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2. September 2020 | Bildungsprogramm


Lernen für die Natur


Neues Projekt will Jugendliche und Erwachsene langfristig für Artenkenntnis begeistern

 

Der Grundstein für das Interesse an der Natur und der Artenvielfalt wird oft schon in der Kindheit gelegt. Diese Erkenntnis wollen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Projekt „FörTax ‒ Förderung von taxonomischem Wissen als Grundlage für den Naturschutz“ zunutze machen und arbeiten Konzepte und Maßnahmen aus, mit denen mehr Menschen zu Artenkennerinnen und -kennern ausgebildet werden sollen. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert das Vorhaben im Bundesprogramm Biologische Vielfalt in den nächsten sechs Jahren mit 4,1 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. In Bonn überreicht BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel heute den Förderbescheid für das Projekt.

 

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Wer sich gut mit Tier- und Pflanzenarten auskennt, versteht auch besser die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen in der Natur. Das ist ein wichtiger Schlüssel, um die Natur selbst effektiv schützen zu können. Weil es aber zu wenig Menschen mit genauer Artenkenntnis gibt, wollen wir gerade junge Menschen dafür gewinnen, sich Wissen für die genaue Bestimmung von Arten anzueignen. Die wissenschaftliche Erfassung der Artenvielfalt ist eine gesellschaftlich relevante Aufgabe: Denn nur über die laufende Beobachtung können wir dort, wo es notwendig ist, etwas gegen den Artenschwund tun und die Natur gezielt schützen.“

 

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: „Aus unserer aktuellen Naturbewusstseinsstudie wissen wir: Mit 53 Prozent der Befragten hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung den Wunsch, mehr über Tier- und Pflanzenarten zu wissen, allen voran über die Vögel. Auch darüber, wo sich die Menschen die Vermittlung von Wissen wünschen, gibt uns die Studie Hinweise. Die Natur und die Schule werden am häufigsten zu den wichtigsten Lernorten gezählt. Ich freue mich, dass das neue Projekt FörTax genau dort ansetzt und die Umsetzung erfolgversprechender Maßnahmen für mehr Artenkenntnis plant.“

 

Im Projekt FörTax haben sich das Bonner Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und die Naturforschende Gesellschaft des Saarlandes e.V. (Delattinia) zusammengeschlossen, um dem fortschreitenden Mangel an Artenkennerinnen und Artenkennern entgegenzuwirken. Denn nicht nur die biologische Vielfalt schwindet seit Jahren, auch das Wissen über die Arten und ihre ökologischen Ansprüche ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Die drei Projektpartner nehmen diese Entwicklung seit Jahren in ihrer Forschungs-, Naturschutz- und Bildungsarbeit wahr und wollen im Verbundvorhaben FörTax mit verschiedenen Maßnahmen gegensteuern.

 

Das Projekt legt ein besonderes Augenmerk auf die Vermittlung von Artenkenntnis für und Motivation von jugendlichen Schülerinnen und Schülern. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass das taxonomische Interesse meist schon während der Kindheit geprägt wird. Im Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig sind daher ab dem kommenden Jahr sogenannten Taxonomie-Clubs für Jugendliche geplant. Dabei setzen die Projektverantwortlichen auf die bewährte Kombination aus Exkursionen in nahegelegene Biotope mit Laborarbeit zur Auswertung der Funde.

 

FörTax umfasst außerdem Bildungsangebote für Erwachsene: Die Naturforschende Gesellschaft Delattinia wird im Saarland den Aufbau einer Artenkenner-Akademie vorantreiben. Hier entstehen Kurse zu beliebten Artengruppen wie Vögel und Tagfalter, aber auch unbekannteren Gruppen wie Moosen, Flechten oder Wasserinsekten, beispielsweise Steinfliegen. Handlungsempfehlungen, ein Forderungskatalog und ein Eckpunktepapier mit praxisnahen politischen Forderungen für die Bereiche taxonomische Ausbildung, Ehrenamt und schulische Curricula sollen für eine bundesweite Zunahme an Artenkennerinnen und Artenkennern sorgen.

 

Neben der Ausbildung zum Thema Artenkenntnisse wird das Projekt verschiedene Akteurinnen und Akteure zu diesem Thema vernetzen: So soll ein jährlich ausgerichtetes Statusseminar Vertreterinnen und Vertreter aus den Projekten im Bundesprogramm Biologische Vielfalt zusammenbringen, eine Plattform für den Austausch inhaltlicher und konzeptioneller Art bieten und bei der Koordinierung von bevorstehenden Vorhaben helfen. Darüber hinaus soll alle zwei Jahre eine Konferenz zur Ausbildung von Artenkennerinnen und Artenkenner stattfinden, bei der sich Expertinnen und Experten in Vorträgen und Veranstaltungen informieren, austauschen und Kontakte knüpfen oder vertiefen können.
 

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.

 

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Bundesamt für Naturschutz

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Praktika

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Mehr Informationen:

FÖJ Torfhaus
PM_FOEJ_2021_TorfHaus.pdf
PDF-Dokument [280.0 KB]

Neuerscheinung

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Begegnungen am Grünen Band

Das Grüne Band reicht vom Dreiländereck bei Hof bis zur Ostsee. Es ist ein Mahnmal und Friedensprojekt. Der Dreiklang aus Naturschutz, Grenzge-schichte und Kultur macht es einzigartig. Dort wo sich zu Zeiten des Kalten Krieges feindliche Armeen aufgerüstet gegenüberstanden, darf sich seit dem Herbst 1989 die Natur entfalten. So wurde aus dem ehemaligen Todesstreifen eine Lebenslinie. 

Mehr Infos
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Aktualisiert am:

25. Januar 2021

 

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