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13. Oktober 2021 | Zukunft der Mobilität

 

Kritik an NPM-Abschlussbericht 

 

„Deutschland braucht gute Alternativen zum Auto“ | Bündnis fordert echten Klimaschutz im Verkehr

 

Berlin. Heute übergibt die Expertenkommission „Nationale Plattform Zukunft der Mobilität“ (NPM) ihren Abschlussbericht an das Bundesverkehrsministerium. Auftrag der Kommission war es, der Bundesregierung Strategien zur Klimaneutralität im Verkehr zu empfehlen. Der Fahrradclub ADFC, die Allianz pro Schiene, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Deutsche Städtetag, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz bezweifeln, dass die beschriebenen Maßnahmen ausreichen, um die Klimaschutzziele im Verkehr zu erreichen. Insbesondere kritisiert das Bündnis den fehlenden Willen, den Autoverkehr spürbar zu reduzieren. Von der nächsten Bundesregierung fordern die Organisationen klare Priorität für Fuß-, Rad- sowie öffentlichen Nah- und Fernverkehr.

 

Die vorgeschlagenen Maßnahmen seien nicht durchgreifend genug, so das Bündnis. Der NPM-Bericht fokussiere zu einseitig auf technische Lösungen beim Autoverkehr – anstatt den Schwerpunkt auf die Vermeidung und Verlagerung von Autofahrten zu legen. Angesichts der fortschreitenden Klimakrise und verstopfter Städte bei weiter zunehmender Autonutzung müsse Politik ein völlig neues Verständnis von Mobilität der Zukunft entwickeln. Deutschland brauche in erster Linie ausgesprochen attraktive Alternativen zum eigenen Pkw.

 

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Ann-Kathrin Schneider sagt: „Das Fahrrad ist das klimafreundlichste Verkehrsmittel von allen, es ist wahnsinnig beliebt – und trotzdem nutzen es die Deutschen im Alltag viel zu selten, weil die einladende und sichere Infrastruktur fehlt. Wir brauchen dreimal so viele Radwege in Stadt und Land – und dafür eine neue Verteilung des Platzes in den Kommunen. Dann lassen die Menschen gern bei jeder Gelegenheit das Auto stehen und schwingen sich klimafreundlich und gesundheitsförderlich aufs Rad.“

 

Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene: „Die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität hat viele richtige Vorschläge zur Stärkung der Schiene gemacht. Von Anfang an aber hat sie jeden Verkehrsträger, egal ob klimafreundlich oder nicht, isoliert betrachtet und ordnungsrechtliche Möglichkeiten jenseits der geltenden Beschlusslage ausgeblendet. Mit diesem Schubladendenken ist keine Verkehrswende möglich. Wenn die künftige Bundesregierung wieder den Rat von Fachleuten suchen sollte, muss sie eine ganzheitliche und nachhaltige Verkehrspolitik zur Vorgabe machen. Ambitionierte Marktanteilziele für die umweltfreundliche Schiene sind eine wichtige Voraussetzung, damit Deutschland beim Klimaschutz im Verkehr endlich vorankommt.“ 

 

Antje von Broock, Geschäftsführerin des BUND: „Wer Klimaschutz und Mobilitätswende ernsthaft angehen will, muss vor allem Verkehr allgemein und die Zahl der Autos und Lkw im Speziellen reduzieren. Wir als BUND haben in der NPM wiederholt darauf hingewiesen, dass die Mobilitätswende nur dann gelingen kann, wenn es mehr attraktive Alternativen zum eigenen Auto gibt und dadurch mehr Menschen auf Autofahrten verzichten. Fuß-, Rad- und öffentlicher Verkehr müssen zukünftig das Rückgrat einer nachhaltigen Mobilitätspolitik sein. Dazu gehört aber auch, dass die Pkw, die noch benötigt werden, klein, leicht und elektrisch sind sowie energie- und ressourcensparend bei Herstellung, Betrieb und Recycling der Rohstoffe.“

 

Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages: „Die Verkehrswende in unseren Städten schaffen wir nur mit innovativen Konzepten und attraktiven Angeboten. Deshalb brauchen die Städte mehr Freiheit für örtliche Regelungen und die Möglichkeit, neue Ideen in der Praxis zu erproben, zum Beispiel für Bürgertickets oder im Umgang mit Tempo 30. Deshalb müssen Klima- und Umweltschutz endlich auch im Straßenverkehrsrecht verankert werden. Wir wollen öffentliche Räume besser für ein Miteinander der Menschen nutzen. Städte für Menschen können nicht Parkplätze sein, sie sind Orte zum Leben. Wir brauchen einen fairen Mix für Rad- und Fußverkehr, Busse und Bahnen und keinen Vorrang für das Auto. Und wir brauchen ein gut ausgebautes, kundenfreundliches und leistungsstarkes ÖPNV-Netz.“

 

Martin Schmitz, Geschäftsführer Technik des VDV: „Die NPM hat es geschafft, einen Kompromiss zwischen den Sektoren der Mobilitätsbranche zu erzielen. Der notwendige und flächendeckende Ausbau von ÖPNV und Eisenbahnverkehr war dabei unbestritten und breiter Konsens. Die inzwischen höheren Zielvorgaben zur Reduktion der Treibhausgasemissionen aus dem EU-Programm „Fit for 55“ erfordern allerdings jetzt eine deutlich höhere Priorisierung dieses Ausbaus, eine schnellere Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie weitere Maßnahmen, um die geforderten Einsparziele zu erreichen. Daher müssen die Ergebnisse der NPM bereits zu Beginn der neuen Legislaturperiode dringend nachgeschärft und eine Zusammenarbeit in diesem Rahmen fortgesetzt werden.“

 

Dr. Maike Schaefer, Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz und Bremer Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau: „Noch immer werden die Autos größer und beanspruchen immer mehr Platz im begrenzten Straßenraum. Viele der Ansätze aus dem NPM-Bericht verlangen aber nach Platz im Straßenraum: egal ob Elektroladesäulen, neue Logistikkonzepte oder bessere Bedingungen für Fuß- und Radverkehr. Die Mobilitätswende braucht deshalb auch mehr Alternativen zum Autobesitz, um den Platzbedarf zu reduzieren. Modernes Carsharing ergänzt hierfür die tragende Rolle des Rad- und Fußverkehrs zusammen mit Bus und Bahn. Die immer noch größer werdenden Autos sind jedenfalls ein falsches Signal!“

 

Hintergrund zur NPM: Expert*innen von ADFC, Allianz pro Schiene, BUND, Deutscher Städtetag, VDV und Verkehrsministerkonferenz haben, neben zahlreichen Vertreter*innen aus der Automobilbranche und von Wirtschaftsverbänden, knapp drei Jahre lang in der AG 1 „Klimaschutz im Verkehr“ an den Empfehlungen der NPM mitgearbeitet. Im Ergebnis liefere der Bericht zwar gute Impulse für die Klimaschutzdebatte im Verkehr. Er sei aber von einem „Weiter so“ beim automobilen Lebensstil geleitet und vermeide eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Themen Verkehrsvermeidung und lebenswerte Städte, kritisiert das Bündnis. 

 

Quelle: ADFC, Allianz pro Schiene, BUND, Deutscher Städtetag, VDV und Verkehrs-ministerkonferenz

Ausstellung 

Rhönschaf | Foto: Sabrina Mey

Rhönschaf-Ausstellung 

Ganz schön, Schaf!

Ein Rhönschaf mit Sonnenbrille, eine grasende Herde in der goldenen Herbstsonne, die zaghafte Begegnung eines Rhönschafs und einer Ziege:

20 Motive rund um den wolligen Sympathieträger aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön sind bis zum 14. November in einer Fotoausstellung  zu sehen. Die Aufnahme stammen aus einem Fotowettbewerb, den die Hess. Verwaltung des UNESCO-Biosphären-reservats Rhön, der Verein Natur und Lebensraum Rhön und die Rhön GmbH im Jahr 2019 anlässlich der Rhönschaf-Genießerwochen ausgerufen hatten.  

 

Das Bruder-Franz-Haus (Kreuzberg 1, 97653 Bischofsheim in der Rhön)  hat im Oktober täglich von 10 bis 12 sowie von 13 bis 18 Uhr geöffnet, im Nov. täglich von 10 bis 12 sowie von 13 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. 

Fraßbilder | Foto: Tom Kretschmer

27. Kunstausstellung

NATUR – MENSCH

Die Ausstellung ist traditionell dem Thema und positiven Spannungsfeld von Natur und Mensch gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter Nationalpark Harz und Stadt Braunlage auf, die Menschen sowohl für den allgemeinen Umwelt- und Naturschutz als auch für die Wie-deranreicherung menschlicher Lebens-räume mit mehr Natur zu gewinnen. 

 

45 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei und Skulptur wird die diesjährige Ausstel-lung unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies vom 19.9. bis 31.10.2021 in Sankt Andreasberg zeigen. Sie findet  in den Räumen der Rathaus-Scheune, im anliegenden Rathaus und im Atrium der Andreaskirche in der Oberharzer Bergstadt und Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg statt. Sie ist täglich von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen.

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Oberhausener Gasometer 

Das zerbrechliche Paradies 

Brände, Überflutungen, Dürre – in den vergangenen Dekaden hat sich die Häufigkeit von Umweltkatastrophen stark erhöht.  Doch die zerstörerische Kraft der Natur ist für den Menschen nicht neu. Zu den dramatischsten Szenarien der Weltgeschichte zählt sicherlich der Ausbruch des Vesuvs 
79 n. Chr., bei dem das antike Pompeji vollkommen unter Asche und Lava-brocken verschwand. Die verschüttete Stadt, die Opfer und das erfahrene Leid gerieten in Vergessenheit.

 

Die neue Ausstellung ist ab dem
1. Oktober dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr - an Feiertagen und in den NRW-Ferien auch montags - geöffnet. Tickets können über den Online-Shop bestellt oder direkt vor Ort an der Tageskasse erworben werden. 
Weitere Infos gibt es unter www.gasometer.de

Praktikum

Von der Uni ins UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Foto: Mechthild Winheim

In diesem Jahr absolvieren junge Menschen das Umweltpraktikum der Commerzbank beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V. Sie unterstüt-zen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins und der Hessischen Biosphärenreservatsverwaltung bei den unterschiedlichsten Projekten – zum Beispiel beim Erstellen der neuen Ausstellung. Auch 2022 sind wieder zwei Praktikumsplätze zu vergeben.

Mehr Informationen
Umweltpraktikum Rhön.pdf
PDF-Dokument [231.4 KB]

Fortbildung

Baumwartausbildung im Biosphärenreservat Rhön 

Erster Termin ist am 19. November 2021, die Abschlussprüfung ist für November 2023 geplant. Das erste Jahr bietet eine intensive Einführung
in Schnitt und Pflege von Streuobst-bäumen, das zweite Jahr dient zur Vertiefung und Erweiterung des Wissens. Die Ausbildung umfasst neun Wochenendmodule über zwei Vegeta-tionsperioden mit insgesamt 135 Stunden. Mit erfolgreich abgeschlos-sener Prüfung erhalten die Teilnehmen-den ein Zertifikat.

Mehr Informationen
PM Ausbildung Baumwartinnen und Baumwart[...]
PDF-Dokument [221.4 KB]

NAJU Hessen

Wandertouren leiten  | Mit Gruppen sicher unterwegs

20. - 24. Oktober Sachsen

Mehr Informationen

Veranstaltungen 

Naturpark Schwalm-Nette

Herbstferienprogramm im Naturschutzhof

Naturschutzhof Nettetal

Das detaillierte Programm hängt auf dem Naturschutzhof, Sassenfeld 200 in Lobberich aus und ist online einsehbar unter www.nabu-krefeld-viersen.de.
Eine Anmeldung mit Angabe von Namen, Alter, Telefonnummer und eventuellen Allergien ist erforderlich an freiwillige@nabu-krefeld-viersen.de 

Stiftung Zollverein 

Internationaler Kongress

„Industrielles Welterbe. Chance und Verantwortung“

14./15. Oktober 2021 Essen

 

Die Teilnahme am Kongress ist kostenlos. Die Anmeldung steht allen Interessierten frei und kann ab sofort über ein Online-Formular erfolgen.

Mehr Informationen
210909_Welterbekongress_Programm.pdf
PDF-Dokument [948.8 KB]

Nationalpark Bayerischer Wald

Führung 

Was passiert mit Kadavern im Wald?

16. Oktober, 14 Uhr in der Nähe des Jugendwaldheims bei Glashütte

 

Feste Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung ist notwendig. Aus organi-satorischen Gründen ist eine Anmel-dung beim Nationalpark-Führungs-service (0800 0776650) möglichst frühzeitig, spätestens jedoch einen Tag vorher, erforderlich. Die Teilnehmerzahl auf 20 Personen beschränkt. 

Naturerlebniszentrum

Blumberger Mühle

RUNDBRIEF_Okt_2021.pdf
PDF-Dokument [683.2 KB]

Brandenburgischen Akademie Schloss Criewen

Internationale Tagung

Renaturierung von Seen und Söllen, Tümpeln und Teichen und andere Amphibienschutz-maßnahmen

28. - 29. Oktober 2021 

Programm
Programm Renaturierung von Seen.pdf
PDF-Dokument [631.2 KB]
Anmeldung
Anmeldung Renaturierung von Seen.pdf
PDF-Dokument [346.0 KB]

Naturpark Schwarzwald

Naturpark-Vespertouren - Brotzeit ToGo

31. Oktober 2021

Mehr Informationen
2021_08_27 Naturparkinfo_Naturpark-Vespe[...]
Microsoft Word-Dokument [36.5 KB]

26. Weltklimakonferenz (COP26)

31.10 - 12.11.2021 im Glasgow

 

Alle öffentlichen BMU-Veranstaltungen hier  per Live-streams übertragen.

Naturpark Schwalm-Nette

Alle Termine auf einen Blick

Veranstaltungskalender für zweites Halbjahr 2021 kostenfrei verfügbar

Bestellungen für die Broschüre können
online im Shop über www.npsn.de, telefonisch unter 02162 81709-408 oder per E-Mail an info@npsn.de aufgegeben werden.

Urban Gardening mit Kids

Für Familien im urbanen Lebensraum ist es nicht immer einfach, sich den Traum vom Gärtnern zu erfüllen. Die Möglichkeiten sind begrenzt und nicht allen Eltern ist klar, wie sie das Thema "Gärtnern", an die Kinder heranführen. Damit diese Leidenschaft auch für Stadtfamilien entfacht werden kann, hat NeoAvantgarde ein frei verfügbares
E-Book entwickelt. "Urban Gardening mit Kids" lässt sich ohne Anmeldung ganz einfach downloaden.

Der Ratgeber umfasst die Themen:

Einführung ins Urban Gardening inklusive Praxistipps | 10 gute Gründe fürs Gärtnern in der Stadt mit Kindern Praktischer Jahreskalender mit Infos

über Aussaat, Ernte und Co.

TV-Tipps

Mittwoch, 20. Oktober | 20:15 Uhr

Die fabelhafte Welt der Schweine

Terra Mater | Dokumentation 

© Terra Mater / NI-SI-Networks / MattHamilton

Seit Jahrtausenden sind Schweine Teil unseres Lebens. Es leben 2 Milliarden Schweine auf unserem Planeten – auf jedem Kontinent außer der Antarktis. In Sibirien etwa trotzen Wollschweine Temperaturen von minus 50 Grad. Andere Schweine mögen’s lieber heiß, wie die Gruppe von verwilderten Haus-schweinen, die sich eine Insel auf den Bahamas zu eigen gemacht haben. Diese Doku folgt den borstigen Glücksymbolen von sonnigen Karibik-stränden bis in die Wildnis Afrikas und Südostasiens.

Expedition Erdreich
© BMBF/ExpeditionErdreich
 
Deutschland buddelt – mit Teebeuteln den Boden erforschen
 
Expedition Erdreich ist die bundesweite Citizen-Science-Aktion im Wissen-schaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie. Jeder und jede kann sich daran beteili-gen, um Daten über die Bodengesund-heit und den Zustand der Böden zu sammeln – ganz einfach mit Tee-beuteln. Grundlage für die Aktion
ist der sogenannte Tea-Bag-Index, der die Zersetzungsrate der Teebeutel im Boden beschreibt. Zusammen mit einigen weiteren Angaben können die Bürgerwissenschaftler/-innen so mehr
über die wichtigsten Bodeneigen-schaften herausfinden und dazu bei-tragen, unsere Böden in Zukunft gewinnbringender und nachhaltiger zu nutzen. Start der Aktion ist im April 2021. Weitere Informationen gibt es unter expedition-erdreich.de.

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Aktualisiert am:

15. Oktober 2021

 

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