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     30. August 2017

Umweltethik auch für Kinder?

„Wichtige Lücke geschlossen“

Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt entwickelte neue Lehrmaterialien – DBU förderte

 

Philosophie für Kinder

Grund- und selbst Vorschulkinder sind bereits in der Lage, über Sachverhalte und ethische Fragen wie die Notwendigkeit zum Teilen oder den Wert eines Lebewesens intensiv in Gesprächskreisen nachzudenken. © Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt

 

Dresden. Es gibt Probleme, die sich nicht oder nur unzureichend mit Hilfe exakter Wissenschaften bearbeiten lassen: Was ist „gut“, was „böse“? Was bedeutet „Gerechtigkeit“? Gibt es einen Gott? Besitzt der Mensch eine unsterbliche Seele? Und wenn Fragen wie diese für Erwachsene schon nicht zu beantworten sind, kann man dann mit umweltethischen Ansätzen Kinder erreichen? – Ein Projekt der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (Dresden) hat nun gezeigt: Grund- und selbst Vorschulkinder sind bereits in der Lage, über Sachverhalte und ethische Fragen wie die Notwendigkeit zum Teilen oder den Wert eines Lebewesens intensiv in Gesprächskreisen nachzudenken. Dr. Thomas Pyhel, Bildungsexperte der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die die Arbeiten fachlich und finanziell mit 110.000 Euro unterstützte: „Dabei konnte eine wichtige Lücke in der praxisnahen Erprobung von Methoden und Instrumenten sowie in der Entwicklung geeigneter Lehr- und Lernmaterialien geschlossen werden."

 

Eigenes Handeln kritisch reflektieren, Handlungsoptionen entwickeln

„Ziel des Vorhabens war es, Kinder dazu zu bewegen, über aktuelle Umweltprobleme nachzudenken, einen eigenen Standpunkt zu finden und zu formulieren, das eigene Handeln kritisch zu reflektieren sowie Handlungsoptionen zu entwickeln“, sagte heute Katharina Klauer, Projektleiterin der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt. Inhaltlicher Kern sei die Frage gewesen nach der Übernahme von Verantwortung, die am Beispiel unterschiedlicher Umweltthemen in philosophischen Gesprächen mit Kindern erörtert werden sollte.

 

Mit Geschichten, Spielen und Experimenten über 4.000 Kinder erreicht

Neben neuen pädagogischen Konzepten und Materialien wurden u. a. Themenvorschläge, Geschichten, Spiele und Experimente sowie Gesprächsmethoden entwickelt. Diese wurden erprobt an über 150 Aktionstagen mit 114 verschiedenen Kindergärten  und -tagesstätten, Grundschulen und Kirchengruppen. Daneben wurden regelmäßige Angebote für Arbeitsgemeinschaften und Ganztagsschulprogramme sowie Projektwochen an Kindergärten, Grundschulen und Kirchengemeinden durchgeführt. Dabei wurden über 4.000 Kinder direkt angesprochen. Zusätzlich fanden 30 öffentliche Aktionstage statt. Ergänzend wurden in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule für Religionspädagogik und Gemeindediakonie in Moritzburg Erzieherinnen, Grundschullehrer und Gemeindediakonie-Mitarbeiter fortgebildet.

 

Nicht das Vermitteln von Fachwissen, sondern philosophischer Diskurs als Ziel

Inhaltlich befasste sich das Projekt u. a. mit den Themen Energie, Ernährung und Konsum, Artenvielfalt, Abfall und Boden. Im Vordergrund des Vorhabens stand aber nicht die Vermittlung von Fach- und Faktenwissen, sondern ein philosophischer Diskurs, der es Kindern ermöglichte, eigene Standpunkte zu umweltethischen Aspekten zu erkennen, zu formulieren und mit anderen Kindern auszutauschen. In diesem Kontext wurden Naturerlebnisse, spannende Experimente, Spiele und Übungen entwickelt, die den philosophischen Diskurs vorbereiteten und begleiteten.

 

Für Religionsgruppen entwickeltes Angebot besonders gut umzusetzen

Neben drei Kinderbroschüren wurden Handreichungen für Lehrer, Erzieher und Religionspädagogen entwickelt und verbreitet. Die Ergebnisse des Modellprojektes wurden in einer Wanderausstellung zusammengefasst und gezeigt. Das gesamte Material einschließlich der Wanderausstellung wird auch nach Projektende Multiplikatoren zur Verfügung gestellt, entsprechende Fortbildungen werden langfristig angeboten. Pyhel: „Das Projekt machte anschaulich deutlich, dass sich philosophische Methoden gut mit umweltpädagogischen Aktionen kombinieren lassen. Für Religionsgruppen erscheint das entwickelte Angebot besonders gut umsetzbar zu sein. Eine zukünftige Aufgabe liegt darin, umweltpädagogische und umweltethische Themen noch stärker als bisher in die Ausbildung von Religionspädagogen zu integrieren.“ Der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt sei es gelungen, ethische Aspekte der Umweltbildung mit der Methode des „Philosophierens“ Kindern im Vor- und Grundschulalter anschaulich näher zu bringen. Pyhel: „Dabei konnten nicht nur in schulischen, sondern insbesondere auch in außerschulischen Bereichen wie z. B. im Rahmen von Kinderbibelwochen neue Impulse für die Aufarbeitung umweltethischer Fragestellungen gegeben werden.“ Die Projektergebnisse wurden auch in der Publikation „Umweltethik für Kinder – Impulse für die Nachhaltigkeitsbildung“ (Hrsg. Pyhel/Bittner/Klauer/Bischoff; oekom Verlag) dokumentiert.

 

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 29228):
Katharina Klauer, Tel.: 0351/81416605

 

Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

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