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5. Dezember 2017 | Rote Liste

 

Rote Liste nimmt wilde Feldfrüchte auf
 
WWF: Intensive Landwirtschaft gefährdet Ernährung künftiger Generationen
 
Die Weltnaturschutzunion IUCN legt mit der aktualisierten Roten Liste besonderes Augenmerk auf die Bedrohung der wilden Verwandten von Reis, Weizen oder Yams. Dazu Christoph Heinrich, WWF-Vorstand Naturschutz:
 
„Ein übermäßiger Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden sowie der fortschreitende Landnutzungswandel bedrohen nicht nur wildlebende Pflanzen- und Tierarten, sondern auch die Ernährungssicherung von morgen. Der von der IUCN belegte Druck auf die wilden Verwandten unserer Feldfrüchte gefährdet die genetische Vielfalt, die in der Zucht von modernem Saatgut von Bedeutung sein könnte. Wir nehmen uns den Spielraum, für unsere Ernährung wichtige Pflanzen durch Forschung und Züchtung gegen immer extremer werdende klimatische Bedingungen und deren Folgen zu wappnen. Zukünftigen Generationen fehlen somit möglicherweise wichtige Optionen, um die Welternährung zu sichern.
 
Den wilden Verwandten vieler Nutzpflanzen mangelt es inzwischen an Platz zum Überleben. Vielerorts werden ihre natürlichen Lebensräume in Äcker umgewandelt oder durch zu intensive Beweidung zerstört. Zudem leiden auch sie unter dem übermäßigen Eintrag von Düngemitteln und Pestiziden in die Stoffkreisläufe. Die Landwirtschaft der Zukunft muss daher raus aus ihrer starken Abhängigkeit von wenigen Pflanzensorten, künstlichen Düngern und synthetischen Pflanzenschutzmitteln. Bauern überall auf der Welt brauchen unabhängige Beratung, damit sie ihre Entscheidungen nicht nur von den profitorientierten Empfehlungen von Monsanto, Bayer und Co. abhängig machen. Derzeit füllen in vielen Ländern privatwirtschaftliche Berater jene Lücken, die der Staat hier lässt. Denn das wenige, aber dringend für eine bessere landwirtschaftliche Beratung benötigte Geld fließt häufig in die staatliche Förderung von synthetischen Mineraldüngern und Pestiziden. Es entstehen gefährliche Abhängigkeiten, die Artenvielfalt bedrohen und letztendlich unsere eigene Nahrungssicherheit aufs Spiel setzen.“
 
Hintergrund Rote Liste der IUCN:
Die Aktualisierung der Internationalen Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) weist inzwischen 25.821 von 91.523 untersuchten Tier- und Pflanzenarten als bedroht aus. Neben Zahlen zu wilden Reis-, Weizen- und Yamarten enthält die vorliegende Aktualisierung auch neue Einschätzungen zum Gefährdungsstatus von vielen weiteren Tier- und Pflanzenarten. So ist die Schneeeule erstmals unter „gefährdet“ geführt, ebenso die auch in Deutschland brütende Dreizehenmöwe. Gleich drei Reptilienarten von den Australischen Weihnachtsinseln, ein Gecko und zwei Skink-Arten, gelten nun als in freier Wildbahn ausgestorben.

 

Quelle: WWF

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Weitere Informationen zu Uhrzeit, Treffpunkt und Anmeldung finden Sie hier

Foto: Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb

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Die Ausstellung zeigt, wie Tiere den Lebensraum „Stadt“ nutzen und diesen mit uns Menschen teilen. Die Ausstellung ist bis 21. Januar 2018 zu sehen. Genutzt werden hierfür interaktive Ausstellungsmodule und anschauliche Exponate, die zum Entdecken, Verstehen und idealerweise auch zum Handeln anregen sollen.  Die Ausstellung ist vor allem für Familien geeignet und kann ab sofort zu den üblichen Öffnungszeiten, d.h. von Mittwoch bis Montag 11:00-17.00 Uhr, kostenfrei im Biosphärenzentrum Schwäbische Alb in Münsingen-Auingen entdeckt werden. 

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Die NABU Umweltwerkstatt Wetterau lädt  am Samstag, 9. Dezember 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr zu einer adventlichen Nistkastenbauaktion in das Alte Rathaus Assenheim (Wirtsgasse 1) ein.

Alle Materialien und Werkzeuge für den Bau von Nisthilfen für Meisen und Fledermäuse werden zur Verfügung gestellt. Pro Bausatz wird ein Materialkostenbeitrag in Höhe von 10 Euro pro Vogel und 12 Euro pro Fledermauskasten erhoben. Für den Bau eines Kastens werden 15 bis 20 Minuten benötigt. Letzter Baubeginn für einen Kasten ist um 16.30 Uhr.

 

Um Anmeldung wird gebeten: Per Telefon unter 06034-6119 oder per E-Mail an anmeldung@umweltwerkstatt-wetterau.de.

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Veranstaltungskalender 2018

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