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18. August 2017 | Nationalpark Müritz

 

Wieder da: Europas größte Eule brütet im Müritz-Nationalpark

 

Neben dem Uhu ziehen auch Seeadler und Fischadler erfolgreich ihre Jungtiere groß, Zahl der Wanderfalken sinkt leicht.

 

Regelmäßig zählen Nationalpark-Ranger und Naturschutzexperten die Zahl der großen Greifvögel im Müritz-Nationalpark. Dabei erlebten die Spezialisten in diesem Jahr eine Überraschung. Bisher galt der Uhu für die Nationalparkregion als ausgestorben. Im Winter 2016 wurde ein Uhu-Paar bei der Balz beobachtet. Im April folgte die Bestätigung, dass die Eulen brüten.

"Diese Beobachtung und die guten Bestandszahlen bei Fischadler, Seeadler und Wanderfalken zeigen einmal mehr, dass der Müritz-Nationalpark ideale Bedingungen für den Erhalt dieser geschützten Tiere bietet", erklärt Dr. Sven Rannow, Dezernent für Grundlagen und Planung beim Nationalparkamt Müritz.

 

Der aktuelle Brutbericht 2017 für den Müritz-Nationalpark zeichnet für die Greifvögel ein positives Bild. Insgesamt 11 Seeadlerpaare zogen 14 Jungtiere heran. Die Zahl der Jungtiere hat sich im Vergleich zu 2016 nicht geändert.

Bei den Fischadlern stieg der Wert leicht an. 15 Fischadlerpaare stopften die hungrigen Mäuler von insgesamt 28 Küken. Im Jahr 2016 waren es 23 junge Fischadler. Bei den Wanderfalken sank die Zahl der brütenden Paare und auch der Jungtiere im Vergleich zum Vorjahr. Nur zwei Paare mit fünf Jungtieren wurden in diesem Jahr gezählt. 2016 verließen noch zehn Jungtiere das Nest.

"Einige Horste wurden nicht besetzt oder die Bruten abgebrochen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Nicht zuletzt unterliegen die Bestände von Tieren auch immer natürlichen Schwankungen", erläutert Dr. Rannow weiter.

 

Besonders gefreut haben sich die Spezialisten über ein Fischadlerpaar bei Müritzhof, das vor Kurzem drei Jungtiere in ein eigenständiges Leben entließ. In diesem Jahr wurde der nahe Wanderweg zwischen Warnker See und Müritzhof rechtzeitig gesperrt und Besucher umgeleitete, sodass die Vögel genug Ruhe zur Aufzucht der Jungtiere fanden.

 

Die Statistik zeigt, dass der Nationalpark eine wichtige Rolle beim Erhalt der Biologischen Vielfalt spielt. "Natur braucht freie Räume in denen sie sich ohne menschliche Einflüsse entwickeln kann. Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Schutzmaßnahmen nach dem Motto 'Natur Natur sein lassen' zum Erfolg führen", schließt Dr. Rannow ab.

 

Hintergründe:

Seit 1870 galt der Uhu in ganz Deutschland als nahezu ausgestorben. Jäger hatten ihn als Konkurrenz um Niederwild gnadenlos verfolgt. Im Jahr 1914 wurde der wohl letzte Uhu in unserer Region bei Ankershagen erlegt. Seit den 1960er Jahre gab es zahlreiche Artenhilfsprogramme. Auch in der Region des heutigen Müritz-Nationalparks gab es zwischen 1934 und 1992 immer wieder Ansiedlungsversuche, die allerdings erfolglos blieben. Seit dieser Zeit wurden nur selten Einzeltiere beobachtet. Die neuen Nationalpark-Uhus brüten als Nachmieter in einem alten Greifvogelhorst. Der genaue Standort des Nestes wird zum Schutz der Tiere nicht benannt.

 

Der Uhu ist die größte Eulenart Europas. Die Tiere erreichen eine durchschnittliche Flügelspannweite von mehr als 1,70 Metern und eine Körperlänge von über 60 Zentimetern. Um ein Gewicht von etwa drei Kilogramm zu erreichen erbeuten die "Adler der Nacht" zum Beispiel Mäuse, Kaninchen oder Hasen. Aber auch Igel, andere Eulen oder Vögel stehen auf ihrem Speiseplan. Viele Uhus verenden auf ihren Wanderungen zu neuen Lebensräumen an Stromleitungen, an Stacheldraht oder durch Zusammenstöße mit Autos. Für ganz Deutschland wird zurzeit von etwa 2.500 Brutpaaren ausgegangen. 

 

Quelle: Nationalparkamt Müritz

 

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