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28. Februar 2019 | Tag des Artenschutzes am 3. März

 

Mehr Schutz für die kleinen Fische!

 

Neue Studie: Fang von Korallenfischen für Aquarien gefährdet Populationen

 

München, 28. Februar 2019: Anlässlich des Internationalen Tages des Artenschutzes am 3. März fordert Pro Wildlife, den Fang von Korallenfischen für Heimaquarien stärker zu regulieren. Bisher hinken die Schutzbemühungen insbesondere für kleine Meerestiere der tatsächlichen Bedrohung hinterher. Zahlreiche Arten, die im Handel für Aquarien erhältlich sind, sind noch gar nicht ausreichend untersucht. „Große Arten erfahren mehr Aufmerksamkeit, sie werden besser erforscht und besser geschützt“, so Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. „Doch auch und gerade bei den kleineren Arten sehen wir akuten Nachholbedarf. Kleinere Arten fallen bei internationalen Schutzinitiativen oft durch das Raster“. Auf der kommenden Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) im Mai fehlen Schutzanträge für Korallenfische, die durch die Aquaristik bedroht sind.

 

Regulierung des Zierfischhandels überfällig

Mehr als 1.800 Korallenfischarten sind im internationalen Aquaristikhandel erhältlich. Die meisten von ihnen sind zu wenig erforscht, um ihre Bedrohung einschätzen zu können. Meeresfische machen 15 Prozent des Aquarienhandels aus, 98 Prozent von ihnen werden aus dem Meer gefangen. Zwischen 2000 und 2011 wurden alleine in der EU 135 Millionen Euro mit ihnen umgesetzt. Bei der CITES-Konferenz 2016 scheiterte ein Schutzantrag für den Banggai-Kardinalbarsch am Widerstand des einzigen Herkunftslandes Indonesien. Im Januar 2019 erschien im Fachmagazin Frontiers in Marine Science ein Artikel von Dee et al., der zehn Meeresfische identifiziert, die durch den internationalen Zierfischhandel besonders bedroht sind. Betroffen sind vor allem Paddelbarsch (Chromileptes altivelis), Harlekin-Süßlippe (Plectorhinchus chaetodonoides), Banggai-Kardinalbarsch (Pterapogon kauderni), Samtanemonenfisch (Premnas biaculeatus), Sternfleckenmuräne (Echidna nebulosa), Blaugelber Zwergkaiserfisch (Centropyge bicolor), Östlicher Segelflossen-Doktorfisch (Zebrasoma veliferum), Koran-Kaiserfisch (Pomacanthus semicirculatus), Brauner Segelflossen-Doktor (Zebrasoma scopas) und Mondsichel-Junker (Thalassoma lunare).

 

Für die kommende CITES-Konferenz gibt es keine konkreten Schutzanträge für Korallenfische. Es liegt jedoch ein Arbeitsdokument vor, das erstmals einen internationalen Workshop einfordert, um mehr Daten zum Handel mit Korallenfischen zu erarbeiten. „Auch wenn wir finden, dass der Prozess zu langsam ist, wäre ein CITES-Workshop immerhin ein Anfang. Korallenfische und andere marine Arten aus dem Aquaristikhandel müssen endlich besser geschützt werden“, erklärt die Pro Wildlife Sprecherin. Für drei Arten Seegurken (verwandt mit den Seesternen) immerhin könnte die 18. CITES-Konferenz einen Unterschied machen: Die Europäische Union und Kenia beantragen erstmals eine Aufnahme in Anhang II.

 

Haie & Rochen: Die größten Arten sind bereits geschützt

2003 schafften es erstmals bedrohte Haie in die CITES-Schutzanhänge. Dies gelang erst im zweiten Anlauf und gegen den erbitterten Widerstand der Fischereinationen. Seitdem geschützt sind Walhaie (mit bis 13 Metern die größten Fische der Welt) und Riesenhaie (bis zehn Meter). 2005 folgte der Große Weiße Hai, 2007 die imposanten Sägefische. 2014 wurden Heringshai, Weißspitzen-Hochseehai, drei Hammerhai-Arten und Mantarochen gelistet; 2017 dann Fuchs- und Seidenhaie sowie die Teufelsrochen. Auf der bevorstehenden CITES-Konferenz 2019 stehen nun Makohaie und Geigenrochen zur Abstimmung. Aktuell sind etwa 1.088 Hai- und Rochenarten beschrieben, für nur zehn Prozent von ihnen liegen Bestandsdaten vor. Etwa 180 Arten gelten laut Internationaler Roter Liste der IUCN als bedroht, doch CITES-geschützt sind bislang nur 25 Arten.

 

Sexy Species haben es leichter

Walhaie, Weiße Haie, Mantarochen – diese charismatischen Arten sind zweifellos stark bedroht durch die rücksichtslose Überfischung für Haiflossensuppen, Fischtheken oder die Nutzung der Reusen in der Asiatischen Medizin; eine CITES-Listung ist damit mehr als gerechtfertigt. Jedoch sind auch zahllose kleinere Fischarten stark gefährdet, ohne dass sie es bisher in die CITES-Anhänge schafften. Eine der wenigen Ausnahmen sind die Seepferdchen, die seit 2004 in CITES Anhang II gelistet sind. Dieser Schutz wurde möglich, weil diese bizarren Tierchen mit ihrem besonderen Brutverhalten (das Männchen pflegt den Nachwuchs in seinem Bauchbeutel) die Stars zahlreicher TV-Dokumentationen sind. Entsprechend ließ sich eine breite Aufmerksamkeit für ihre Bedrohung generieren, der Grundstein für die Aufnahme in CITES.

 

Hintergrundinfos:

  • Der Internationale Tag des Artenschutzes wurde 2013 ins Leben gerufen und auf den 3. März gelegt, dem Geburtstag von CITES, beschlossen am 3. März 1973.
  • Etwa 200.000 marine Arten sind bislang beschrieben, doch inklusive der wenig erforschten Tiefsee sind es vermutlich Millionen Arten von Meerestieren und -Pflanzen. Nur ein Bruchteil mariner Arten unterliegt dem Schutz von CITES, darunter alle Meeresschildkröten, Steinkorallen, Wale und Delfine.
  • Artikel von Dee et al. (2019) im  Fachmagazin Frontiers in Marine Science: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fmars.2018.00527/full

 

Quelle: Pro Wildlife e.V.

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BFA Fledermaus-Tagung in Hamburg

Alle zwei Jahre trifft man sich auf einer bundesweiten Fachtagung, um neue Erkenntnisse im Fledermausschutz auszutauschen, Projekte vorzustellen sowie aktuelle und zukünftige Schwer-punktaufgaben zu diskutieren und abzustimmen.

Online-Anmeldefrist bis 1. April 2019. 

Bis zum 15. März können Vorträge oder Poster eingereicht werden.

Programm & Anmeldung
Einladung BFA Tagung 2019.pdf
PDF-Dokument [135.5 KB]

Mein Schwarm: Die Biene

Der Dschungel summt: Die Biosphäre Potsdam macht in diesem Sommer mit einer Ausstellung auf die enorme Wichtigkeit der summenden Insekten für unsere Umwelt aufmerksam.    

Vom 20. Mai – 15. September 2019 können Gäste auf ihrer Expedition durch den Dschungel die faszinierende Welt der Bienen erleben. Die Ausstel-lung informiert über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und gibt wichtige Hinweise zum notwendigen Schutz der Bienen.

 

Weitere Highlights

Bienen-Expedition durch die Tropen

Alle Gäste können auf Ihrer Reise durch den Dschungel Informationstafeln und Forscherkisten im Tropengarten entdecken. Diese vermitteln auf spielerische Art Wissenswertes zu heimischen und tropischen Bienen und deren Lebensraum.

 

Bienen-Erlebnisführung

Bei den Führungen kommen die Besucher zusammen mit dem Imker Ulrich Beckmann in Berührung mit den kleinen Wundertieren und lernen ein echtes Bienenvolk kennen. Die Erleb-nisführungen sind für Tagesbesucher sowie für Gruppen und Schulklassen buchbar. Voranmeldung erforderlich.

 

Wanderausstellung „Bienen – Die Bestäuber der Welt“

Die Fotoausstellung des Fotografen-paares Heidi und Hans-Jürgen Koch begeistert mit ihren Bildern, die allen Gästen einzigartige Einblicke in das Leben der Honigbiene gewähren. 

4. Bundesfachtagung Naturschutzrecht

Naturschutzrecht im Kontext von Klimawandel und Energiewende
Wann: 26./27. September 2019
Wo: Universität Kassel, Institut für Musik, Musiksaal (UG), Möncheberg-str. 1, 34125 Kassel

Programm & Anmeldung
BFTProgramm2019_fin.pdf
PDF-Dokument [479.2 KB]

Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle

Veranstaltungen
RUNDBRIEF_März_2019.pdf
PDF-Dokument [634.6 KB]

Naturpark Schwalm-Nette

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

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Naturpark Spessart

Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier.

NP Unteres Odertal

Veranstaltungskalender 2019

JAHRESPROGRAMM
Veranstaltungskalender 2019.pdf
PDF-Dokument [6.9 MB]

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Redaktion NATUR Online

Buchbergstr. 6 | D - 63517 Rodenbach
Telefon: 06184 –  99 33 797

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Letzte Aktualisierung:

22. März 2019

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