Aktuell Informativ Meinungsbildend NATUR UND UMWELT
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28. April 2021

 

Positive Grundstimmung zum Wolf in Hessen

Forsa-Umfrage zum Tag des Wolfes am 30. April  

 

Wetzlar – Die Mehrzahl der Hess*innen stehen dem Wolf positiv gegenüber und empfindet die zurückkehrenden Wölfe als Bereicherung. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage, die der NABU anlässlich des Tag des Wolfes in Auftrag gegeben hat. 2.360 Personen wurden bundesweit befragt (200 davon in Hessen), um zu ermitteln, ob sich mit der Zunahme des Wolfsbestandes und Ausbreitung in weitere Bundesländer die Einstellung gegenüber Wölfen verändert hat. „Wir freuen uns riesig, dass der erst kürzlich nach Hessen zurückgekehrte Wolf hier auf so eine große Akzeptanz trifft. Und das obwohl, weite Teile aus Politik, Medien und der Jagd- und Bauernlobby das Thema Wölfe zunehmend unsachlich behandeln“, sagt Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. „Die Menschen stehen der Anwesenheit von Wölfen in ganz Deutschland nach wie vor positiv gegenüber. Wir müssen wieder lernen mit Wölfen zu leben, dazu gehören neben Information und Aufklärung vor allem auch Unterstützung für Nutztierhalter*innen beim Herdenschutz.“

 

Zu den Ergebnissen:

Insgesamt 77 Prozent der Befragten finden es erfreulich, dass Wölfe wieder hier leben, und sind der Ansicht, dass sie genauso wie auch Füchse, Rehe oder Biber in unsere Landschaft gehören (in Hessen sagen das jeweils 80 Prozent). Dass sie die Lebensweise von Wölfen spannend finden, sagen bundesweit 75 Prozent und in Hessen 78 Prozent der Befragten. Zwei Drittel (65 Prozent) der Bundesbürger teilen die Einschätzung, dass die von Wölfen ausgehenden Risiken in den Medien übertrieben dargestellt werden.

 

Die Menschen wurden zudem erstmals gefragt, ob es Wölfe in ihrer Region gibt. 28 Prozent der Befragten geben an, dass es in der Region, in der sie wohnen, freilebende Wölfe gibt. 52 Prozent sagen, dass dies nicht der Fall ist. Jedem fünften Befragten ist gar nicht bekannt, ob in der eigenen Region Wölfe leben. Die Umfrage zeigt, dass in Regionen mit Wölfen die Ablehnung der Tiere nur marginal höher ist als im Durchschnitt. Fast drei Viertel der Befragten begrüßen auch hier die Rückkehr von Wölfen, und meinen, dass sie wie andere Wildtiere in unsere Landschaft gehören (73 Prozent). Das ist auch bei Befragten der Fall, die im ländlichen Raum (Ortsgröße geringer als 20.000 Einwohner) leben. „Menschen in Wolfsgebieten sind zwar eher von der Rückkehr der Tiere betroffen – ein steiles Meinungsgefälle zwischen Stadt und Land oder Wolfsgebiet und Nicht-Wolfsgebiet ist jedoch nicht erkennbar“, so NABU-Wolfsexpertin Ingeborg Till.

 

76 Prozent der Befragten gaben an, dass Wölfe selbst dann in Deutschland leben sollen, wenn es zu Problemen kommt. Der NABU wertet das als klares Votum für die grundsätzliche Daseinsberechtigung von Wölfen. 65 Prozent stimmen der Aussage zu, dass einzelne Wölfe, die Probleme verursachen, notfalls getötet werden müssen (in Hessen 58 Prozent der Befragten). Der NABU sieht darin eine Aufforderung an die Länder, ein effizientes Wolfsmanagement mit praktikablen Einzelfallentscheidungen auf die Beine zu stellen. In Bezug auf Nutztierrisse sind bundesweit 38 Prozent der Befragten der Meinung, dass, wenn diese trotz Herdenschutz passieren, der verursachende Wolf kontrolliert getötet werden sollte. 49 Prozent lehnen diese Vorgehensweise ab. In diesem Punkt wichen die hessischen Befragten signifikant vom Bundesergebnis ab. 58 Prozent der befragten Hess*innen lehnte einen Abschuss in diesem Fall ab, und lediglich 27 Prozent befürworteten diese Vorgehensweise. „Mit dieser Einschätzung liegen die Hess*innen genau richtig. Ein Abschuss sollte immer nur die letzte Option sein, denn er trägt in der Regel eher zum Problem, als zur Lösung bei“, sagt Ingeborg Till.

 

Neuer hessischer Wolfsmanagementplan bietet solide Grundlage

„Im Zusammenhang mit den Ergebnissen der aktuellen Forsa-Umfrage begrüßt der NABU-Hessen, dass das Land Hessen in seinem neuen geplanten neuen Wolfsmanagementplan auf Aufklärung, die Entwicklung konstruktiver Lösungen unter Einbeziehung aller beteiligten Verbände, Prävention und die Unterstützung der Weidetierhalter setzen will. So wird der Managementplan eine solide Grundlage für eine positive Entwicklung bei der bereits begonnenen Rückkehr des Wolfes nach Hessen bieten“, lobt der Landesvorsitzende Eppler. Mit dem geplanten hessischen Wolfszentrum als zentrale Anlaufstelle zum Thema Wolf und Schnittstelle zwischen den ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen Wolfsbeauftragten, den hessischen Fachbehörden sowie Gremien und Organisationen auf Bundesebene, wird ein wertvoller Beitrag zur konfliktarmen Rückkehr der Wölfe nach Hessen geleistet. Ebenso begrüßt der NABU Hessen ausdrücklich den Schwerpunkt auf eine bestmögliche Unterstützung der Weidetierhalter*innen beim Herdenschutz als erfolgsversprechende Strategie für eine Koexistenz mit dem Wolf. Inwieweit dieser innovative Ansatz aus Hessen praxistauglich ist, wird sich allerdings noch herausstellen müssen. „Besonders freuen wir uns über das klare Statement zum Wolf als streng geschützte Art. Denn hier wird vom Land Hessen ein deutliches Zeichen gesetzt, dass Abschüsse nur die aller letzte Option sein können und der Kern der Arbeit in Aufklärung und Prävention liegen sollte. Mit dieser Auffassung deckt sich der künftige Managementplan mit der wolfsfreundlichen Haltung der befragten Hess*innen“, betont Gerhard Eppler.

 

Mehr Infos:

Forsa-Umfrage: www.NABU.de/tdw2021

 

Mehr zum Wolf in Hessen

 

NABU-Stellungnahme zum hessischen Wolfsmanagementplan

 

 

Quelle: NABU Hessen

 

Ausstellung 

Rhönschaf | Foto: Sabrina Mey

Rhönschaf-Ausstellung 

Ganz schön, Schaf!

Ein Rhönschaf mit Sonnenbrille, eine grasende Herde in der goldenen Herbstsonne, die zaghafte Begegnung eines Rhönschafs und einer Ziege:

20 Motive rund um den wolligen Sympathieträger aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön sind bis zum 14. November in einer Fotoausstellung  zu sehen. Die Aufnahme stammen aus einem Fotowettbewerb, den die Hess. Verwaltung des UNESCO-Biosphären-reservats Rhön, der Verein Natur und Lebensraum Rhön und die Rhön GmbH im Jahr 2019 anlässlich der Rhönschaf-Genießerwochen ausgerufen hatten.  

 

Das Bruder-Franz-Haus (Kreuzberg 1, 97653 Bischofsheim in der Rhön)  hat im Oktober täglich von 10 bis 12 sowie von 13 bis 18 Uhr geöffnet, im Nov. täglich von 10 bis 12 sowie von 13 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. 

Fraßbilder | Foto: Tom Kretschmer

27. Kunstausstellung

NATUR – MENSCH

Die Ausstellung ist traditionell dem Thema und positiven Spannungsfeld von Natur und Mensch gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter Nationalpark Harz und Stadt Braunlage auf, die Menschen sowohl für den allgemeinen Umwelt- und Naturschutz als auch für die Wie-deranreicherung menschlicher Lebens-räume mit mehr Natur zu gewinnen. 

 

45 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei und Skulptur wird die diesjährige Ausstel-lung unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies vom 19.9. bis 31.10.2021 in Sankt Andreasberg zeigen. Sie findet  in den Räumen der Rathaus-Scheune, im anliegenden Rathaus und im Atrium der Andreaskirche in der Oberharzer Bergstadt und Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg statt. Sie ist täglich von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen.

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Oberhausener Gasometer 

Das zerbrechliche Paradies 

Brände, Überflutungen, Dürre – in den vergangenen Dekaden hat sich die Häufigkeit von Umweltkatastrophen stark erhöht.  Doch die zerstörerische Kraft der Natur ist für den Menschen nicht neu. Zu den dramatischsten Szenarien der Weltgeschichte zählt sicherlich der Ausbruch des Vesuvs 
79 n. Chr., bei dem das antike Pompeji vollkommen unter Asche und Lava-brocken verschwand. Die verschüttete Stadt, die Opfer und das erfahrene Leid gerieten in Vergessenheit.

 

Die neue Ausstellung ist ab dem
1. Oktober dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr - an Feiertagen und in den NRW-Ferien auch montags - geöffnet. Tickets können über den Online-Shop bestellt oder direkt vor Ort an der Tageskasse erworben werden. 
Weitere Infos gibt es unter www.gasometer.de

Praktikum

Von der Uni ins UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Foto: Mechthild Winheim

In diesem Jahr absolvieren junge Menschen das Umweltpraktikum der Commerzbank beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V. Sie unterstüt-zen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins und der Hessischen Biosphärenreservatsverwaltung bei den unterschiedlichsten Projekten – zum Beispiel beim Erstellen der neuen Ausstellung. Auch 2022 sind wieder zwei Praktikumsplätze zu vergeben.

Mehr Informationen
Umweltpraktikum Rhön.pdf
PDF-Dokument [231.4 KB]

Fortbildung

Baumwartausbildung im Biosphärenreservat Rhön 

Erster Termin ist am 19. November 2021, die Abschlussprüfung ist für November 2023 geplant. Das erste Jahr bietet eine intensive Einführung
in Schnitt und Pflege von Streuobst-bäumen, das zweite Jahr dient zur Vertiefung und Erweiterung des Wissens. Die Ausbildung umfasst neun Wochenendmodule über zwei Vegeta-tionsperioden mit insgesamt 135 Stunden. Mit erfolgreich abgeschlos-sener Prüfung erhalten die Teilnehmen-den ein Zertifikat.

Mehr Informationen
PM Ausbildung Baumwartinnen und Baumwart[...]
PDF-Dokument [221.4 KB]

NAJU Hessen

Wandertouren leiten  | Mit Gruppen sicher unterwegs

20. - 24. Oktober Sachsen

Mehr Informationen

Veranstaltungen 

Naturpark Schwalm-Nette

Herbstferienprogramm im Naturschutzhof

Naturschutzhof Nettetal

Das detaillierte Programm hängt auf dem Naturschutzhof, Sassenfeld 200 in Lobberich aus und ist online einsehbar unter www.nabu-krefeld-viersen.de.
Eine Anmeldung mit Angabe von Namen, Alter, Telefonnummer und eventuellen Allergien ist erforderlich an freiwillige@nabu-krefeld-viersen.de 

Stiftung Zollverein 

Internationaler Kongress

„Industrielles Welterbe. Chance und Verantwortung“

14./15. Oktober 2021 Essen

 

Die Teilnahme am Kongress ist kostenlos. Die Anmeldung steht allen Interessierten frei und kann ab sofort über ein Online-Formular erfolgen.

Mehr Informationen
210909_Welterbekongress_Programm.pdf
PDF-Dokument [948.8 KB]

Nationalpark Bayerischer Wald

Führung 

Was passiert mit Kadavern im Wald?

16. Oktober, 14 Uhr in der Nähe des Jugendwaldheims bei Glashütte

 

Feste Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung ist notwendig. Aus organi-satorischen Gründen ist eine Anmel-dung beim Nationalpark-Führungs-service (0800 0776650) möglichst frühzeitig, spätestens jedoch einen Tag vorher, erforderlich. Die Teilnehmerzahl auf 20 Personen beschränkt. 

Naturerlebniszentrum

Blumberger Mühle

RUNDBRIEF_Okt_2021.pdf
PDF-Dokument [683.2 KB]

Brandenburgischen Akademie Schloss Criewen

Internationale Tagung

Renaturierung von Seen und Söllen, Tümpeln und Teichen und andere Amphibienschutz-maßnahmen

28. - 29. Oktober 2021 

Programm
Programm Renaturierung von Seen.pdf
PDF-Dokument [631.2 KB]
Anmeldung
Anmeldung Renaturierung von Seen.pdf
PDF-Dokument [346.0 KB]

Naturpark Schwarzwald

Naturpark-Vespertouren - Brotzeit ToGo

31. Oktober 2021

Mehr Informationen
2021_08_27 Naturparkinfo_Naturpark-Vespe[...]
Microsoft Word-Dokument [36.5 KB]

26. Weltklimakonferenz (COP26)

31.10 - 12.11.2021 im Glasgow

 

Alle öffentlichen BMU-Veranstaltungen hier  per Live-streams übertragen.

Naturpark Schwalm-Nette

Alle Termine auf einen Blick

Veranstaltungskalender für zweites Halbjahr 2021 kostenfrei verfügbar

Bestellungen für die Broschüre können
online im Shop über www.npsn.de, telefonisch unter 02162 81709-408 oder per E-Mail an info@npsn.de aufgegeben werden.

Urban Gardening mit Kids

Für Familien im urbanen Lebensraum ist es nicht immer einfach, sich den Traum vom Gärtnern zu erfüllen. Die Möglichkeiten sind begrenzt und nicht allen Eltern ist klar, wie sie das Thema "Gärtnern", an die Kinder heranführen. Damit diese Leidenschaft auch für Stadtfamilien entfacht werden kann, hat NeoAvantgarde ein frei verfügbares
E-Book entwickelt. "Urban Gardening mit Kids" lässt sich ohne Anmeldung ganz einfach downloaden.

Der Ratgeber umfasst die Themen:

Einführung ins Urban Gardening inklusive Praxistipps | 10 gute Gründe fürs Gärtnern in der Stadt mit Kindern Praktischer Jahreskalender mit Infos

über Aussaat, Ernte und Co.

TV-Tipps

Mittwoch, 20. Oktober | 20:15 Uhr

Die fabelhafte Welt der Schweine

Terra Mater | Dokumentation 

© Terra Mater / NI-SI-Networks / MattHamilton

Seit Jahrtausenden sind Schweine Teil unseres Lebens. Es leben 2 Milliarden Schweine auf unserem Planeten – auf jedem Kontinent außer der Antarktis. In Sibirien etwa trotzen Wollschweine Temperaturen von minus 50 Grad. Andere Schweine mögen’s lieber heiß, wie die Gruppe von verwilderten Haus-schweinen, die sich eine Insel auf den Bahamas zu eigen gemacht haben. Diese Doku folgt den borstigen Glücksymbolen von sonnigen Karibik-stränden bis in die Wildnis Afrikas und Südostasiens.

Expedition Erdreich
© BMBF/ExpeditionErdreich
 
Deutschland buddelt – mit Teebeuteln den Boden erforschen
 
Expedition Erdreich ist die bundesweite Citizen-Science-Aktion im Wissen-schaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie. Jeder und jede kann sich daran beteili-gen, um Daten über die Bodengesund-heit und den Zustand der Böden zu sammeln – ganz einfach mit Tee-beuteln. Grundlage für die Aktion
ist der sogenannte Tea-Bag-Index, der die Zersetzungsrate der Teebeutel im Boden beschreibt. Zusammen mit einigen weiteren Angaben können die Bürgerwissenschaftler/-innen so mehr
über die wichtigsten Bodeneigen-schaften herausfinden und dazu bei-tragen, unsere Böden in Zukunft gewinnbringender und nachhaltiger zu nutzen. Start der Aktion ist im April 2021. Weitere Informationen gibt es unter expedition-erdreich.de.

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Aktualisiert am:

15. Oktober 2021

 

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