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24. September 2020

Schlechte Saison für Störche

 

++ Nur wenige flügge Jungen in Europas Storchendörfern ++ Wetterextreme machen Weißstörchen zu schaffen ++ Erhalt von Feuchtgrünland bedeutet Klima- und Artenschutz 

Radolfzell, Europäische Storchendörfer. Die Brutsaison 2020 in Europas Storchendörfern war unbefriedigend. Die diesjährige Zählung von Brutpaaren und flüggen Küken bestätigte in manchen Dörfern die Stagnation der Bestände. Vielerorts war es die schlechteste Brutsaison seit vielen Jahren. So etwa auch im 1996 von der Naturschutzstiftung EuroNatur ausgezeichneten Storchendorf Rühstädt in Brandenburg. 26 Paare der großen Schreitvögel starteten in diesem Jahr einen Brutversuch auf den Dächern Rühstädts; insgesamt wurden lediglich 26 Küken großgezogen.

 

„Dies ist ein schlechter Wert. Um den Bestand langfristig stabil zu halten, sollten mindestens zwei Jungvögel pro Paar und Saison erfolgreich aufwachsen“, sagt Ilka Beermann. Sie koordiniert bei EuroNatur die Initiative der Europäischen Storchendörfer. Populationserhaltende Bruten gelangen in diesem Jahr nur in wenigen Storchendörfern, etwa in der bulgarischen Adebar-Kommune Belozem. Die Gründe sind regional unterschiedlich. Ein später Wintereinbruch auf dem Balkan in diesem Frühjahr sorgte dafür, dass die Störche der östlichen Zugroute am Bosporus festhingen. „Eine verzögerte Ankunft im Brutgebiet und somit auch ein verspäteter Start ins Brutgeschäft haben zur Folge, dass insgesamt weniger Zeit für das Brüten und die Aufzucht der jungen Störche zur Verfügung steht“, so Beermann.

 

Generell spielen für den Bruterfolg der Weißstörche die Wetterbedingungen eine entscheidende Rolle. Diese sind in Zeiten der Klimakrise aber immer unbeständiger. Während der ungewöhnlich nasse Frühling im spanischen Storchendorf Malpartida de Cáceres für hohe Verluste unter den Jungstörchen sorgte, war es im brandenburgischen Rühstädt im dritten Jahr in Folge zu warm und trocken; viele Küken sind in den Nestern verhungert.

 

„Die Weißstörche leiden unter den Auswirkungen der menschengemachten Klimakrise, die sich in den nächsten Jahren vermutlich noch verschlimmern werden“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur. „Umso wichtiger ist es, die Lebensräume dieser faszinierenden Vögel zu schützen. Der Erhalt und die Renaturierung von feuchten Wiesen und Weiden helfen den Störchen unmittelbar und wirken sich auch positiv auf das Klima aus“, so Schwaderer weiter.

 

Hintergrundinformationen:

  • Die Naturschutzstiftung EuroNatur engagiert sich seit ihrer Gründung für den Schutz der europäischen Zugvögel. Der geografische Schwerpunkt liegt auf der Adria-Zugroute, die quer über den Balkan, die Adria und Süditalien bis nach Nordafrika führt. Einen Kurzfilm zum Vogelzug über die östliche Adria finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=arJenBAVr10 
     
  • Seit 1994 zeichnet EuroNatur Dörfer oder Gemeinden, die sich besonders für den Storchenschutz engagieren, mit dem Titel „Europäisches Storchendorf“ aus. Die 15 Ortschaften werden durch die Auszeichnung als besonderes Kultur- und Naturerbe international bekannt. Mehr Informationen zur Initiative sowie die aktuellen Brutzahlen fast aller Dörfer finden Sie hier: https://www.storkvillages.net/

 

Storch auf verschneitem Horst

Copyright: Green Balkans

Größe: 271.16 KB; Typ: JPG

 

 

 

Storch mit Nachwuchs in Rühstädt

Copyright: Oliver Krause

Größe: 197.98 KB; Typ: JPG

 

Dieses Video aus Rühstädt zeigt die Beringung von Jungstörchen im Nest Anfang Juli dieses Jahres: https://www.youtube.com/watch?v=NAM2KnIsCtk&feature=youtu.be

17. September 2020
 

Quelle: EuroNatur

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(c) Nadine Reichert

Der Umwelt auf der Spur

Freiwilliges Ökologisches Jahr im Biosphärenreservat Bliesgau

Am 1. September beginnt das Frei-willige ökologische Jahr im Saarland.
In der Geschäftsstelle des Biosphären-zweckverbands Bliesgau erhalten junge Menschen die Möglichkeit, sich für Umwelt, Naturschutz & Nachhaltigkeit zu engagieren.

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TV - Tipps

Hüter der Natur

Mittwoch, 28. April um 20:15 Uhr bei ServusTV Deutschland: Terra Mater: Hüter der Natur – Australien (1/3)

© Shutterstock

Australien ist der trockenste Kontinent der Erde und doch von einer vielfältigen Landschaft geprägt, die den Lebensraum für eine einzigartige Artenvielfalt darstellt. Doch in den letzten zwei Jahrhunderten wurden Ressourcen und Tierwelt bedrohlich ausgebeutet. Mit einer der höchsten Abholzungsquoten weltweit, einem dramatischen Säugetiersterben und den zunehmend schwindenden Riff- systemen braucht Australiens Natur dringend Rettung.

 

Mittwoch, 05. Mai um 20:15 Uhr ServusTV Deutschland: Terra Mater: Hüter der Natur – Indonesien (2/3) 

© Shutterstock

Die Regenwälder Indonesiens werden immer wieder als Beispiel für unglaublichen Artenreichtum genannt – doch genau diese Biodiversität wird einigen Inseln zum Ver- hängnis. Immer größere Teile von Borneos Wäldern werden abgeholzt, um Platz für lukrative Palmölplantagen zu schaffen. Immer mehr Lebensraum verschwindet – doch es gibt Hoffnung.

 

Mittwoch, 12. Mai um 20:15 Uhr ServusTV Deutschland: Terra Mater: Hüter der Natur – Afrika (3/3) 

© Shutterstock

Ob illegale Jagd auf Tiere für Trophäen oder Wunderheilmittel, die voranschrei-tende Wüstenbildung aufgrund unregulier-ter Abholzungen, oder der Abbau von Gold und anderen Edelmetallen – der afrikanische Kontinent steht vor jeder Menge Probleme. Doch wo es Probleme gibt, da gibt es auch Lösungen.

Fortbildung

Artenkenner Käfer

18. April 2021 | NAH | Ortenberg
9:00 - 16:30 Uhr
 
Dieses Seminar bietet Einsteigern einen Überblick über die typischen Merkmale, die Ökologie und das Vor- kommen von Käfern. Sie erhalten Informationen über den aktuellen Erfassungsstand der hessischen Käfer- fauna und lernen Bestimmungs- schlüssel und Nachweismethoden kennen. In Kleingruppen mache Sie erste Erfahrungen in der Bestimmung häufig auftretender Käferarten.
Programm und Anmeldung
N077_2021_Artenkenner Käfer.pdf
PDF-Dokument [175.5 KB]
NZH_DS-Info_Teilnehmer_02-2021.pdf
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Live-Stream Wattenmeer & Harz Volkshochschule Langenhagen organisiert Hybrid-Veranstaltung zum Klimawandel

Themenschwerpunkt ist der Klima-wandel in Niedersachsen. Die Arktis ist 2020 so langsam und so wenig zuge-froren wie noch nie. Die Temp.  sind dort durchschnittlich 3 Grad wärmer als früher. Der Klimawandel zeigt sich am Nordpol besonders deutlich – doch die Arktis ist weit weg und auf das alltäg-liche Leben hatte der Klimawandel bislang kaum Einfluss. Doch das ändert sich gerade. Im Vortrag präsentieren die Referenten, wie sich der Klimawan-del aktuell an unserer Küste und in unseren Wäldern zeigt und wichtige Lebensräume verändert. 

(c) Peter H und Pixaline

Dr. Matthias Mertzen aus dem National-park-Haus Wurster Nordseeküste und Jens Halves aus dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus berichten, wie stark sich der Klimawandel im Wattenmeer und im Harz schon aus-wirkt und was getan wird, um ihn zu verlangsamen. Abschließend disku-tieren sie, was jede bzw. jeder Einzelne von uns tun kann. Die Veranstaltung ist kostenfrei. 

 

Anmeldung auf der Webseite www.vhs-langenhagen.de sowie telefonisch unter 0511 7307 9710 oder per E-Mail an info@vhs-langenhagen.de.

Wildbienen-Artenkenntnis für alle" am 30. April 2021 

Dieses Seminar bietet Einsteigern einen Überblick über die typischen Merkmale, die Ökologie und das Vorkommen von Wildbienen. Sie erhalten Informationen über den aktuellen Erfassungsstand der hessischen Wildbienenfauna und lernen Bestimmungsschlüssel und Nachweismethoden kennen.

Programm & Anmeldung
N174-2021_Artenkenner Wildbienen1.pdf
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Info Teilnehmer
NZH_DS-Info_Teilnehmer_02-2021.pdf
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Aktualisiert am:

16. April 2021

 

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