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17. November 2017 | Artenschutz

 

Trump-Regierung hebt Importverbote für Elefanten-Jagdtrophäen auf

 

Artenschützer kritisieren politisch motivierte Aktion

 

Der U.S. Fish and Wildlife Service hat am 17. November das unter Obama verhängte Einfuhrverbot für Elefanten-Trophäen aus Simbabwe in die USA aufgehoben. Angeblich würde die Jagd auf Elefanten einen Beitrag zum Schutz der bedrohten Tiere leisten. Damit dürfen US-amerikanische Großwildjäger die Trophäen von dort erlegten Elefanten auch nachträglich noch in die USA einführen. Die US-Naturschutzbehörde macht somit ihre eigenen Entscheidung von 2014 rückgängig, als sie wegen massiver Bedenken Einfuhrverbote für Jagdtrophäen von Elefanten aus Simbabwe und Tansania verhängte. Eine mögliche Aufhebung des Importverbotes aus Tansania wird derzeit ebenfalls überprüft.

 

„Wir sind schockiert über die Entscheidung der US-Regierung, den Import von Elefanten-Trophäen wieder zu erlauben. Afrikas Elefanten sind gefährdet, die Bestände wurden in den letzten Jahren massiv dezimiert und gerade Simbabwes Regierung ist bekannt für den Ausverkauf der Wildtiere des Landes“, erklärt Daniela Freyer von Pro Wildlife.

Simbabwe genehmigt Trophäenjägern den Abschuss von 500 Elefanten pro Jahr – die mit Abstand höchste Jagdquote in ganz Afrika. Der Bestand an Savannenelefanten in Afrika ist in nur acht Jahren um ein Drittel gefallen. In Simbabwe ist er insgesamt um etwa sechs Prozent zurückgegangen, in bestimmten Gebieten gab es katastrophale Einbrüche von bis zu 74 Prozent. „Simbabwe ist eines der korruptesten Länder der Welt und seit Jahren ist bekannt, dass sich politische Eliten und korrupte Behörden an Jagdgebieten ebenso wie an illegalen Geschäften mit Wildtieren bereichern. Es ist völlig absurd, wenn die US Regierung jetzt behauptet, die Trophäenjagd würde ausgerechnet in Simbabwe dem Schutz bedrohter Arten dienen,“ so Daniela Freyer von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Wilderei und Bestandsrückgänge betreffen gerade auch Gebiete, in denen die Trophäenjagd erlaubt ist.

                                                                                                                                                                   

„Die Importerlaubnis ist die jüngste politisch motivierte Entscheidung im Feldzug der Trump-Regierung gegen den Naturschutz. Es ist tragisch, dass auch der Schutz gefährdeter Arten jetzt Trumps Klientelpolitik geopfert wird“, so Freyer. Sowohl der US-Innenminister Ryan Zinke, dem der U.S. Fish and Wildlife Service untersteht, als auch Donald Trumps Söhne sind passionierte Jäger – so sorgte das Foto von Donald Trump Jr. vor zwei Jahren für Schlagzeilen, auf dem er mit einem abgeschnittenen Elefantenschwanz posiert. Pikant ist auch, dass die Nachricht zur Aufhebung des Import-Verbots vom Jagdverband Safari Club International verbreitet wurde, noch bevor die Entscheidung offiziell fiel. Die US-Großwildjäger hatten seit 2014 gemeinsam mit der Waffenorganisation National Rifle Association erfolglos gegen das Einfuhrverbot geklagt. Die Trump-Regierung hat auch weitere US-Initiativen zum Schutz bedrohter Arten aus der Obama-Ära auf Eis gelegt. Stattdessen kündigte Innenminister Zinke vor wenigen Tagen ein neues Gremium an, das die Jagd als Beitrag zum Artenschutz in Szene setzen soll.

 

Wilderei und illegaler Tierhandel grassieren

 

Die Liste illegaler und fragwürdiger Geschäfte mit Wildtieren unter dem Regime Mugabe in Simbabwe ist lang und ließe sich endlos fortsetzen: Vor zwei Jahren sorgte der ungenehmigte Abschuss des Löwen Cecil in Simbabwe durch einen amerikanischen Trophäenjäger für weltweite Empörung. Bereits Jahre zuvor berichteten Wissenschaftler, wie hohe Jagdquoten die Löwenbestände des Landes dezimierten. Aktuell steht der langjährige Chef der Wildtierschutzbehörde Simbabwes vor Gericht, weil er gewildertes, beschlagnahmtes Nashorn-Horn veruntreut haben soll. 2016 wurde bekannt, dass Mitarbeiter verschiedener Nationalparkbehörden in Simbabwe Elfenbein gewilderter Elefanten aus den staatlichen Lagerbeständen entwendeten und mithilfe gefälschter Papiere verkauften. Verurteilungen gab es bisher nicht. Seit Jahren werden Elefanten in Simbabwe mit Zyanid vergiftet, um ihre Stoßzähne an Elfenbein-Schmugglerringe zu verkaufen. Die Regierung von Simbabwe steht auch seit Jahren in der Kritik, weil sie Elefanten, Löwen und andere gefährdete Arten in Nationalparks einfangen lässt, um sie gegen Devisen ins Ausland zu verkaufen.  

 

Quelle: Pro Wildlife

 

 

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