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12. April 2018

 

Dickhäuter auf Sendung

 

Wildereikrise in Afrika: WWF stattet 60 Elefanten in Tansania mit GPS-Halsbändern aus

 

Berlin: Es ist eines der größten Projekte weltweit zur Besenderung von Elefanten: Im Weltnaturerbe Selous in Tansania stattet der WWF zusammen mit der Regierung derzeit 60 Dickhäuter mit GPS-Sendern aus, um der Wilderei einen Riegel vorzuschieben.

 

Das Reservat hat in den letzten 40 Jahren 90 Prozent seiner Elefanten verloren und spielt als eines der letzten großen Lebensräume eine wichtige Rolle für die Stabilisierung der Populationen in Südostafrika. Die Halsbänder zur Ortung sollen dazu beitragen, die Wilderei  möglichst vollständig zum Erliegen zu bringen.

 

Für die Besenderung wird der Elefant zunächst per Betäubungspfeil narkotisiert, um ihm im Anschluss das Halsband anzulegen und zeitgleich gesundheitlich zu untersuchen. Nach maximal 30 Minuten ist die Aktion beendet und das Tier erhält ein Gegenmittel, wodurch es wenige Minuten später aufwacht und sich seiner Herde anschließen kann. Um die Sicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten wird die Besenderung von speziell ausgebildeten Tierärzten durchgeführt. Bis November sollen alle 60 Dickhäuter mit Sendern ausgestattet sein.

 

„Wilderer haben es in Zukunft deutlich schwerer. Wir können nun rund um die Uhr beobachten, wo die Elefanten und ihre Herden gerade sind. So erfahren wir mehr über ihre Wanderrouten und das ermöglicht es uns, ihre Lebensräume gezielt zu überwachen. Außerdem können wir uns so dafür einsetzen, die Wanderkorridore auch außerhalb der Reservate zu schützen“, sagt Johannes Kirchgatter, Afrika-Referent beim WWF Deutschland. „Unsere Erfahrungen aus anderen Gebieten zeigen zudem, dass solche technische Aufrüstungen eine große abschreckende Wirkung haben.“ Um den Missbrauch zu verhindern werden sämtliche Sendersignale und -daten verschlüsselt.

 

Gleichzeitig können die Naturschützer mithilfe der Halsbänder erkennen, wenn sich Elefanten menschlichen Siedlungen nähern. Mögliche Mensch-Tier-Konflikte sollen so im besten Fall im Vorhinein verhindert werden. Im südlichen Afrika kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Elefanten und Kleinbauern, die ihre Felder verteidigen. Nicht selten enden die Konflikte für Mensch oder Tier mit ernsten Verletzungen oder sogar tödlich.

 

„Unser Ziel ist es, die Wilderei weltweit zu stoppen. Das ist ehrgeizig, aber unverzichtbar, wenn wir die Vielfalt auf unserer Erde erhalten wollen. Auch zukünftige Generationen sollen Elefanten und andere Tiere in freier Wildbahn bewundern können“, so Johannes Kirchgatter. In Afrika werden jedes Jahr rund 20.000 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet, die dann vor allem in Asien in Form von Schmuck oder Schnitzereien verkauft werden. „Die Wilderei ist nicht nur eine Gefahr für die Tierwelt, sondern für ganze Gesellschaften. Sie untergräbt das staatliche Gewaltmonopol, fördert Korruption und organisiertes Verbrechen und behindert die wirtschaftliche Entwicklung. Wie so häufig zeigt sich, dass der Schutz der Natur im ureigenen Interesse des Menschen liegt.“

 

Das Schutzgebiet Selous, das in etwa die Größe der Schweiz einnimmt, gilt als eines der letzten großen Wildnisgebiete Afrikas und ist in seiner Bedeutung vergleichbar mit der berühmten Serengeti. Durch die Wilderei ging die Elefantenpopulation seit den 1970er Jahren von über 100.000 auf nunmehr rund 15.000 Individuen zurück. Die Unesco setzte den Selous in 2014 auf die Liste für bedrohte Welterbestätten. Seitdem konnte die illegale Jagd zurückgedrängt werden.

 

Gleichzeitig droht dem Welterbe neue Gefahr: Die Regierung Tansanias möchte im Herzen des Selous, in der so genannten „Stiegler-Schlucht“, einen Staudamm bauen. Im Falle einer Realisierung würden rund 1.200 Quadratkilometer des Schutzgebiets dauerhaft überflutet – das entspricht etwas mehr als der Fläche Berlins. Der WWF rechnet mit massiven negativen Folgen für Mensch und Natur. Die Region würde einen Großteil ihres  touristischen Potentials verlieren, der gesamte Fluss und sein ökonomisch und ökologisch bedeutendes Delta massiv geschädigt und den Menschen die Chance auf eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung genommen. 

 

Quelle: WWF

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26. April 2018

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