Aktuell Informativ Meinungsbildend NATUR UND UMWELT
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20. September 2017

 

Geflüchtete in Niedersachsen für Umweltberufe qualifiziert

 

Heimvolkshochschulen, Hilfs- und Umweltorganisationen arbeiteten zusammen –

DBU gab 125.000 Euro

 

Exkursion zur Firma Enercon in Aurich

Im Rahmen einer Exkursion zur Firma Enercon in Aurich informierte sich die Projektgruppe über neuere Entwicklungen in der Windenergie. © DBU/Historisch-Ökologische Bildungsstätte

 

Besuch Biogas-Anlage

Führung durch die Biogas-Anlage des Biodorfs Jühnde bei Göttingen. © DBU/Historisch-Ökologische Bildungsstätte

 

Papenburg. Um Geflüchtete in Deutschland zu integrieren, ist ein Arbeitsplatz für sie eine wesentliche Voraussetzung. Der Arbeitsmarkt bietet vor allem in den technischen Berufen zahlreiche qualifizierte Arbeitsplätze. Dass es gelingen kann, Geflüchteten, die in ihrer Heimat ausgebildet wurden oder sogar studiert haben, auf Umweltberufe zu orientieren, zeigte jetzt ein Bildungs-Kooperationsprojekt verschiedener Heimvolkshochschulen, Hilfs- und Umweltorganisationen in Niedersachsen, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und mit 125.000 Euro finanziell gefördert wurde.  DBU-Experte Dr. Ulrich Witte: „Den 56 Geflüchteten wurde eine Auseinandersetzung mit Arbeitsfeldern nachhaltigen Wirtschaftens und umweltrelevanter Technologien ermöglicht, ein wichtiger Beitrag zur beruflichen Integration.“ Drei Teilnehmer fanden einen Arbeitsplatz, drei haben eine Ausbildung begonnen. Ein Teilnehmer studiert inzwischen, ein weiterer absolviert ein längerfristiges Praktikum.

 

Wirtschaft und Mittelstand in das Projekt eingebunden

Das Ludwig-Windthorst-Haus Lingen, die Katholische Landvolkhochschule Oesede, die Länd­liche Heimvolkshochschule Mariaspring bei Göttingen und die Historisch-Ökologische Bildungsstätte (HÖB, Papenburg) hatten sich zusammen­geschlossen, um Geflüchtete, die bestimmte Grundqualifizierungen mit­brin­gen, auf Umweltberufe zu orientieren, erläuterte Witte jetzt. Die Bil­dungs­arbeit habe neben berufsbezogenen Infor­mationen zu den Schwer­punkten Energie, Versorgung/Wasser/Abwasser und Landwirtschaft auch berufsrelevante Grundinformationen zu deutscher Sprache und Kultur beinhaltet. U. a. sei verdeutlicht worden, wie die entsprechenden Berufsfelder in Deutschland strukturiert sind und welche Perspektiven sich für sie ergeben könnten. Das habe auch eingeschlossen, einen Überblick über umweltrelevante Studiengänge zu geben. In die Umsetzung seien als Kooperationspartner unter anderem die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg, der Wirtschaftsverband Emsland und die Wachstumsregion Ems-Achse eingebunden worden.

 

Spezielles Paten- und Mentorenprogramm entwickelt

Zentrales Element des Projektes war ein neuntägiges Kompaktseminar, das in Papenburg, Mariaspring und Oesede umgesetzt wurde, wie Dr. Thomas Südbeck, Leiter der für die Regie des Projektes zuständigen HÖB erläuterte. Die Teilnehmer hätten ihr Asylverfahren durchlaufen gehabt und über einen Aufenthaltsstatus, Bildungsabschluss und fortgeschrittene Deutschkenntnisse verfügt. Basierend auf den drei Kompakt-Grundseminaren sei für die Teilnehmer ein ebenfalls neuntägiges Aufbaumodul konzipiert und umgesetzt worden. Konstant seien sie durch ein ehrenamtliches Paten- und Mentorenprogramm begleitet worden. Jeder habe einen Mentor an die Seite bekommen, der ihn auf dem weiteren Weg in der Ausbildung, ein Studium oder den Beruf unterstützt habe – etwa durch Information über Antragswege oder Hilfe bei der Vermittlung von Praktika. Um die Mentoren auf ihre anspruchsvolle Aufgabe vorzubereiten, sei eine eigene Qualifizierung konzipiert und angeboten worden.

 

Praxisnahes Konzept sorgfältig erarbeitet

Das Konzept sei ohne Abstriche umgesetzt worden und habe sich durch sorgfältiges Erarbei­ten eines praxis­nahen Konzeptes voll bewährt. Witte: „Im Unterschied zu vielen Flüchtlingsprojekten, die aufgrund unterschiedlicher Ursachen über Fluk­tua­tio­nen in Lerngruppen und Probleme bei der Teilnehmergewinnung litten, war bei diesem Projekt die Reso­nanz sehr erfreulich, was Anmeldezahlen und Präsenz der Flüchtlinge in der Abfolge der Seminare betraf.“

 

Bewährtes Konzept auf andere Berufsfelder ausdehnen

Die Kooperation der vier beteiligten Bildungseinrichtungen und das Mitwir­ken von terre des hommes habe gut funktioniert und zum Erfolg beigetragen. Wichtig gewesen sei auch die gute Verbindung von Theorie und Praxis, also das Vermitteln von Grundlagen und das Kennenlernen konkreter Tä­tig­keiten im Umweltschutz durch Praktika und Ex­kursionen. Witte: „Als sehr hilf­reich hat sich auch die Zusammenarbeit mit kleinen und mittleren Unter­neh­men und der Arbeitsvermittlung herausgestellt.“ Die Projektpartner hätten nun „ein hohes Interesse, das bewährte Konzept weiter zu verfolgen und die gesammelten Erfahrungen weiterzugeben“. Gedacht werde dabei daran, die Konzeption des Programms auch auf die Berufs­felder Hauswirtschaft und Gastronomie auszudehnen. Auch Geflüchtete, die nicht dauerhaft in Deutschland blieben, hätten sich im Sinne eines Wissens-Transfers zum Umweltschutz Qualifikationen angeeignet, „die sie nach Rückkehr in ihr Heimatland dort nutzen und weiter entwickeln können“.

 

Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

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2017 - Veranstaltung,
Fortbildung und mehr

Nationalpark Berchtesgaden

Bionik-Ausstellung 

Die neue, interaktive Ausstellung im Nationalparkzentrum erstreckt sich über zwei Stockwerke und ist ab sofort und noch bis zum 31. Oktober täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr im „Haus der Berge“, Hanielstraße 7, in Berchtes-gaden zu sehen. Der Besuch der Bionik-Ausstellung ist kostenfrei.

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Naturpark Taunus

Von Wildkatzen und Wildkräutern

Der aktuelle Veranstaltungskalender präsentiert rund 90 Touren.

Veranstaltungen 2017.pdf
PDF-Dokument [3.0 MB]

Nationalpark Wattenmeer

9. Zugevogeltage im Nationalpark vom 14. bis 22. Oktober. Angeboten werden mehr als 200 Exkursionen, Vorträge, Lesungen und weitere Veranstal-tungen. Das Programm finden Sie unter: www.zugvogeltage.de

Biologische Vielfalt der Obstwiesen

Einführung in die Obst-sortenbestimmung - am Beispiel Apfel

Ein erster Schritt in die Obstsorten-bestimmung ist das Studium der äußeren und inneren Merkmale einer Frucht – die Pomologie. Am 22.10.2017 in der Naturschutz-Akademie Hessen, Wetzlar.

Programm & Anmeldung
Obstsortenkunde.pdf
PDF-Dokument [50.9 KB]

Pressearbeit wie ein Profi - Schreibwerkstatt

In diesem Seminar werden Theorie und Praxis der Pressearbeit sowie Gestaltungstipps für Presseartikel vermittelt. Durch Informationen über die Praxis in Zeitungsredaktionen wird deutlich, welche Anforderungen Presseartikel erfüllen müssen, damit sie gedruckt werden. Praxisnahe Tipps und Tricks helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Am 28.10.2017 beim Umweltzentrum & Gartenkultur Fulda e.V. Johannisstraße 44, 36041 Fulda.

Programm & Anmeldung
Pressearbeit.pdf
PDF-Dokument [113.6 KB]

Biologische Vielfalt der Obstwiesen

Hochstämme pflanzen und pflegen

Die Veranstaltung zeigt, welche Überlegungen und Maßnahmen in
Bezug auf die Pflanzung und Pflege von jungen Obstbäumen nötig sind.

Am 4.11.2017 in der Naturschutz-Akademie Hessen, Wetzlar.

Programm & Anmeldung
Hochstammpflege.pdf
PDF-Dokument [43.5 KB]

Tetrapack!
Wir wandern zu mehreren Bauernhöfen und sehen, wo unsere Milch oder Fleisch herkommen. Sie bekommen eine Führung auf einem hochtechni-sierten Milchviehbetrieb und werden staunen. Teilstrecke mit dem Auto. Anschließend Einkehr. Eine Ver-anstaltung des Naturpark  Spessart, 

Anmeldung und Information: Ruth Elsesser, Erlebnisführerin,  E-Mail: vivanatura@t-online.de

Sonntag, 05.11.2017 , Treffpunkt: Bahnhof Schöllkrippen, 11:00 Uhr

Aufwandentschädigung: 5,00 €/Person, zu den Kosten kommen noch Ge-schenke für die Bauern, Dauer: min.
4 Stunden, 
Weglänge: 8 km

Grün oder grau?

Städte zwischen Innenentwicklung und grüner Infrastruktur

Herbstkooperation von HVNL (Hess. Vereinigung für Naturschutz und Landschaftspflege) und NAH, die sich mit der Situation der Innenentwicklung von Klein-, Mittel- und Großstädten auseinandersetzt. Im Focus stehen die grüne Stadtinfrastruktur und eine nachhaltige Stadtentwicklung mit entsprechenden Hintergründen und Beispielprojekten. 

Freitag, 10.11.2017, 9-15.30 Uhr in Frankfurt

Programm & Anmeldung
N189_2017_Grüne Infrastruktur.pdf
PDF-Dokument [56.8 KB]

Biologische Vielfalt erkennen
Einführung in die Federkunde
Vogelfedern sind nicht nur interessante und oft wunderschöne Gebilde, son-dern geben Hinweise auf ihre Träger, auf die Art und möglicherweise auch auf Aspekte des Vogel(ab-)lebens.

Nachmittagsveranstaltung am 24.11.2017 in der Naturschutz-Akademie Hessen, Friedenstr. 30, 35578 Wetzlar 

Programm & Anmeldung
N147_2017_Federkunde.pdf
PDF-Dokument [210.1 KB]
face to face (c) Bence Máté Photography

Wunder der Natur

Verlängert bis zum 30.11.2017

Die große Ausstellung im Gasometer Oberhausen feiert bildgewaltig das Leben der Tiere und Pflanzen – Höhe-punkt ist eine 20 Meter große Erdkugel im gigantischen Innenraum. [>>>weiterlesen]

2018 - Veranstaltung,
Fortbildung und mehr

Der Berg ruft

heißt die kommende Ausstellung im Gasometer Oberhausen, die am 16. März 2018 beginnt. Sie zeigt die Vielfalt dieser außergewöhnlichen Welt und erzählt von der Faszination der Berge auf uns Menschen. Sie macht den ewigen Kreislauf des Gesteins nach-vollziehbar und zeigt in einzigartigen Filmausschnitten und Fotos wie in Jahrmillionen in den gewaltigen Gebirgsmassiven der Erde einzigartige Lebenswelten mit ihrer ihnen eigenen Tier- und Pflanzenwelt entstanden sind.

[>>>weiterlesen]

VdHK-Seminar Biospeläologische Grundlagen

Höhlentierseminar vom 20. bis 22. April 2018 in Bad Grund (Harz)

Programm & Anmeldung
Flyer_Biosem_2018.pdf
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16. Oktober 2017

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