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22. Januar 2021 | Überwinterungshilfe

 

Tierische Überwinterungstricks

 

NABU Hessen: Naturnahe Gärten helfen vielen Tieren in der kalten Jahreszeit

 

Wetzlar: Während wir der frostigen Jahreszeit mit Bewegung und Sport im Freien begegnen können, schaltet die Natur häufig in den Energiesparmodus. „Wer die heimische Tierwelt bei der Überwinterung unterstützen möchte, der sollte auf einen naturnahmen Garten mit heimischen Pflanzenarten achten. Denn Laub, Stein- oder Holzstapel, nicht zurückgeschnittene Stauden und Fruchtstände bieten den überwinternden Tieren Schutz und Nahrung, die sie dringend brauchen, um die kalte Jahreszeit gut zu überstehen“, empfiehlt Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen.

 

Viele Tiere haben im Laufe der Evolution Überlebensstrategien entwickelt, um die Zeit gut zu überstehen. Diese sind so spannend wie vielfältig. Amphibien und Reptilien suchen sich einen Unterschlupf in Mauerlücken, in Bodenhöhlen oder im Schlamm und fallen in Winterstarre. Im Gegensatz dazu halten Igel, Siebenschläfer, Hasel- und Fledermäuse einen Winterschlaf, um weniger Energie zu verbrauchen, solange es draußen nichts zu fressen gibt. Die winzige Haselmaus ist eine sehr große Schlafmütze. Mit Haselnüssen und Eicheln frisst sie sich im Herbst den nötigen Speck an, um dann sieben Monate Winterschlaf zu halten. Danach wiegt sie nur noch halb so viel. Manche Singvögel plustern ihre Federn zum Daunenschlafsack auf. Hasen bekommen ein Winterfell und lassen sich einschneien, nutzen also die Iglu-Strategie. Zugvögel fliehen vor der nahrungsarmen Zeit gen Süden. Viele Tiere, wie der Igel, fressen sich eine dicke, isolierende Speckschicht an. Fette liefern pro Gewichtseinheit doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate und sind zugleich leichter – daher futtern sich etwa Zugvögel Fettreserven bis zur Hälfte ihres Körpergewichts an. Auch Insekten haben spannende und vielfältige Lösungen entwickelt.

 

Insekten mit tierischen Winterkonzepten: schlafen, erstarren, verkriechen

Insekten können ihre Körpertemperatur nicht regulieren. Manche Tagfalter wie der Admiral fliehen daher vor der Kälte wie die Zugvögel in den warmen Süden. Für die anderen heißt es, ein sicheres Plätzchen finden und ausharren, als Ei, Puppe oder Falter. Das Tagpfauenauge und der Kleine Fuchs zum Beispiel überwintern als Falter in vor Frost geschützten Holzschuppen, Scheunen oder warmen Kellern. Viele Schmetterlinge wie Aurorafalter und Weißlinge verbringen die kalte Jahreszeit im Puppenstadium – versponnen im Boden oder als Gürtel- oder Stürzpuppe an Pflanzenstängeln. Die überwinternde, große braune Raupe des Brombeerspinners sucht sich ein geschütztes Plätzchen unter Herbstlaub. „Deshalb ist es so wichtig, den Herbstgarten nicht zu sehr aufzuräumen und dort Überwinterungsplätze für Insekten zu erhalten. Beispielsweise werden die Stängel von Brombeeren gerne von Keulhornbienen und die Stängel von Königskerzen von Mauerbienen als Nistplatz genutzt. Hier überdauert der Nachwuchs den Winter. Die Pflanzen sollten daher stehen bleiben“, berichtet Gerhard Eppler.

 

Zitronenfalter: Nur die Harten bleiben im Garten

Nur ganz wenige Insekten vertragen das völlige Einfrieren. So verkraften manche Zuckmückenlarven sogar minus 32 Grad Kälte. Ihr Trick: Die Körperstellen, die nicht so wichtig sind, lassen sie gezielt einfrieren. Im dann konzentrierten und daher weniger frostempfindlichen Körpersaft lassen sie „Anti-Gefrier-Verbindungen“ kreisen, die sie im herbstlichen Abhärtungsprozess gebildet haben. Diese hoch wirksamen Frostschutzmittel setzen den Gefrierpunkt des Blutes herab, ähnlich wie Streusalz auf den Straßen. Glycerin zum Beispiel ist ein beliebtes, körpereigenes Frostschutzmittel, das viele Insekten bilden können. So übersteht der Zitronenfalter den Winter im Freien trotz Minusgraden. Er wartet in einer Baumspalte, an der Unterseite eines Brombeer- oder Stechpalmenblattes oder im Efeudickicht auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, die ihn zu neuem Leben erwecken. „Übrigens kann es durchaus vorkommen, dass überwinternde Insekten wie Schmetterlinge an milden, sonnigen Tagen kurzzeitig aktiv werden. Bitte belassen Sie die Tiere dann im Freien, so dass sie sich wieder sicher verkriechen können. Sie kommen in kühlen Verstecken wie etwa Totholz- oder Laubhaufen dann auch wieder zur Ruhe. Werden die Insekten jedoch in warme Wohnräume gebracht, so verbrauchen sie zu viel Energie und halten dann nicht mehr bis zum Ende des Winters durch“, rät der Landesvorsitzende.

 

Gut zu wissen: Infos aus der winterlichen Tierwelt

Tierische Winterquartiere im Garten

Winterschlaf und Winterruhe

Auswirkungen der milden Winter

 

Quelle: NABU Hessen

TV - Tipp

Anlässlich des 10. Jahrestags der Fukushima-Katastrophe zeigt ZDFinfo am 4. März um 20.15 Uhr

 

Das Fukushima-Drama - Tsunami, Störfall, Langzeitfolgen

10 Jahre nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima macht sich das Reporter-team ein Bild von der Lage auf dem zerstörten Kraftwerksgelände und trifft Menschen, die in die ehemalige Sperr-zone zurückgekehrt sind. Japans erklärtes Ziel, so viel Land wie möglich wieder bewohnbar zu machen, ist nur mit gigantischem Aufwand möglich.

 

Fukushima wirft auch weitergehende Fragen auf: Ist Atomkraft grundsätzlich zu riskant? Soll gerade das erdbeben-gefährdete Japan daran festhalten?
Um das Land bis 2050 klimaneutral zu machen, plant Ministerpräsident Suga einen weiteren Ausbau der Atomkraft.

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DVD - Tipp

THE GREAT GREEN WALL
 

Am 26. März 2021 veröffentlicht Welt-kino Jared P. Scotts THE GREAT GREEN WALL auf DVD und digital. Der mehrfach preisgekrönte Dokumentar-film begleitet die charismatische Sängerin Inna Modja auf ihrer Reise entlang Afrikas „Grüner Mauer“, einem Landstreifen quer über den Kontinent, der Stück für Stück mit Bäumen bepflanzt werden soll. Der Film feierte seine Weltpremiere bei den Interna-tionalen Filmfestspielen von Venedig. 

Es ist eines der ehrgeizigsten Klima-Projekte der Welt: Quer über den afrikanischen Kontinent wird ein 8.000 Kilometer langer Gürtel aus Bäumen gepflanzt, der die Ausbreitung der Wüste aufhalten und Millionen von Menschen Nahrung, Arbeitsplätze und eine Zukunft bringen soll. Entlang dieser noch lückenhaften grünen Mauer reist die malische Sängerin Inna Modja zu den Menschen im Senegal, in Mali, Nigeria und Äthiopien. Sie spricht mit ihnen über ihre Ängste, Träume und Hoffnungen in einer Sprache, die schon immer die afrikanische Kultur bestimmt hat: der Musik. So entspinnt der Film in einer kollektiven melodischen Collage den Soundtrack der „Great Green Wall“. In seinem Dokumentarfilm erzählt Jared P. Scott eine Geschichte von Optimismus, Solidarität und Entschlos-senheit und offenbart eine neue afrikanische Generation, die bereit ist, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und dem Klima-wandel den Kampf anzusagen. Der Film entstand mit Unterstützung der Vereinten Nationen.

TV - Tipp

Naturdoku-Highlights bei ServusTV Deutschland

Mittwoch, 03. März, um 20:15 Uhr: Terra Mater: Fisch zum Frühstück – Die Welt der Otter

© Doclights Naturfilm

Es gibt 13 verschiedene Otter-Arten auf dieser Erde. Riesenotter werden dreimal so groß wie die hierzulande heimischen Fischotter und gelten als die herrschenden Raubtiere in den eng gewundenen Flusssystemen des Amazonasbeckens. Nicht mal von einem Kaiman lassen sie sich sonderlich beeindrucken, denn im Familienclan sind sie wehrhaft, stark und sehr erfolgreiche Jäger.

 

Mittwoch, 10. März, um 20:15 Uhr: Terra Mater: Großstadtfüchs

© Roland Gockel

Füchse sind wahre Überlebenskünstler und in allen Regionen der Erde zu Hause. Inzwischen sind die klugen Tiere auch in unseren Städten heimisch geworden. Für diese Großstadtfüchse ist das Benutzen von Zebrastreifen so normal wie das Schlafen unter Bürocontainern. Nahrung ist genug für alle da, die Streifgebiete sind klein und Jäger haben sie hier nicht zu fürchten.

 

Mittwoch, 17. März, und Mittwoch, 24. März, um 20:15 Uhr: Terra Mater: Die Reise der Eisbären

© Getty Images / Alexey Seafarer

Die zweiteilige Dokumentation „Die Reise der Eisbären“ erzählt die bewegende Geschichte der mächtigsten Raubtiere des Nordens über den Verlauf eines Jahres. Der Eisbär-Scout Dennis Compayre entführt den Zuschauer in eine Welt voller Kälte, Härte und Unerbittlichkeit – doch Dennis‘ langjährige Liebe zu den Eisbären verleiht den Filmen ihre eigene Intensität und Wärme.

 

Mittwoch, 31. März, um 20:15 Uhr: Terra Mater: Die Jahreszeiten – Der Frühling

© ServusTV/ Terra Mater

Der Frühling ist die Jahreszeit mit dem größten Einfluss auf die Bewohner der gemäßigten Breiten. Doch dieser natürliche Umbruch präsentiert sich überall auf der Welt auf völlig unterschiedliche Weise: Von den endlosen Blumenmeeren Südafrikas bis zu Milliarden Schmetterlingen, die jeden Frühling in Mexikos Wäldern gleichzeitig zum Leben erwachen.

Wilde Zeiten – 10 Jahre Terra Mater

Am 07. April um 20:15 Uhr strahlt ServusTV Deutschland eine exklusive Jubiläumssendung zum zehnjährigen Bestehen von Terra Mater aus

© Terra Mater / Beverly Joubert

Ein Jahrzehnt lang hat Terra Mater jede Woche die spektakulärsten Geschichten über die wildesten Orte der Welt erzählt, die größten Rätsel und faszinierendsten Zusammenhänge der Natur erforscht und unseren Planeten in seinen schönsten Formen und Farben porträtiert. Ob stockdunkle Höhlen voller Elefanten oder banges Warten auf Nachschub fernab der Zivilisation, Aug‘ in Aug‘ mit wilden Raub-tieren oder halsbrecherische Flugauf-nahmen – in den vergangenen zehn Jahren standen die Terra Mater-Filmer nur allzu oft vor großen Herausforderungen.

Stellenangebote

Im Rahmen des Projektes „IGAMon-Dog“ (Hundehalter*innen unterstützen die Suche und eindeutige Bestimmung von Vorkommen invasiver Pflanzen- und Tierarten) wird derzeit eine Stelle ausgeschrieben.  Dabei handelt es sich um eine Projektstelle zur Koordination .

 

Unabhängiges Institut für Umweltfragen (UfU)

https://www.ufu.de/ueber-uns/jobs/

ÖKO-LOG Freilandforschung sucht Verstärkung für ihr Team zur Habitat-modellierung und dem Projektmanage-ment in Bezug auf Säugetiere.

ÖKO-LOG Freilandforschung

Säugetiere/GIS/Habitatmodellierung

Online Fortbildung

Geheime Welt der Bienen

4. März 2021 | NAH | Wetzlar
19:00 - 21:00 Uhr
 
Bienen arbeiten zusammen und mit-einander. Gemeinsam bilden sie das Bienenvolk. Einiges weiß man bereits über diesen „Schlüsselorganismus im Naturhaushalt“. Anderes liegt nach wie vor im Dunkeln. Der Vortrag beleuchtet eine Reihe ganz unterschiedlicher, fas-zinierender Aspekte – zum Beispiel den Wabenbau, die Nestklimatisierung im Sommer und Winter oder die Flugak-tivität während einer Sonnenfinsternis.
Programm & Anmeldung
N143-2021_Geheime Welt der Bienen.pdf
PDF-Dokument [145.4 KB]

Empfehlenswert

Meere, Wälder, Klima -

Wie sich die Welt verändert  

2020: ein Jahr der Extreme. Die welt-weite Corona-Pandemie hält uns in Atem. Doch es gibt mehr, dass das gesamte Leben auf der Erde bedroht. Waldbrände, Hitzerekorde, schmelzen-de Polkappen, ... - extreme Wetterer-eignisse sind inzwischen an der Tagesordnung. Wir laden zum spannenden Vortrag mit Dr. Thomas Henningsen ein. Der einstündige Livestream fand am 12.11.2020 statt und ist weiterhin auf Youtube zu sehen:

Neuerscheinung

GRENZENLOS

Begegnungen am Grünen Band

Das Grüne Band reicht vom Dreiländereck bei Hof bis zur Ostsee. Es ist ein Mahnmal und Friedensprojekt. Der Dreiklang aus Naturschutz, Grenzgeschichte und Kultur macht es einzigartig. Dort wo sich zu Zeiten des Kalten Krieges feindliche Armeen aufgerüstet gegenüberstanden, darf sich seit dem Herbst 1989 die Natur entfalten. So wurde aus dem ehemaligen Todesstreifen eine Lebenslinie. 

Mehr Infos
Grenzenlos Flyer.pdf
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#NaturparkLust - Ferien-Erlebnisse vor der Haustür

 

Für Erholungs- und Abenteuer-suchende, die die bevorstehenden Ferienwochen noch nicht verplant haben oder zu Hause bleiben möchten, bieten Naturparke spannende Aus-flugstipps. Hier gibt es beste Voraus-setzungen für einen nachhaltigen und naturerlebnisorientierten (Kurz-)Urlaub in der Heimat, sodass Natur-Entdecker voll auf ihre Kosten kommen. [>>>mehr]

Nah dran – Der Nationalpark Harz ist eines von 22 „Fahrtzielen Natur“

 

Urlaub in Deutschland liegt im Trend. Das Buch lädt ein, die heimischen Naturschätze umwelt- und klima-schonend zu entdecken. Die Porträts werden ergänzt durch Informationen zur nachhaltigen Anreise und der Mobilität vor Ort, die eine komfortable Reiseplanung ermöglichen. Zusätzlich bietet ein herausnehmbarer Faltplan eine Übersicht aller deutschen Fahrtziel Natur-Gebiete. 

Wandern im Geiste und
lokalen Handel stärken
 
Derzeit sind Wanderreisen nicht mög-lich. „Im Geiste“ dagegen sind sie eine bunte Abwechslung im grauen Corona-Alltag. Wer dabei auf den schönsten Wegen Deutschlands wandeln will, sollte sich den Bildband „Wanderbares Deutschland“ besorgen. Das fulminante Werk mit packenden Fotos bietet neben tollen Beschreibungen der Wege auch jede Menge Informationen zum Thema Kulinarik. Das weckt Wandersehnsucht.
 

Veranstaltungen

(c) NABU
NABU Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle
 
Blumberger Mühle 2 | 16278 Angermünde

Naturschutz-Akademie Hessen

Trotz anhaltender Hygienevorschriften und gewisser Beschränkungen aufgrund des Coronavirus bietet die NAH in Wetzlar einige interessante Veranstaltungen an.

Datenschutz-Info.pdf
PDF-Dokument [89.3 KB]

Weitere Informationen 
http://www.na-hessen.de

(c) Kees van Surksum | Kurverwaltung Wangerooge

Nationalpark-Haus Wangerooge 

Bei zahlreichen spannenden Veranstaltungen lässt sich die Insel Wangerooge unter naturkundlichen Aspekten entdecken.

Das Programm ist in gedruckter Form oder auf www.nationalparkhaus-wangerooge.de als PDF erhältlich.

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Aktualisiert am:

02. März 2021

 

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