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16. April 2021 | Wildtiere schützen

 

Wer später mäht, lässt Wildtiere leben

 

Deutsche Wildtier Stiftung: Rehkitzretter finden durchschnittlich 12 Kitze auf 100 Hektar Grünland

 

Der Tod auf der Wiese kommt mit scharfen Klingen und 600 PS: Wenn jetzt im Frühjahr die Wiesen das erste Mal gemäht werden, sind in Deutschland unzählige Rehkitze, junge Feldhasen und am Boden brütende Vogelarten vom Mähtod bedroht. „Wir schätzen, dass allein etwa 100.000 Rehkitze Jahr für Jahr vom Mähtod betroffen sind", sagt Dr. Andreas Kinser, stellvertretender Leiter Natur- und Artenschutz der Deutschen Wildtier Stiftung. Dass diese Zahl nicht aus der Luft gegriffen ist, untermauern jetzt Zahlen, die viele verschiedene Kitzretter-Teams im vergangenen Jahr an die Deutsche Wildtier Stiftung gemeldet haben: „Im Durchschnitt haben die vielen Ehrenamtlichen je 100 Hektar abgesuchter Grünlandfläche 12 Rehkitze gerettet“, so Kinser weiter.

 

Der große Erfolg bei der Rehkitzsuche ist dabei nicht vom Himmel gefallen: Mittlerweile werden deutschlandweit von vielen ehrenamtlichen und professionellen Wildretterteams mit Wärmebildkameras ausgestattete Drohnen eingesetzt, die die Wärmequelle „Rehkitz“ im Vergleich zu seiner Umgebung sichtbar machen. Selbst die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) fördert derzeit die Anschaffung von Drohnen zur Jungwildrettung. Doch während das Verstümmeln und Töten von Rehkitzen auf unseren Wiesen endlich wirksam vermieden werden kann, sind unsere dringenden Artenschutzprobleme durch die Grünlandmahd noch längst nicht gelöst: Die Gelege der typischen Wiesenvögel können bisher nur zufällig von den Drohnen aufgespürt werden. „Der Erhalt von Kiebitz, Großem Brachvogel oder Wachtelkönig in unseren Grünlandregionen ist ganz wesentlich mit der Frage verbunden, ob es uns gelingen wird, den Einsatz der Drohnentechnik weiter zu verbessern", sagt Andreas Kinser.

 

Bis es so weit ist, ist und bleibt die wirksamste Maßnahme zum Schutz der Bodenbrüter im Grünland ein später Mahdzeitpunkt, an dem die Jungvögel bereits flügge geworden sind. Doch mit dem dadurch entgangenen Frühjahrsschnitt geht dem Wiesenheu jede Menge Energie verloren, die im strohigen Aufwuchs einer Sommerwiese nicht mehr zu finden ist. Landwirte, die sich trotzdem zu einem späten Mahdzeitpunkt frühstens ab dem 16. Juni bereit erklären, müssen daher Ausgleichszahlungen für ihr freiwilliges Engagement erhalten. Die weiterhin andauernden Diskussionen um die Europäische Agrarpolitik bieten die Chance, genau solche Mittel bereitzustellen. Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert daher, dass Agrarbudget der EU nicht wie bisher mit der Gießkanne zu verteilen, sondern für gezielte Leistungen der landwirtschaftlichen Betriebe für den Artenschutz einzusetzen.

 

Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung

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Mittwoch, 28. Sept. | 20:15 Uhr  Yellowstone – Winterwildnis (2/2)
Terra Mater | Dokumentation
 
Der zweite Teil der Dokumentation zeigt, wie sich Dickhornschaf, Wolf, Bison, Biber und Flussotter den Herausforderungen und Härten der Natur von den ersten trüben Herbst-tagen bis zu den letzten eiskalten Winterwochen stellen müssen.
© Kingdom Films / Smithsonian Network / Vanessa Venter
Mittwoch, 5. Oktober | 20:15 Uhr: Terra Mater: Die Raubtier-Challenge – Smarte Köpfe auf vier Pfoten (1/2)
Dokumentation
 
Löwen und Hyänen auf dem Prüfstand: Wer ist klüger, wer ist sozialer? Und wer erkennt schneller, dass Zusam-menarbeit der Schlüssel zum Erfolg sein kann? Mit Hilfe verschiedenster Experimente, analysieren „Löwen-flüsterer“ Kevin Richardson und inter-nationale Wissenschaftler das Verha-lten der Tiere in unterschiedlichen Situationen.
Mittwoch, 12. Oktober | 20:15 Uhr Terra Mater: Die Raubtier-Challenge – Gemeinsam zum Erfolg (2/2)
Dokumentation
 
Der zweite Teil der Raubtier-Doku handelt von der Cleverness und sozialen Fähigkeiten von Löwen und Hyänen. „Es geht nicht darum, wer hier gescheiter ist – ein Löwe, oder eine Hyäne. Es geht darum, dass beide auf ihre eigene Art und Weise clever sind“, so Wildtierexperte Richardson.

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Doppelte Innenentwicklung oder ein-fache Innenverdichtung? Harmoni-sierungsansätze insbesondere unter klimatischem Fokus

Im Fokus  stehen Beispiele aus der Praxis, die sowohl die Anforderungen des Natur- und Artenschutzes erfüllen als auch die ökologischen, stadtklima-tischen und gestalterischen Funktionen des Stadtgrüns sicherstellen.
 

28. September 2022 | Orangerie | Bessunger Str. 44 | 64285 Darmstadt.

 

Tagungsgebühr 80,00 € | Anmeldungen bis spätestens 14. September 2022
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Buchtipps 

Verbreitungsatlas der Tagfalter und Widderchen Deutschlands

Wer Schmetterlinge schützen will, muss wissen, wo sie vorkommen. Die Fund-meldungen aus bestehenden Monito-ringprogrammen lagen bislang jedoch nur regional vor. Erstmals führt der Atlas die Verbreitungsdaten aller 184 heimischen Tagfalter- und der 24 Wid-derchenarten zu einem schlüssigen Bild ihrer Gesamtverbreitung zusammen und liefert so ein wirkungsvolles Instrument zu ihrem Schutz.

Ulmer Verlag, 2020. 432 Seiten, geb.
568  Farbfotos, 218 farbige Karten ISBN 978-3-8186-0557-5

Das Zeitalter der Städte

Die entscheidende Kraft im Anthropozän
S. Hirzel Verlag | Stuttgart | 344 Seiten ISBN 978-3-7776-3032-8

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Andreas Jaun

In der Stadt

Natur erleben – beobachten – verstehen | Naturführer-Reihe Band 5

Haupt Verlag | 1. Auflage 2012

ISBN 978-3-258-07718-5

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Stefan Ineichen, Bernhard
Klausnitzer, Max Ruckstuhl

Stadtfauna

600 Tierarten unserer Städte

Haupt Verlag | 1. Auflage 2012

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[Buchvorstellung]

Rainer Nahrendorf

Eifel - Das bedrohte Orchideenparadies

Die Königinnen der Pflanzen sind auf dem Rückzug. Sie vertragen keine Düngung, sind auf magere Kalkböden oder Feuchtgebiete angewiesen, müs-sen Aufforstungen, neuen Baugebieten oder Steinbrüchen weichen.  

ISBN: 9783754169124 | 156 Seiten

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Krautige Pflanzen
des Harz-Waldes

Schon früh wurde die heilende Wirkung vieler Kräuter erkannt. Die Pflanzen-medizin bestimmte über Jahrtausende die medizinischen Möglichkeiten der Menschen und noch heute werden zahlreiche Pflanzen und  Wirkstoffe zur medizinischen Behandlung eingesetzt.

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Softcover-Einband | 188 Seiten
Querformat von 17 x 22 cm
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23,99 Euro | E-Book  9,49 Euro

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