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1. August 2018 | Hintergrundinformation

 

Vogelsterben: Gewinner & Verlierer - Immer mehr und immer weniger Vögel!?

 

Aktuell gibt es in den deutschen Medien zwei sich scheinbar heftig widersprechende Beiträge zur Vogelwelt. Einerseits ist der Rückgang vieler Vogelarten, ausgelöst insbesondere durch das große Insektensterben ein wichtiges Thema, anderseits wird aber auch von Bestandszunahmen bei einzelnen Arten wie Wanderfalken, Störchen, Bienenfressern und Gänsen berichtet. Also immer mehr und gleichzeitig immer weniger Vögel? Wie kann das gehen?

In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands gelten drei Viertel der Vögel in offenen, nicht bewaldeten Landschaften, als gefährdet, einschließlich Vorwarnliste sind es sogar 87 Prozent und die Individuenzahlen gehen bei fast allen diesen Arten weiter abwärts.

Dennoch gibt es auch in Teilbereichen und kleinen Nischen eine erfreuliche Bestandszunahme:

 

  • Vögel wie Habicht und Wanderfalke, "Fisch"reiher, Kormoran, Kolkrabe und Uhu wurden als so genannte „Fraßfeinde“ früher häufig abgeschossen oder vergiftet. Hier hat durch öffentlichen Druck ein Umdenken eingesetzt, das zur Bestandserholung beigetragen hat.
  • Der Klimawandel wird das globale Artensterben beschleunigen und doch gibt es auch hier Ausnahmen von der Regel, wie der Bienenfresser zeigt. In Deutschland galt der wärmeliebende Vogel Ende der 1980er Jahre als ausgestorben, seit 1990 wandert er jedoch wieder ein. Er hat sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts im Bereich um den Kaiserstuhl in Deutschland angesiedelt und schon 2015 lebte die Hälfte der ca. 1000 in Deutschland brütenden Paare im südlichen Sachsen-Anhalt bei Merseburg.
  • Die verschiedenen Gänsearten waren im zweiten Weltkrieg und in den Hungerjahren danach ein intensiv bejagtes Nahrungsmittel. Jetzt hat ihre Zahl wieder stark zugenommen.
  • Um die Jahrhundertwende drohte der Wiedehopf am Kaiserstuhl auszusterben. Dass die südbadische Population heute einen beachtlichen Anteil des deutschen Bestandes ausmacht, ist aktiven Naturschützern und einem Artenschutzprogramm des Landes Baden-Württemberg zu verdanken. Am liebsten brütet der Wiedehopf in natürlichen Baumhöhlen. Doch in der zunehmend ausgeräumten Agrarlandschaft wurden immer mehr alte Obstbäume gefällt. 1996 zählte man lediglich sechs Paare im Kaiserstuhl. Der Vogel drohte aus der Region zu verschwinden. Umweltschützer haben ein flächendeckendes Netz von 140 Wiedehopf-Nistkästen aufgebaut und das Ergebnis ist mehr als erfreulich. Mehr als 100 Wiedehopf-Paare gab es 2018 im Gebiet des Schutzprogramms.
  • Der lang zurückliegende Kampf der Umweltbewegung gegen das Ultragift DDT hat sich für Vogel und Mensch gelohnt. Insbesondere vogel- und fischfressende Greifvögel, wie Wanderfalke, Seeadler oder Sperber waren massiv bedroht. Katastrophale Bestandseinbrüche und ein DDT-bedingter erheblicher Rückgang der Eischalendicke nach 1950 wurden in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre verzeichnet. In Europa starb der Wanderfalke in Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und der DDR bis Ende der 1970er-Jahre aus. Das Verbot von DDT und die damit verbundene Bestandszunahme dieser Greifvögel ist ein großer Erfolg der Umweltbewegung. Der heutige Kampf gegen Neonicotinoide und andere Agrargifte ist für Insekten, Vögel und Umwelt ähnlich wichtig wie die frühen Konflikte um DDT.
  • Auch der aktive Schutz des „Vorzeigevogels“ Weißstorch hat zu einer starken Zunahme der Population der Störche geführt. Beim Weiß-, vor allem aber beim Schwarzstorch war auch die Entschärfung von Stromleitungen und Masten im Zug- und Überwintergungsgebiet, z.B. Spanien, ein wichtiger Grund für die Erholung der Vorkommen. In Österreich und der Schweiz sind die Weißstorchbestände heute größer als zur Zeit der ersten Zählung 1934. Die Situation hat sich deutlich gebessert, da an vielen Orten Anstrengungen unternommen wurden, dem wildlebenden Storch wieder bessere Lebensbedingungen zu schaffen.


Wir freuen uns über die Bestandszunahme der wenigen „Gewinner“, sehen aber mit zunehmender Sorge den massiven Rückgang bei den Vögeln der Agrarlandschaft in Feld und Wiese: Frühere „Allerweltsarten“ wie Rebhuhn und Feldlerche zählen heute schon zu den Raritäten. Die Gewinner fallen auf, vor allem, wenn sie groß wie der Storch, oder so bunt wie Bienenfresser und Wiedehopf sind. Die Verlierer verabschieden sich still und leise wie die Bekassine.

Doch das erfolgreiche Engagement für Storch und Wiedehopf und der Kampf gegen DDT zeigen, dass es sich lohnt gemeinsam Anstrengungen zu unternehmen, damit auch zukünftige Generationen eine bunte Artenvielfalt erleben können.

 

Quelle: BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein

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Fotowettbewerb HarzNATUR startet wieder

Einsendeschluss: 15. März 2019

Der Nationalpark Harz ruft gemeinsam mit der SilverLynx Media GmbH aus Herzberg Fotografinnen und Foto-grafen auf, ihre schönsten und spektakulärsten Bilder aus dem Harzer Nationalpark beim Fotowettbewerb HarzNATUR 2019 einzureichen. Die schönsten Bilder begeistern regel-mäßig viele Menschen in einer viel-beachteten Foto-Ausstellung und im jährlich erscheinenden Nationalpark-Fotokalender HarzNATUR. 

Alle Informationen gibt es unter: www.fotowettbewerb-harznatur.de

Auf Entdeckungsreise 
in Europas Natur

"Durstig“ von Julian Rad, 10. Platz

Internationaler Fotowettbewerb "Naturschätze Europas 2019" 

Bereits zum 26. Mal laden die Natur-schutzstiftung EuroNatur, die Zeitschrift „natur“ und die Gelsenwasser AG Hobby- und Profifotografen dazu ein, die vielfältigen Facetten von Europas Natur in eindrucksvollen Bildern einzufangen. Eine Fachjury kürt die ausdrucksstärksten Motive. Die besten Aufnahmen zieren den großformatigen EuroNatur-Wandkalender und werden mit Geldpreisen prämiert. Die Gewin-nerfotos werden zudem im EuroNatur-Magazin und in der Zeitschrift „natur" sowie auf den Internetseiten der Veranstalter veröffentlicht.

Das Trio“ von Giuseppe Bonali, 2. Platz

Einsendeschluss:  31. März 2019

Nähere Informationen:
http://www.euronatur.org/foto/2019  

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Ausstellungen

Sonderausstellung (c) Cornelia Otto-Albers

„Mein schönstes Urwaldbild“

Sonderausstellung zum Malwettbewerb anlässlich des 20. Nationalpark-Geburtstags

Ab sofort bis 12. Februar 2019 ist die Sonderausstellung im Nationalpark-zentrum Thiemsburg zu besichtigen.

Wild, farbenfroh und detailreich - der Urwald durch die Augen der Kinder. Anlässlich des 20. Geburtstags waren Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren aufgerufen, "ihren" Urwald zu malen. Von 364 eingereichten Bildern sind 94 im Original zu sehen, die anderen werden auf Bildschirmen präsentiert.

Öffnungszeiten tägl. von 10-16 Uhr, Tickets sind vor Ort erhältlich.

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© Photo/Iskiographie: Lothar Schiffler

Iskiographien von Lothar Schiffler auf dem Feldberg (Schwarzwald)

„AIRLINES – Vogelspuren in der Luft“ bis Anfang April 2019 im Haus der Natur zu sehen

Der Fotograf setzt modernste digitale Foto- und Videotechnik sowie spezielle Softwarekomponenten ein, um Flugbahnen von Vögeln auf Bildern zu bannen. Auf diese Weise entstand eine völlig neue Art der Tierfotografie.

Di-So 10-17 Uhr, der Eintritt ist frei.

25 Jahre Fotowettbewerb Naturschätze Europas

EuroNatur präsentiert Höhepunkte in großformatigem Kalender | Fotoausstellung im Nationalpark Bayerischer Wald zeigt die schönsten Bilder des diesjährigen Wettbewerbs.

892 Naturbegeisterte aus 56 Ländern haben sich für den Wettbewerb auf Fotosafari begeben und Europas Natur in beeindruckenden Bildern festge-halten. Vom 8.10.2018 bis 31.03.2019 können die zwölf Siegerbilder gemein-sam mit 17 weiteren herausragenden Aufnahmen in der Infostelle Mauth des Nationalparks Bayerischer Wald bestaunt werden. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9-12 Uhr sowie von 14-17 Uhr.

Unser Buchtipp

Das multimediale Naturbuch "Die Gauner der Lüfte" von Rainer Nahren-dorf beleuchtet, wie trickreich einige Vögel ihr eigenes Überleben und das Überleben ihrer Nachkommen sichern. Die Schilderungen von Raubüberfällen, Diebstählen und Betrügereien lesen sich wie Kurzkrimis. [>>>weiterlesen]

Veranstaltungen,
Fortbildungen & mehr

Multibase CS Werkstattgespräch

am 22. Februar 2019 in Gießen

Wer mit dem Arterfassungsprogramm Multibase CS arbeitet und erfahren will,
welche neuen Funktionen 2019 von 34U geplant sind und über Arbeits-methoden sowie Verbesserung der Software diskutieren will, kann hier direkt mit dem Hersteller sprechen.

Programm & Anmeldung
N022_2019WerkstattGespräch.pdf
PDF-Dokument [75.9 KB]
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Seminarreihe 2019:
"Obst und Beeren"

Start am 09. und 23. Februar in Wetzlar mit den Seminaren "Naturgemäßer Obstbaumschnitt"

Informationen und Details zur Anmeldung sowie weitere Veranstaltungen finden Sie im Flyer!

Bildungsprogramm 2019
Themenflyer Obst A3.pdf
PDF-Dokument [613.5 KB]
(c) pixabay

Naturschutz-Akademie Hessen (NAH)

Jahresvogeltagung

Die Feldlerche - Vogel des Jahres 2019

Sa. 16.03.2019 in Wetzlar

Aufgrund ihres weiterhin zurückgehen-den Bestandes wurde die Feldlerche zum 2. Mal zum Jahresvogel  gewählt. Sie steht stellvertretend für eine Viel-zahl anderer Feldvogelarten, denen es ähnlich oder noch schlechter geht.

Es ist nicht gelungen, den Artenrück-gang in der Agrarlandschaft zu stoppen. Anlässlich der Jahresvogeltagung sollen neben der Vorstellung der Feldlerche auch Hilfsmöglichkeiten

für Feldvögel aufgezeigt werden. Nur im partnerschaftlichen Dialog können Veränderungen herbeigeführt und die Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren des Offenlandes erhalten werden.

Programm & Anmeldung
N032_2019_Vogel des Jahres_Feldlerche.pd[...]
PDF-Dokument [278.4 KB]

Themenaufruf zum 26. Hessischen Faunistentag am 23. März 2019 in Wetzlar - In Kooperation mit der Faunistischen Landesarbeits-gemeinschaft Hessen - FLAGH

Der Faunistentag ist ein Beitrag zur Umsetzung der Ziele und Maßnahmen der hessischen Biodiversitätsstrategie, wobei im Aktionsplan Hessen das Ehrenamt und die Wissenschaft ver- stärkt aktiv in den Erhalt der biolo-gischen Vielfalt eingebunden werden. Zudem soll der Wissenstransfer gezielt ausgebaut werden.

Themenaufruf_Faunistentag_2019.pdf
PDF-Dokument [56.5 KB]

Willkommen im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer!

Nationalpark-Haus Wangerooge 

Programm_3_2019.pdf
PDF-Dokument [2.6 MB]
Watterlebnisse_März.pdf
PDF-Dokument [236.4 KB]

BFA Fledermaus-Tagung in Hamburg

Alle zwei Jahre trifft man sich auf einer bundesweiten Fachtagung, um neue Erkenntnisse im Fledermausschutz auszutauschen, Projekte vorzustellen sowie aktuelle und zukünftige Schwer-punktaufgaben zu diskutieren und abzustimmen.

Online-Anmeldefrist bis 1. April 2019. 

Bis zum 15. März können Vorträge oder Poster eingereicht werden.

Programm & Anmeldung
Einladung BFA Tagung 2019.pdf
PDF-Dokument [135.5 KB]

Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle

Veranstaltungen
RUNDBRIEF_Februar_2019.pdf
PDF-Dokument [562.7 KB]

Naturpark Schwalm-Nette

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

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Naturpark Spessart

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

NP Unteres Odertal

Veranstaltungskalender 2019

JAHRESPROGRAMM
Veranstaltungskalender 2019.pdf
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Letzte Aktualisierung:

14. Februar 2019

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