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13. Oktober 2017 | Energie 

 

BUND fordert Überprüfung des Atommüllzwischenlager-Konzeptes

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute eine neue Studie zu den wachsenden Sicherheitsproblemen der Atommüllzwischenlagerung präsentiert. Die Atomsicherheitsexpertin Oda Becker kommt in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass die Sicherung und Sicherheit der Atommüllzwischenlager problematisch sind. Defizite sieht die Studienautorin unter anderem bei fehlenden Reparatur- und Inspektionsmöglichkeiten und bei dem unzureichenden Schutz gegen potenzielle Terroranschläge. Außerdem werden die Zwischenlager deutlich länger als geplant und bisher genehmigt in Betrieb bleiben müssen, weil mit der Einlagerung des Atommülls in ein tiefengeologisches Lager erst ab 2050 oder deutlich später begonnen werden kann. Dies bringt neue Risiken. Der BUND verlangte von den zuständigen Politikern in Bund und Ländern, diese Probleme endlich offen zu thematisieren.  Dazu der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger: „Es muss Schluss sein mit einer Politik des Durchwurschtelns. Angesichts der zunehmenden Sicherheitsrisiken brauchen wir einen breiten öffentlichen Diskurs unter Beteiligung der Menschen an den Zwischenlagerstandorten. Zu diskutieren ist, wie die Zwischenlagerung weitergehen soll, welche Nachrüstungen erforderlich sind und ob eventuell verbesserte Neubauten die alten Lager ersetzen müssen.“

 

Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll stehen in den zentralen Zwischenlagern in Gorleben, Ahaus und Lubmin. Daneben gibt es zwölf weitere Standortzwischenlager bei den Atomkraftwerken (AKWs) und das Behälterlager in Jülich. Trotz Nachrüstungen an einigen Zwischenlagergebäuden ist der Terrorschutz unzureichend. „Eine bewaffnete und entschlossene Terrorgruppe ist nach wie vor in der Lage, in die oberirdischen Zwischenlager einzudringen“, so Becker. Auch mit Blick auf die erwarteten, langen Lagerzeiträume, muss eine deutliche Verbesserung des Schutzes gegen Terrorangriffe erfolgen.

 

Die Sicherheitsnachweise für die Castorbehälter in den Zwischenlagern sind nur für 40 Jahre geführt worden. Bei einer verlängerten Zwischenlagerung können Alterungseffekte negative Auswirkungen auf die Sicherheit der Zwischenlager haben. „Sicherheitstechnisch relevant sind dabei Material- und Zustandsänderungen vor allem an der Primärdeckeldichtung, dem Tragkorb zur Aufnahme von Brennelementen, der Behälterinnenwand, dem Neutronenabsorber sowie dem Inventar“, so Becker. Hinsichtlich der fehlenden Erfahrungen mit Alterungseffekten bedürfe es umfangreicher Forschung und der Inspektion der Behälter. An allen Zwischenlagerstandorten fehlen nach Stilllegung der Atomkraftwerke Möglichkeiten zur Reparatur schadhafter Castorbehälter. Diese werden auch benötigt, um wegen der längeren Zwischenlagerungsdauer mindestens stichprobenweise den Zustand von Behälterinventaren und Behälterinnenkomponenten zu prüfen. Oda Becker: „Es sollten an allen langfristigen Zwischenlagerstandorten während der gesamten zu erwartenden Betriebszeit „Heiße Zellen“ vorhanden sein, in denen Reparaturen der Behälter sowie die Überprüfungen von Inventar und Einbauten im Behälterinnenraum möglich sind.“

 

Vor dem Hintergrund der vorliegenden Ergebnisse, fordert der BUND vom neuen Bundestag die längst überfällige öffentliche Debatte über die Atommüllzwischenlagerung zu starten. „Wer Vertrauen in ein neues Suchverfahren für ein Atommüll-„Endlager“ aufbauen will, der muss auch die derzeitigen Zwischenlagerprobleme offen diskutieren und unter Beteiligung der aktuell Betroffenen das Atommüllzwischenlagerkonzept überprüfen“, forderte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Als ersten wichtigen Schritt gilt es die jetzt anstehenden Genehmigungsverfahren für die Aufnahme der Behälter aus der Wiederaufarbeitung in vier Standortzwischenlager mit Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen.

 

 

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Programm & Anmeldung
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Biologische Vielfalt der Obstwiesen

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Bezug auf die Pflanzung und Pflege von jungen Obstbäumen nötig sind.

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Programm & Anmeldung
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Tetrapack!
Wir wandern zu mehreren Bauernhöfen und sehen, wo unsere Milch oder Fleisch herkommen. Sie bekommen eine Führung auf einem hochtechni-sierten Milchviehbetrieb und werden staunen. Teilstrecke mit dem Auto. Anschließend Einkehr. Eine Ver-anstaltung des Naturpark  Spessart, 

Anmeldung und Information: Ruth Elsesser, Erlebnisführerin,  E-Mail: vivanatura@t-online.de

Sonntag, 05.11.2017 , Treffpunkt: Bahnhof Schöllkrippen, 11:00 Uhr

Aufwandentschädigung: 5,00 €/Person, zu den Kosten kommen noch Ge-schenke für die Bauern, Dauer: min.
4 Stunden, 
Weglänge: 8 km

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Freitag, 10.11.2017, 9-15.30 Uhr in Frankfurt

Programm & Anmeldung
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Biologische Vielfalt erkennen
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Vogelfedern sind nicht nur interessante und oft wunderschöne Gebilde, son-dern geben Hinweise auf ihre Träger, auf die Art und möglicherweise auch auf Aspekte des Vogel(ab-)lebens.

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Programm & Anmeldung
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face to face (c) Bence Máté Photography

Wunder der Natur

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Die große Ausstellung im Gasometer Oberhausen feiert bildgewaltig das Leben der Tiere und Pflanzen – Höhe-punkt ist eine 20 Meter große Erdkugel im gigantischen Innenraum. [>>>weiterlesen]

2018 - Veranstaltung,
Fortbildung und mehr

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heißt die kommende Ausstellung im Gasometer Oberhausen, die am 16. März 2018 beginnt. Sie zeigt die Vielfalt dieser außergewöhnlichen Welt und erzählt von der Faszination der Berge auf uns Menschen. Sie macht den ewigen Kreislauf des Gesteins nach-vollziehbar und zeigt in einzigartigen Filmausschnitten und Fotos wie in Jahrmillionen in den gewaltigen Gebirgsmassiven der Erde einzigartige Lebenswelten mit ihrer ihnen eigenen Tier- und Pflanzenwelt entstanden sind.

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VdHK-Seminar Biospeläologische Grundlagen

Höhlentierseminar vom 20. bis 22. April 2018 in Bad Grund (Harz)

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