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28. Oktober 2021 | Leitfaden

 

Landschaftspflege beugt Flut und Dürre vor!

 

Praxisleitfaden mit konkreten Vorschlägen zur Verbesserung des natürlichen Wasserrückhaltes

 

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) veröffentlicht konkrete Vorschläge zur Verbesserung des natürlichen Wasserrückhaltes in der Agrarlandschaft. Ein neuer Praxisleitfaden zeigt Maßnahmen auf, die den verheerenden Folgen von Starkregen und Trockenheit entgegenwirken.

 

Durch den Klimawandel nehmen Extremwetterereignisse zu. Starkregen, wie zuletzt in Westdeutschland, verursachen Sturzfluten, die zu immensen Schäden führen. Längere Trockenphasen hingegen beeinträchtigen die Wasserneubildung und gefährden so die Grundwasserversorgung der Bevölkerung. Durch örtlich abgestimmte Landschaftspflegemaßnahmen können Landwirtinnen und Landwirte nicht nur die Wasserspeicherfähigkeit der Böden erhöhen, sondern auch einen signifikanten Beitrag zum Schutz von Biodiversität, Wasserqualität und Klima leisten. Mit der Beratung landwirtschaftlicher Betriebe sowie der Planung und Umsetzung ökologischer Schutzmaßnahmen haben die im DVL zusammengeschlossenen Landschaftspflegeorganisationen seit über 30 Jahren Erfahrung.

 

Klimawandel verändert Wasserverfügbarkeit

Landwirt Hans Pfeffer aus Odenheim am Glan in Rheinland-Pfalz bewirtschaftet mit einem Jahresniederschlag von 480 mm einen sehr trockenen Standort. Gleichzeitig lassen Starkregenereignisse die Bäche am Glan immer wieder über die Ufer treten. Jetzt betrachtet er zufrieden die neu angelegten Obst- und Nussbäume sowie die Wiesengräben. Sie sind mit einem System aus vernetzten Teichen verknüpft, um abfließendes Wasser zu speichern und für Dürreperioden anzuwenden.

 

„Das Beispiel macht deutlich: Wir brauchen wieder mehr Bäume und Hecken, kleinere Schläge und mehr Wiesen! Unsere Böden müssen wieder mehr Wasser speichern können, damit Extremwetterereignisse wie Starkregen und Trockenheit abgepuffert werden“, erklärt Dr. Jürgen Metzner, Geschäftsführer des DVL. Trockenheit schädigt die Pflanzen und führt zu Ernteeinbußen. Bei Starkregen wird Boden und damit auch Humus abgeschwemmt. Humusverlust ist nicht nur für die Fruchtbarkeit der Böden fatal, sondern wirkt sich unmittelbar auf die Speicherfähigkeit des Bodens aus. Humus kann das Fünffache seines Gewichts an Wasser speichern und so Extremwetterereignisse abpuffern.

 

Landschaft zum Wasserspeicher entwickeln

Eine an den Klimawandel angepasste Agrarlandschaft ist so beschaffen, dass weniger Wasser oberflächlich abfließt und mehr Wasser versickert. Förderlich sind verkürzte Hanglängen, ein hoher Anteil an Gehölzen und Grünland, kleine Schläge mit vielfältigen Fruchtfolgen, Hecken und Pufferstreifen. Ebenfalls Teil der Lösung sind renaturierte Gewässer und überflutbarere Auebereiche. Auch auf bewirtschafteten Ackerflächen können Landwirtinnen und Landwirte handeln. Der Anbau mehrjähriger Pflanzen, Zwischenfrüchten und Untersaaten oder bodenschonende Anbauverfahren helfen den Böden mehr Wasser aufzunehmen und Humus aufzubauen.

 

Win-win mit Biodiversität, Gewässer- und Klimaschutz

Viele Maßnahmen, die die Landschaft zum Wasserspeicher machen, sind auch für Klima-, Biodiversität-, und Gewässerschutz gut. Grünland, Hecken und Kurzumtriebsplantagen binden CO2. Mehrjährige Blühstreifen, Streuobstwiesen und blühende Energiepflanzen bieten Nahrung und Lebensraum für Insekten und Vögel. Uferrandstreifen verhindern, dass Dünger in die Gewässer gelangt.

 

Leitfaden beschreibt Erfolgsfaktoren für die Praxisumsetzung

Die jahrzehntelangen Erfahrungen der Landschaftspflegeorganisationen hat der DVL in dem Leitfaden „Verbesserung des natürlichen Wasserrückhaltes in der Agrarlandschaft“ zusammengetragen, der im Zuge des Deutschen Landschaftspflegetages veröffentlicht wurde. Im dortigen Fachforum „Klimawandel und Wasserrückhalt“ diskutierten Expertinnen und Experten über Potentiale und aktuelle Herausforderungen. „Ob auf dem eigenen Betrieb, oder über Gemeindegrenzen hinweg – für einen erfolgreichen Wasserrückhalt ist entscheidend, mehrere Maßnahmen zu kombinieren!“, unterstreicht Corinna Friedrich, Projektmanagerin beim DVL.

 

Landschaftspflegeorganisation können Akteure beraten

Welche Maßnahmen am wirksamsten sind, hängt vom jeweiligen Naturraum, den landwirtschaftlichen Betriebsstrukturen, der Förderung und den Akteuren vor Ort ab. Die Wirksamkeit ist aber stets höher, wenn mehr standortangepasste Maßnahmen in einem Gebiet umgesetzt werden. Bei großflächiger Planung sind deshalb Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, landwirtschaftlichen Betrieben, Behörden, Planungs- und Umsetzungsbüros sowie Vereinen beteiligt. Deshalb spielt neben ökologischem und landwirtschaftlichem Fachwissen die Vernetzung regionaler Akteure eine zentrale Rolle. „Durch die gleichberechtigte Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen bei der Entwicklung regionaler Lösungen sind Landschaftspflegeorganisationen ideale Partner, um Projekte zum Wasserrückhalt anzustoßen und zu begleiten“, betont Metzner.

 

Bezug: https://www.dvl.org/publikationen/dvl-schriftenreihe

 

 

Quelle: Deutsccher Verband für Landscchaftspflege DVL

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Infos & Demos: klima-streik.org
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Mittwoch, 28. Sept. | 20:15 Uhr  Yellowstone – Winterwildnis (2/2)
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Der zweite Teil der Dokumentation zeigt, wie sich Dickhornschaf, Wolf, Bison, Biber und Flussotter den Herausforderungen und Härten der Natur von den ersten trüben Herbst-tagen bis zu den letzten eiskalten Winterwochen stellen müssen.
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Löwen und Hyänen auf dem Prüfstand: Wer ist klüger, wer ist sozialer? Und wer erkennt schneller, dass Zusam-menarbeit der Schlüssel zum Erfolg sein kann? Mit Hilfe verschiedenster Experimente, analysieren „Löwen-flüsterer“ Kevin Richardson und inter-nationale Wissenschaftler das Verha-lten der Tiere in unterschiedlichen Situationen.
Mittwoch, 12. Oktober | 20:15 Uhr Terra Mater: Die Raubtier-Challenge – Gemeinsam zum Erfolg (2/2)
Dokumentation
 
Der zweite Teil der Raubtier-Doku handelt von der Cleverness und sozialen Fähigkeiten von Löwen und Hyänen. „Es geht nicht darum, wer hier gescheiter ist – ein Löwe, oder eine Hyäne. Es geht darum, dass beide auf ihre eigene Art und Weise clever sind“, so Wildtierexperte Richardson.

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Natur in der Stadt
Doppelte Innenentwicklung oder ein-fache Innenverdichtung? Harmoni-sierungsansätze insbesondere unter klimatischem Fokus

Im Fokus  stehen Beispiele aus der Praxis, die sowohl die Anforderungen des Natur- und Artenschutzes erfüllen als auch die ökologischen, stadtklima-tischen und gestalterischen Funktionen des Stadtgrüns sicherstellen.
 

28. September 2022 | Orangerie | Bessunger Str. 44 | 64285 Darmstadt.

 

Tagungsgebühr 80,00 € | Anmeldungen bis spätestens 14. September 2022
Programm & Anmeldung
Programm_Naturinder_Stadt_Darmstadt_28_0[...]
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Vorankündigung & Aufruf zu Beiträgen

56. Hessischer Floristentag

Dietzenbach

Tagung | 30. September 2022 

Exkursionen | 1. Oktober  2022 

 

Das Detailprogramm ist derzeit in der Entwicklung und bietet noch Raum für Vorträge. Die Veranstalter laden ein!
ANKÜNDIGUNG & Aufruf
N039 Floristentag 2022 _Ankündigung und [...]
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Buchtipps 

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Wer Schmetterlinge schützen will, muss wissen, wo sie vorkommen. Die Fund-meldungen aus bestehenden Monito-ringprogrammen lagen bislang jedoch nur regional vor. Erstmals führt der Atlas die Verbreitungsdaten aller 184 heimischen Tagfalter- und der 24 Wid-derchenarten zu einem schlüssigen Bild ihrer Gesamtverbreitung zusammen und liefert so ein wirkungsvolles Instrument zu ihrem Schutz.

Ulmer Verlag, 2020. 432 Seiten, geb.
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Das Zeitalter der Städte

Die entscheidende Kraft im Anthropozän
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Natur erleben – beobachten – verstehen | Naturführer-Reihe Band 5

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Haupt Verlag | 1. Auflage 2012

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Aktualisiert am:

23. September 2022

 

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