Aktuell Informativ Meinungsbildend NATUR UND UMWELT
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14.Oktober 2020

 

Wende auf dem Teller

 

Zum Welternährungstag (16.10.): Neuer WWF-Report fordert Neuausrichtung der globalen Ernährung an Belastungsgrenzen der Erde / Deutschland Teil der globalen Ernährungskrise

 

Berlin: 70 Prozent der Verluste an biologischer Vielfalt sind auf die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln zurückzuführen, sie verursacht 27 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen, gleichzeitig leiden 700 Millionen Menschen immer noch unter chronischem Hunger und Mangelernährung.

 

Ein neuer Report des WWF warnt nun davor, noch weitere natürliche Lebensräume für landwirtschaftliche Nutzflächen zu vernichten und drängt auf den Einstieg in eine nachhaltigere weltweite Ernährung und Nahrungsmittelerzeugung, die sich an den Belastungsgrenzen der Erde ausrichtet. „Wir belegen bereits 50 Prozent der weltweiten Landfläche für unsere Ernährung. Diese Fläche gilt es besser zu nutzen, um damit den globalen Nahrungsmittelbedarf nachhaltig und gerecht zu decken. Das geht nur, wenn wir bei unserer Ernährung umsteuern. Machen wir auch in Deutschland weiter wie bisher, dann führt dieser Raubbau an der Natur zum Zusammenbruch von Ökosystemen und befeuert die Klimakrise. Das gefährdet dann die Nahrungsmittelproduktion und somit die Nahrungsmittelsicherheit von Millionen Menschen“, so Tanja Plötz, WWF-Expertin für nachhaltige Ernährungssysteme Deutschland.

 

Die Naturschutzorganisation WWF berechnet mögliche Effekte veränderter globaler Ernährungsweisen für den Klima- und Artenschutz. Bereits mit einer globalen fleischärmeren Ernährung, so der Report, ließen sich beispielsweise die weltweiten nahrungsmittelbedingten THG-Gesamtemissionen von rund 14 Milliarden Tonnen auf knapp 10 Milliarden Tonnen reduzieren. Um weitere ernährungsbedingte Naturverluste zu vermeiden, müsste die bereits für die Nahrungsmittelerzeugung belegte Landfläche anders genutzt werden: Weniger Fläche für Viehhaltung und die Produktion tierischer Futtermittel, mehr Fläche für den direkten menschlichen Verzehr. Das geht nur, so der WWF, wenn weltweit – insbesondere in den Industrienationen – weniger Fleisch- und Milchprodukte konsumiert werden.

 

Der WWF weist darauf hin, dass Industrienationen wie Deutschland mit ihrer bisherigen Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik massiv zur Zerstörung der Artenvielfalt und der Klimakrise beitragen. Für die Produktion von Lebens- und Futtermitteln in Deutschland werden Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche in anderen Regionen dieser Welt beansprucht, vor allem in Südamerika und Asien. Aktuelle Untersuchungen zeigen, wie der Import von Soja als konkurrenzlos billigem Futtermittel für hiesige Schweine, Rinder und Hühner Wald und Wildnis auffrisst. Es stammt aus Gebieten mit hohem Entwaldungsdruck, wie Brasilien. Mehr als ein Fünftel dieser Soja-Importe werden auf illegal gerodeten Flächen angebaut. „Deutschland ist Teil der globalen Ernährungskrise, kann aber mit dem richtigen ernährungspolitisches Gesamtkonzept Teil der Lösung werden“, unterstreicht Tanja Plötz vom WWF.

 

Weitere Informationen:

Der WWF-Report „Bending the Curve: The Restorative Power of Planet-based Diets“ analysiert für 147 Länder der Welt, wie sich unterschiedliche Ernährungsmuster (Status Quo, Flexitarier, Pescitarier, Vegetarier, Veganer und nationale Ernährungsrichtlinie) auf verschiedene Gesundheits- und Umweltvariablen auswirken. Die Effekte werden an einzelnen Beispielen erläutert. So könnte zum Beispiel ein weltweiter Einstieg in eine vornehmlich pflanzenbasierte oder rein pflanzliche Ernährung den globalen Artenschwund um bis zu 46 Prozent reduzieren. Bezogen auf einzelne Länder verdeutlicht der Report, dass auf Länderebene unterschiedliche Strategien gefunden werden müssen, um gesundheitliche und ökologische Ernährungskriterien in Einklang zu bringen. Der Report zeigt außerdem, dass ein Wandel der Ernährungsweisen politisch gefördert und in entsprechende nationale Strategien integriert sein muss. Weitere Stellschrauben sieht der WWF bei der konsequenten Reduzierung von Lebensmittelverlusten vom Acker bis zum Teller sowie bessere Praktiken der Nahrungsmittelproduktion, die Ernteerträge optimieren, die Ökosystemfunktionen erhalten und zu widerstandsfähigen Landschaften beitragen.

 

Bending the Curve Summary Report (engl): https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Bending-the-Curve-The-Restorative-Power-of-Planet-Based-Diets-SUMMARY-REPORT.pdf

 

Bending the Curve Langfassung (engl): https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Bending-the-Curve-The-Restorative-Power-of-Planet-Based-Diets-FULL-REPORT.pdf

 

Quelle: WWF

 

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Jetzt geht es los! 

Freiwilligendienst im Partner-Biosphärenreservat in Peru

Foto: BIOAY SERNANP, Peru

Junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren können sich ab sofort für den Freiwilligendienst „weltwärts“ anmel-den, der im BIOAY, dem neuen Partner-Biosphärenreservat des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Peru, geleistet werden kann. Ein einjähriger Einsatz ist schon ab 2021 möglich – Kurzentschlossene können sich bis zum 15. Juli bewerben.

Mehr Informationen
Freiwilligendienst in Peru.pdf
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Von der Uni ins UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Foto: Mechthild Winheim

In diesem Jahr absolvieren junge Menschen das Umweltpraktikum der Commerzbank beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V. Sie unterstüt-zen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins und der Hessischen Biosphärenreservatsverwaltung bei den unterschiedlichsten Projekten – zum Beispiel beim Erstellen der neuen Ausstellung. Auch 2022 sind wieder zwei Praktikumsplätze zu vergeben.

Mehr Informationen
Umweltpraktikum Rhön.pdf
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Der Umwelt auf der Spur

Freiwilliges Ökologisches Jahr im Biosphärenreservat Bliesgau

Am 1. September beginnt das Frei-willige ökologische Jahr im Saarland.
In der Geschäftsstelle des Biosphären-zweckverbands Bliesgau erhalten junge Menschen die Möglichkeit, sich für Umwelt, Naturschutz & Nachhaltigkeit zu engagieren.

Mehr Informationen
Aufruf_FÖJ21.pdf
PDF-Dokument [204.8 KB]

Sommercamp der NAJU 

Eine Woche voller Action

Vom 25. bis 30. Juli findet das Sommer-camp der Naturschutzjugend (NAJU) Hessen statt. Das Camp wird auf dem Zeltplatz Kammerforst in Weilrod aufgeschlagen. Teilnehmen können Jugendliche ab 12 Jahren. Sie erwartet an den 6 Tagen ein buntes Programm.

Die Durchführung der Freizeit findet unter Beachtung der gültigen Bestim-mungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie statt. Wir unternehmen alle notwendigen Maßnahmen, um die Gesundheit und das Wohlergehen aller Beteiligten zu gewährleisten. Der Teilnehmerbetrag für die Freizeit inkl. Unterkunft und Verpflegung beläuft sich auf 150 €. Zur Anmeldung sowie weitere Informationen:
http://www.NAJU-Hessen.de

Veranstaltungen 

Naturschutz-Akademie Hessen

Feldbotanik
Basiswissen Lebensräume
Ruderalvegetation, Säume und Äcker
26. & 27. August 2021
Wetzlar und Umgebung
Programm & Anmeldung
N182_2021_Feldbotanik.pdf
PDF-Dokument [246.6 KB]

Biologische Vielfalt bestimmen -Arten erkennen

Schmetterlinge für Einsteiger

10. Juli 2021 im NABU-Schutzgebiet Weinberg - Wetzlar

Programm & Anmeldung
N024_2021_Schmetterlinge.pdf
PDF-Dokument [217.7 KB]
Info_Teilnehmer_2021.pdf
PDF-Dokument [104.1 KB]

Naturpark Schwalm-Nette

Alle Termine auf einen Blick

Veranstaltungskalender für zweites Halbjahr 2021 kostenfrei verfügbar

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Bildungsurlaub

Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und seine unterschiedlichen Facetten erleben.

Unter dem Titel „Ländlicher Raum im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – Ein Dreiklang aus Landwirtschaft, Naturschutz und Dorfentwicklung“ findet auf der Akademie Burg Fürsten-eck in Eiterfeld ein fünftägiges Seminar, das als Bildungsurlaub beantragt wurde, statt. Vom 5. bis 9. Juli 2021 sind die Teilnehmer eingeladen, dem Spannungsfeld von Natur und Mensch nachzuspüren. 

 

Noch gibt es freie Plätze. 

Mehr InformationenWeitere Auskünfte erteilen die Akademie Burg Fürsteneck unter  06672-92020 und der Verein Natur- und Lebensraum Rhön unter 06681-9174524.

Urban Gardening mit Kids

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TV-Tipps

Servus TV Deutschland

Orang-Utans–Alarmstufe Rot

in der Reihe Terra Mater
Mittwoch | 7. Juli | 20:15 Uhr
Orang-Utan Weibchen hinter Gittern im Pata Zoo in Bangkok, Thailand © Terra Mater / Aaron Gekoski

Das lustige Selfie mit einem niedlichen Orang-Utan, ein scheinbar harmloses Erinnerungsfoto an den Südostasien-Urlaub. Was die wenigsten ahnen: Dahinter steckt oft ein knallhartes Geschäftsmodell krimineller Tier-
händler und unsägliches Leid für die Menschenaffen. Der renommierte Umweltfotograf Aaron Gekoski begibt sich für diese bewegende “Terra Mater“-Dokumentation auf die Spur der illegalen Netzwerke.
Mehr Infos

Pandas hautnah

in der Reihe Terra Mater

Mittwoch, 14. Juli um 20:15 Uhr 

Dokumentation

© Terra Mater Factual Studios / Mark Fletcher Production / Jacky Poon

Pandas gelten als gefährdete Tierart und es gelingt ihnen nur selten, sich in Gefangenschaft natürlich fortzupflan-zen. Das Wolong Panda Zentrum hat ein innovatives Wiederansiedlungs-Programm entwickelt, bei dem Pandas im Zucht- und Forschungszentrum geboren werden, aber unter natürlichen Bedingungen und ohne engen Kontakt zum Menschen aufwachsen.

Deutsche TV-Premiere

Tierisch gute Eltern

in der Reihe Terra Mater

Mittwoch, 21. Juli um 20:15 Uhr

Dokumentation

© Terra Mater Factual Studios / Beverly Joubert

Familiengründung und Kindererziehung ist selbst für uns Menschen eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Die freie Natur fordert von ihren Bewohnern noch mehr. Sei es unter Wasser, in verbor-genen Felsspalten oder in den hohen Baumwipfeln der Urwaldriesen von Borneo.

Erstmals bei ServusTV

Wilde Tiere an der Leine

in der Reihe Terra Mater

Mittwoch, 28. Juli um 20:15 Uhr

Dokumentation

© Svenja und Ralph Schieke, MacroTele-Film / doclights / NDR Naturfilm

In Niedersachsen erstreckt sich die Leine durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Sie durchfließt Wiesen und Felder, Teiche und Wälder. Für zahl-reiche Tier- und Pflanzenarten bietet die Region wichtige Rückzugsgebiete. So begleitet der Dokumentarfilm Wild-schweinrotten durch ihr Revier und zeigt Feuersalamander während ihrer nächtlichen Wanderung an die Laich-gewässer sowie bei der Geburt ihres Nachwuchses.

Wunderwelt Wiese
Fotowettbewerb des LIFE-Projekts gestartet – Mitmachen lohnt sich
 
Was lebt auf und von der Wiese? Mit diesem Thema sollen sich Hobby- und Profifotografen ab sofort für den Foto-wettbewerb „WiesenLEBEN“ des LIFE-Projekts Rhöner Bergwiesen auseinan-dersetzen. Gesucht werden Aufnahmen von großen und kleinen tierischen Be-wohnern, von Blumen, Blüten, Kräutern und Gräsern, die alle zusammen einen ganz eigenen Mikrokosmos bilden.
Küchenschellen Nüsttal © Kristine Schmitt
Teilnahmebedingungen und weitere Hinweise für die Teilnahme abrufbar unter www.rhoener-bergwiesen.de.
Einsendeschluss: 30. September 2021
Expedition Erdreich
© BMBF/ExpeditionErdreich
 
Deutschland buddelt – mit Teebeuteln den Boden erforschen
 
Expedition Erdreich ist die bundesweite Citizen-Science-Aktion im Wissen-schaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie. Jeder und jede kann sich daran beteili-gen, um Daten über die Bodengesund-heit und den Zustand der Böden zu sammeln – ganz einfach mit Tee-beuteln. Grundlage für die Aktion
ist der sogenannte Tea-Bag-Index, der die Zersetzungsrate der Teebeutel im Boden beschreibt. Zusammen mit einigen weiteren Angaben können die Bürgerwissenschaftler/-innen so mehr
über die wichtigsten Bodeneigen-schaften herausfinden und dazu bei-tragen, unsere Böden in Zukunft gewinnbringender und nachhaltiger zu nutzen. Start der Aktion ist im April 2021. Weitere Informationen gibt es unter expedition-erdreich.de.

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Meere, Wälder, Klima

Wie sich die Welt verändert  

2020: ein Jahr der Extreme. Die welt-weite Corona-Pandemie hält uns in Atem. Doch es gibt mehr, dass das gesamte Leben auf der Erde bedroht. Waldbrände, Hitzerekorde, schmelzen-de Polkappen, ... - extreme Wetterer-eignisse sind inzwischen an der Tagesordnung. Wir laden zum spannenden Vortrag mit Dr. Thomas Henningsen ein. Der einstündige Livestream fand am 12.11.2020 statt und ist weiterhin auf Youtube zu sehen:

Neuerscheinung

Das neue Magazin Wanderbares Deutschland ist erschienen. Mit 700 ausdrucksstarken Fotos, über 50 Karten und natürlich reichlich Lesestoff auf insgesamt 204 Seiten ist das neu erschienene Magazin Wanderbares Deutschland bestens geeignet, um in die Wandersaison 2021 zu starten. 
Das Magazin kostet 5,90 Euro zzgl. Versandkosten und ist ab dem 6. Mai erhältlich unter www.wanderbares-deutschland.de, beim Deutschen Wanderverband, im Buchhandel, an Bahnhöfen, gut sortierten Kiosken und unter www.mykiosk.com.

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