenprämie vergeben,
anstatt diese Direktzahlungen an Nachhaltigkeitskriterien zu koppeln.
Weiterhin ist ein wirkungsvoller Sanktionsmechanismus notwendig, wenn Ziele
von Mitgliedsstaaten nicht erreicht werden.
Wir brauchen bei den
Agrarsubventionen endlich das festgeschriebene Prinzip: Qualität vor
Quantität. Eine Mittelumverteilung von Geldern aus Agrarumweltmaßnahmen und
der Ländlichen Entwicklung aus der zweiten Säule in die Direktzahlungen darf
es nicht geben
, so Krüger.

Quelle: Pressestelle WWF

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Beweidung als Instrument des Naturschutzes am Samstag, 30.6. in Hungen
Seit Jahrtausenden lässt der Mensch Weidetiere planmäßig krautartigen Bewuchs abfressen. Die meisten tierischen Lebensgemeinschaften und Pflanzengesellschaften sind als Ergebnis dieses über Jahrtausende währenden agrarischen Entwicklungs-prozesses, Bestandteil der gegen-wärtig teilweise nur noch in Frag-menten erhaltenen "Kulturlandschaft". Viele dieser Lebensgemeinschaften beherbergen ein breites Arten-spektrum, haben nach heutigen Maßstäben einen hohen naturschutz-fachlichen Wert und spielen eine große Rolle für die Erhaltung der Biodiversität. Die Tagesexkursion befasst sich mit der Bedeutung der "Beweidung als Instrument des Naturschutzes" und stellt verschiedene Formen der Beweidung und ihre Lebensraum-verträglichkeit und Artenschutzaspekte vor. Als repräsentative Weidehabitate verschiedener Pflanzenfresser werden extensiv genutzte Landschafts-bereiche (überwiegend NATURA 2000-Gebiete) auf dem Gebiet der Stadt Hungen (LK Gießen) untersucht.

Programm & Anmeldung
N086_2018_Beweidung_Exk.pdf
PDF-Dokument [381.6 KB]

NP Unteres Odertal

Veranstaltungskalender 2018

Veranstaltungskalender 2018.pdf
PDF-Dokument [3.0 MB]

Naturpark Spessart

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

(c) Pixabay

Wildniscamp im Nationalpark Hainich – Anmeldungen ab sofort möglich

Abenteuer, Wildnis und ganz viel Natur für Kinder ab sechs Jahren

Drei  Tage Wildnis im Nationalpark erleben, die Nächte unter freiem Himmel verbringen, Essen kochen und abends am Lagerfeuer sitzen – das erwartet Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren beim “Wildniscamp 2018“. Noch gibt es dafür freie Plätze. Anmeldungen sind ab sofort möglich!

Mehr Informationen
2018_03_26_Wildniscamp.pdf
PDF-Dokument [230.4 KB]

Biologische Vielfalt der Obstwiesen:

Seminar "Sommerschnitt und Pflege an Obstgehölzen"

am 11.08.2018 in Wetzlar 

Einen wesentlichen Teil der Obstge- hölzpflege stellt der Kronenschnitt dar, wobei sich die Maßnahme in den meisten Fällen auf den Winter (Ruhe-phase) beschränkt. Das Obstgehölze erfolgreich in der Vegetationsperiode geschnitten werden können, beweist nicht nur der früher bedeutsame Formobstbau (Obstspalier).

Programm & Anmeldung
N099_2018_Sommerschnitt.pdf
PDF-Dokument [50.5 KB]

Der Berg ruft

heißt die kommende Ausstellung im Gasometer Oberhausen, die am
16. März 2018 beginnt. Sie zeigt die Vielfalt dieser außergewöhnlichen Welt und erzählt von der Faszination der Berge auf uns Menschen. Sie macht den ewigen Kreislauf des Gesteins nach-vollziehbar und zeigt in einzig-artigen Filmausschnitten und Fotos wie in Jahrmillionen in den gewaltigen Gebirgsmassiven der Erde einzigartige Lebenswelten mit ihrer ihnen eigenen Tier- und Pflanzenwelt entstanden sind.

[>>>weiterlesen]

34. Deutscher Naturschutztag "Klarer Kurs - Naturschutz“

Zum 34. Deutschen Naturschutztag (DNT) lädt der BBN Naturschutz-interessierte aus Politik, Verwaltung, Planung, Ehrenamt und Wissenschaft vom 25. – 29. September 2018 ein.

Zum Internetauftritt des DNT

Landart
Naturkunst in der Umweltbildung
5. - 6. Oktober 2018, Wetzlar

Landart-Künstler gestalten ihre Werke in der Natur aus dem, was sie in der Natur finden. Bei der Gestaltung von Landart entstehen nicht nur – oft kurzlebige – faszinierende Kunst-werke, sondern auch intensive Naturerlebnisse. Landart ist daher zu einem wichtigen Element der Umweltbildung geworden.

Programm & Anmeldung
N125_2018_ Landart_ .pdf
PDF-Dokument [214.9 KB]

3. Hess. Landesnaturschutztagung

„Insektensterben! Und jetzt?“ Wissenschaftlicher Sachstand und Wege aus der Biodiversitätskrise 

Unter dem Schlagwort „Insektenster-ben“ hat der Verlust an Biodiversität in Deutschland in den vergangenen Mo-naten eine starke mediale Aufmerksam-keit erhalten. Ziel dieser Veranstaltung ist, die wissenschaftlichen Grundlagen der Diskussion darzustellen und mög-liche Konzepte für eine dauerhafte Zu-kunft von Biodiversität zu diskutieren.
24. Oktober 2018, 09:30 Uhr
Kongresshalle Gießen, Berliner Platz 2

35390 Gießen

Schriftliche Anmeldung erforderlich und wird bis zum 24.09.2018 erbeten. Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden Sie unter https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/landesnaturschutztagung.html.

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Letzte Aktualisierung:

21. Juni 2018

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