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6. Februar 2019

 

Wenn Rebhühner sich verlieben

 

Deutsche Wildtier Stiftung: Am Valentinstag geht es den Rebhühnern erst um Liebe, dann um Sex

 

Was hat der Rebhahn, was andere Hähne nicht haben? Er macht den Damen nicht so schöne Augen wie der Auerhahn und kann auch nicht so toll tanzen wie der Birkhahn: Er besticht mit Bescheidenheit, ist treu und zuverlässig. Zudem lebt der Rebhahn monogam. Hat er seine Angebetete gefunden, fackelt er nicht lange und macht ihr schnurstracks den Hof. „Jetzt beginnen Rebhühner sich intensiv für das andere Geschlecht zu interessieren“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Am Valentinstag geht es auf dem Acker ausschließlich um die Balz.

 

Bei den Rebhühnern ist Damenwahl. Die Hennen sind in der Minderzahl – und die Hähne müssen sich schon ordentlich ins Zeug werfen, um zu landen. „Leidenschaft und Entschlussfreudigkeit kommen bei den Mädels gut an“, erklärt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Erst nehmen die Hähne mit lauten „Kiereck“-Rufen Kontakt zu Konkurrenten auf. „Rivalen werden gesucht und herausgefordert“, so Goris. Dann kämpfen die Hähne miteinander, um die Rangordnung festzulegen, denn dominante Hähne haben die besten Chancen bei den Hennen. „Ist geklärt, wer der Stärkste ist, wird mit dem Flirten losgelegt“, sagt Goris. „Und das ist hollywood-reif“. Er baut sich mit offenem Schnabel so aufgereckt wie möglich vor seiner Auserwählten auf, schaut ihr tief in die Augen und richtet sich sein Balzruf nur an die Umworbene. Ein leises „Gru“ ertönt. Hat eine Henne Interesse an ihrem Valentins-Date, blickt sie dem Hahn intensiv ins Gesicht.

 

Rebhähne sind mit ihren erdbraunen Tarnfarben-Federn vielleicht nicht gerade die Schönsten unter den verliebten Vögeln, aber die Damen können sich auf ihn verlassen. „Er bewacht die Henne während des Brütens, schützt seine Küken vor Feinden, wenn sie nach etwa 30 Tagen schlüpfen und lockt die Küken mit  Insektenfutter herbei“, erklärt Eva Goris. „Rebhühner leben im Familienverband, der ,Kette‘ genannt wird.“ Immerhin gehören zehn bis 20 Küken zur „Familie“, die entweder aus einem Elternpaar mit seinen erwachsenen Jungvögeln des vorangegangenen Sommers bestehen - oder aus kleinen Grüppchen von Singles und erfolglosen Paaren.

 

„Um den Monatswechsel Februar/März finden sich die meisten Paare“, sagt Eckhard Gottschalk, vom Rebhuhnprojekt „PARTRIDGE“ der Universität Göttingen. „Oft kommt die gesamte Population innerhalb von ein oder zwei Wochen unter die Haube.“ Nur die Hähne, die ohne Henne bleiben, streifen noch bis ins Frühjahr hinein umher; rufen und hoffen auf ihre Chance. Zum Beispiel dann, wenn ein anderer Hahn verunglückt. Die ganze Aufregung, das Rufen, das Kämpfen, Verfolgen und Umherrennen ist für die Rebhühner sehr riskant. Leicht werden Greifvögel oder Raubsäuger auf das Geschehen aufmerksam. Daher verlegen die Rebhühner diese intensivste Zeit der Balz in die Dämmerung, wenn die Greifvögel schon schlafen und das Licht gerade noch ausreicht, um einen nahenden Fuchs als Silhouette zu erahnen. Morgens und abends dauert diese intensivste Zeit der Partnersuche jeweils nur eine halbe Stunde, also ein echtes Speed-Dating!

 

Info

Das internationale Projekt PARTRIDGE soll demonstrieren, dass es möglich ist, die Biodiversität in der Agrarlandschaft um 30 % zu erhöhen. Der Gradmesser für den Erfolg des Projektes ist die Entwicklung der Rebhuhnpopulation. In den untersuchten Landschaften werden dafür jeweils etwa sieben Prozent der Flächen im Sinne der Wildtiere aufgewertet.

 

Neben dem „Game and Wildlife Conservation Trust“ als Projektträger des Dach-Projektes und den Demonstrationsregionen in England und Schottland beteiligen sich Institutionen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland an dem Projekt. PARTRIDGE wird über das EU-Interreg Nordseeprogramm gefördert. In Deutschland wird die Abteilung Naturschutzbiologie der Georg-August-Universität Göttingen von der Deutschen Wildtier Stiftung und dem Deutschen Jagdverband unterstützt.

 

Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung

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Mein Schwarm: Die Biene

Der Dschungel summt: Die Biosphäre Potsdam macht in diesem Sommer mit einer Ausstellung auf die enorme Wichtigkeit der summenden Insekten für unsere Umwelt aufmerksam.    

Vom 20. Mai – 15. September 2019 können Gäste auf ihrer Expedition durch den Dschungel die faszinierende Welt der Bienen erleben. Die Ausstel-lung informiert über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und gibt wichtige Hinweise zum notwendigen Schutz der Bienen.

 

Weitere Highlights

Bienen-Expedition durch die Tropen

Alle Gäste können auf Ihrer Reise durch den Dschungel Informationstafeln und Forscherkisten im Tropengarten entdecken. Diese vermitteln auf spielerische Art Wissenswertes zu heimischen und tropischen Bienen und deren Lebensraum.

 

Bienen-Erlebnisführung

Bei den Führungen kommen die Besucher zusammen mit dem Imker Ulrich Beckmann in Berührung mit den kleinen Wundertieren und lernen ein echtes Bienenvolk kennen. Die Erleb-nisführungen sind für Tagesbesucher sowie für Gruppen und Schulklassen buchbar. Voranmeldung erforderlich.

 

Wanderausstellung „Bienen – Die Bestäuber der Welt“

Die Fotoausstellung des Fotografen-paares Heidi und Hans-Jürgen Koch begeistert mit ihren Bildern, die allen Gästen einzigartige Einblicke in das Leben der Honigbiene gewähren. 

4. Bundesfachtagung Naturschutzrecht

Naturschutzrecht im Kontext von Klimawandel und Energiewende

Wann: 26./27. September 2019
Wo: Universität Kassel, Institut für Musik, Musiksaal (UG), Möncheberg-str. 1, 34125 Kassel

Programm & Anmeldung
BFTProgramm2019_fin.pdf
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Naturpark Schwalm-Nette

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

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Naturpark Spessart

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

NP Unteres Odertal

Veranstaltungskalender 2019

JAHRESPROGRAMM
Veranstaltungskalender 2019.pdf
PDF-Dokument [6.9 MB]

NATUR Online 

Redaktion NATUR Online

Buchbergstr. 6 | D - 63517 Rodenbach
Telefon: 06184 –  99 33 797

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Letzte Aktualisierung:

25. April 2019

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